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Prüfungsangst in der Schule. Pädagogische Unterstützung durch Lehrpersonen

Title: Prüfungsangst in der Schule. Pädagogische Unterstützung durch Lehrpersonen

Elaboration , 2013 , 14 Pages

Autor:in: Sebastian Sutor (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Angst ist eine Empfindung, welche jeder Mensch kennt. Ob es die Angst vor Spinnen, die Angst vor der Dunkelheit oder die Angst um den Arbeitsplatz ist, immer wieder begegnet sie uns in unserem Alltag. Nicht anders ist es damit in der Schule. Schüler fürchten sich vor ihren Mitschülern, ihren Lehrern und insbesondere vor schriftlichen oder mündlichen Prüfungen und den mit ihnen verbundenen Noten.

Im Allgemeinen erleichtert Angst „durch Bereitstel-lung von Energie, Situationen zu bewältigen, in denen man sich nicht oder noch nicht sicher fühlt – sei es wegen drohender Gefahren oder weil es an den erforderlichen Kompetenzen mangelt“ (Litzcke 2003, S. 2). Doch gelingt dies nicht immer, sodass einen die Angst, dem Sprichwort folgend, regelrecht lähmen kann – körperlich, aber auch geistig. Gerade im Zusammenhang mit Prüfungen verhindert die sogenannte Prüfungsangst, dass der Prüfling sein gesamtes Potenzial abrufen kann und bringt ihn somit um den Lohn für seine Mühen. „Menschen mit Prüfungsangst verkaufen sich unter Wert" (Litzcke 2003, S. 1).

Da die Prüfungen im Schulalltag eine gewichtige Rolle einnehmen und in Form von Zensuren den Grundstein für die weiteren Laufbahnen von Schülerinnen und Schülern bilden, stellt die Prüfungsangst ein großes Problem dar. Ein schlichtes Entfallenlassen der Prüfungen, um so deren Druck und der Prüfungsangst zu entgehen wäre jedoch voreilig, denn „Prüfungen dienen der Sicherung des Leistungsprinzips, und wer Prüfungen abschaffen will, muss sich fragen lassen, was er an ihre Stelle zu setzen beabsichtigt" (Litzcke 2003, S. 1).

Dieser Ansatz wurde schon häufig in Angriff genommen, sodass einige Alternativen zur vorherrschenden Form der Prüfung ausgearbeitet werden konnten. Doch blieb die Prüfung bis jetzt unerlässlich, um, wie Litzcke schon formulierte, das Leistungsprinzip, welches uns aus den Standeszwängen erlöste und einen der Grundpfeiler unserer Gesellschaft bildet, zu gewährleisten.

Deshalb soll in dieser Arbeit der Fokus auf der Prüfungsangst selbst und dem Umgang mit ihr durch Lehrpersonen liegen. Wie können Lehrpersonen ihren Schülerinnen und Schülern helfen der Prüfungsangst zu begegnen und diese durch ihr eigenes Verhalten vorbeugen? Was sind die Symptome, anhand derer eine Lehrperson eine vorliegende Prüfungsangst erkennen kann?
Dabei muss allerdings eines stets bedacht werden: „Angst ist ein Signal- und Hinweisreiz, absolute Angstfreiheit kann daher kein Ziel sein.“ (Litzcke 2003, S. 2)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Angst

3. Wie entsteht Prüfungsangst

3.1 Misserfolgsbefürchtungen

3.2 Einstellung zur Prüfung

4. Symptome und Folgen der Prüfungsangst

4.1 Symptome

4.2 Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit

5. Was tun gegen Prüfungsangst

5.1 Schaffung spezieller Lernbedingungen

5.2 Pädagogische Unterstützungsansätze

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Prüfungsangst im schulischen Kontext und analysiert, wie Lehrpersonen durch gezieltes Verhalten und eine unterstützende Lernumgebung präventiv und interventiv agieren können, um die Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler zu sichern.

  • Definition und Entstehung von Angst und Prüfungsangst
  • Psychosomatische Symptome und kognitive Folgen
  • Die Rolle der subjektiven Wahrnehmung bei der Stressbewertung
  • Pädagogische Interventionsstrategien im Schulalltag
  • Schaffung einer vertrauensvollen und transparenten Lernumgebung

Auszug aus dem Buch

Was ist Angst

Um diese Fragen beantworten zu können, muss zunächst jedoch der Begriff der Angst spezifiziert werden. Denn Angst ist zwar jedem Menschen bekannt und es wird auch oft darüber gesprochen, doch bleiben die Ausführungen im Alltag schwammig und unpräzise.

Die im Moment verspürte Angst in einer bestimmten Situation kann man nach Litzcke von einer sogenannten Angstbereitschaft unterscheiden, welche jeder Mensch besitzt (vgl. Litzcke 2003). Diese Angstbereitschaft ist nach Litzcke „als Art und Weise zu verstehen, wie ein Mensch auf neue, unbekannte Reize reagiert“ (Litzcke 2003, S. 2). Solche Reaktionen können zwischen Alarmreaktionen wie der umgangssprachlich gemeinten Angst einerseits und einem unter Umständen „sogar lustvolle[n] Untersuchen des neuen Reizes" (Litzcke 2003, S. 2) liegen und sich unterschiedlichst gestalten.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Allgegenwärtigkeit von Angst im Schulalltag und begründet die Notwendigkeit, sich wissenschaftlich mit Prüfungsangst auseinanderzusetzen, ohne dabei die Funktion von Prüfungen als Leistungsnachweis in Frage zu stellen.

Was ist Angst: Dieses Kapitel spezifiziert den Begriff der Angst, unterscheidet zwischen situativer Angstbereitschaft und Stress, und erläutert die verschiedenen Grundtypen von Bewertungsängsten, wie Leistungs- und soziale Angst.

Wie entsteht Prüfungsangst: Hier wird der transaktionale Ansatz nach Litzcke eingeführt, um zu verdeutlichen, dass nicht die Situation selbst, sondern die subjektive Bewertung der Anforderungen gegenüber der eigenen Bewältigungsfähigkeit entscheidend für das Entstehen von Angst ist.

Symptome und Folgen der Prüfungsangst: Das Kapitel listet sowohl physische als auch psychische Symptome auf und erläutert die negativen Auswirkungen von hochgradiger Angst auf kognitive Prozesse, wie Konzentration und Problemlösung.

Was tun gegen Prüfungsangst: Dieser Abschnitt bietet konkrete Handlungsanweisungen für Lehrpersonen, um durch Lernumgebungsgestaltung und kommunikative Strategien Ängste abzubauen und die Selbstwirksamkeit der Lernenden zu stärken.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Prüfungsangst ein verbreitetes Problem darstellt, dem Lehrpersonen mit Transparenz, Kalkulierbarkeit und individueller Zuwendung entgegentreten müssen, um das Potenzial der Schülerinnen und Schüler zu wahren.

Schlüsselwörter

Prüfungsangst, Pädagogische Psychologie, Leistungsangst, Soziale Angst, Stressoren, Stressreaktion, Schulalltag, Leistungsprinzip, Bewältigungsstrategien, Lehrpersonen, Lernbedingungen, Transparenz, Selbstwirksamkeit, Schulleistung, Bewertungsängste.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Problematik der Prüfungsangst bei Schülerinnen und Schülern und den pädagogischen Umgang damit im schulischen Alltag.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den zentralen Themen gehören die Definition von Angst, die Entstehungsbedingungen von Prüfungsangst, deren Symptome sowie konkrete Ansätze für Lehrpersonen zur Unterstützung ängstlicher Lernender.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrpersonen durch gezieltes Verhalten und eine angepasste Unterrichtsgestaltung präventiv gegen Prüfungsangst vorgehen und betroffene Schülerinnen und Schüler unterstützen können.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse und der Auswertung pädagogisch-psychologischer Konzepte, insbesondere von Litzcke, Jeck und Bäuerle, basiert.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung von Angst durch subjektive Bewertungsprozesse, die körperlichen und kognitiven Symptome sowie die Möglichkeiten zur Schaffung einer angstfreien Lernumgebung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselwörter sind Prüfungsangst, Leistungsangst, Stressbewältigung, pädagogische Unterstützung, Lernbedingungen und Schulerfolg.

Inwiefern beeinflusst die "Angst vor der Angst" das schulische Leistungsvermögen?

Die Angst vor der Angst verstärkt die anfängliche Stressreaktion extrem, was dazu führt, dass die Situation für den Schüler unkontrollierbar wird und die kognitiven Leistungen massiv einbrechen.

Welche Rolle spielt die Transparenz bei der Notengebung?

Transparenz ist ein entscheidender Faktor für den Abbau von Prüfungsangst, da sie Unsicherheiten bezüglich Bewertungskriterien und Erwartungen minimiert und somit zu einer vertrauensvollen Lernatmosphäre beiträgt.

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Details

Title
Prüfungsangst in der Schule. Pädagogische Unterstützung durch Lehrpersonen
College
University of Koblenz-Landau
Author
Sebastian Sutor (Author)
Publication Year
2013
Pages
14
Catalog Number
V307886
ISBN (eBook)
9783668060562
ISBN (Book)
9783668060579
Language
German
Tags
Schulangst Prüfungsangst Angstprävention
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Sutor (Author), 2013, Prüfungsangst in der Schule. Pädagogische Unterstützung durch Lehrpersonen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307886
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