„Wenn du dich nicht entscheidest, verlasse ich dich! – Deine Demokratie.“, so das Zitat, welches den Buchrücken dieser Broschüre der Bundeszentrale für politische Bildung ziert. Die Demokratie ist eine der wichtigsten Säulen unserer Gesellschaft und schon das Grundgesetz sagt in Artikel 20 (1), dass ‚die Bundesrepublik Deutschland ein demokratischer ... Bundesstaat’ ist. Doch was ist Demokratie eigentlich? Diese Frage stellt Pötzsch gleich zu Beginn seiner Broschüre.
Wenn das Wort „Demokratie“ von der griechischen in die deutsche Sprache übersetzt wird, so bedeutet es „Volksherrschaft“ oder „Herrschaft der Vielen“. Doch diese Übersetzung ist unpräzise und in Zeiten der Massendemokratie nicht mehr richtig, denn das Volk regiert nicht direkt. Es überträgt die Macht auf Repräsentanten, so dass die Herrschaft vom Volke nur indirekt ausgeübt wird. Dies bestätigt auch der zweite Absatz des Artikels 20 des Grundgesetzes: Er besagt, dass ‚alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht.’ „Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtssprechung ausgeübt.“ Wie diese Staatsgewalt aussehen kann, versucht Pötzsch auf neutraler und sachlicher Ebene vorzustellen, ohne ein politisches Statement abzugeben.
Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte der deutschen Demokratie, die Entstehung des Grundgesetzes und die Klärung einiger Inhalte, widmet sich der Autor den Grundrechten eines jeden Bürgers: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schätzen ist die Verpflichtung aller staatlichen Gewalt“, so lautet Artikel 1 (1) des deutschen Grundgesetzes. Bis Artikel 19 werden weitere Grundrechte aufgezählt, die die Grundlage der Wertordnung der Bundesrepublik Deutschland bilden. Anschließend zählt der Autor die Garantien der Grundrechte auf oder nennt Rechte und Pflichten eines jeden Bürgers. Den Schwerpunkt seiner Einleitung legt Pötzsch aber auf die Erklärung des Bundesstaats. Dazu gehört eine Diskussion, was für oder gegen einen Bundesstaat spricht, wie die Grundsätze einer bundesstaatlichen Ordnung aussehen oder wie sich Steuern und Aufgaben verteilen...
Inhaltsverzeichnis
1. Grundlagen
2. Politische Beteiligung
3. Parlament
4. Bundespräsident
5. Regierung und Verwaltung
6. Rechtsprechung
7. Deutsche Nationalsymbole
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Rezension analysiert die Broschüre „Die deutsche Demokratie“ von Horst Pötzsch mit dem Ziel, deren Eignung als Einführung in das politische System der Bundesrepublik Deutschland zu bewerten und die didaktische Aufbereitung der Inhalte zu untersuchen.
- Struktureller Aufbau und inhaltliche Schwerpunkte des Werks
- Verständlichkeit der Darstellung durch Illustrationen und Grafiken
- Analyse der behandelten Verfassungsorgane und politischen Akteure
- Bewertung der Neutralität und Objektivität des Autors
- Eignung des Buches für verschiedene Zielgruppen
Auszug aus dem Buch
Die Bedeutung der Demokratie
„Wenn du dich nicht entscheidest, verlasse ich dich! – Deine Demokratie.“, so das Zitat, welches den Buchrücken dieser Broschüre der Bundeszentrale für politische Bildung ziert. Die Demokratie ist eine der wichtigsten Säulen unserer Gesellschaft und schon das Grundgesetz sagt in Artikel 20 (1), dass ‚die Bundesrepublik Deutschland ein demokratischer ... Bundesstaat’ ist. Doch was ist Demokratie eigentlich? Diese Frage stellt Pötzsch gleich zu Beginn seiner Broschüre.
Wenn das Wort „Demokratie“ von der griechischen in die deutsche Sprache übersetzt wird, so bedeutet es „Volksherrschaft“ oder „Herrschaft der Vielen“. Doch diese Übersetzung ist unpräzise und in Zeiten der Massendemokratie nicht mehr richtig, denn das Volk regiert nicht direkt. Es überträgt die Macht auf Repräsentanten, so dass die Herrschaft vom Volke nur indirekt ausgeübt wird. Dies bestätigt auch der zweite Absatz des Artikels 20 des Grundgesetzes: Er besagt, dass ‚alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht.’ „Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtssprechung ausgeübt.“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Grundlagen: Dieser Abschnitt führt in die historische Entwicklung der deutschen Demokratie und das Grundgesetz ein, wobei ein besonderer Fokus auf den Grundrechten und dem Konzept des Sozialstaats liegt.
2. Politische Beteiligung: Hier erläutert der Autor die verschiedenen Wahlsysteme und die Rolle gesellschaftlicher Akteure wie Parteien, Verbände und Medien unter Verwendung anschaulicher Grafiken.
3. Parlament: Der Fokus liegt auf der Funktion der Abgeordneten, dem Aufbau des Bundestages sowie dessen zentralen Aufgaben in der Gesetzgebung und der Wahl des Bundeskanzlers.
4. Bundespräsident: Dieses Kapitel widmet sich dem höchsten Staatsamt und betont dessen besondere Bedeutung für die Integration innerhalb der deutschen Politik.
5. Regierung und Verwaltung: Pötzsch beschreibt die Rollen von Bundeskanzler und Bundesminister sowie die administrative Struktur der Bundesverwaltung durch grafische Aufbereitungen.
6. Rechtsprechung: Der Autor erläutert die Grundzüge des Rechtssystems, differenziert zwischen öffentlichem und privatem Recht und erklärt Standardabläufe wie den Zivilprozess.
7. Deutsche Nationalsymbole: Dieser letzte Teil befasst sich mit der Symbolik der Bundesländer und der Bedeutung der Nationalhymne.
Schlüsselwörter
Demokratie, Grundgesetz, Bundesrepublik Deutschland, Verfassungsorgane, Politische Beteiligung, Bundestag, Bundeskanzler, Rechtssystem, Bundesrat, Bundespräsident, Politische Bildung, Sozialstaat, Wahlsystem, Staatsgewalt, Grundrechte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der rezensierten Arbeit im Kern?
Die Arbeit analysiert die Broschüre „Die deutsche Demokratie“ von Horst Pötzsch, die einen Überblick über die politischen Strukturen der Bundesrepublik Deutschland gibt.
Welche zentralen Themenfelder deckt das Buch ab?
Das Buch deckt ein breites Spektrum ab: von den Grundlagen des Grundgesetzes und der Demokratie über Wahlen und Parteien bis hin zu den Aufgaben von Parlament, Regierung, Rechtsprechung und internationalen Rollen.
Was ist das primäre Ziel des Autors bei der Erstellung der Broschüre?
Das Ziel ist es, interessierten Lesern ein Basiswissen über das politische System Deutschlands zu vermitteln und die Funktionsweise demokratischer Institutionen verständlich zu erklären.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Rezensent zur Analyse?
Der Rezensent nutzt eine kritische Inhaltsanalyse, bei der er die Darstellungsweise, den didaktischen Aufbau und die Prioritätensetzung des Autors mit anderen Fachwerken vergleicht.
Was wird im Hauptteil der Broschüre primär behandelt?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Erklärung der Verfassungsorgane, die Mechanismen politischer Beteiligung und die administrativen Rahmenbedingungen staatlichen Handelns.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich das rezensierte Werk charakterisieren?
Das Werk ist charakterisiert durch Schlagworte wie Demokratieverständnis, Basiswissen, Institutionenkunde, politische Partizipation und staatliche Ordnung.
Warum hebt der Rezensent die Verwendung von Grafiken so hervor?
Die Grafiken werden als besonders wertvoll für unerfahrene Leser gelobt, da sie komplexe Zusammenhänge verständlicher machen als rein textbasierte Erklärungen.
Welche Kritik äußert der Rezensent bezüglich der inhaltlichen Ausgewogenheit?
Der Rezensent bemängelt, dass einige Themen wie die Wahl des Bundeskanzlers zu oberflächlich behandelt werden und die Prioritätensetzung des Autors eine subjektive Auswahl darstellt.
- Quote paper
- Sebastian Filipowski (Author), 2004, Zu: Pötzsch, Horst: Die deutsche Demokratie (aus der Reihe: ZeitBilder), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30824