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Der Familienlastenausgleich - große Hilfe oder kleine Unterstützung?

Title: Der Familienlastenausgleich - große Hilfe oder kleine Unterstützung?

Term Paper , 2004 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sebastian Filipowski (Author)

Sociology - Social System and Social Structure
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"Die Bundesrepublik Deutschland ist ein [...] sozialer Bundesstaat." Durch diesen Artikel des Grundgesetzes steht die Bundesregierung vor der Aufgabe, eine familiengerechte Politik zu gestalten. Um jener gerecht zu werden, wurde der Familienlastenausgleich geschaffen. Dieser ist unter anderem definiert als eine Familienpolitik durch Geldleistungen. In der vorliegenden Arbeit wird nun gemäß dem Titel versucht, kritisch zu hinterfragen, ob es sich bei dem Familienlastenausgleich tatsächlich um eine große Hilfe handelt oder ob der Familienlastenausgleich als eine kleine Unterstützung angesehen werden kann ähnlich dem sprichwörtlichen „Tropfen auf dem heißen Stein“. Bei der Beantwortung dieser Frage wird in dieser Arbeit ein Schwerpunkt auf den Teilbereich der monetären Transfers des Familienlastenausgleichs gelegt, da sich eine Bearbeitung von zusätzlichen Teilbereichen des Familienlastenausgleichs als zu umfangreich gestalten würde.

Die Ausarbeitung ist so aufgebaut, dass zunächst der Begriff des Familienlastenausgleichs und die verschiedenen Teilbereiche kurz definiert und skizziert werden. Anschließend folgt eine Erläuterung der beiden Ziele des Familienlastenausgleichs, indem zuerst das Konzept des horizontalen Leistungsausgleich und danach die Idee des vertikalen Familienlastenausgleichs analysiert wird. Im Anschluss werden diese beiden Konzepte an konkreten Beispielen, an dem Kinderfreibetrag und an dem Kindergeld, erläutert und erklärt. Als letzter Punkt dieser Arbeit wird in der Fazitdiskussion versucht, die bereits erwähnte und im Titel voran gestellte Frage zu beantworten, ob der Familienlastenausgleich wirklich eine große Hilfe ist, oder nur als kleine Unterstützung angesehen werden kann. Ferner wird erweiternd versucht zu beleuchten, wo die Stärken und Schwächen des Familienlastenausgleichs liegen und welche Reformoptionen des Familienlastenausgleichs gegebenenfalls zur Verfügung stünden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Definition des Familienlastenausgleichs

2 Ziele des Familienlastenausgleichs

2.1 Aufgaben des horizontalen Familienlastenausgleichs

2.2 Aufgaben des vertikalen Familienlastenausgleichs

3 Materielle Familiensubvention an Beispielen

3.1 Horizontaler Familienlastenausgleich am Beispiel des Kinderfreibetrags

3.2 Vertikaler Familienlastenausgleich am Beispiel des Kindergeldes

4 Fazitdiskussion

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht kritisch, ob der staatliche Familienlastenausgleich in Deutschland tatsächlich als substantielle Hilfe für Familien fungiert oder ob er lediglich eine minimale Unterstützung darstellt, die den Herausforderungen der Kindererziehung nicht gerecht wird. Im Fokus steht dabei die Analyse der Effektivität monetärer Transferleistungen sowie deren Ausgestaltung im Rahmen des horizontalen und vertikalen Ausgleichs.

  • Grundlagen und Definitionen des Familienlastenausgleichs
  • Differenzierung zwischen horizontalem und vertikalem Ausgleich
  • Funktionsweise und Analyse des Kinderfreibetrags
  • Bedeutung und Rahmenbedingungen des Kindergeldes
  • Kritische Bewertung der aktuellen Familienförderung

Auszug aus dem Buch

1 Definition des Familienlastenausgleichs

Wie bereits erwähnt, hat die Regierung die Aufgabe, eine familiengerechte Politik zu gestalten. Der Familienlastenausgleich wurde geschaffen, um dieser Verantwortung gerecht zu werden. Konkret zielt er auf eine Korrektur der marktmäßigen Einkommensverteilung ab und versucht finanzielle Ausgleiche zwischen kinderreichen und kinderlosen Familien zu schaffen.

Einerseits soll der Familienlastenausgleich also finanzielle Lasten ausgleichen, andrerseits spricht man im politischen Sinne aber immer häufiger auch von einem Familienleistungsausgleich. Das bedeutet, dass die Leistung, die eine Familie innerhalb der Erziehung des Kindes aufbringt, honoriert werden soll und die somit geleistete Erziehungsarbeit indirekt bezahlt wird.

Allein für die Erziehung eines 15-jährigen Kindes wird von einer einzelnen Person schätzungsweise ein Erziehungsaufwand im Wert von 219.000 Euro geleistet, wenn diese Person sich seit Geburt des Kindes täglich fünf Stunden um dessen Erziehung und die Familie kümmert. Für die Berechnung wurde dabei ein Stundenlohn von acht Euro pro Stunde als Berechnungsgrundlage definiert. Mit dem Familienlastenausgleich soll die Leistung „Erziehung“ auf finanzieller, aber auch auf gesellschaftlicher Ebene, honoriert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Definition des Familienlastenausgleichs: Dieses Kapitel erläutert den Zweck des Familienlastenausgleichs als staatliches Instrument zur Korrektur der Einkommensverteilung und zur Anerkennung von Erziehungsleistungen.

2 Ziele des Familienlastenausgleichs: Hier werden die zwei Säulen des „dualen Systems“ – der horizontale und der vertikale Familienlastenausgleich – systematisch eingeführt und in ihrer Zielsetzung gegenübergestellt.

3 Materielle Familiensubvention an Beispielen: Dieser Abschnitt analysiert konkret den Kinderfreibetrag als Instrument des horizontalen Ausgleichs sowie das Kindergeld als Instrument des vertikalen Ausgleichs.

4 Fazitdiskussion: Im letzten Kapitel wird das System kritisch bewertet und die Forschungsfrage beantwortet, ob der Familienlastenausgleich eine große Hilfe oder lediglich eine kleine Unterstützung für Familien darstellt.

Schlüsselwörter

Familienlastenausgleich, Familienleistungsausgleich, Kindergeld, Kinderfreibetrag, Steuergerechtigkeit, Bedarfsgerechtigkeit, Sozialstaat, Monetäre Transfers, Realtransfers, Familienförderung, Kindererziehung, Sozialhilfe, Armutsprävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit des deutschen Familienlastenausgleichs und hinterfragt, ob die getroffenen Maßnahmen eine ausreichende finanzielle Hilfe für Familien darstellen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen den horizontalen und vertikalen Familienlastenausgleich, die steuerliche Entlastung durch Kinderfreibeträge sowie direkte staatliche Geldleistungen wie das Kindergeld.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, kritisch zu prüfen, ob der Familienlastenausgleich in der Praxis tatsächlich eine Entlastung darstellt oder ob er hinter seinem Anspruch als „große Hilfe“ zurückbleibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse und Literaturarbeit, um Konzepte des Familienlastenausgleichs zu definieren und diese anhand praktischer Beispiele zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Konzepte des horizontalen und vertikalen Ausgleichs definiert und anschließend mit den Beispielen des Kinderfreibetrags und des Kindergeldes veranschaulicht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Familienlastenausgleich, Steuergerechtigkeit, Bedarfsgerechtigkeit, Kinderfreibetrag und Kindergeld.

Warum wird der Kinderfreibetrag als horizontaler Ausgleich bezeichnet?

Er dient dem horizontalen Ausgleich, da er das Ziel verfolgt, Familien mit Kindern steuerlich so zu stellen, als hätten sie keine Kinder, um eine Benachteiligung gegenüber kinderlosen Haushalten gleicher Einkommensklasse zu verhindern.

Wie bewertet der Autor die aktuelle Höhe des Kindergeldes?

Der Autor kritisiert, dass das Kindergeld nicht ausreicht, um die Existenz eines Kindes zu sichern, und weist darauf hin, dass es nicht an die Inflation angepasst wird, was den Realwert über die Zeit mindert.

Was ist das Fazit zur Wirksamkeit des Systems?

Das Fazit lautet, dass der Familienlastenausgleich lediglich als „kleine Unterstützung“ zu werten ist, da das Existenzminimum eines Kindes theoretisch zwar erfasst, in der Praxis jedoch zu niedrig bemessen ist.

Könnten Familien auf Sozialhilfe verzichten, wenn das Kindergeld erhöht würde?

Dies ist eine diskutierte Reformoption, wobei der Autor einräumt, dass dies bei einer deutlichen Aufstockung möglich wäre, jedoch die Finanzierung und die Abgrenzung zur Sozialhilfe komplexe Herausforderungen darstellen.

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Details

Title
Der Familienlastenausgleich - große Hilfe oder kleine Unterstützung?
College
University of Duisburg-Essen  (Institut für praxisorientierte Sozialwissenschaften)
Course
Sozialstaat Deutschland
Grade
1,3
Author
Sebastian Filipowski (Author)
Publication Year
2004
Pages
16
Catalog Number
V30822
ISBN (eBook)
9783638320047
ISBN (Book)
9783638789486
Language
German
Tags
Familienlastenausgleich Hilfe Unterstützung Sozialstaat Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Filipowski (Author), 2004, Der Familienlastenausgleich - große Hilfe oder kleine Unterstützung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30822
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