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Martin Heidegger. Das große Nichts in der Angst

Title: Martin Heidegger. Das große Nichts in der Angst

Scientific Essay , 2015 , 15 Pages

Autor:in: Miriam Schroiff (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century
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Im Kern der Philosophie Martin Heideggers liegt die Kritik an der Verwechslung von Seiendem und Sein. In diesem Zusammenhang beschäftigt er sich auch mit dem Nichts. In seinem Hauptwerk „Sein und Zeit“ von 1927 taucht das Nichts erstmals auf und wird mit der Angst in Verbindung gebracht.

Die Autorin Miriam Schroiff führt eingehend in die Analyse der Angst ein, um so das zentrale Konzept des Nichts zu thematisieren. Ihre Publikation ermöglicht es jedem Leser, die Interpretationen selbst nachzuvollziehen. Sie bleibt nah am Text und arbeitet mit vielen Originalzitaten.

Welche Bedeutung kommt dem Nichts in Heideggers Philosophie zu? Was ist das Nichts? In welchem Zusammenhang steht es zum Seienden? In welchem Kontext begegnet es dem Menschen? Wie hängen Nichts und Angst zusammen? Schroiff beantwortet diese Fragen ausführlich und ordnet sie zugleich in den Gesamtkontext der Philosophie Heideggers ein.

Vom Konzept des Nichts aus erhellen sich auch die Begriffe Sein, Dasein und Seiendes. Das Thema der Publikation deckt so den Kernbereich der Begrifflichkeiten in Heideggers Denken ab. Schließlich ist das Nichts als das Andere zu allem Seienden und zugleich als Urphänomen der menschlichen Lebensform zu verstehen. Dieser Text kann deshalb sowohl Ausgangspunkt als auch Vertiefung der Heidegger-Lektüre sein.

Martin Heidegger gehört zu den einflussreichsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Miriam Schroiff nähert sich ihm sowohl kritisch als auch auf eine verständliche Art und Weise. So gibt sie wissenschaftliche Impulse und ermöglicht zugleich auch Einsteigern das Verständnis für einen Bereich der Weltphilosophie. Seit dem Abschluss ihres Studiums der Philosophie 2001 ist sie als freiberufliche Dozentin in der Erwachsenenbildung tätig. Sie leitet Seminare und Workshops, hält Philosophievorträge und betreibt einen philosophischen Gesprächssalon.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Drei wesentliche Denkfiguren: Seiendes-Dasein-Sein

Vom kleinen nichts zum großen Nichts

Nichts als Sein im metaphysischen Kontext

Nichts begegnet in der Angst

Das beliebige Dasein in der Angst

Nichts als religiöses Phänomen

Nichts als religiöses Phänomen

Die Qualität der Nichts-Begegnung in der Angst

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, Martin Heideggers tiefgreifende Untersuchung des Nichts nachzuvollziehen und dieses Phänomen durch verschiedene philosophische Perspektiven näher zu beleuchten, wobei der Fokus insbesondere auf der Angsterfahrung liegt.

  • Die begriffliche Differenzierung und der Zusammenhang von Seiendes, Dasein und Sein.
  • Die Metaphysik der Angst und die fundamentale Bedeutung des Nichts.
  • Die Abgrenzung des Nichts von einer rein negativen Verneinung hin zum „großen Nichts“.
  • Die religiöse Dimension des Nichts als Erfahrung der Rückbindung des Menschen.

Auszug aus dem Buch

Nichts begegnet in der Angst

In der Furcht fürchtet sich das Dasein (Mensch) vor innerweltlich Seiendem (z.B. vor dem Verlust materieller Güter) oder es fürchtet um innerweltlich Seiendes (z.B. um einen anderen Menschen). Die Angststimmung hingegen hat eine ganz andere Qualität.

Inmitten der Angst geht es nicht um den Verlust von spezifischem Seienden. Vielmehr entgleitet in der Angst das Seiende im Ganzen. Während dieser Entzugs-Bewegung begegnet Nichts gleichzeitig mit dem „entgleitenden Seienden im Ganzen“. Und entsprechend seiner, zum eigenen Wesen gehörenden, Abweisung, weist Nichts so erst explizit auf die Ganzheit des Seienden hin und hebt Seiendes hervor, als das „schlechthin Andere“ zum Nichts:“ Diese im Ganzen abweisende Verweisung auf das entgleitende Seiende im Ganzen, als welche das Nichts in der Angst das Dasein umdrängt, ist das Wesen des Nichts: Die Nichtung. Sie ist weder eine Vernichtung des Seienden, noch entspringt sie einer Verneinung (…) Das Nichts selbst nichtet.“ (WiMP, S.34)

Ausschließlich in der Angsterfahrung offenbart sich das vertraute, sinnhafte und alltägliche Seiende als das Besondere: „In der hellen Nacht des Nichts der Angst entsteht erst die ursprüngliche Offenheit des Seienden als eines solchen: dass es Seiendes ist- und nicht Nichts (…) Das Wesen des ursprünglich nichtenden Nichts liegt in dem: es bringt das Da-sein allererst vor das Seiende als ein solches.“ (WiMP, S.35)

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik des Nichts in Heideggers Werk unter Bezugnahme auf „Sein und Zeit“ und „Was ist Metaphysik?“.

Drei wesentliche Denkfiguren: Seiendes-Dasein-Sein: Definition der grundlegenden ontologischen Kategorien, die Heideggers Philosophie bestimmen.

Vom kleinen nichts zum großen Nichts: Analyse des Übergangs vom adverbialen „nichts“ zum substantivischen „großen Nichts“ als Ursprungsphänomen.

Nichts als Sein im metaphysischen Kontext: Untersuchung des Nichts als Medium des Seins und kritische Auseinandersetzung mit der klassischen Metaphysik.

Nichts begegnet in der Angst: Darstellung der Angsterfahrung als zentraler Ort, an dem sich das Nichts offenbart.

Das beliebige Dasein in der Angst: Kritische Reflexion über die Rolle des Menschen als „Platzhalter“ des Nichts.

Nichts als religiöses Phänomen: Untersuchung der Parallelen zwischen dem Nichts-Erleben und dem Begriff der religiösen Rückbindung.

Nichts als religiöses Phänomen: Fortführung der Analyse religiöser Motive wie Offenbarung und Hingabe im Kontext des Seins.

Die Qualität der Nichts-Begegnung in der Angst: Fazit über die Bedeutung der Sensibilisierung des Menschen für die tiefere Dimension seines Seins.

Schlüsselwörter

Martin Heidegger, Nichts, Dasein, Sein, Seiendes, Angst, Nichtung, Metaphysik, Ontologie, Transzendenz, Rückbindung, Seinsvergessenheit, Existenzphilosophie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die philosophische Konzeption des „großen Nichts“ bei Martin Heidegger, wie es vor allem in „Sein und Zeit“ und „Was ist Metaphysik?“ thematisiert wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Themenfelder umfassen die ontologische Unterscheidung von Sein und Seienden, die Rolle der Angststimmung und die Deutung des Nichts als religiöses Phänomen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Heideggers tiefgreifende Untersuchung des Nichts nachzuvollziehen und zu verdeutlichen, wie dieses Phänomen das menschliche Dasein erst ermöglicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin bedient sich der philosophischen Textanalyse, indem sie zentrale Passagen aus Heideggers Werken zitiert, kontextualisiert und kritisch reflektiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung ontologischer Grundbegriffe, die phänomenologische Beschreibung der Angst und eine kritische Auseinandersetzung mit der metaphysischen und religiösen Bedeutung des Nichts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Heidegger, Nichts, Dasein, Sein, Angst, Nichtung und Seinsvergessenheit.

Inwiefern unterscheidet sich die Angst bei Heidegger von alltäglicher Furcht?

Während sich die Furcht auf innerweltliche Objekte richtet, ist die Angst ein grundlegender Zustand, in dem das Seiende im Ganzen entgleitet und das Nichts begegnet.

Warum bezeichnet die Autorin den Menschen als „Platzhalter des Nichts“?

Dieser Begriff spiegelt Heideggers Ansicht wider, dass der Mensch in der Angst vor das Nichts gestellt wird und somit eine Funktion innerhalb des ontologischen Geschehens einnimmt, die seine vermeintliche Vorrangstellung relativiert.

Kann man Heideggers „Nichts“ mit einem christlichen Gottesbegriff gleichsetzen?

Nein, die Autorin betont, dass Heideggers Nichts kein liebespendendes Du oder ein persönlicher Schöpfergott ist, sondern eine unpersönliche, den Menschen radikal fordernde Instanz.

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Details

Title
Martin Heidegger. Das große Nichts in der Angst
Author
Miriam Schroiff (Author)
Publication Year
2015
Pages
15
Catalog Number
V307919
ISBN (eBook)
9783668064737
ISBN (Book)
9783668064744
Language
German
Tags
martin heidegger nichts angst
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Miriam Schroiff (Author), 2015, Martin Heidegger. Das große Nichts in der Angst, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307919
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