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Total Loss Absorbing Capacity. Neue Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften im Vergleich zu Basel III

Title: Total Loss Absorbing Capacity. Neue Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften im Vergleich zu Basel III

Bachelor Thesis , 2015 , 58 Pages , Grade: 2,1

Autor:in: Maximilian Samos Sanchez (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Ziel dieser Arbeit ist es, die Tragfähigkeit der neuen Vorschriften zu erfassen und zu analysieren, welche Folgen die Einführung der vorbenannten Vorschriften für Banken, aber auch die Kunden und die Volkswirtschaft insgesamt haben.

Die letzte Finanzmarktkrise von 2008 zeigte, dass neben den damals geltenden Eigenkapitalvorschriften weitere Maßnahmen nötig waren, um die Finanzwelt hinreichend zu stabilisieren. Als Auslöser für die damalig weltweiten Einbrüche der Märkte gilt die
Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers. Lehmans Krise zeigte, dass das hinterlegte Eigenkapital der Banken nicht ausreichte, um eine Abwicklung selbst tragen zu können.

Letztendlich mussten die Kreditinstitute durch die Politik gerettet werden – auf Kosten des Steuerzahlers. Seither arbeiten die Regulierer an einer Verschärfung der Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften für Banken. Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass Krisen von den Kreditinstituten in Zukunft eigenständig abgewehrt werden können. Dazu wurde der bereits vorhandene Ansatz Basel II zu Basel III weiterentwickelt und vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht (BAFB) vorgestellt.

Studien zu Basel III zeigen, dass es weiterhin Banken gibt, die im Falle einer Insolvenz, die Stabilität des Marktes in Gefahr bringen können – die global systemrelevanten Banken (G-SIB’s). Zu den G-SIB’s zählen die 30 größten Kreditinstitute. Diese Problematik ist auch bekannt als “Too Big to Fail“. Um diese anzugehen, hat der Finanzstabilitätsrat (FSB) am 14. November 2014 ein Schreiben veröffentlicht, welches die Idee der Einführung einer “Total Loss Absorbing Capacity (TLAC)“ beinhaltet.

TLAC soll ausschließlich für die G-SIB’s gelten und stellt eine weitere Verschärfung der Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften dar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Gang der Untersuchung

2 Historische Entwicklung und Hintergrund der Regularien

2.1 Entwicklung erster Vorschriften unter dem Glass-Steagall-Act

2.2 Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht

2.3 Erste Eigenkapitalvorschriften von Basel I bis Basel III

3 Aufstellung der neuen Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften

3.1 Neues Rahmenwerk Basel III

3.2 Idee der Total Loss Absorbing Capacity

3.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Vorschriften

4 Kritische Würdigung der neuen Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften

4.1 Auswirkungen auf Banken

4.2 Wirkung auf Privat- und Firmenkunden

4.3 Effekt auf die Volkswirtschaft

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Tragfähigkeit der regulatorischen Anforderungen durch das "Total Loss Absorbing Capacity" (TLAC)-Konzept für global systemrelevante Banken und analysiert im Vergleich zu Basel III deren Auswirkungen auf die Kreditinstitute, deren Kunden sowie die gesamtwirtschaftliche Stabilität.

  • Historische Herleitung bankenaufsichtlicher Regularien
  • Detaillierte Gegenüberstellung von Basel III und dem TLAC-Konzept
  • Analyse der Folgen für die interne Banksteuerung und Eigenkapitalkosten
  • Untersuchung der Konsequenzen für Privat- und Firmenkundenkredite
  • Bewertung der Auswirkungen auf das allgemeine Wirtschaftswachstum

Auszug aus dem Buch

Total Loss Absorbing Capacity Bestandteile

Das finale Design der TLAC ist noch nicht bestimmt. Es besteht zudem keine Einheitlichkeit zwischen den Ländern. Es ist jedoch ausgeführt worden, dass die TLAC drei Bereiche beeinflussen wird. Zum einen soll die Quote der Eigenkapitalhinterlegung für die RWA auf 16 bis 20 Prozent erhöht werden. Neben der Erhöhung der Quote für die RWA soll die unter Basel III eingeführte Leverage Ratio von drei auf sechs Prozent verdoppelt werden. Zuletzt hat der FSB in seinem Entwurf formuliert, dass eine subjektive Quote eingeführt werden soll.

Die TLAC kann infolgedessen als ein Zwei-Säulen-Modell dargestellt werden. Folgende Abbildung verdeutlicht dies: Wie der Abbildung 5 zu entnehmen ist, definiert die Säule I die festen Quoten, die für jedes Institut gleich gelten sollen. Säule II hingegen wird definiert durch die individuelle Quote. Diese Quote soll sich an dem spezifischen Firmenrisiko, der Firmenstruktur, den nationalen Verhältnissen und der Risikobranche orientieren und die G-SIB’s dazu verpflichten, weiteres Eigenkapital zu hinterlegen. Durch Einführung der Säule II wird die Vielfalt der G-SIB’s berücksichtigt und in die Ermittlung der TLAC integriert. Aus welchen Instrumenten sich die individuelle Quote zusammensetzen soll, ist bisher nicht definiert worden. Allerdings wird sich diese Quote stärker auf risikoreichere Geschäftsmodelle auswirken. Um eine optimale individuelle Quote zu ermitteln, soll eine Crisis Management Group (CMG) eingeführt werden. Ziel der CMG wird künftig sein, eine Quote zu ermitteln, die eine potentielle Stresssituation einer Bank stemmen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Notwendigkeit neuer Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften nach der Finanzmarktkrise 2008, um das "Too Big to Fail"-Problem zu lösen und den Steuerzahler zu schützen.

2 Historische Entwicklung und Hintergrund der Regularien: Dieses Kapitel erläutert die regulatorische Historie, beginnend beim Glass-Steagall-Act bis hin zur Entwicklung des Baseler Ausschusses und der ersten Basel-Vorschriften.

3 Aufstellung der neuen Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften: Hier werden das Basel III-Rahmenwerk sowie das TLAC-Konzept im Detail beschrieben und deren rechtliche Umsetzung in den europäischen Markt analysiert.

4 Kritische Würdigung der neuen Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften: Dieses Kapitel analysiert die konkreten Auswirkungen der neuen Vorgaben auf die Kostenstruktur der Banken, die Verfügbarkeit von Krediten für Kunden und das langfristige Wirtschaftswachstum.

5 Fazit und Ausblick: Die Arbeit resümiert, dass die TLAC zwar zu einer höheren Stabilität führt, jedoch erhebliche Anpassungskosten und potenzielle Wettbewerbsnachteile für die betroffenen G-SIBs mit sich bringt.

Schlüsselwörter

TLAC, Basel III, Eigenkapital, Liquidität, G-SIB, Too Big to Fail, Leverage Ratio, Bankenaufsicht, Finanzstabilität, Risikomanagement, RWA, Bail-In, Kreditinstitute, Bankenregulierung, Eigenkapitalpuffer.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Einführung neuer Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften für global systemrelevante Banken und deren kritische Auswirkungen auf Finanzsysteme.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf den Basel III-Vorgaben, dem neuen TLAC-Konzept, den regulatorischen Instrumenten wie der Leverage Ratio sowie deren Auswirkungen auf Banken und Kunden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Tragfähigkeit der vorgeschlagenen TLAC-Regelungen zu erfassen und zu bewerten, ob diese die Banken überfordern oder tatsächlich zur Krisenprävention beitragen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und dem Vergleich von Regulierungskonzepten sowie der Untersuchung empirischer Daten zu Kapitalkosten und RWA-Quoten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung, eine detaillierte technische Analyse der Basel III- und TLAC-Bestandteile sowie eine kritische Würdigung der Folgen für alle Wirtschaftsakteure.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie TLAC, Basel III, Finanzstabilität, G-SIB, Eigenkapitalpuffer und regulatorische Arbitrage geprägt.

Was unterscheidet das Zwei-Säulen-Modell der TLAC vom Standard?

Das Modell teilt sich in feste Quoten (Säule I) und eine individuelle, risikobasierte Quote (Säule II), die von der CMG für jede Bank spezifisch ermittelt wird.

Warum wird das Halteverbot für Bail-In-Anleihen als kritisch eingestuft?

Ein Halteverbot ist notwendig, um Kettenreaktionen im Bankensektor zu verhindern, falls Bail-In-Instrumente bei einem Ausfall tatsächlich zur Verlustabsorption herangezogen werden.

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Details

Title
Total Loss Absorbing Capacity. Neue Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften im Vergleich zu Basel III
College
University of applied sciences, Düsseldorf
Grade
2,1
Author
Maximilian Samos Sanchez (Author)
Publication Year
2015
Pages
58
Catalog Number
V307499
ISBN (eBook)
9783668065819
ISBN (Book)
9783668065826
Language
German
Tags
Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften TLAC Basel III Global systemrelevante Großbanken
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maximilian Samos Sanchez (Author), 2015, Total Loss Absorbing Capacity. Neue Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften im Vergleich zu Basel III, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307499
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