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Das Patientenrechtegesetz. Fortschritt und Stärkung der Patientenrechte?

Eine Analyse aus Sicht von PatientInnen und Ärzten

Titel: Das Patientenrechtegesetz. Fortschritt und Stärkung der Patientenrechte?

Hausarbeit , 2015 , 25 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Judith Büttner (Autor:in)

Gesundheit - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.“ Dieses den Deutschen so selbstverständlich gewordene Grundrecht ist recht einfach zu verstehen, stellt jedoch in der ärztlichen Kunst und den therapeutischen Disziplinen alle Beteiligten vor große Herausforderungen, denn Behandlung und Therapie gehen untrennbar einher mit dem Eingriff in die körperliche Unversehrtheit. Doch wie stellen wir fest, ob die angeratene Behandlung notwendig ist, richtig durchgeführt wurde oder ob es sich bei auftretenden Komplikationen nicht doch um die Folgen ärztlicher Fehlleistungen handelt?

Der aufschauende, fast hörige Patient gehört in der medialen und damit informationsgefüllten Zeit immer mehr der Vergangenheit an. Damit einher geht der Anspruch des Patienten im Behandlungsprozess als auch im Umgang mit den Krankenkassen als gleichberechtigte Partei zu interagieren. Dafür braucht es eindeutige Regelungen. Diese sind in Deutschland bisher historisch gewachsen und eine uneinheitliche Sammlung aus Grundgesetz, EU-Richtlinien, Gerichtsurteilen und einzelnen Rechtsnormen aus Sozial-, Standes-, Straf-, Zivil- und Sicherheitsrecht. Diese Vielfältigkeit führt in Verbindung mit sich zum Teil widersprechenden Urteilen und Rechtsauslegungen zu einer großen Unübersichtlichkeit und Unkenntnis bei Patienten und Ärzten.
Mit der Einführung des Patientenrechtegesetzes verspricht sich der Gesetzgeber eine eindeutige Stärkung der Patientenrechte, in dem diese transparenter und verlässlicher gestaltet werden und die Durchsetzung in der Praxis durch die Kodifizierung des Behandlungs-und Arztrechts für Patienten einfacher wird.

Doch werden die Rechte der Patienten durch das Patientenrechtegesetz tatsächlich nachhaltig gestärkt?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Patientenrechte

2.1 Grundlage und Definition

2.2 Ziele des Gesetzes

3 Rechte und Pflichten für Patienten und Ärzte

3.1 Pflichten des Behandlungsvertrages

3.2 Informationspflichten im Behandlungsverhältnis

3.3 Einwilligung des Patienten

3.4 Behandlungsbezogene Aufklärungspflicht

3.5 Dokumentation der Behandlung/ Patientenakte

3.6 Arzthaftung/ Beweislast/ Behandlungsfehler

4 Methode und Material zur Umsetzung

5 Auswirkungen des Gesetzes

5.1 Patienten

5.2 Ärzte

5.3 Krankenkassen

5.4 Krankenhäuser

6 Kritische Reflexion – was bringt das Gesetz wirklich?

7 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Effekte des Patientenrechtegesetzes auf die verschiedenen Akteure im Gesundheitswesen zu analysieren, um ein Fazit über die tatsächlichen Auswirkungen auf Patientensicherheit und Rechtssicherheit zu ziehen. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Werden die Rechte der Patienten durch das Patientenrechtegesetz nachhaltig gestärkt?

  • Kodifizierung bestehender Patientenrechte und deren Transparenz
  • Analyse der Pflichten von Ärzten und Kliniken (Aufklärung, Dokumentation, Haftung)
  • Rolle der Krankenkassen und Krankenhäuser bei der Umsetzung des Gesetzes
  • Kritische Bewertung der Wirksamkeit des Gesetzes in der medizinischen Praxis
  • Konfliktpotenzial zwischen bürokratischer Überregelung und Behandlungsqualität

Auszug aus dem Buch

3.5 Dokumentation der Behandlung/ Patientenakte

Der Arzt ist nach § 630f BGB dazu verpflichtet, für jeden Patienten eine revisionssichere Patientenakte zu führen, in der alle wichtigen Schritte und Entscheidungen bezüglich einer Behandlung dokumentiert und jederzeit abrufbar sind. Revisionssicher bedeutet, dass nachträgliche Änderungen nicht möglich sind, sondern nur eine fortlaufende Dokumentation bzw. hinzufügende, jedoch nicht überschreibende Eintragung, möglich ist.

Inhalt der Dokumentation

Die Dokumentation bezieht sich auf sämtliche, aus fachlicher Sicht für aktuelle und zukünftige Behandlungen wichtige Angaben. Insbesondere sind Anamnese, Diagnosen, Untersuchungen, Befunde, Therapien sowie Eingriffe und deren Wirkungen, Aufklärungs- und Einwilligungsdokumente und Arztbriefe zuarbeitender Disziplinen zu dokumentieren. Die Eintragungen sind in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang mit der Behandlung zu erledigen und haben in einer les- und nachvollziehbaren Art und Weise zu erfolgen. Nicht dokumentiert werden Routinemaßnahmen, Normalwerte und medizinische Unauffälligkeiten, Kontrolluntersuchungen oder Hören-Sagen-Fakten, die der Arzt selbst nicht beobachtet oder festgestellt hat. Die Patientenakten sind mindestens 10 Jahre aufzubewahren, sollten bei komplexen Krankheitsverläufen oder Rechtsstreitigkeiten jedoch länger aufbewahrt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Erläutert die Ausgangslage und die Notwendigkeit des Patientenrechtegesetzes sowie die Fragestellung der Arbeit.

2 Patientenrechte: Beschreibt die historische Entwicklung, die Grundlagen und Ziele des Gesetzes sowie die Definition von Patientenrechten.

3 Rechte und Pflichten für Patienten und Ärzte: Analysiert die vier Kernelemente Behandlungsvertrag, Information, Einwilligung und Dokumentation sowie die Arzthaftung.

4 Methode und Material zur Umsetzung: Erläutert das methodische Vorgehen mittels einer systematischen Literaturanalyse.

5 Auswirkungen des Gesetzes: Untersucht die Auswirkungen auf Patienten, Ärzte, Krankenkassen und Krankenhäuser in der praktischen Anwendung.

6 Kritische Reflexion – was bringt das Gesetz wirklich?: Eine kritische Auseinandersetzung mit den Stärken, Schwächen und dem erreichten Mehrwert des Gesetzes.

7 Zusammenfassung: Fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und zieht ein abschließendes Fazit zur Nachhaltigkeit des Gesetzes.

Schlüsselwörter

Patientenrechtegesetz, PatRG, Behandlungsvertrag, Arzthaftung, Patientenakte, Aufklärungspflicht, Beweislastumkehr, Patientensicherheit, Dokumentation, Risikomanagement, Qualitätsmanagement, Medizinrecht, Krankenkassen, Behandlungsfehler, Selbstbestimmungsrecht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Patientenrechtegesetz (PatRG) und untersucht, ob es tatsächlich zu einer Stärkung der Rechte von Patienten führt oder lediglich bestehende Rechtsprechung bündelt.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit behandelt die Kernbereiche des Behandlungsvertrages, die Informations- und Aufklärungspflichten, die Dokumentationspflichten des Arztes sowie Fragen der Arzthaftung und Beweislast.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die theoretisch erwarteten Effekte des Gesetzes mit den praktischen Auswirkungen aus Sicht der verschiedenen Akteure (Patienten, Ärzte, Krankenkassen, Krankenhäuser) zu vergleichen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit genutzt?

Die Autorin stützt sich auf eine systematische Literaturanalyse, die sowohl Datenbankrecherchen als auch eine händische Suche nach Bundestagsdrucksachen und Fachkommentaren umfasst.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der rechtlichen Anforderungen (Kernelemente einer Behandlung) und eine spezifische Analyse der Auswirkungen des Gesetzes auf die Akteure im Gesundheitswesen.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Analyse?

Wichtige Begriffe sind Patientenrechte, Arzthaftung, Aufklärung, revisionssichere Dokumentation, Beweislastumkehr und Patientensicherheit.

Welches Fazit zieht die Autorin zur Offenbarungspflicht für Ärzte?

Die Autorin stellt fest, dass die Offenbarungspflicht bei Behandlungsfehlern stark mit dem strafprozessualen Grundsatz kollidiert, sich nicht selbst belasten zu müssen, und daher in der Praxis häufig nicht vollumfänglich umgesetzt werden wird.

Warum sieht die Autorin die Rolle des Patienten kritisch?

Sie argumentiert, dass der mündige Patient oft an der komplexen juristischen Fachsprache und der körperlichen bzw. geistigen Belastung durch die eigene Erkrankung scheitert, was das Ziel der gleichberechtigten Interaktion erschwert.

Welchen Stellenwert nimmt die Dokumentation in der Arbeit ein?

Die revisionssichere Dokumentation wird als bürokratische Herausforderung für Ärzte dargestellt, die jedoch gleichzeitig als rechtssicheres Beweismittel im Falle von Rechtsstreitigkeiten dient.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Patientenrechtegesetz. Fortschritt und Stärkung der Patientenrechte?
Untertitel
Eine Analyse aus Sicht von PatientInnen und Ärzten
Hochschule
APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft in Bremen
Note
1,7
Autor
Judith Büttner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
25
Katalognummer
V307862
ISBN (eBook)
9783668063402
ISBN (Buch)
9783668063419
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Patienten Patientenrechtegesetz §§ 630 a-h BGB PatRG
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Judith Büttner (Autor:in), 2015, Das Patientenrechtegesetz. Fortschritt und Stärkung der Patientenrechte?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307862
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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