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Der Körperkult als Folge fragwürdiger Schönheitsideale in den Massenmedien

Ein Vergleich von vormoderner und moderner Zeit

Titel: Der Körperkult als Folge fragwürdiger Schönheitsideale in  den Massenmedien

Hausarbeit , 2014 , 10 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Marlena Groschen (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Körper hat innerhalb der letzten Jahre zunehmend an Bedeutung gewonnen. Das wird an den Unmengen von Medienangeboten sichtbar, die sich heutzutage mit Wellness und dem Schönheitsideal beschäftigen.
In dieser Arbeit soll erläutert werden, inwiefern sich die Schönheitsideale im Laufe der Zeit von der Vormoderne bis zur Moderne verändert haben und inwieweit der Wandel der Massenmedien zu einem Ausbreiten des Körperkults geführt hat. Dazu wird insbesondere auf das weibliche Schönheitsideal eingegangen, da dieses im Laufe der Zeit die größeren Änderungen durchlaufen hat.

Zunächst werden die Schönheitsideale geschichtlich betrachtet, dann die Massenmedien mit in die Gleichung genommen. Das Körperbild und der Körperkult der heutigen Zeit werden eingehend analysiert, außerdem sollen die dadurch entstehenden neuen Krankheitsbilder, von der körperdysmorphen Störung über das Dorian-Gray-Syndrom und Esstörungen, darauf bezogen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Körperformen im Wandel der Zeit

2. 1. Schönheitsideale in der Vormoderne

2. 2. Schönheitsideale in der Moderne

3. Massenmedien im Wandel der Zeit

3. 1. Medien in der Vormoderne

3. 2. Medien in der Moderne

4. Körperbild und Körperkult in der modernen Gesellschaft

5. Die Wirkung der Medien

6. Neue Krankheitsbilder

6. 1. Körperdysmorphe Störung

6. 2. Dorian-Gray-Syndrom

6. 3. Essstörungen

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Wandel von Schönheitsidealen und analysiert, inwiefern die zunehmende Bedeutung von Massenmedien zur Entstehung eines modernen Körperkults beigetragen hat. Dabei steht die Forschungsfrage im Zentrum, wie sich der Vergleich des Individuums mit medial inszenierten, unrealistischen Schönheitsnormen auf die psychische Gesundheit und das Körperbild auswirkt.

  • Historischer Vergleich von Körperidealen von der Steinzeit bis zur Moderne.
  • Die Rolle der Medien als zentraler Akteur bei der Formung gesellschaftlicher Normen.
  • Sozialwissenschaftliche und psychologische Theorien zur Medienwirkung.
  • Entstehung klinischer Krankheitsbilder als Folge von Schönheitszwängen.
  • Die Transformation des Körpers zur „Visitenkarte“ in der postmodernen Gesellschaft.

Auszug aus dem Buch

3. Massenmedien im Wandel der Zeit

Gerhard Maletzke (1978) definiert Massenmedien folgendermaßen: „Unter Massenkommunikation soll mithin jener Prozeß verstanden werden, bei dem Aussagen öffentlich (d.h. ohne begrenzte oder personell definierte Empfängerschaft), indirekt (d.h. bei räumlicher oder zeitlicher oder raum-zeitlicher Distanz zwischen den Kommunikationspartnern) und einseitig (d.h. ohne Rollenwechsel zwischen Aussagendem und Aufnehmendem), durch technische Verbreitungsmittel (sog. „Massenmedien“) an ein disperses Publikum (im oben definierten Sinne) vermittelt werden.“14 Im Folgenden soll erläutert werden, welchen Wandel die Massenmedien von der Vormoderne zur Moderne durchgeführt haben.

3. 1. Medien in der Vormoderne

Die Massenmedien der vormodernen Gesellschaft zeichneten sich dadurch aus, dass sie von Person zu Peron weitergegeben wurden. Sie beruhten meist auf Erzählungen oder Kirchengeschichten, die innerhalb eines Dorfes überliefert wurden. In dieser nicht digitalisierten und nicht globalisierten Welt basierte das meiste Wissen der Menschen der vormodernen Gesellschaft auf der eigenen Erfahrung und auf den Erfahrungen der Dorfgemeinde. Somit waren der Wissens- und Erfahrungshorizont fast identisch.

Auch die Religion spielte als Massenmedium eine große Rolle in der Vormoderne. Sie verhinderte zum Teil das Streben nach Schönheit der Menschen, da vor der Aufklärung der Eingriff in den gottgegebenen Körper als Gotteslästerung angeprangert wurde.15 Ende des 18. Jahrhunderts kam es durch die Aufklärung und die Industrialisierung kam es zu einer fortschreitenden Naturbeherrschung sowie zu einer Nationalisierung und schließlich sogar Globalisierung der Märkte. Auch ein Wandel der Massenmedien erfolge. Diese wurden leistungsfähiger und führten zu neuen Schönheitsidealen.16

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Körpers als mediales Thema ein und skizziert den historischen sowie modernen Leidensdruck durch Schönheitsideale.

2. Körperformen im Wandel der Zeit: Das Kapitel vergleicht die unterschiedlichen Schönheitsideale von der Steinzeit über die griechische Klassik und Renaissance bis hin zur modernen Ära der "role models".

3. Massenmedien im Wandel der Zeit: Hier wird der medienwissenschaftliche Wandel von der persönlichen Überlieferung in der Vormoderne hin zur massenmedialen, globalen Steuerung in der Moderne analysiert.

4. Körperbild und Körperkult in der modernen Gesellschaft: Dieser Abschnitt beschreibt, wie der Körper in der Moderne zur persönlichen "Visitenkarte" und zum formbaren Objekt wird.

5. Die Wirkung der Medien: Das Kapitel beleuchtet theoretische Ansätze zur Medienwirkung und kritisiert die Rolle der digitalen Bildbearbeitung bei der Konstruktion unrealistischer Ideale.

6. Neue Krankheitsbilder: Hier werden klinische Folgen wie die körperdysmorphe Störung, das Dorian-Gray-Syndrom und Essstörungen als Konsequenz des Schönheitswahns dargestellt.

7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass moderne Schönheitsideale extremer als in der Vergangenheit sind und appelliert an einen gesundheitsbewussten statt eines medienfixierten Umgangs mit dem Körper.

Schlüsselwörter

Körperkult, Schönheitsideale, Massenmedien, Vormoderne, Moderne, Körperbild, Medienwirkung, Essstörungen, Körperdysmorphe Störung, Dorian-Gray-Syndrom, Industrialisierung, Selbstwahrnehmung, Schönheitsoperation, Körpermanipulation, Sozialer Vergleich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung von Schönheitsidealen und deren massiver Veränderung durch den Einfluss der modernen Medien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Historie der Körperideale, der soziologischen Bedeutung der Medien und den daraus resultierenden psychischen Folgen für den Einzelnen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch mediale Inszenierungen ein Körperkult entsteht, der Individuen zu unrealistischen Vergleichen zwingt und Krankheitsbilder begünstigt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Autorin nutzt eine vergleichende Literaturanalyse, um den Wandel von sozialen Normen und medialen Einflüssen über verschiedene Epochen hinweg darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Übergang von vormodernen sozialen Gefügen zu einer modernen Gesellschaft, in der der Körper als formbares Statussymbol und "Visitenkarte" dient.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Körperkult, Schönheitswahn, Medienwirkung, soziale Identität und klinische Auswirkungen wie Essstörungen.

Wie unterscheidet sich die vormoderne Schönheitswahrnehmung von der heutigen?

Während in der Vormoderne lokale Traditionen und der soziale Stand das Aussehen prägten, ist das moderne Schönheitsideal global, medial normiert und erfordert meist den permanenten Vergleich mit professionell bearbeiteten Models.

Warum wird das Dorian-Gray-Syndrom in der Arbeit thematisiert?

Es dient als Beispiel für ein modernes Krankheitsbild, bei dem der jugendliche Körper fetischisiert wird und die zwanghafte Beschäftigung mit dem Äußeren zum zentralen Lebensinhalt avanciert.

Welche Rolle spielt die digitale Bildbearbeitung in diesem Kontext?

Sie gilt laut der Arbeit als Haupttreiber für unrealistische Standards, da sie perfekte, in der Natur nicht existierende Körperbilder erzeugt, denen der Rezipient vergeblich nachzueifern versucht.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich des eigenen Körpers?

Die Autorin plädiert abschließend für einen gesunden Umgang mit dem eigenen Körper durch Sport und Ernährung, anstatt sich den oft unerreichbaren und manipulativen Schönheitsidealen der Massenmedien unterzuordnen.

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Details

Titel
Der Körperkult als Folge fragwürdiger Schönheitsideale in den Massenmedien
Untertitel
Ein Vergleich von vormoderner und moderner Zeit
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Lehrstuhl für Corporate Sustainability Management)
Note
2,0
Autor
Marlena Groschen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
10
Katalognummer
V307629
ISBN (eBook)
9783668058941
ISBN (Buch)
9783668058958
Sprache
Deutsch
Schlagworte
schönheitsideal körperkult massenmedien normativität selbstbild beeinflussung vormoderne moderne entwicklung geschichtlicher hintergrund krankheitsbilder essstörung dorian-gray-syndrom
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marlena Groschen (Autor:in), 2014, Der Körperkult als Folge fragwürdiger Schönheitsideale in den Massenmedien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307629
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  10  Seiten
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