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Nervöse Zeiten. Auswirkungen unserer beschleunigten Lebensweise

Title: Nervöse Zeiten. Auswirkungen unserer beschleunigten Lebensweise

Presentation (Elaboration) , 2013 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Julia Siebert (Author)

Psychology - Social Psychology
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Diese Ausarbeitung zum Referat „Nervöse Zeiten“ beschäftigt sich mit unserer beschleunigten Lebensweise und ihren Auswirkungen. Das beschleunigte Zeitverständnis durch den technischen Fortschritt und die veränderten Lebensweisen wird immer präsenter. Interessant ist, dass bereits in vergangenen Jahrhunderten die Komponente der Zeitbeschleunigung eine signifikante Rolle spielte. Deswegen lohnt sich ein Blick auf vergangene Konzepte und Auseinandersetzungen mit dieser Thematik. Es interessieren die Auswirkungen auf unsere Lebensumstände, insbesondere auf die der Kindheit.

Am Anfang der Arbeit wird die Entstehung von Stressphänomenen skizziert und ein kurzer Einblick in mögliche Stressbewältigungstechniken gegeben. Dieses Kapitel dient als Grundlage der Arbeit. Anschließend wird ein Einblick in Auswirkungen der Stressphänomene gegeben, wobei die Neurasthenie und die Angstneurose zum Gegenstand der Analyse gemacht werden. Dann werden die Auswirkungen auf Kindheit transparent. Zum Schluss der Arbeit werden die Ergebnisse gebündelt vorgestellt und differenziert Stellung zu dem Thema der Ausarbeitung genommen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Stressphänomene – der überforderte Mensch

3. Neurasthenie

4. Angstneurosen und die Abgrenzung zur Neurasthenie

5. Beschleunigte Gesellschaft - Auswirkungen auf Kindheit

6. Fazit und Stellungnahme

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen einer beschleunigten Lebensweise und gesellschaftlichen Drucks auf die Entstehung psychischer Neurosen. Im Zentrum steht die Analyse, wie sich moderne Lebensumstände auf die kindliche Entwicklung auswirken und welche Bedeutung Phänomene wie Stress, Neurasthenie und Angstneurosen in diesem Kontext einnehmen.

  • Historische und wissenschaftliche Einordnung von Stressphänomenen
  • Differenzierung zwischen Neurasthenie und Angstneurose
  • Die Rolle der Beschleunigung in der modernen Gesellschaft
  • Auswirkungen von elterlichem Stress auf die Entwicklung von Kindern
  • Relevanz von Stressbewältigungstechniken im Alltag

Auszug aus dem Buch

4. Angstneurosen und die Abgrenzung zur Neurasthenie

Das Gefühl Angst signalisiert und vermeidet Gefahrensituationen. Somit ist es eine sinnvolle und überlebenswichtige Emotion. Der Körper reagiert auf Gefahrensituationen mit maximaler Leistungskraft. Die Auslöser für Angst haben sich innerhalb der letzten Jahrzehnte aufgrund geänderter Lebensbedingungen erheblich geändert. Früher wurden auf lebensbedrohliche Gefahren mit Angst reagiert, wobei es sich heutzutage eher um zwischenmenschliche Auseinandersetzungen handelt, die Angst auslösen. Der Körper reagiert auf Gefahrensituationen in unterschiedlicher Weise. Es können beispielsweise physiologische Veränderungen, wie ein erhöhter Herzschlag auftreten, aber auch Reaktionen des Nervensystems sind denkbar. Dabei ist zu beachten, dass Angst als zentrales Persönlichkeitsmerkmal unterschiedlich ausgeprägt ist. Ab dem Grundschulalter kann man davon ausgehen, dass reale Angstmuster, z.B. die Angst vor Krankheiten ausgebildet werden (vgl. Volz/Stieglitz (2010) 1-4).

Der Psychoanalytiker Sigmund Freud hat sich mehrfach mit der Thematik der Angstneurose beschäftigt und betrachtete die Entstehung dieser psychischen Störung. Seine ersten Überlegungen stammen bereits aus dem 19. Jahrhundert. Er geht davon aus, dass die Angst aus der Libido resultiert. Unbewusste Impulse werden unterdrückt und die nicht entladene Libido wird in Angst umgewandelt. Das menschliche Triebverlangen wird nicht befriedigt. Aus seinen Überlegungen aus dem Jahre 1885 geht hervor, dass Angst entweder aus stark hereditärer Belastung oder durch erworbene Angstneurosen entsteht, welche Einfluss auf das Sexualleben nehmen können. Freud unterscheidet zwischen nervösen Erscheinungen, die keine echte Erschöpfungsneurose darstellen und der echten Neurasthenie. Manche Symptome gehen jedoch fließend ineinander über. Sigmund Freud versucht Symptome der Angstneurose von der Neurasthenie abzugrenzen. Er beschreibt anhand einiger signifikanter Merkmale das klinische Bild der Angstneurose.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation für die Themenwahl „Nervöse Zeiten“ und skizziert den systematischen Aufbau der Arbeit sowie die herangezogene Literatur.

2. Stressphänomene – der überforderte Mensch: Dieses Kapitel definiert Stress aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven und stellt Konzepte zur Stressbewältigung vor, um eine Grundlage für die weitere Analyse zu schaffen.

3. Neurasthenie: Der Text beleuchtet die historische Entwicklung des Neurasthenie-Konzepts als Zivilisationskrankheit und erläutert deren Symptomatik sowie gesellschaftliche Bedeutung um 1900.

4. Angstneurosen und die Abgrenzung zur Neurasthenie: Hier erfolgt eine theoretische Abgrenzung der Angstneurose von der Neurasthenie, insbesondere unter Einbeziehung der psychoanalytischen Sichtweise von Sigmund Freud.

5. Beschleunigte Gesellschaft - Auswirkungen auf Kindheit: Das Kapitel analysiert, wie gesellschaftlicher Stress und veränderte familiäre Strukturen die psychische Entwicklung von Kindern negativ beeinflussen und zu Verhaltensauffälligkeiten führen können.

6. Fazit und Stellungnahme: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, in der der Zusammenhang zwischen modernem Leistungsdruck und der Zunahme psychischer Störungen sowie die Relevanz von Präventionsmaßnahmen betont werden.

Schlüsselwörter

Stress, Neurasthenie, Angstneurose, Beschleunigung, Kindheit, Psychologie, Überforderung, Libido, Nervensystem, Prävention, Lebensweise, Psychoanalyse, Erschöpfung, Sozialisation, Verhaltenstraining

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der historischen und modernen Bedeutung von Stress, Neurasthenie und Angstneurosen sowie deren Auswirkungen auf die heutige Gesellschaft und insbesondere auf die Kindheit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind Stressforschung, die klinische Definition und Abgrenzung von Neurasthenie und Angstneurose sowie die soziokulturellen Auswirkungen der Beschleunigung auf Heranwachsende.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie veränderte Lebensbedingungen und gesellschaftlicher Druck psychische Störungen begünstigen und wie wichtig präventive Maßnahmen und eine intakte Beziehung zum Kind sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse basiert und verschiedene Konzepte von Autoren wie Beard, Freud, Selye und Winterhoff vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Stress, die Analyse der Neurasthenie und Angstneurose sowie die kritische Betrachtung der Auswirkungen moderner Lebensweisen auf die kindliche Psyche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Stress, Neurasthenie, Angstneurose, Beschleunigung, Kindheit, Überforderung und psychische Gesundheit.

Wie unterscheidet Freud die Angstneurose von der Neurasthenie?

Freud differenziert beide Störungsbilder anhand ihrer Ursprünge: Während die Neurasthenie häufig mit einer generellen Erschöpfung des Nervensystems assoziiert wird, führt er die Angstneurose primär auf unbefriedigte oder unterdrückte libidinöse Impulse zurück.

Welche Rolle spielt das Kindesalter bei der Stressproblematik?

Laut der Arbeit werden Kinder durch die Übertragung von Stress und Anforderungen der Erwachsenenwelt, wie etwa durch mangelnde intuitive Führung und ständige Entscheidungszwänge, in ihrer psychischen Entwicklung massiv überfordert.

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Details

Title
Nervöse Zeiten. Auswirkungen unserer beschleunigten Lebensweise
College
University of Siegen
Course
Sozialpsychologie der Zeit
Grade
1,3
Author
Julia Siebert (Author)
Publication Year
2013
Pages
15
Catalog Number
V307904
ISBN (eBook)
9783668060708
ISBN (Book)
9783668060715
Language
German
Tags
beschleunigung psychologie technischer fortschritt stress überforderung neurasthenie angstneurosen gesellschaft stressbewältigung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Siebert (Author), 2013, Nervöse Zeiten. Auswirkungen unserer beschleunigten Lebensweise, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307904
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