Die Psychologie des Gesundheitsverhaltens

Wie Bewegung gesund hält und die richtige Ernährung Balance bringt


Hausarbeit, 2011

24 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Personaltraining für die körperliche Aktivität
1.1 Selbstregulationsfähigkeit – Was ist das?
1.2 Charakteristika zur Selbstregulationsfähigkeit
1.3 Registrierung spezifischer Kompetenzerwartung des Klienten
1.4 Ergebnisse und Bewertung von Kompetenzerwartungen

2. Ernährungsumstellung mit Metabolic Balance
2.1 Bewältigung der Intentionsphase
2.2 Checkliste zur Prüfung aufgeführter Beweggründe
2.3 Individuelle Lokalisation der Absicht zur Verhaltensänderung
2.3.1 Methodische Vorgehensweise
2.3.2 Ergebnispräsentation
2.4 Veranschaulichung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses
2.4.1 Kosten-Nutzen-Waage
2.4.2 Vier-Felder-Schema
2.4.3 Tabelle
2.5 Effektive Zielverbalisierung mit konkretem Beispiel

3. Das TTM-Modell bezogen auf eine adipöse Person
3.1 Ist-Zustand der betroffenen Person
3.2 Verlauf der Verhaltensänderung

Tabellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Literaturverzeichnis

1. Personaltraining für die körperliche Aktivität

Regelmäßige Bewegung sollte für jeden von uns ein Thema sein. Doch konsequent befolgen diesen Ratschlag nur wenige, da hierbei Initiative, Entscheidungskraft und ausreichend Ausdauer vorhanden sein müssen.

Weshalb die Bewegungsarmut der Gesellschaft auch Konsequenzen für weitere Bereiche des Lebens aufweist, wird im weiteren Verlauf des Textes erläutert werden. Im Zusammenhang mit psychischer Gesundheit, besonders bei Depressionen, Angst sowie in Stresssituationen, kann körperliche Aktivität einen positiven Effekt auf den Menschen und sein Selbstkonzept haben (vgl. PIETER, Studienbrief Psychologie des Gesundheitsverhaltens 2010, S. 147). Bevor im Einzelnen die körperlich aktive Einschätzung einiger Personen analysiert werden wird, müssen dazu einige zum Verständnis erforderliche, theoretische Ansätze geklärt werden.

1.1 Selbstregulationsfähigkeit – Was ist das?

Das Vermögen an physischer und psychischer Fitness sowie die Qualifikation zur Selbstbeobachtung, -verstärkung und -bewertung geben dem Menschen eine mehr oder weniger ausgeprägte, persönliche Sicherheit. Diese internen und externen Merkmale bestimmen den Grad der Selbstregulationsfähigkeit. Je höher wiederum das Ausmaß dieser Fähigkeit ist, desto besser kann sich der Mensch aufgrund seiner vorhandenen Autonomie und Besonnenheit im Alltag organisieren. Vorallem im Hinblick auf Handlungskompetenzen und kognitive Prozesse bedarf es einer gewissen Basisstabilität der Selbstregulation. Zusammenfassend kann also festgestellt werden, dass Selbstregulation die Grundlage „ein[es] gute[n] Gefühl[es] und innere[r] Ausgeglichenheit“ (vgl. WELEDA, 2011) bildet.

1.2 Charakteristika zur Selbstregulationsfähigkeit

Tabelle 1 Merkmale der Selbstregulationsfähigkeit und deren Ausprägung (eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Schätzt jemand seine Kompetenzerwartung als sehr gut ein, so ist das Kreuz in der linken Spalte zu setzten. Im Gegensatz dazu bekommt das jeweilige Merkmal den Wert „-1“, wenn einem diese Kompetenz entschieden zu wenig gegenwärtig erscheint. Kommt es je nach Situation und Tagesform zu Zuordnungsproblemen, ist die mittlere Spalte mit dem neutralen Wert „0“ zu wählen.

1.3 Registrierung spezifischer Kompetenzerwartung des Klienten

Im Folgenden dient ein Fragebogen, modifiziert nach JERUSALEM und SCHWARZER, der Erfassung von spezifischer Kompetenzerwartung des Klienten. Grundlegende Verhaltensmuster bzw. -gewohnheiten werden hier analysiert und bewertet, sodass in Bezug auf das gewählte Thema „körperliche Aktivität“ die individuelle Adaptation durch gezieltes Coaching optimiert werden kann.

Tabelle 2 Fragebogen zur Diagnose der spezifischen Kompetenzerwartung im Hinblick auf die körperliche Aktivität (modifiziert nach JERUSALEM/SCHWARZER, in: SCHWARZER 1996, S. 36, in: Studienbrief PsyGv 2010, S. 114)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Unter Berücksichtigung des biopsychosozialen Ansatzes – „die Theorie von der Verbindung zwischen Körper und Geist“ (vgl. EGGER, Das biopsychosoziale Krankheitsmodell, 2005) - sowie einer Sensibilisierung bereits vorhandener Ressourcen, sind verbesserte Kompetenzerwartungen und daraus resultierende, positive Handlungseffekte mögliche Erfolge. Für das gewählte Thema der körperlichen Aktivität heißt dies, dass zusammen mit der Optimierung dieser Beurteilungskriterien, die Motivation und die Fähigkeit zur Ausübung körperlicher Betätigung steigen können.

1.4 Ergebnisse und Bewertung von Kompetenzerwartungen

Um fehlende bzw. mangelhafte Kompetenzen im Hinblick auf körperliche Betätigung bewältigen zu können, wurde der erstellte Fragebogen aus 1.3 von fünf verschiedenen Personen aus meinem beruflichen und private Umfeld ausgefüllt. In Anlehnung an den von SCHWARZER spezifisch ausgearbeiteten Fragenkatalog, beziehen sich meine Beurteilungskriterien gezielt auf die körperliche Aktivität, wobei teilweise Formulierungen übernommen wurden. Graphische Darstellungen legen die Ergebnisse der ausgefüllten Bögen dar.

Das erste Diagramm ist kriterienzentriert, wobei der Mittelwert aller fünf Befragten veranschaulicht wird. Alle zehn Kriterien sind nachfolgend nochmals aufgelistet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 Durchschnittswerte der Selbstwirksamkeit nach Kriterien (eigene Darstellung)

Betrachtet man das fünfte Kriterium genauer, kann hier von einer relativ hohe Selbstwirksamkeitserwartung ausgegangen werden. Im Einzelnen gab es unter den fünf Personen tatsächlich niemanden, der seinen Glauben in der Bewältigung neuer Belastungsstrukturen (K5) mit weniger als drei Punkten bewertete. Zwei der Klienten gaben diesem Kriterium sogar die höchste Punktzahl. Auch die Kriterien 7, 8 und 9 bildeten in meiner Befragung eine Basis für gute Kompetenzerwartung. Was auch immer passiere, die fünf Befragten hegen hierbei eher keine Bedenken, dass sie irgendwann völlig aussichtslos sein sollten (K7). Ebenfalls sind vier von ihnen eher der Meinung, für jedes Problem eine Lösung finden zu können. Nur bei Person IV war das 8. Kriterium kaum zutreffend. Beim 9. Kriterium stufte nur Person III Ihr Wissen als unzureichend ein. An dieser Stelle sollte nochmal Kriterium 5 aufgegriffen werden. Der Glaube an die Bewältigung von neuer körperlicher Anforderung liegt grundsätzlich höher, als das tatsächlich vorhandene Wissen. Die Kriterien 3, 4, 6 und 10 sind auf einer punkteärmeren Stufe der Bewertungsskala angesiedelt. Bewertungen für Zielverwirklichungen, unerwartete Situationen zu meistern, Vertrauen auf die Leistungsfähigkeiten, wie auch Probleme aus eigener Leistungskenntnis zu lösen, erreichen im Durchschnitt gut die Hälfte der möglichen Punktzahl. Diese Aspekte tragen zur geminderten Kompetenzerwartung bei. Um ein Beispiel herauszugreifen, findet es der Großteil eher kaum zutreffend, dass er bei Schwierigkeiten seinen Fähigkeiten immer vertrauen kann. Mit Kriterium 1 und 2, welche noch spezieller auf die körperliche Aktivität bezogen sind, verringert sich die allgemeine Kompetenzerwartung um ein weiteres. Die gezielten Fragen nach der Überwindung schlechter, äußerer Umstände und anspruchsvoller Belastungen, bringen einen strengen Kontrast zwischen die fünf Personen. Erstmalig fällt hier die Wahl zum Teil auf „trifft nicht zu“. Mit dem zweiten Diagramm ist der Fokus nun auf die fünf Personen gerichtet, wobei hier aus übersichtlichen Gründen erneut die gemittelte Kompetenzerwartung jedes einzelnen angezeigt wird.

Niveau, Allgemeinheitsgrad und Gewissheit geben an, wo die Stärke der Kompetenzerwartung anzusiedeln ist. In diesem Fall ist es die erlebte Schwierigkeit der körperlichen Betätigung und in wie fern sich die Person, in einer bestimmten Anzahl an verschiedener Situationen, ihrer Leistungsfähigkeit sicher sein kann (vgl. PIETER, Studienbrief Psychologie des Gesundheitsverhaltens 2010, S. 111).

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Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Die Psychologie des Gesundheitsverhaltens
Untertitel
Wie Bewegung gesund hält und die richtige Ernährung Balance bringt
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
1,3
Autor
Jahr
2011
Seiten
24
Katalognummer
V307906
ISBN (eBook)
9783668060869
ISBN (Buch)
9783668060876
Dateigröße
928 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gesundheit, Psychologie, Gesundheitsverhalten, Abnehmen, TTM-Modell
Arbeit zitieren
Anna Bayer (Autor), 2011, Die Psychologie des Gesundheitsverhaltens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307906

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