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Die russische Intervention in die Ukraine-Krise aus der Perspektive des (Neo-) Realismus

Title: Die russische Intervention in die Ukraine-Krise aus der Perspektive des (Neo-) Realismus

Bachelor Thesis , 2015 , 59 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Inga Abramova (Author)

Politics - Region: Russia
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Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Frage, warum Russland in der Ukraine-Krise interveniert hat.

In erstem Schritt dieser Arbeit werden die Theorien des Realismus und Neorealismus dargestellt.
In empirischen Teil der Arbeit wird zuerst das russische Verhalten aus der Perspektive des Realismus analysiert und interpretiert. Da im Realismus die Staaten entweder nach Machterhaltung oder nach Machterweiterung streben, wird in diesem Teil die Diskussion geführt, ob Russland eine Politik der Machterhaltung bzw. der Machterweiterung betrieben hat und ob sich die Form der Politik in Laufe der Zeit transformiert hat. Dafür wird zunächst auf das Verhalten von Russland kurz von der Entstehung der Krise in der Ukraine geschaut. In einem weiteren Schritt wird die russische Politik in Beziehung zu Ukraine während der Konflikteskalation betrachtet.

In einem weiteren Kapitel wird die russische Intervention in die Ukraine aus der Perspektive des Neorealismus betrachtet. In diesem Kapitel wird zuerst bestimmt, ob Russland in seiner Sicherheit bedroht wurde. Danach wird die Diskussion stattfinden, ob die Annexion der Krim sowie die militärische Einmischung in die Ostukraine den russischen Sicherheitsinteressen entsprechen könnten.
Schließlich wird bestimmt, anhand welcher Theorie sich die Frage der vorliegenden Arbeit besser beantworten lässt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problem und Fragestellung

1.2 Methode und Vorgehensweise

1.3 Forschungslage und Literatur

2. Einführung in die Theorie

2.1 Realismus nach Morgenthau

2.1.1 Menschenbild nach Morgenthau

2.1.2 Machtverständnis nach Morgenthau

2.1.3 Internationale Politik und Rolle der Macht

2.1.4 Formen der Politik

2.1.5 Hypothesen zu Realismus

2.2 Neorealismus nach Kenneth Waltz

2.2.1 Internationales System: Akteure und Strukturen

2.2.2 Balance of Power

2.2.3 Hypothese zu Neorealismus

3. Die russische Intervention aus der Perspektive des Realismus

3.1 Vor der Krise: Politik des Status quo oder Imperialismus?

3.1.1 Die Bestimmung des Status quo

3.1.2 Assoziierungsabkommen und NATO-Osterweiterung — Machtgewinn des Westens?

3.1.2.1 Geopolitische Bedeutung und wirtschaftliche Potential der Ukraine

3.1.2.2 Assoziierungsabkommen – Machtzugewinn der EU?

3.1.2.3 NATO – Machtgewinn des Westens?

3.1.3 Russische Außenpolitik: Politik des Status quo?

3.2 Die Russische Intervention in die Ukraine – Politik des Imperialismus?

3.2.1 Krim-Krise

3.2.2 Konflikt in der Ostukraine

3.2.3 Die russische Intervention – Imperialismus Politik?

3.3 Interpretation aus der realistischen Perspektive

4. Die russische Intervention aus der Perspektive des Neorealismus

4.1 Struktur des Internationalen Systems

4.2 Westliche Bedrohungen für Russland

4.3 Bandwagoning oder Balancing

4.4 NATO-Beitritt der Ukraine – Bedrohung für Russland?

4.5 Analyse der russischen Intervention

4.5.1 Annexion der Krim

4.5.2 Konflikt in der Ostukraine

4.6 Interpretation der neorealistischer Perspektive

5. Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das russische Handeln in der Ukraine-Krise aus der theoretischen Perspektive des (Neo-)Realismus. Ziel ist es zu analysieren, ob Russland mit seinem Vorgehen primär Macht als Selbstzweck anstrebt oder ob das Streben nach Sicherheit aufgrund struktureller Bedrohungen durch den Westen ausschlaggebend war.

  • Analyse der russischen Außenpolitik im Kontext des Ukraine-Konflikts.
  • Vergleich der klassischen realistischen Theorie nach Hans J. Morgenthau mit dem strukturellen Realismus nach Kenneth Waltz.
  • Untersuchung der Motive hinter der Krim-Annexion und dem Konflikt in der Ostukraine.
  • Bewertung der sicherheitspolitischen Bedrohungswahrnehmung Russlands gegenüber NATO und EU.

Auszug aus dem Buch

1.1 Problem und Fragestellung

Seit mehr als einem Jahr befindet sich die Ukraine in einer schwerwiegender politischen Krise. Im Oktober 2013 stand die ukrainische Regierung kurz davor, das Assoziierungsabkommen zu unterzeichnen, was einen wichtigen Schritt in Richtung der westlichen Annäherung für die Ukraine bedeutete. Der damalige Präsident der Ukraine Wiktor Janukowytsch weigerte sich allerdings das Abkommen zu unterzeichnen, was zum Ausbruch der Massenproteste in Kiew führte. Im Februar 2014 eskalierte die Situation auf dem Maidan, infolge der mehr als 100 Menschen getötet wurden. Der Konflikt führte zu der Absetzung des Präsidenten, was seine Flucht zur Folge hatte.

Als Reaktion auf den politischen Umsturz in Kiew, kam es zu Unruhen auf der Krim aus, wo prorussische Separatisten die Abspaltung der Halbinsel von der Ukraine forderten. Darüber hinaus entwickelte sich in der Ostukraine ein bewaffneter Konflikt zwischen den prorussischen Aktivisten und den ukrainischen Truppen, der sich später zu einem Bürgerkrieg entwickelte.

Russland reagierte auf die Krim-Krise, in dem es eine völkerrechtlich umstrittene Annexion der Halbinsel durchführte. In der Ostukraine leistete Russland den Aufständischen verdeckt militärische Unterstützung geleistet, die durch viele Hinweise belegt wurde.

Aus den oben dargelegten Ereignissen stellt sich die Frage: Warum hat Russland in der Ukraine-Krise interveniert?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Ukraine-Krise ein, benennt die Problemstellung und definiert die Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen der Einzelfallstudie.

2. Einführung in die Theorie: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Realismus nach Morgenthau und des Neorealismus nach Waltz als Analyseinstrumente für das staatliche Verhalten erarbeitet.

3. Die russische Intervention aus der Perspektive des Realismus: Dieses Kapitel analysiert das russische Vorgehen unter Anwendung der Hypothesen von Morgenthau, wobei zwischen einer Status-quo-Politik und einer imperialistischen Politik unterschieden wird.

4. Die russische Intervention aus der Perspektive des Neorealismus: Diese Analyse betrachtet das russische Verhalten als Reaktion auf strukturelle Sicherheitsbedrohungen durch NATO und EU im Rahmen des internationalen Systems.

5. Schlussfolgerungen: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Erklärungsfähigkeit der beiden realistischen Theorien für den analysierten Konflikt.

Schlüsselwörter

Realismus, Neorealismus, Ukraine-Krise, Russland, Krim-Annexion, Sicherheitsdilemma, Machtpolitik, Internationale Beziehungen, NATO-Osterweiterung, Machtgleichgewicht, Status quo, Imperialismus, Außenpolitik, Souveränität, Einzelfallstudie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Hintergründe der russischen Intervention in der Ukraine unter Anwendung internationaler Beziehungstheorien.

Welche Theorien bilden den analytischen Rahmen der Arbeit?

Der Fokus liegt auf dem klassischen Realismus von Hans J. Morgenthau und dem strukturellen Neorealismus von Kenneth Waltz.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Es soll geklärt werden, ob das russische Handeln als Streben nach Macht oder als notwendige Reaktion zur Sicherheitsmaximierung interpretiert werden kann.

Welche methodische Vorgehensweise wurde gewählt?

Die Arbeit verwendet die Methode der empirischen Einzelfallstudie, um den konkreten Konfliktfall theoriegeleitet zu analysieren.

Welche zentralen Themenfelder werden im Hauptteil behandelt?

Dazu gehören die Analyse der Krim-Krise, der Konflikt in der Ostukraine sowie die russische Wahrnehmung der NATO-Osterweiterung und EU-Annäherung.

Was charakterisiert die in der Arbeit verwendeten Schlüsselwörter?

Die Begriffe konzentrieren sich auf machtpolitische und sicherheitsrelevante Konzepte der internationalen Politik wie Sicherheitsdilemma und Machtgleichgewicht.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen der ersten und zweiten Phase der Krise?

Die Einteilung erfolgt anhand des Wechsels von wirtschaftlichen Druckmitteln (Status-quo-Politik) hin zu militärischen Maßnahmen (Krim-Annexion/Imperialismus).

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der Erklärungsfähigkeit?

Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass die klassische realistische Perspektive eine treffende Deutung des imperialistischen Charakters der russischen Politik liefert.

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Details

Title
Die russische Intervention in die Ukraine-Krise aus der Perspektive des (Neo-) Realismus
College
University of Münster
Grade
1,7
Author
Inga Abramova (Author)
Publication Year
2015
Pages
59
Catalog Number
V308138
ISBN (eBook)
9783668061941
ISBN (Book)
9783668061958
Language
German
Tags
intervention ukraine-krise perspektive neo- realismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Inga Abramova (Author), 2015, Die russische Intervention in die Ukraine-Krise aus der Perspektive des (Neo-) Realismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308138
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