Die Entführung und Ermordung von Hanns Martin Schleyer durch die Rote Armee Fraktion (RAF) im Jahre 1977 stellte den deutschen Rechtsstaat auf den Prüfstand. Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit den Reaktionen der Bundesregierung auf die Geiselnahme und Schleyer-Ermordung sowie deren Folgen. Sie soll der Frage nachgehen, inwieweit die Grenzen des Rechtsstaates ausgeschöpft oder womöglich überschritten wurden.
Um die Reaktionen der Bundesregierung auf die Entführung und Ermordung von Hanns Martin Schleyer zu verdeutlichen, wird zu Anfang dieser Arbeit auf die Bildung des Krisenstabs, das Kontaktsperregesetz, die Nachrichtensperre, die Verzögerungstaktik und die öffentliche Großfahndung eingegangen. Im Anschluss werden die Folgen der politischen Maßnahmen thematisiert. Die Seminararbeit schließt ab mit einem persönlichen Fazit.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Reaktionen auf die Entführung und Ermordung von Hanns Martin Schleyer
- Bildung eines Krisenstabs
- Kontaktsperregesetz
- Nachrichtensperre
- Verzögerungstaktik der Bundesregierung
- Öffentliche Großfahndung
- Folgen der Entführung und Ermordung von Hanns Martin Schleyer
- Fazit
- Quellen- und Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit befasst sich mit den Reaktionen der Bundesregierung auf die Geiselnahme und Ermordung von Hanns Martin Schleyer durch die Rote Armee Fraktion (RAF) im Jahre 1977 und deren Folgen. Sie untersucht, inwieweit die Grenzen des Rechtsstaates ausgeschöpft oder überschritten wurden.
- Krisenmanagement der Bundesregierung
- Einfluss der RAF-Terroristen
- Rechtliche und politische Herausforderungen
- Verhältnis zwischen Exekutive und Legislative
- Medienberichterstattung und deren Einfluss
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den Kontext der Entführung und Ermordung von Hanns Martin Schleyer sowie die Forschungslücke dar. Kapitel 2 analysiert die Reaktionen der Bundesregierung, darunter die Bildung des Krisenstabs, die Einführung des Kontaktsperregesetzes und die Verhängung einer Nachrichtensperre.
Schlüsselwörter
Die zentralen Begriffe dieser Arbeit sind die Entführung und Ermordung von Hanns Martin Schleyer, die Rote Armee Fraktion (RAF), das Krisenmanagement der Bundesregierung, Rechtsstaatlichkeit, Kontaktsperregesetz, Nachrichtensperre, Gewaltenteilung, Medienberichterstattung.
Häufig gestellte Fragen
Wer war Hanns Martin Schleyer?
Hanns Martin Schleyer war der deutsche Arbeitgeberpräsident, der 1977 von der Terrororganisation Rote Armee Fraktion (RAF) entführt und später ermordet wurde.
Was ist das Kontaktsperregesetz?
Es wurde während der Schleyer-Entführung im Eilverfahren verabschiedet und erlaubte es, jeglichen Kontakt zwischen inhaftierten RAF-Terroristen und ihren Anwälten zu unterbinden, um eine Koordination der Entführung aus dem Gefängnis zu verhindern.
Warum verhängte die Bundesregierung eine Nachrichtensperre?
Die Nachrichtensperre sollte verhindern, dass die Terroristen Informationen über den Stand der Ermittlungen oder die Strategie des Krisenstabs aus den Medien erhielten.
Was war die Strategie des Krisenstabs?
Die Bundesregierung verfolgte eine Verzögerungstaktik, um Zeit für Ermittlungen zu gewinnen und die Entführer unter Druck zu setzen, ohne auf deren Forderungen (Freilassung von Häftlingen) einzugehen.
Wurde die Rechtsstaatlichkeit durch die Maßnahmen gefährdet?
Die Arbeit untersucht kritisch, ob Gesetze wie das Kontaktsperregesetz die Grenzen des Rechtsstaates überschritten haben, da sie fundamentale Verteidigungsrechte einschränkten.
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- Daniel Konhäuser (Author), 2011, Die RAF. Reaktionen auf die Entführung und Ermordung von Hanns Martin Schleyer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307879