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Women HarassMap. Frauenrechte und Soziale Medien im Arabischen Frühling

Titel: Women HarassMap. Frauenrechte und Soziale Medien im Arabischen Frühling

Seminararbeit , 2014 , 13 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Daniela Martin (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle der sozialen Medien in Bezug auf die Geschehnisse des ägyptischen Frühlings unter besonderer Berücksichtigung der Frauenrechte. Es soll herausgefunden werden, ob und inwieweit soziale Medien wie Facebook oder YouTube einen Einfluss auf die Gleichberechtigung bzw. Frauenrechte im besagten Staatsgebiet haben. Konkret wird hierzu das Projekt HarassMap in diesem Rahmen bevorzugt analysiert.

Nach einer Einführung über das Frauenbild in Ägypten folgt ein Überblick über die Geschehnisse des ägyptischen Frühlings und der Rolle der sozialen Medien. Im Nachfolgenden konzentriert sich die Arbeit insbesondere auf die Stellung der Frau während des ägyptischen Frühlings in Zusammenhang mit sozialen Medien.

Als der internetbegeisterte junge Ägypter Khalid Said am 06.Juni 2010 von zwei Polizisten brutal ermordet wird, weil er der Welt zeigen will, in welch korrupten Polizeistaat er lebt, wird er zur Symbolfigur der ägyptischen Revolte. In Khalids Heimatstadt Alexandria und der Hauptstadt Kairo ziehen tausende Menschen aus Protest gegen die erschütternde Tat auf die Straßen (vgl. Flade, 2011). Unter den vielen Demonstranten befinden sich auch zahlreiche Frauen, die gemeinsam Seite an Seite mit den männlichen Ägyptern protestieren. Das kann – wie in der Medienöffentlichkeit dargestellt – als Novum gewertet werden.

Ziel ihrer gemeinsamen Proteste ist es, auf ihre defizitäre gesellschaftliche und politische Lage aufmerksam zu machen und die praktische Verwirklichung von Demokratie und Gleichheitsrechten zu fordern. Im Rahmen dieser Bewegung entsteht mit entsprechender (social) medialer Unterstützung das Projekt HarassMap, durch welches Frauen des ganzen Landes auf virtuellen Karten Orte von Misshandlung und Unterdrückung anonym preisgeben. Auf diese Weise machen sie den lange verschwiegenen körperlichen und seelischen Missbrauch von Frauen nicht nur der digitalen Weltöffentlichkeit sichtbar, sondern eröffnen auch die Möglichkeit zu ersten wirkungsvollen Gegenmaßnahmen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Stellung der Frau in Ägypten

3. Frauenbewegungen im Kontext des Arabischen Frühlings

3.1 Kurze Skizzierung des Verlauf des Arabischen Frühling in Ägypten

3.2 Rolle von Social Media im Ägyptischen Frühling

3.3 Wie erging es den Frauen?

4. Women HarassMap

4.1 Daten und Fakten

4.2 The Map – die Karte

4.3 Community Mobilization

4.4 Ziel der Initiative

5. Übertragbarkeit des Modells in andere Länder

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der sozialen Medien im ägyptischen Frühling unter besonderer Berücksichtigung der Frauenrechte. Ziel ist es zu analysieren, ob und inwieweit Plattformen wie Facebook oder YouTube einen tatsächlichen Einfluss auf die Gleichberechtigung ausüben und welche Rolle das Projekt HarassMap in diesem Kontext bei der Bekämpfung von sexueller Gewalt einnimmt.

  • Die gesellschaftliche Stellung der Frau in Ägypten
  • Dynamiken und Verläufe des Arabischen Frühlings
  • Die Funktion sozialer Medien als Multiplikatoren politischer Proteste
  • Analyse der Initiative Women HarassMap zur Bekämpfung von sexueller Belästigung
  • Diskussion der Übertragbarkeit digitaler Initiativen auf andere Länder

Auszug aus dem Buch

4.2 The Map – die Karte

Optisch erinnert die HarassMap an Googlemaps. Neben Straßen, Parks und Flüssen werden unterschiedlich große, rote Punkte angezeigt. Zoomt man näher an eine entsprechende Stelle heran, erscheinen viele kleine Punkte. Hierbei handelt es sich um Markierungen. An jedem Ort, der so gekennzeichnet wurde, ist eine Frau Opfer sexueller Belästigung geworden und hat den Vorfall an die Betreiber der Seite gemeldet. (Die Karte ist zu finden unter http://harassmap.org/en/what-we-do/the-map). Klickt man mit der Maus auf eine Markierung, erscheint ein Feld mit der genauen Angabe der Berichte. Möchte man diese lesen, klickt man auf die Anzahl der Reporte.

Anschließend öffnet sich eine Liste mit Berichten, nach Datum sortiert. Die meisten Texte sind arabisch. Allerdings berichten die Frauen auch vermehrt auf Englisch, was ihnen zugestoßen ist. Neben der Karte befindet sich ein Filter. So kann nach der Art des Vorfalls gefiltert werden.

Durch die Visualisierung der Vorfälle können Stadtviertel, Plätze oder einzelne Straßenzüge ausgemacht werden, in denen es vermehrt zu Übergriffen kommt. Allerdings vermag die Karte die Realität nicht abzubilden, da lang nicht alle Vorfälle gemeldet werden. Ist man Opfer oder Zeuge eines Überfalls oder einer Belästigung geworden, kann man das Erlebte oder Beobachtete per Anruf, SMS, Email, Twitter oder direkt auf der Internetseite angeben. Diese Angaben dienen den Betreibern vor allem dazu, die Menschen dafür zu sensibilisieren, dass es auch in ihrer Nachbarschaft zu Vorfällen kommt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der ägyptischen Revolte ein und stellt die Forschungsfrage nach dem Einfluss sozialer Medien auf Frauenrechte mittels der Analyse von HarassMap.

2. Die Stellung der Frau in Ägypten: Dieses Kapitel skizziert die prekäre Lage ägyptischer Frauen hinsichtlich Gewalt, Bildung und rechtlicher Stellung im Kontext patriarchaler gesellschaftlicher Strukturen.

3. Frauenbewegungen im Kontext des Arabischen Frühlings: Hier wird der politische Umbruch betrachtet, wobei insbesondere die Rolle digitaler Medien und die paradoxe Situation der Frauen thematisiert werden, die aktiv protestierten, aber im Nachgang keine Verbesserung erfuhren.

4. Women HarassMap: Dieses Kapitel stellt die Initiative HarassMap vor, ihre Entstehungsgeschichte, ihre technische Arbeitsweise mittels digitaler Karten sowie ihre Strategien zur Mobilisierung der Zivilgesellschaft.

5. Übertragbarkeit des Modells in andere Länder: Die Autorin diskutiert, inwiefern das digitale Konzept von HarassMap auf andere kulturelle Kontexte übertragen werden kann, da sexuelle Belästigung ein globales, aber kulturell unterschiedlich wahrgenommenes Problem darstellt.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass soziale Medien primär eine Multiplikatorfunktion besitzen, während HarassMap als effektives Werkzeug zur Aufklärungsarbeit und Stärkung des Sicherheitsgefühls fungiert.

Schlüsselwörter

Ägypten, Arabischer Frühling, HarassMap, Frauenrechte, soziale Medien, sexuelle Belästigung, Crowdsourcing, digitale Partizipation, Frauenbewegung, Gesellschaft, Gewalt gegen Frauen, Demokratisierung, Empowerment, Übertragbarkeit, Protestkommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen dem politischen Wandel während des ägyptischen Frühlings, der Rolle digitaler sozialer Medien und der spezifischen Situation der Frauenrechte in Ägypten.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Menschenrechte, der Einfluss von Online-Plattformen auf politische Proteste sowie die konkrete Bekämpfung sexueller Gewalt durch zivilgesellschaftliche Initiativen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu ergründen, ob soziale Medien wie Facebook oder YouTube einen direkten Einfluss auf die Gleichberechtigung von Frauen in Ägypten haben und wie das Projekt HarassMap diese Mechanismen nutzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der deskriptiven Analyse der Projektstruktur und Arbeitsweise der Initiative HarassMap unter Einbeziehung relevanter Medienberichte und Studien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Verlauf des ägyptischen Frühlings, die Rolle digitaler Medien bei der Mobilisierung und beleuchtet detailliert das Projekt HarassMap als Instrument zur Sichtbarmachung sexueller Übergriffe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Ägypten, HarassMap, Frauenrechte, soziale Medien und Empowerment definiert.

Wie funktioniert die Kartierung bei HarassMap konkret?

HarassMap nutzt eine an Google Maps angelehnte digitale Karte, auf der Nutzerinnen anonym Berichte über sexuelle Übergriffe verorten können, um so Gefahrenschwerpunkte sichtbar zu machen.

Warum ist das Projekt HarassMap laut der Arbeit als besonders innovativ zu bewerten?

Es ist innovativ, weil es das Problem der sexuellen Belästigung aus dem privaten, verschwiegenen Raum in die digitale Öffentlichkeit holt und durch "Community Mobilization" vor Ort aktiv gegen die soziale Akzeptanz von Gewalt vorgeht.

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Details

Titel
Women HarassMap. Frauenrechte und Soziale Medien im Arabischen Frühling
Hochschule
Universität Passau  (Medien und Kommunikation)
Veranstaltung
Internationale Social-Media-Protestkommunikation
Note
1,7
Autor
Daniela Martin (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
13
Katalognummer
V307821
ISBN (eBook)
9783668063686
ISBN (Buch)
9783668063693
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gleichgeschlechtliche Behandlung Ägypten Social Media Protestkommunikaton Arabischer Frühling Frauenrechte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniela Martin (Autor:in), 2014, Women HarassMap. Frauenrechte und Soziale Medien im Arabischen Frühling, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307821
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Leseprobe aus  13  Seiten
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