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Von der Politik zur Religion? Die Kreuzzüge der Könige im Hochmittelalter

Titel: Von der Politik zur Religion? Die Kreuzzüge der Könige im Hochmittelalter

Essay , 2013 , 9 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Nejla Demirkaya (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Laut der Säkularisierungsthese ist die Religion im Zuge fortschreitender Modernisierung über die Jahre einem zwangsläufigen Bedeutungsschwund unterworfen, der religiöse Motive im Handeln und Denken der Menschen durch solche „rationaler“, also politischer und individualisierter Natur ablöst. Jedoch scheint es bei oberflächlicher Betrachtung in der Geschichte wiederholt der Fall gewesen zu sein, dass sich eine verstärkte Hinwendung zur Religion ergibt, obschon zuvor die Politik als einflussreichere Entität aufgetreten ist.

So soll sich König Ludwig IX. von Frankreich aus reiner Gottesliebe und religiösem Pflichtbewusstsein auf die Kreuzfahrten ins Heilige Land begeben haben, wohingegen die anderen großen Herrscher seiner Epoche, von Kaiser Friedrich I. Barbarossa über König Richard I. Löwenherz bis zu Kaiser Friedrich II., in ihrem Kreuzzugsengagement angeblich von rein politischen Überlegungen geleitet agierten. Dieses Essay wird aufzeigen, dass eine solch grobe Einteilung der Motivlagen nicht zutrifft und anhand des zu untersuchenden Themas weder eine Be- noch eine Widerlegung der Säkularisierungsthese erfolgen kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Von der Politik zur Religion? Die Kreuzzüge der Könige im Hochmittelalter

1.1 Einleitung

1.2 Kaiser Friedrich I. Barbarossa

1.3 Kaiser Friedrich II.

1.4 König Richard I. Löwenherz

1.5 König Ludwig IX.

1.6 Zusammenfassende Betrachtung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Beweggründe hochmittelalterlicher Herrscher für ihre Teilnahme an Kreuzzügen. Dabei wird analysiert, inwieweit religiöse Motivationen gegenüber machtpolitischen und pragmatischen Kalkülen überwogen, um die Anwendbarkeit der Säkularisierungsthese auf diese Epoche kritisch zu hinterfragen.

  • Analyse der Motivlagen mittelalterlicher Monarchen
  • Gegenüberstellung von religiösem Impetus und machtpolitischem Kalkül
  • Untersuchung der Rolle von Prestige, Dynastie und Frömmigkeit
  • Fallstudien zu Kaiser Friedrich I. Barbarossa, Friedrich II., Richard Löwenherz und Ludwig IX.
  • Kritische Überprüfung der Säkularisierungsthese im historischen Kontext

Auszug aus dem Buch

Von der Politik zur Religion? Die Kreuzzüge der Könige im Hochmittelalter

Laut der Säkularisierungsthese ist die Religion im Zuge fortschreitender Modernisierung über die Jahre einem zwangsläufigen Bedeutungsschwund unterworfen, der religiöse Motive im Handeln und Denken der Menschen durch solche „rationaler“, also politischer und individualisierter Natur ablöst. Jedoch scheint es bei oberflächlicher Betrachtung in der Geschichte wiederholt der Fall gewesen zu sein, dass sich eine verstärkte Hinwendung zur Religion ergibt, obschon zuvor die Politik als einflussreichere Entität aufgetreten ist. So soll sich König Ludwig IX. von Frankreich aus reiner Gottesliebe und religiösem Pflichtbewusstsein auf die Kreuzfahrten ins Heilige Land begeben haben, wohingegen die anderen großen Herrscher seiner Epoche, von Kaiser Friedrich I. Barbarossa über König Richard I. Löwenherz bis zu Kaiser Friedrich II., in ihrem Kreuzzugsengagement angeblich von rein politischen Überlegungen geleitet agierten. Diese Arbeit wird aufzeigen, dass eine solch grobe Einteilung der Motivlagen nicht zutrifft und anhand des zu untersuchenden Themas weder eine Be- noch eine Widerlegung der Säkularisierungsthese erfolgen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Von der Politik zur Religion? Die Kreuzzüge der Könige im Hochmittelalter: Einführung in die Thematik und die grundlegende Forschungsfrage bezüglich der Säkularisierungsthese im Hochmittelalter.

1.1 Einleitung: Darstellung der theoretischen Ausgangslage und der Ambivalenz zwischen religiöser Pflicht und politischem Kalkül.

1.2 Kaiser Friedrich I. Barbarossa: Analyse der komplexen Beweggründe des Kaisers, bei denen Machtpolitik, Prestige und persönliche Frömmigkeit verschmolzen.

1.3 Kaiser Friedrich II.: Untersuchung der Kreuzzugsteilnahme unter dem Aspekt politischer Notwendigkeiten, dynastischer Bestrebungen und der Rolle als vermeintlicher Endkaiser.

1.4 König Richard I. Löwenherz: Betrachtung der ritterlichen Ideale, des Strebens nach Ruhm und der persönlichen Familienehre als Antriebsfaktoren.

1.5 König Ludwig IX.: Fokus auf die tiefe religiöse Prägung des Königs, die jedoch ebenfalls nicht frei von pragmatischen und emanzipatorischen Zügen war.

1.6 Zusammenfassende Betrachtung: Synthese der Ergebnisse, die eine pauschale Trennung von religiösen und politischen Motiven ablehnt und die Komplexität der individuellen Herrscherentscheidungen betont.

Schlüsselwörter

Kreuzzüge, Hochmittelalter, Säkularisierungsthese, Friedrich Barbarossa, Friedrich II., Richard Löwenherz, Ludwig IX., Motivforschung, Machtpolitik, Religionsgeschichte, Seelenheil, Kaisertum, Ritterlichkeit, Nahostpolitik, Papsttum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die persönlichen und politischen Hintergründe bedeutender hochmittelalterlicher Herrscher bei ihrem Entschluss, an einem Kreuzzug teilzunehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum steht das Spannungsfeld zwischen religiöser Überzeugung und politisch-pragmatischem Kalkül in der Herrschaftslegitimation.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Ziel ist es, die gängige, grobe Trennung zwischen "politischen" und "religiösen" Herrschermotiven aufzubrechen und zu zeigen, dass die Beweggründe deutlich komplexer und miteinander verwoben waren.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer umfassenden Literaturrecherche und dem Vergleich verschiedener zeitgenössischer sowie forschungsgeschichtlicher Perspektiven basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich detaillierten Fallstudien zu den Herrschern Friedrich I. Barbarossa, Friedrich II., Richard Löwenherz und Ludwig IX. von Frankreich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit den Begriffen Kreuzzugsmotive, Hochmittelalter, Machtpolitik, Religionsgeschichte und Herrscherideologie beschreiben.

Inwiefern beeinflusste das Prestige die Entscheidungen der Herrscher?

Prestige war ein wesentlicher Faktor, da der Erfolg eines Kreuzzugs zur Stärkung der innerstaatlichen Position und zur Legitimierung des eigenen Herrschaftsanspruchs beitragen konnte.

Ist die Säkularisierungsthese auf das Mittelalter anwendbar?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Säkularisierungsthese, abgesehen von ihrer generellen Kritikwürdigkeit, auf die Epoche der kreuzfahrenden Herrscher keine Anwendung findet.

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Details

Titel
Von der Politik zur Religion? Die Kreuzzüge der Könige im Hochmittelalter
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte)
Veranstaltung
Kirche und Krieg im Mittelalter
Note
1,7
Autor
Nejla Demirkaya (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
9
Katalognummer
V307638
ISBN (eBook)
9783668058989
ISBN (Buch)
9783668058996
Sprache
Deutsch
Schlagworte
säkulisierung kreuzzüge politik religion modernisierung trennung geschichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nejla Demirkaya (Autor:in), 2013, Von der Politik zur Religion? Die Kreuzzüge der Könige im Hochmittelalter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307638
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  9  Seiten
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