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Wachstum und Verteilung - Die Beiträge von Matsuyama und Aghion und Bolten

Titel: Wachstum und Verteilung - Die Beiträge von Matsuyama und Aghion und Bolten

Seminararbeit , 2004 , 29 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Dipl. Volkswirt Johannes Kalusche (Autor:in)

VWL - Konjunktur und Wachstum
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Eine der Grundfragen an die Wirtschaftswissenschaft ist die, wie die täglich zu beobachtenden Unterschiede in den einzelnen Einkommen zu erklären sind und wie die Differenzen in den Haushaltseinkommen zustande kommen. Sozialpolitische Probleme führen weiterhin zu der Frage, wie sich die Aufteilung des (Volks)Einkommens auf bestimmte soziale Gruppen (Unterschicht bzw. „Arme“, Oberschicht bzw. „Reiche“ etc.) erklärt.
Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die Darstellung und der Vergleich zweier modelltheoretischer Untersuchungen zu den oben skizzierten Fragestellungen. Hierbei handelt es sich zum einen um die Untersuchung von Kiminori Matsuyama aus dem Jahr 2000 und zum anderen um die Untersuchung von Philippe Aghion und Patrick Bolton aus dem Jahre 1997. In beiden Arbeiten wird u.a. die Frage untersucht, ob und unter welchen Annahmen Vermögen von der sozialen Gruppe der vermögenden Oberschicht („Reiche“) zur Gruppe der unvermögenden Unterschicht („Arme“) „durchsickern“ kann („trickle-down“-Effekt).
In der vorliegenden Arbeit werden zunächst die beiden Modelle und die darin jeweils behandelten „trickle-down“-Effekte dargestellt. Danach wird der Versuch unternommen, die „trickle-down“-Effekte der beiden Modelle zu vergleichen, um dadurch die Unterschiede sowie die Annahmen, die zu den Unterschieden führen, herauszuarbeiten.

Leseprobe


Gliederung

1. Einleitung, Abgrenzung und Aufbau der Arbeit

2. Der Beitrag von Kiminori Matsuyama

2.1 Darstellung des Modells

2.2 Steady-State-Analyse

2.2.1 Steady State mit gleicher Vermögensverteilung

2.2.2. Steady State mit ungleicher Vermögensverteilung

2.3 Skizzierung des „trickle-down“-Effekts

3. Der Beitrag von Philippe Aghion und Patrick Bolton

3.1 Darstellung des Modells

3.2 Skizzierung des „trickle-down“-Effekts

4. Vergleich der „trickel-down“-Effekte der Modelle

4.1 Gemeinsamkeiten beider Modelle

4.2 Unterschiede

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die modelltheoretischen Ansätze von Kiminori Matsuyama sowie Philippe Aghion und Patrick Bolton zur Erklärung von Einkommensunterschieden und analysiert, unter welchen Voraussetzungen Vermögen von einer wohlhabenden Oberschicht zur Unterschicht „durchsickern“ kann, um Ungleichheit zu reduzieren.

  • Darstellung der Wachstums- und Verteilungsmodelle von Matsuyama sowie Aghion und Bolton.
  • Analyse der Steady-State-Bedingungen und der Vermögensdynamik in geschlossenen Volkswirtschaften.
  • Untersuchung des „Trickle-Down“-Effekts in Abhängigkeit von Zinssätzen und Investitionsnachfrage.
  • Vergleichende Gegenüberstellung der Kapitalmarktannahmen und Prozessabläufe beider Modelle.

Auszug aus dem Buch

2.3 Skizzierung des „trickle-down“-Effekts

Ausgehend von dem dargestellten Modell und dessen abgeleiteten Ergebnissen lässt sich der „trickle-down“-Effekt, d.h. das „Durchsickern“ von Vermögen der „Reichen“ zu den „Armen“, wie folgt skizzieren.

Es wird davon ausgegangen, dass in der betrachteten Volkswirtschaft eine kleine Gruppe „Reicher“ und eine (weitaus) größere Gruppe „Armer“ vorhanden ist. Aufgrund der daraus folgenden Nachfrage- und Angebotssituation auf dem Kapitalmarkt, die in Gleichung (2.6) beschrieben wird, ergibt sich ein relativ niedriger Zinssatz r. Dieser Zinssatz ermöglicht es den reichen Agenten auf dem Wege ihrer unternehmerischen Investitionstätigkeit relativ rasch, Vermögen zu akkumulieren. Diese Vermögensakkumulation führt zu einer Erhöhung der Investitionsnachfrage (kt = wt /(1-λR/rt)). Diese erhöhte Investitionsnachfrage führt wiederum auf dem Kapitalmarkt zu einer Erhöhung des (Gleichgewichts-) Zinssatzes r (Gleichung (2.6)). Unter bestimmten Bedingungen, nämlich bei „hinreichend hohen“ Werten der Parameter βR und λ, erreicht r einen Höhe, die bei den „Armen“ über entsprechende Zinserträge zu solch hohem Vermögen führt, dass diese sich ebenfalls unternehmerisch betätigen können: „...the rich´s growing demand for credit will increase the interest rate so much that the poor housholds, the lenders which benefit from a high interest rate, will be able to catch up with the rich, reducing inequality.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung, Abgrenzung und Aufbau der Arbeit: Diese Einführung erläutert die ökonomische Fragestellung nach der Entstehung von Einkommensunterschieden und den Aufbau der Arbeit zur Untersuchung von Trickle-Down-Effekten.

2. Der Beitrag von Kiminori Matsuyama: Dieses Kapitel stellt das formale Modell von Matsuyama detailliert dar, inklusive der Steady-State-Analyse und der Herleitung der Investitionsnachfrage.

2.1 Darstellung des Modells: Hier werden die Annahmen über Agenten, Produktionstechnologie und die Verschuldungsrestriktion im Modell von Matsuyama definiert.

2.2 Steady-State-Analyse: Dieser Abschnitt beschreibt Bedingungen, unter denen das Vermögen der Haushalte über die Zeit konstant bleibt.

2.2.1 Steady State mit gleicher Vermögensverteilung: Das Kapitel behandelt den Spezialfall, in dem alle Haushalte durch gleiche Renditen ein identisches Vermögensniveau erreichen.

2.2.2. Steady State mit ungleicher Vermögensverteilung: Hier wird der komplexere Fall betrachtet, in dem Reiche und Arme unterschiedliche Vermögensniveaus im Steady State halten.

2.3 Skizzierung des „trickle-down“-Effekts: Dieses Kapitel beschreibt verbal, wie steigende Zinsen aufgrund der Investitionsnachfrage der Reichen den Armen den Aufstieg ermöglicht.

3. Der Beitrag von Philippe Aghion und Patrick Bolton: Dieses Kapitel liefert eine verbale Zusammenfassung des Modells von Aghion und Bolton zur Trickle-Down-Theorie.

3.1 Darstellung des Modells: Hier werden die spezifischen Agentenklassen und Kapitalmarktannahmen des Aghion-Bolton-Modells vorgestellt.

3.2 Skizzierung des „trickle-down“-Effekts: Der Prozess der Vermögensakkumulation und Zinssenkung, der den Übergang von Armen in die Mittelschicht fördert, wird hier erläutert.

4. Vergleich der „trickel-down“-Effekte der Modelle: Dieser Abschnitt kontrastiert die Wirkungsmechanismen und Kapitalmarktannahmen beider Modelle.

4.1 Gemeinsamkeiten beider Modelle: Die zentralen Übereinstimmungen bezüglich des Kapitalmarktes als Wirkungsort und des Ergebnisses einer Verringerung der Ungleichheit werden hervorgehoben.

4.2 Unterschiede: Dieser Teil arbeitet die differierenden Annahmen zur Angebots- und Nachfragestruktur des Kapitalmarktes sowie die resultierenden Zinsentwicklungen heraus.

Schlüsselwörter

Wachstum, Einkommensverteilung, Trickle-Down-Effekt, Kapitalmarkt, Investitionsnachfrage, Steady-State, Vermögensakkumulation, Matsuyama, Aghion, Bolton, Zinssatz, Agenten, Unternehmertum, Ungleichheit, ökonomische Theorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert zwei mathematische Modelle, die erklären sollen, wie durch Investitionen und Kapitalmarkteffekte eine Reduzierung der Einkommensungleichheit („Trickle-Down“) in einer Volkswirtschaft zustande kommen kann.

Welche Autoren und Modelle stehen im Fokus?

Zentral sind die Beiträge von Kiminori Matsuyama (2000) sowie Philippe Aghion und Patrick Bolton (1997), die jeweils eigene theoretische Erklärungsansätze für Verteilungsprozesse liefern.

Was ist das primäre Ziel der Analyse?

Ziel ist es, die Wirkungsmechanismen des sogenannten „Durchsickerns“ von Vermögen von einer wohlhabenden Oberschicht zur unvermögenden Unterschicht modelltheoretisch zu vergleichen und die zugrundeliegenden Annahmen zu durchleuchten.

Welche methodische Vorgehensweise wird gewählt?

Der Autor führt eine modelltheoretische Untersuchung durch, bei der das Modell von Matsuyama formal hergeleitet und das von Aghion und Bolton primär verbal in seinen Grundzügen skizziert wird, um abschließend einen Vergleich zu ziehen.

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung beider Modelle, ihre Steady-State-Analysen sowie einen direkten Vergleich ihrer Kapitalmarktmechanismen und Annahmen über Investitionsbeträge.

Durch welche Schlagworte lässt sich die Untersuchung am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie „Trickle-Down-Effekt“, „Einkommensverteilung“, „Kapitalmarktzins“ und „Steady-State“ beschreiben.

Wie unterscheidet sich der Effekt der Zinsänderung in den beiden Modellen?

Während bei Matsuyama die Investitionsnachfrage der Reichen zu einer Zinserhöhung führt, die den Armen (unter bestimmten Bedingungen) zugutekommt, führt im Modell von Aghion und Bolton die Kapitalanlage der Reichen tendenziell zu einer Zinssenkung, was ebenfalls Investitionen der Armen ermöglicht.

Warum spielt die Höhe des Investitionsbetrages eine so wichtige Rolle?

Die Annahme über den Investitionsbetrag (unendlich vs. limitiert auf eine Einheit) bestimmt, ob das Kapital der Reichen den Zinssatz nach oben oder nach unten treibt, was wiederum das Verhalten und die Aufstiegschancen der ärmeren Bevölkerungsgruppen im Modell maßgeblich steuert.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wachstum und Verteilung - Die Beiträge von Matsuyama und Aghion und Bolten
Hochschule
Universität Konstanz
Note
2,0
Autor
Dipl. Volkswirt Johannes Kalusche (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
29
Katalognummer
V30796
ISBN (eBook)
9783638319829
ISBN (Buch)
9783638676816
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wachstum Verteilung Beiträge Matsuyama Aghion Bolten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl. Volkswirt Johannes Kalusche (Autor:in), 2004, Wachstum und Verteilung - Die Beiträge von Matsuyama und Aghion und Bolten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30796
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Leseprobe aus  29  Seiten
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