Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Sport - Sonstiges

Kritische Analyse der Fußballfan- und Hooliganszene. Hooligans im europäischen Vergleich

Titel: Kritische Analyse der Fußballfan- und Hooliganszene. Hooligans im europäischen Vergleich

Akademische Arbeit , 2007 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Andreas Schulz (Autor:in)

Sport - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Hooligangewalt gilt als europäisches Phänomen. Trotz der wachsenden Beliebtheit des Fußballsports in Asien und Nordamerika gibt es bisher kaum Vorkommnisse, in denen Hooligans auf sich aufmerksam gemacht hätten. Nicht im Ansatz ist die Hooligan-problematik zu erkennen, so dass viele Stadien in den USA nicht einmal getrennte Bereiche für die „gegnerischen“ Fanlager bieten.

In Südamerika und Südafrika ist Gewalt durch Fans häufiger vorhanden, jedoch basieren die Aggressionen auf anderen Ursachen. Hier handelt es sich um sehr arme Länder, in denen Fußball der populärste Sport ist. So verwundert es Soziologen nicht, dass es aufgrund dieses Zusammenhangs zu gewaltvollen Taten kommt. Häufiger geht es dabei um ein weitreichenderes Problem. Nicht ganze Gruppen von Hooligans machen auf sich aufmerksam; oftmals stehen Einzelpersonen im Vordergrund.

Ein kolumbianischer Drogenhändler erschoss einen kolumbianischen Nationalspieler, nachdem dieser während der WM in den USA 1994 ein Eigentor geschossen hatte. Kolumbien verlor das Spiel auf dessen erfolgreichen Ausgang der Drogenhändler viel Geld gesetzt hatte. Ähnliche Fälle sind bis heute keine Seltenheit. Spieler, die schlecht spielen oder das Team verlassen wollen (und so dem Team schaden), werden erpresst, deren Familienmitglieder entführt oder gar auf offener Straße angeschossen .

Dies geschieht nicht, um den Kick zu suchen und zu finden. Fußball ist hier zum Teil viel mehr der Lebensmittelpunkt. In anderen – wie oben aufgezeigten Fällen – geht es um sehr viel Geld, für dessen Verlust Schuldige ausgemacht werden. Ein Vergleich zur Gewaltproblematik in Europa ist nicht gegeben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Hooligans im europäischen Vergleich

1.1 Hooliganismus in England

1.2 Hooliganismus in Italien und Frankreich

1.3 Hooliganismus in den Niederlanden

1.4 Hooliganismus in der Schweiz

1.5 Hooliganismus in Osteuropa

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Phänomene des Hooliganismus im europäischen Vergleich, analysiert die länderspezifischen Ausprägungen der Gewaltproblematik und bewertet die Wirksamkeit staatlicher sowie polizeilicher Gegenmaßnahmen in verschiedenen europäischen Nationen.

  • Vergleichende Analyse der Hooliganszenen in England, Italien, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz und Osteuropa
  • Untersuchung der soziologischen Hintergründe und Motivlagen für Fangewalt
  • Evaluation staatlicher Interventionsstrategien wie Stadionverbote und Datenerfassung
  • Diskussion des Einflusses von baulichen Maßnahmen und Fanprojekten auf das Verhalten in Stadien

Auszug aus dem Buch

1.1 Hooliganismus in England

England gilt als das Land der Hooligans schlechthin (vgl. WHEATLY 2006). Dies ist nicht weiter verwunderlich, da die Ursprünge des Hooliganismus aus England stammen, gleichzeitig aber vor allem die englischen Hooligans in den letzten 20 bis 25 Jahren durch Gewalt auf sich aufmerksam machten. Die Heysel-Tragödie oder die Schlachten mit deutschen, italienischen, holländischen oder osteuropäischen Gleichgesinnten bei Fußballturnieren, wie z.B. der WM 1998 in Frankreich oder der EM 2000 in Belgien sind nur einige Beispiele.

Jedoch scheint dem öffentlichen Auge verborgen zu bleiben, dass Hooliganismus mehr und mehr ein osteuropäisches Problem wird und die britische Regierung das Hooliganproblem anscheinend in den Griff bekommt (vgl. ebd.). 2004 und 2005 sind die Festnahmen der Polizei im Zusammenhang mit Fußball im Vergleich zur Vorsaison um 11% gesunken und das obwohl die Clubs die höchsten Besucherzahlen seit 20 Jahren verzeichneten (vgl. ebd.). Auch die deutsche Polizei beschäftigte sich im Vorfeld der WM 2006 in Deutschland stärker mit osteuropäischen Hooligans als Gefahrenquelle anstatt die englischen Hooligans in den Mittelpunkt ihrer Aufmerksamkeit zu stellen.

Nichtsdestotrotz fielen englische Hooligans bei der Weltmeisterschaft vereinzelt auf. Obgleich ca. 100.000 Briten während der WM in Deutschland weilten, kam es jedoch nicht zu ganz großen Auseinandersetzungen, welche die englischen Hooligans in vielen Fußballturnieren zuvor berüchtigt machten. Die abnehmende englische Hooligan-problematik konnte schon 2004 bei der EM in Portugal belegt werden. Während im Jahr 2000 in Belgien ca. 1.000 Engländer festgenommen wurden, kam es 2004 lediglich zu einer einzigen Verhaftung – und diese aufgrund eines Drogendeliktes.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Hooligans im europäischen Vergleich: Einleitende Betrachtung der globalen Situation von Hooligangewalt, wobei ein Fokus auf die Unterschiede zwischen europäischen und außereuropäischen Fußballkulturen gelegt wird.

1.1 Hooliganismus in England: Analyse der historischen Vorreiterrolle Englands sowie der aktuellen Trends, die auf einen deutlichen Rückgang der Gewalt durch verbesserte Stadioninfrastruktur und staatliche Sanktionen hindeuten.

1.2 Hooliganismus in Italien und Frankreich: Darstellung der spezifischen Problematik in Italien, die durch Rassismus und die Vermischung von Ultra- und Hooliganszenen geprägt ist, sowie der Lage in Frankreich.

1.3 Hooliganismus in den Niederlanden: Untersuchung der Verlagerung der Problematik von großen Stadien hin zu kleineren Vereinen und die Wirkung präventiver Sicherheitsmaßnahmen.

1.4 Hooliganismus in der Schweiz: Beleuchtung der wachsenden Hooliganszene in der Schweiz im Kontext anstehender Großereignisse und der Vergleich mit deutschen Interventionsmodellen.

1.5 Hooliganismus in Osteuropa: Betrachtung der hochgradig gewaltbereiten Szenen in Polen, Tschechien und Russland sowie die dort vorherrschende Fokussierung auf repressive polizeiliche Maßnahmen.

Schlüsselwörter

Hooliganismus, Fußballgewalt, Europäischer Vergleich, Ultras, Stadionverbot, Fanprojekt, Prävention, Polizeieinsatz, Rassismus, Sicherheitsmanagement, Gewaltbereitschaft, Fußballkultur, Ausschreitungen, Fanarbeit, Sozialstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Publikation primär?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung und die aktuelle Ausprägung von Hooliganismus in verschiedenen europäischen Ländern und vergleicht dabei die spezifischen Rahmenbedingungen und Sicherheitsmaßnahmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit konzentriert sich auf die Entstehung von Hooligangewalt, die Verflechtung mit politischen oder sozialen Strömungen, sowie die Wirksamkeit von staatlichen Verboten und präventiven Konzepten.

Welches Ziel verfolgt der Autor mit dieser Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Hooligan-Problematik in einen europäischen Kontext zu setzen und aufzuzeigen, ob rein repressive Strategien zur Gewaltreduktion führen oder ob pädagogische Ansätze notwendig sind.

Welche wissenschaftliche Methodik liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung publizierter Daten und Berichte zu internationalen Hooliganvorkommnissen und polizeilichen Statistiken.

Welche Schwerpunkte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in länderspezifische Fallstudien, die von den englischen Ursprüngen über die rassistisch geprägten italienischen Stadien bis hin zur zunehmenden Gewalt in osteuropäischen Ländern reichen.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit am besten?

Kernbegriffe sind Fußballfan- und Hooliganszene, Gewaltprävention, Sicherheitsmaßnahmen, soziale Hintergründe und das europäische Sicherheitskonzept im Fußball.

Warum wird England im Text als Hooliganhochburg bezeichnet, obwohl die Gewalt dort abnimmt?

England wird historisch als Ursprungsort betrachtet, wobei der Autor verdeutlicht, dass sich durch bauliche Veränderungen und konsequente Stadionverbote die Situation in England gewandelt hat, während andere Länder nun vermehrt in den Fokus rücken.

Welche Rolle spielen Ideologien in der italienischen Hooliganszene?

In Italien, insbesondere bei den römischen Traditionsvereinen, ist die Hooliganszene stark von neofaschistischen und antisemitischen Tendenzen durchdrungen, was zu einer besonderen politischen Brisanz der Gewalt führt.

Wie unterscheidet sich die osteuropäische Situation von der westlichen?

In Osteuropa, besonders in Polen, gibt es kaum etablierte Fanprojekte; stattdessen setzt man primär auf polizeiliche Präsenz und Härte, was laut Autor bei gleichbleibend hoher Gewaltbereitschaft nur wenig präventiven Erfolg zeigt.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kritische Analyse der Fußballfan- und Hooliganszene. Hooligans im europäischen Vergleich
Note
1,0
Autor
Andreas Schulz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
16
Katalognummer
V307515
ISBN (eBook)
9783668066229
ISBN (Buch)
9783668087064
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kritische analyse fußballfan- hooliganszene hooligans vergleich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andreas Schulz (Autor:in), 2007, Kritische Analyse der Fußballfan- und Hooliganszene. Hooligans im europäischen Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307515
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  16  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum