Inhaltsverzeichnis
1. Aronstabgewächse (6)
1.1 Gefleckter Aronstab (8)
2. Glockenblumengewächse (10)
2.1 Wiesen-Glockenblumel (12)
3. Hahnenfußgewächse (14)
3.1 Gelbes Windröschen (16)
3.2 Gewöhnliche Akelei (18)
4. Korbblütengewächse (20)
4.1 Kornblume (22)
4.2 Orangerotes Habichtskraut (24)
4.3 Schaf-Garbe (26)
4.4 Wiesen-Margerite (28)
5. Kreuzblütengewächse (30)
5.1 Gewöhnliches Hirtentäschel (32)
5.2 Wiesen-Schaumkraut (34)
5.3 Zwiebel-Zahnwurz (36)
6. Lippenblütengewächse (38)
6.1 Gewöhnlicher Gundermann (40)
6.2 Goldnessel (42)
6.3 Kriechender Günsel (44)
7. Mohngewächse (46)
7.1 Hohler Lerchensporn (48)
7.2 Klatsch-Mohn (50)
7.3 Schöllkraut (52)
8. Narzissengewächse (54)
8.1 Schnitt-Lauch (56)
9. Nelkengewächse (58)
9.1 Acker-Hornkraut (60)
9.2 Große Sternmiere (62)
9.3 Kuckucks-Lichtnelke (64)
9.4 Rote Lichtnelke (66)
10. Raublattgewächse (68)
10.1 Blauroter Steinsame (70)
11. Rötegewächse (72)
11.1 Gewöhnliches Kletten-Labkraut (74)
11.2 Waldmeister (76)
12. Rosengewächse (78)
12.1 Gewöhnliche Nelkenwurz (80)
12.2 Knack-Erdbeere (82)
13. Sauerkleegewächse (84)
13.1 Wald-Sauerklee (86)
14. Schmetterlingsblütengewächse (88)
14.1 Gold-Klee (90)
14.2 Hopfenklee (92)
14.3 Inkarnat-Klee (94)
15. Spargelgewächse (96)
15.1 Vielblütige Weißwurz (98)
16. Steinbrechgewächse (101)
16.1 Wechselblättriges Milzkraut (103)
17. Storchschnabelwächse (105)
17.1 Wiesen-Storchschnabel (107)
18. Wegerichgewächse (109)
18.1 Spitz-Wegerich (111)
19. Wolfsmilchgewächse (113)
19.1 Sonnwend-Wolfsmilch (115)
Literaturverzeichnis (117)
Abbildungsverzeichnis (119)
Anhang (121)
Sammelkalender häufiger Wildfrüchte und -kräuter (121)
Wildkräuterverwendungen (123)
Wildkräuterrezepte (125)
Screenshot (129)
Inhaltsverzeichnis
1. Aronstabgewächse (Araceae)
1.1 Gefleckter Aronstab (Arum maculatum)
2. Glockenblumengewächse (Campanulaceae)
2.1 Wiesen-Glockenblumel (Campanula patula)
3. Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
3.1 Gelbes Windröschen (Anemone ranunculoides)
3.2 Gewöhnliche Akelei (Aquilegia vulgaris)
4. Korbblütengewächse (Asteraceae)
4.1 Kornblume (Centaurea cyanus)
4.2 Orangerotes Habichtskraut (Hieracium aurantiacum)
4.3 Schaf-Garbe (Achillea millefolium)
4.4 Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare)
5. Kreuzblütengewächse (Brassicaceae)
5.1 Gewöhnliches Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris)
5.2 Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis)
5.3 Zwiebel-Zahnwurz (Cardamine bulbifera, Dentaria bulbifera)
6. Lippenblütengewächse (Lamiaceae)
6.1 Gewöhnlicher Gundermann (Glechoma hederacea)
6.2 Goldnessel (Lamium galeobdolon)
6.3 Kriechender Günsel (Ajuga reptans)
7. Mohngewächse (Papaveraceae)
7.1 Hohler Lerchensporn (Corydalis cava)
7.2 Klatsch-Mohn (Papaver rhoeas)
7.3 Schöllkraut (Chelidonium majus)
8. Narzissengewächse (Amaryllidaceae)
8.1 Schnitt-Lauch (Allium schoenoprasum)
9. Nelkengewächse (Caryophyllaceae)
9.1 Acker-Hornkraut (Cerastium arvense)
9.2 Große Sternmiere (Stellaria holostea)
9.3 Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi, Lychnis flos-cuculi)
9.4 Rote Lichtnelke (Silene dioica, Melandrium rubrum)
10. Raublattgewächse (Boraginaceae)
10.1 Blauroter Steinsame (Lithospermum purpurocaeruleum)
11. Rötegewächse (Rubiaceae)
11.1 Gewöhnliches Kletten-Labkraut (Galium aparine)
11.2 Waldmeister (Galium odoratum)
12. Rosengewächse (Rosaceae)
12.1 Gewöhnliche Nelkenwurz (Geum urbanum)
12.2 Knack-Erdbeere (Fragaria viridis)
13. Sauerkleegewächse (Oxalidaceae)
13.1 Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
14. Schmetterlingsblütengewächse (Fabaceae)
14.1 Gold-Klee (Trifolium aureum)
14.2 Hopfenklee (Medicago lupulina)
14.3 Inkarnat-Klee (Trifolium incarnatum)
15. Spargelgewächse (Asparagaceae)
15.1 Vielblütige Weißwurz (Polygonatum multiflorum)
16. Steinbrechgewächse (Saxifragaceae)
16.1 Wechselblättriges Milzkraut (Chrysosplenium alternifolium)
17. Storchschnabelgewächse (Geraniaceae)
17.1 Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense)
18. Wegerichgewächse (Plantaginaceae)
18.1 Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata)
19. Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae)
19.1 Sonnwend-Wolfsmilch (Euphorbia helioscopia)
Zielsetzung & Themen
Das vorliegende Werk dient als systematisches Blütenherbarium, das eine Auswahl einheimischer Pflanzenfamilien und ihrer spezifischen Arten dokumentiert, um dem Leser eine fundierte botanische Bestimmungshilfe an die Hand zu geben.
- Systematische Einordnung von Pflanzenfamilien
- Detaillierte morphologische Beschreibungen
- Ökologische Informationen zu Vorkommen und Standorten
- Nutzung und Verwendbarkeit von Wildkräutern
- Praktische Anleitungen zur Zubereitung und Bestimmung
Auszug aus dem Buch
1.1 Gefleckter Aronstab (Arum maculatum)
Der Gefleckte Aronstab ist eine giftige, ausdauernde krautige Pflanze, die bis zu 60 cm groß wird. Die meist grundständigen oder wechselständigen Laubblätter sind breit pfeilförmig, netznervig, entgegen der Namensgebung meist ungefleckt, dunkelgrün und lang gestielt. Das große, grünlichweiße Hochblatt (Spatha) stellt in seinem oberen Abschnitt ein flächiges Schauorgan (Helm) dar und bildet in seinem unteren, bauchigen Teil den Kessel, welcher die teils unscheinbaren, bis auf den Stempel resp. die Staubblätter reduzierten Blüten unterhalb des Kolbens umschließt. Durch das innen mit Öltröpfchen besetzte Hochblatt gleiten die Insekten, die abends vom harnartigen Geruch des Kolbens angelockt wurden, in die Kesselfalle und bestäuben die weiblichen Blüten. Erst später platzen die darüber liegenden Staubbeutel auf und beladen das Insekt mit Pollen. Reusenhaare (sterile Blüten) versperren den Insekten bis dahin den Ausgang und verhindern das Eindringen größerer Insekten.
Den Gefleckten Aronstab kann man in krautreichen Laubwäldern, Auenwäldern, Hecken sowie in Lehm- und Kalkgebieten antreffen; dabei bevorzugt er frische, nährstoffreiche, meist tiefgründige Böden an schattigen Standorten.
Der Verzehr von Blatt und Wurzel kann nach Fleischhauer, Spiegelberger & Guthmann (2014, S. 595) u.a. zu Schüttelkrämpfen, starkem Anschwellen der Zunge bis hin zu Herzrhythmusstörungen und Lähmungen des Zentralen Nervensystems führen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Aronstabgewächse (Araceae): Diese Familie umfasst ausdauernde krautige Pflanzen mit Rhizomen, die vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten verbreitet sind.
2. Glockenblumengewächse (Campanulaceae): Diese meist krautigen Pflanzen sind bekannt für ihre oft blau oder violett gefärbten, glockenförmigen Blütenkronen.
3. Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae): Eine vielfältige Gruppe von Stauden und Kräutern, die häufig durch ihre giftigen Inhaltsstoffe wie Protoanemonin gekennzeichnet sind.
4. Korbblütengewächse (Asteraceae): Die größte Pflanzenfamilie, deren Mitglieder sich durch komplexe, körbchenförmige Blütenstände und Achänen als Früchte auszeichnen.
5. Kreuzblütengewächse (Brassicaceae): Diese Familie zeichnet sich durch einen einheitlichen Aufbau aus vier Blütenblättern und die Bildung von Schoten oder Schötchen aus.
6. Lippenblütengewächse (Lamiaceae): Gekennzeichnet durch vierkantige Stängel und zygomorphe Blüten, enthalten viele Arten ätherische Öle mit charakteristischem Duft.
7. Mohngewächse (Papaveraceae): Bekannt für ihr Führen von Milchsaft und ihre oft kunstvoll geformten Kapselfrüchte, die bei Reife Samen freisetzen.
8. Narzissengewächse (Amaryllidaceae): Diese Gruppe bildet Speicherorgane wie Zwiebeln und weist häufig parallelnervige Laubblätter auf.
9. Nelkengewächse (Caryophyllaceae): Pflanzen mit meist gegenständigen, ungeteilten Blättern und einer Kapselfrucht, deren Verbreitungsschwerpunkt im Mittelmeergebiet liegt.
10. Raublattgewächse (Boraginaceae): Eine Gruppe mit vielgestaltigen Kräutern, deren steife Behaarung oft als Schutz gegen Schnecken dient.
11. Rötegewächse (Rubiaceae): Diese Familie ist weltweit verbreitet und umfasst neben Kräutern auch wirtschaftlich bedeutsame Arten wie den Chinin-Lieferanten Cinchona.
12. Rosengewächse (Rosaceae): Eine sehr vielgestaltige Familie, die Gehölze, Stauden und Kräuter umfasst und wichtige Merkmale wie Nebenblätter aufweist.
13. Sauerkleegewächse (Oxalidaceae): Bekannt für ihre dreizähligen Blätter, die häufig auf Lichtreize mit Bewegungen reagieren.
14. Schmetterlingsblütengewächse (Fabaceae): Diese Gruppe ist essentiell für die Stickstofffixierung durch Knöllchenbakterien und bildet als Fruchtform Hülsen aus.
15. Spargelgewächse (Asparagaceae): Eine morphologisch vielfältige Familie, die neben krautigen Formen auch Stammsukkulenten umfasst.
16. Steinbrechgewächse (Saxifragaceae): Meist ausdauernde Pflanzen, die häufig an feuchten Standorten gedeihen und durch Insekten bestäubt werden.
17. Storchschnabelgewächse (Geraniaceae): Diese Kräuter sind für ihren speziellen Schleudermechanismus bekannt, mit dem sie ihre einsamigen Teilfrüchte verbreiten.
18. Wegerichgewächse (Plantaginaceae): Umfasst eine heterogene Gruppe, deren Vertreter häufig ährige Blütenstände besitzen und zum Teil windbestäubt sind.
19. Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae): Bekannt für komplexe Scheinblüten und einen oft giftigen Milchsaft, der als Wundverschluss fungiert.
Schlüsselwörter
Botanik, Herbarium, Pflanzenbestimmung, Flora, Blütenpflanzen, Inhaltsstoffe, Wildkräuter, Pflanzenfamilien, Morphologie, Standortökologie, Bestäubung, Nutzpflanzen, Giftpflanzen, Blütenaufbau, Verbreitungsstrategien.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der grundlegende Zweck dieses Buches?
Das Buch dient als systematisches Blütenherbarium, um einheimische Pflanzenfamilien und Arten anhand ihrer morphologischen Merkmale zu beschreiben und zu bestimmen.
Welche Kriterien werden zur Gliederung der Pflanzen verwendet?
Die Pflanzen sind alphabetisch nach Familien sortiert, innerhalb derer die einzelnen Arten ebenfalls in alphabetischer Reihenfolge nach ihren deutschen Namen aufgeführt sind.
Was ist das primäre Ziel der botanischen Beschreibung?
Das Ziel ist es, für jede vorgestellte Art eine fundierte Übersicht zu Name, Familie, Blütezeit, Merkmalen, Vorkommen und speziellen Wissenswertheiten (wie Giftigkeit oder Nutzung) zu bieten.
Welche wissenschaftlichen Merkmale sind besonders relevant?
Wichtige Bestimmungsmerkmale sind die Blattform, der Blütenbau (oft mit Blütenformel dargestellt), der Blütenstand sowie die Art der Fruchtbildung.
Was wird im Hauptteil des Buches detailliert behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in 19 Kapitel, von den Aronstabgewächsen bis hin zu den Wolfsmilchgewächsen, mit jeweils spezifischen Artbeschreibungen.
Wie werden die enthaltenen Schlüsselwörter charakterisiert?
Die Schlüsselwörter umfassen botanische Fachbegriffe, ökologische Konzepte und praktische Anwendungen im Bereich der Wildpflanzennutzung.
Warum enthalten einige Pflanzeneinträge Informationen über Heilwirkungen?
Das Werk möchte über die botanische Bestimmung hinaus einen praktischen Mehrwert bieten, indem es historische und aktuelle Verwendungsmöglichkeiten in der Volksmedizin und Küche beleuchtet.
Welche Bedeutung haben die im Anhang aufgeführten Kalender?
Die Sammelkalender geben dem Leser einen praktischen Überblick über die Erntezeiten verschiedener Pflanzenteile, um eine sichere Nutzung als Nahrungsmittel zu ermöglichen.
Wird auf die Giftigkeit bestimmter Pflanzen hingewiesen?
Ja, bei giftigen Arten wie dem Aronstab oder dem Schöllkraut wird explizit auf die gesundheitlichen Risiken beim Verzehr oder Kontakt hingewiesen.
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- Cand. phil. Mathias Bialek (Autor:in), 2015, Blütenherbarium, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307931