Im Rahmen der Tätigkeit als Koordinatorin der Hospizgruppe im Bürgerinstitut e.V. wurden die Jahrgänge 2007 bis 2011 ausgewertet, die sich zu einem Vorgespräch vor einem Hospizhelferkurs bereit erklärt hatten. Ausgewertet wurden alle Gespräche mit Seminarinteressentinnen aus fünf Jahrgängen (Frühjahr 2007 bis Herbst 2011).
Pro Jahrgang fanden in der Regel zwei Kurse statt, 2009 wurde nur ein Kurs angeboten. Insgesamt wurden in dem Zeitraum 9 Kurse angeboten und Vorgespräche mit 175 Personen geführt, davon waren 140 Personen weiblich. Die geringste Teilnehmerzahl in einem Kurs waren 8 Personen, die von uns als Obergrenze festgelegte Maximalteilnehmerzahl sind 14 Teilnehmer.
Alle Interessentinnen für das Hospizhelferseminar, die zu einem Vorgespräch bereit waren und auch zum Vorgespräch erschienen, wurden anhand eines einheitlichen, halbstrukturierten Interviewleitfadens befragt. Bis auf zwei Gespräche wurden alle Gespräche im vorgestellten Zeitraum von Frau Müller-Herrmann mit diesem Interviewleitfaden durchgeführt und dokumentiert.
Der Interviewleitfaden enthält 14 Fragen, die über die Motivationslage, die Vorerfahrungen und die in der Hospizarbeit üblichen Ausschlusskriterien für ehrenamtliche Hospizarbeit Auskunft geben. Alle Interveiws wurden anhand dieses Interviewleitfadens einheitlich dokumentiert und ausgewertet.
Die Studie wurde angefertigt im Rahmen einer Bewerbung um einen Innovationspreis der Deutschen Hospiz- und Palliativstiftung. Sie diente der Dokumentation der Arbeit in der Hospizgruppe im Bürgerinstitut e.V.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Konzept der ehrenamtlichen Hospizarbeit im Bürgerinstitut
Die Stichprobe
Der Interviewleitfaden
Wie kam es zu der Konzeption der Fragen?
Ergebnisse der Interviews
Verlaufsergebnisse
Fallbeispiele: 14 dokumentierte Gespräche mit Seminarinteressentinnen
Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
Abschließende Bewertung
Anhang
Leitfaden für Erstgespräche vor Seminar
Leitfaden für Orientierungsgespräch nach dem Seminar
Kurzdarstellung der Seminarinhalte für das Vorgespräch
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Studie untersucht die Motivationslagen von Personen, die sich für ein ehrenamtliches Engagement in der Hospizarbeit interessieren. Ziel der deskriptiven Arbeit ist es, durch die systematische Auswertung von Vorgesprächen zu Hospizhelferseminaren ein tieferes Verständnis über die Zugangswege, persönlichen Hintergründe und Erwartungen der Interessentinnen zu gewinnen, um die Praxis der Seminargestaltung und Auswahlprozesse zu reflektieren und zu optimieren.
- Analyse der Beweggründe für ein ehrenamtliches Engagement in der Sterbebegleitung.
- Untersuchung von Erwartungen an Ausbildungskonzepte und Selbsterfahrungsangebote.
- Identifikation von Ausschlusskriterien und persönlichen Belastungsgrenzen.
- Darstellung von Verlaufsmustern vom ersten Interesse bis zur tatsächlichen Aufnahme der Tätigkeit.
Auszug aus dem Buch
Die Stichprobe
Ausgewertet wurden alle Gespräche mit Seminarinteressentinnen aus fünf Jahrgängen (Frühjahr 2007 bis Herbst 2011). pro Jahrgang fanden in der Regel zwei Kurse statt, 2009 wurde nur ein Kurs angeboten. Insgesamt wurden in dem Zeitraum 9 Kurse angeboten und Vorgespräche mit 175 Personen geführt, davon waren 140 Personen weiblich. Die geringste Teilnehmerzahl in einem Kurs waren 8 Personen, die von uns als Obergrenze festgelegte Maximalteilnehmerzahl sind 14 Teilnehmer. Das Alter wurde leider nicht durchgängig erfragt und konnte daher nicht systematisch ausgewertet werden.
Zusammenfassung der Kapitel
Vorwort: Ein historischer Rückblick auf die Entwicklung der Hospizgruppe und die Motivation, die langjährige Praxis systematisch auszuwerten.
Konzept der ehrenamtlichen Hospizarbeit im Bürgerinstitut: Erläuterung des Arbeitsmodells, der Anforderungen an das Ehrenamt und des Qualifizierungsprozesses durch verpflichtende Vorgespräche und Seminare.
Die Stichprobe: Statistische Daten zu den Seminarinteressentinnen der Jahrgänge 2007 bis 2011.
Der Interviewleitfaden: Detaillierte Vorstellung der Fragen, die in den halbstrukturierten Kennenlerngesprächen verwendet werden.
Wie kam es zu der Konzeption der Fragen?: Erläuterung der Intention und Hintergründe für die spezifischen Themenfelder des Interviews.
Ergebnisse der Interviews: Präsentation der erhobenen Daten zu Zugangswege, Berufstätigkeit, Vorerfahrungen und Motivation der Befragten.
Verlaufsergebnisse: Darstellung, wie viele Interessenten tatsächlich am Seminar teilnahmen und in welcher Form ein anschließendes ehrenamtliches Engagement erfolgte.
Fallbeispiele: 14 dokumentierte Gespräche mit Seminarinteressentinnen: Einblick in konkrete Einzelfälle und deren individueller Weg durch das Auswahlverfahren.
Interpretation und Diskussion der Ergebnisse: Zusammenführende Analyse der gewonnenen Daten unter Berücksichtigung der Praxiserfahrung.
Abschließende Bewertung: Fazit zur Eignung des halbstrukturierten Interviews als Instrument zur Qualitätssicherung.
Anhang: Dokumentation der verwendeten Leitfäden und Seminarinhalte.
Schlüsselwörter
Hospizarbeit, Sterbebegleitung, Ehrenamt, Seminar, Motivation, Hospizgruppe, Bürgerschaftliches Engagement, Vorgespräch, Qualifizierung, Palliative Care, Trauerbegleitung, Qualitätssicherung, Sozialpädagogik, Sterbephasen, Praxisreflexion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert die Motivationslagen und Verläufe von Personen, die sich für ein ehrenamtliches Hospizhelferseminar am Bürgerinstitut interessieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die Beweggründe für Sterbebegleitung, die Erwartungen an Ausbildungskurse, den Umgang mit persönlicher Trauer sowie Fragen der Eignung und Auswahl von Ehrenamtlichen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die eigene Arbeit durch eine systematische Auswertung der Vorgespräche kritisch zu reflektieren und die gewonnenen Erkenntnisse für andere Hospizgruppen nutzbar zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autorin verwendet eine deskriptive Studie basierend auf der systematischen Auswertung von halbstrukturierten Interviews, die über einen Zeitraum von fünf Jahren mit Seminarinteressenten geführt wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Konzepts, die statistische Aufarbeitung der Interviews zu verschiedenen Fragestellungen (z. B. Zugangsweg, Motivation, Ängste) sowie die Dokumentation von individuellen Fallbeispielen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Hospizarbeit, Ehrenamt, Motivation, Sterbebegleitung, Qualifizierung und Praxisreflexion.
Warum wird auf Vorgespräche so viel Wert gelegt?
Vorgespräche dienen dazu, die Motivation zu klären, Ausschlusskriterien (wie akute, unbearbeitete Trauer) zu identifizieren und sicherzustellen, dass die Interessenten das Kurskonzept mittragen.
Welche Rolle spielt die Spiritualität der Interessenten?
Die spirituelle Orientierung wird erfragt, um eine weltanschauliche Neutralität zu wahren und sicherzustellen, dass missionarische Absichten oder die eigene Belastung durch zu esoterische Ansichten die Hospizarbeit nicht negativ beeinflussen.
Wie gehen Sie mit dem Ausschluss von Interessenten um?
Die Ablehnung erfolgt transparent, meist begründet durch das Konzept der Ausschlusskriterien, um die Interessenten vor Überforderung zu schützen und die Qualität des Ehrenamts zu sichern.
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- Monika Müller-Herrmann (Author), 2013, Mich zieht es zur Hospizarbeit. Motivation von potentiellen Ehrenamtlichen in der Hospizarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307781