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Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung in der interdisziplinären Frühförderung - Ergebnisse einer Elternbefragung -

Title: Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung in der interdisziplinären Frühförderung - Ergebnisse einer Elternbefragung -

Diploma Thesis , 2004 , 139 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Rahel Schuster (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Summary Excerpt Details

Angeregt wurde die Beschäftigung mit dem Thema dieser Arbeit durch die Mitarbeiterinnen
der Beratungs- und Frühförderstelle der Arbeiterwohlfahrt Freiburg. Sie unterstützten
mich bei der Entwicklung des Fragebogens und der Durchführung der Elternbefragung
sowohl mit Ihrer Kompetenz als auch mit finanziellen Mitteln und standen darüber hinaus
jeder Zeit für Fragen zur Verfügung. An dieser Stelle möchte ich mich herzlich dafür bedanken!
In vorliegender Arbeit wird in den Theorieteilen für alle Genusbezeichnungen die männliche
Form gewählt, die weiblichen Personen sind dabei aber jeweils immer mitgemeint. Im
Praxisteil, der sich speziell auf die Arbeit der Beratungs- und Frühförderstelle der Arbeiterwohlfahrt
Freiburg bezieht, wird die weibliche Bezeichnung gewählt, da in der betreffenden
Frühförderstelle nur Frauen beschäftigt sind.
In vielen der im Laufe der Arbeit zitierten Werken wurde die alte Rechtschreibung verwendet.
Auf Rechtschreibfehler in den Zitaten, die sich daraus ergeben, wird im Einzelfall
nicht gesondert hingewiesen.
Hervorhebungen in den Zitaten entsprechen, wenn nicht anders angegeben, denen im Original;
auch hierauf wird im Einzelfall nicht gesondert hingewiesen.
Im Verlauf der vorliegenden Arbeit taucht immer wieder der Begriff der „Frühförderin“/
des „Frühförderers“ auf. Offiziell existiert diese (Berufs-) Bezeichnung nicht und sie ist in
der Praxis auch umstritten, da die Identität der einzelnen Berufsgruppen in der Frühförderung
dadurch nicht gewahrt werden kann (persönliche Mitteilung einer Mitarbeiterin der
Frühförderung). Dass die Bezeichnung in der Literatur trotzdem immer öfter auftaucht,
führe ich darauf zurück, dass der Begriff einerseits das verbindende Zusammenarbeiten
unterschiedlicher Fachbereiche in der Frühförderung unterstreicht und andererseits eine
bequeme Kurzform für die lange Formulierung „Mitarbeiter/in der Frühförderung“ darstellt. [...] In vorliegender Arbeit soll nach einem ersten Teil, der auf die Stellung der Eltern in der
Frühförderung und ihre Bedürfnisse und Erwartungen eingeht, im zweiten Teil die aktuelle
Qualitätsdebatte im Sozialwesen dargestellt und ihr Nutzen für die Frühförderung diskutiert
werden. Ziel ist es, konkrete Anregungen zu geben, wie die Qualität in einer Frühfördereinrichtung
evaluiert werden kann und wie sich als notwendig erkannte Entwicklungsschritte
leicht realisieren lassen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Einleitung: Begründung des Themas

2. Eltern in der Frühförderung

2.1 Überblick über Frühförderung in Deutschland

2.1.1 Entwicklung der Frühförderung in Deutschland

2.1.2 Aufgaben und Ziele von Frühförderung

2.1.3 Grundsätze der Frühförderung

2.2 Elternbeteiligung in der Frühförderung

2.2.1 Laienmodell

2.2.2 Ko-Therapeuten-Modell

2.2.3 Partnerschaftlichkeitsmodell/Kooperationsmodell

2.3 Inhalte und Ziele der Elternarbeit

2.4 Was Eltern von der Frühförderung erwarten

2.5 Zufriedenheit der Eltern mit Frühförderung

2.5.1 Zufriedenheit – ein Konstrukt

2.5.2 Warum die Zufriedenheit der Eltern wichtig ist

2.5.3 Ergebnisse von Befragungen

3. Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung

3.1 Allgemeine Begriffsdefinition Qualität

3.2 Qualitätsdebatte in der sozialen Arbeit

3.2.1 Woher kommt die Diskussion um Qualität in der sozialen Arbeit?

3.2.2 Welche Effekte zeigt die Qualitätsdebatte?

3.2.3 Wurde nicht schon immer Wert auf Qualität gelegt?

3.2.4 Welche Entwicklungschancen bietet die aktuelle Qualitätsdebatte?

3.4 QM-Systeme und weitere Ansätze

3.4.1 Die Qualitätsnormenreihe DIN EN ISO 9000ff

3.4.2 TQM/EFQM

3.4.3 weitere Konzepte

3.4.4 Evaluation

3.4.5 Bedeutung der Konzepte für die Frühförderung

3.5 Ebenen von Qualität

2.5.1 Strukturqualität

3.5.2 Konzeptqualität

3.5.3 Prozessqualität

3.5.4 Ergebnisqualität

4. Elternbeteiligung am Prozess der Qualitätsentwicklung

4.1 Ausgangsüberlegungen

4.2 Ziel der Befragung

4.3 Die Arbeit der Beratungs- und Frühförderstelle der AWO Freiburg

4.4 Arbeit mit mehrfach belasteten Familien

4.5 Qualitätsentwicklung in der Beratungs- und Frühförderstelle der AWO Freiburg

4.6 Auswahl des Evaluationsinstruments

4.7 Entwicklung des Fragebogens

4.7.1 Exkurs empirische Sozialforschung

4.7.2 Aspekte, die der Fragebogen erfasst

4.7.3 Kritik am Fragebogen

4.8 Auswertung

4.8.1 Rücklauf

4.8.2 Ergebnisse

4.8.3 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse

4.8.4 Wie werden die Ergebnisse den Eltern transparent gemacht?

5. Schluss

Anlagen

1. Elternfragebogen

1.1 Fragebogenversion „Frühförderung ist beendet“

1.2 Fragebogenversion „Frühförderung findet noch weiter statt“

2. Anschreiben an die Eltern

3. Auswertungsergebnisse

4. Fragebögen

4.1 Elternfragebogen der Interdisziplinären Frühförderstelle Stuttgart

4.2 Elternfragbogen der Heilpädagogischen Frühförderung Lebenshilfe Witten e.V.

4.3 Fragebogenentwurf Elternumfrage zur Versorgungssituation in der Frühförderung

4.4 Elternfragbogen der Überregionalen Arbeitsstelle Frühförderung Brandenburg

Literatur

Zielsetzung & Forschungsthemen

Die Diplomarbeit untersucht die Bedeutung und praktische Umsetzung von Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung in der interdisziplinären Frühförderung. Das primäre Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Eltern als gleichberechtigte Partner in den Qualitätssicherungsprozess einbezogen werden können, um so die Qualität der pädagogischen Arbeit aus einer nutzerzentrierten Perspektive zu evaluieren.

  • Analyse der Rolle der Eltern in der Frühförderung und deren spezifische Bedürfnisse sowie Erwartungen an den Förderprozess.
  • Darstellung der aktuellen Qualitätsdebatte im Sozialwesen und deren Übertragbarkeit auf Frühfördereinrichtungen.
  • Entwicklung und Durchführung einer empirischen Evaluationsstudie mittels einer Elternbefragung in der Beratungs- und Frühförderstelle der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Freiburg.
  • Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen zur Qualitätsverbesserung auf Basis der elterlichen Rückmeldungen.

Auszug aus dem Buch

Was also bedeutet Partnerschaftlichkeit konkret?

Für eine gelingende Zusammenarbeit ist es notwendig, dass sowohl Fachleute als auch Eltern zu Beginn der Förderung und immer wieder in deren Verlauf Gelegenheit bekommen, ihre Erwartungen an Rahmenbedingungen und Förderprozess zum Ausdruck zu bringen und diese zu verhandeln. Eltern neigen (aus Überforderung) manchmal dazu, die Verantwortung für die Frühförderung ganz dem Fachpersonal zu überlassen und gerade dann ist es besonders wichtig, dass die Mitarbeiter ihre Minimalanforderung v.a. was die Kooperation der Eltern betrifft deutlich artikulieren. Einen geeigneten Rahmen für diese Aushandlungsphase stellt das Erstgespräch dar. Entscheidende Übereinkünfte die hier und auch im weiteren Prozess getroffen werden, sollten dann auch schriftlich fixiert werden.

PRETIS ist der Ansicht, dass aus einem gewissen Handlungsdruck heraus dieser Phase häufig zu wenig Beachtung geschenkt und sofort „lostherapiert“ werde, ohne dass es zu einer Diskussion der Minimalanforderungen (z.B. Einhalten der Termine) gekommen sei. Es könne aber „nicht davon ausgegangen werden, dass in bezug auf die Partnerschaftlichkeit ohne Abmachungen und Regeln gleiche Ziele verfolgt würden“ (PRETIS 1998, 14).

Er gibt verschiedene methodische Hinweise, wie Partnerschaftlichkeit konkret werden kann (PRETIS 1998, 14/15):

1. „Anknüpfen an vorhandene Bilder bei den Eltern: Was wissen die Eltern bereits über Frühförderung, was erwarten sie sich von Frühförderung, welche Bilder haben zuweisende Stellen vermittelt?“

2. „Erheben der Erwartungen der Eltern in bezug auf die Rolle und Funktion der Frühförderung, in bezug auf Partnerschaftlichkeit u.a.“

3. „Vorstellen des jeweiligen inhaltlichen und organisatorischen Konzeptes der Frühförderung.“

4. „Deklaration der Minimalanforderungen vonseiten der Frühförderin (Anwesenheit des Kindes, der Eltern (?), Raum-, Zeitstruktur). Partnerschaftlichkeit in der Frühforderung kann bedeuten, dass Frühförderung als sozialer Service auch vonseiten der Frühförderin aufgekündigt wird, wenn die Minimalanforderungen der Kooperation nicht mehr gewährleistet sind.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Begründung des Themas: Diese Einleitung begründet das Forschungsinteresse der Autorin, Qualitätssicherung nicht als rein ökonomisches Steuerungsinstrument, sondern als einen partnerschaftlichen Prozess unter Einbeziehung der Eltern zu begreifen.

2. Eltern in der Frühförderung: Dieses Kapitel erörtert die historische Entwicklung der Elternbeteiligung in der Frühförderung, vom Laienmodell hin zu einem Partnerschaftlichkeitsmodell, und analysiert die spezifischen Erwartungen von Eltern.

3. Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung: Das Kapitel diskutiert die Relevanz der Qualitätsdebatte im Sozialwesen, stellt verschiedene Managementmodelle vor und differenziert die Qualitätsebenen (Struktur-, Konzept-, Prozess- und Ergebnisqualität) für den Frühförderkontext.

4. Elternbeteiligung am Prozess der Qualitätsentwicklung: Hier wird die empirische Elternbefragung an der Beratungs- und Frühförderstelle der AWO Freiburg dargestellt, inklusive der Entwicklung des Fragebogens und der Interpretation der gewonnenen Ergebnisse für die weitere Arbeit der Institution.

5. Schluss: Die Autorin resümiert, dass die Zufriedenheit der Eltern stark von der Beziehungsqualität abhängt und dass eine stärkere Einbindung der Eltern in Evaluationsprozesse zur nachhaltigen Qualitätssicherung unverzichtbar ist.

Schlüsselwörter

Frühförderung, Elternbeteiligung, Qualitätssicherung, Qualitätsentwicklung, Elternbefragung, soziale Arbeit, Partnerschaftlichkeitsmodell, Strukturqualität, Prozessqualität, Ergebnisqualität, AWO Freiburg, Evaluation, Kundenorientierung, Beratungsstelle

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Qualitätsentwicklung und -sicherung in der interdisziplinären Frühförderung, wobei ein besonderer Fokus auf der Einbeziehung der Eltern liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die theoretische Fundierung von Qualitätsmanagement im sozialen Bereich, die Bedeutung der Elternarbeit als Partnerschaft und die empirische Überprüfung dieser Konzepte durch eine Elternbefragung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, zu eruieren, wie Eltern konkret an Qualitätssicherungsprozessen beteiligt werden können, um eine an ihren Bedürfnissen orientierte, qualitativ hochwertige Frühförderung sicherzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin wählte einen empirischen Ansatz mittels einer schriftlichen, anonymisierten Elternbefragung, um standardisierte Daten zu verschiedenen Qualitätsaspekten zu erheben.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Auseinandersetzung mit Qualitätsebenen (Donabedian-Modell) und deren Adaption auf die Frühförderung sowie in die detaillierte Beschreibung der praktischen Evaluation an der AWO-Beratungsstelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Elternbeteiligung, Frühförderung, Qualitätsentwicklung, Kundenzufriedenheit und Beziehungsqualität.

Welche Herausforderungen bestehen bei der Arbeit mit mehrfach belasteten Familien?

Die Arbeit betont, dass bei sogenannten "Multiproblemfamilien" kulturelle und sprachliche Differenzen sowie eine soziale Distanz zu den Fachkräften die Zusammenarbeit erschweren, weshalb hier ein besonders sensibler, ressourcenorientierter Ansatz notwendig ist.

Welche Bedeutung hat das Erstgespräch für die Partnerschaftlichkeit?

Das Erstgespräch dient als zentrale Aushandlungsphase, in der Erwartungen abgeglichen und verbindliche Regeln für die Kooperation festgelegt werden, was für den weiteren Erfolg des Förderprozesses maßgeblich ist.

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Details

Title
Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung in der interdisziplinären Frühförderung - Ergebnisse einer Elternbefragung -
College
Catholic University of Applied Sciences Freiburg
Grade
1,0
Author
Rahel Schuster (Author)
Publication Year
2004
Pages
139
Catalog Number
V30776
ISBN (eBook)
9783638319652
Language
German
Tags
Qualitätsentwicklung Qualitätssicherung Frühförderung Ergebnisse Elternbefragung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rahel Schuster (Author), 2004, Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung in der interdisziplinären Frühförderung - Ergebnisse einer Elternbefragung -, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30776
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