Gewalt im Fußballsport. Ausbreitung, Prävention, Erklärungsansätze


Hausarbeit, 2015

15 Seiten

Anonym


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Einführung in die Thematik der Gewalt

3. Gewalt im Sport
3.1 Prävention der Gewalt

4. Gewalt im Umfeld von Sport

5. Erklärungsansätze für Gewalt im Umfeld von Sport

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

8. Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

Das Thema Gewalt im Umfeld von Sport gehört zu den meist diskutierten Problemfeldern der letzten Jahre. Doch wenn von Gewalt im Sport gesprochen wird, sollte unbedingt auch ein Focus auf das Thema Gewalt im Sport selbst gelegt werden. Denn nicht selten gibt es in der Zeitung Schlagzeilen wie diese „Kieferbruch statt Fallrückzieher“. Besonders deutlich tritt das Thema in den unteren Spielklassen auf.1

Gewalt im Sport selbst und im Umfeld von Sport wird in der Öffentlichkeit oft in Zusammenhang mit Fußball gebracht, deswegen wird in dieser Hausarbeit das Phänomen Gewalt im Sport exemplarisch anhand des Fußballsports erläutert und erörtert. Dazu kann der Autor auch aus eigener Erfahrung berichten, da er in der Fanszene von Werder Bremen aktiv war und auch selbst in einer Amateurklasse im Fußball spielt.

Ungefähr seit den 1980er Jahren werden Fußballspiele immer wieder von Zuschauerausschreitungen heimgesucht. Der Beginn der öffentlichen Aufmerksamkeit für Randale im Umfeld von Fußball ist die Tragödie aus dem Mai 1985 im Brüsseler Heysel Stadion, bei der 39 Menschen ums Leben kamen und mehre Hunderte verletzt wurden. Solche Ereignisse lassen sich bis in die Gegenwart verfolgen. Woche für Woche ist in den Medien von Ausschreitungen zu hören, die Polizei will deshalb sogar ihre Einsatzkosten auf die Deutsche Fußball Liga übertragen.

Das jüngste Ereignis, das im Jahr 2015 große Schlagzeile machte und die höchste politische Ebene bewegte, war das Spiel Juventus Turin gegen Ajax Amsterdam. Im Vorfeld des Spiels lieferten sich Hooligans von Ajax mit der italienischen Polizei eine Straßenschlacht, bei der es mehrere Verletzte gab und historische Bauwerke beschädigt wurden.2

Die jüngste Randale in Deutschland bezieht sich auf das Bundesligaspiel vom 06.03.2015 zwischen VFB Stuttgart und Hertha BSC Berlin. Bei den Ausschreitungen bei An- und Abreise wurden zwölf Polizisten verletzt, und es kam zur Sachbeschädigung im fünfstelligen Bereich. Bei den Auseinandersetzungen fielen sogar Warnschüsse, weil sich zwei Polizisten aus einer gefährlichen Situation retten mussten.3

Das Phänomen der Gewalt ist also ein deutsches wie auch ein internationales Phänomen, das nicht nur die oberen Spielklassen betrifft, sondern auch die unteren. Dass es gerade im Umfeld von Fußballspielen häufig zur Ausschreitungen kommt, kann daran liegen, dass Fußball als populärster Sport dieser Zeit eine große heterogene Menschenmasse anzieht. Der britische Sportsoziologe Eric Dunnig sieht dabei einen Zusammenhang zur Berichterstattung. Über den populärsten Sport Fußball wird häufiger berichtet als über andere Sportarten und dementsprechend auch über damit einhergehende Ausschreitungen.4

Doch Gewalt lässt sich nicht nur im Umfeld von Fußball beobachten, sondern auch im Spiel und auf dem Spielfeld selbst. Offensichtlich wird diese Form von Gewalt, wenn sich auf den Spielfeldern aggressives Verhalten offenbart, indem Spieler sich ernsthaft attackieren oder beschimpfen. Die Gewalt auf dem Platz nimmt besonders in unteren Spielklassen weiter zu. Im November 2014 schlug beispielsweise in Essen ein Spieler einer Freizeitliga einen Schiedsrichter bewusstlos.5 Gerade Schiedsrichter werden immer wieder Opfer von gewalttätigen Attacken in Amateurligen. Doch nicht nur Schiedsrichter sind Ziel von Gewalt, verbale Beschimpfungen wie: „Wir sind hier nicht beim Ballett“ oder „beim Nächsten Mal knallt es“ gehören schon fast zur Tagesordnung.

Unterschwellig wird Gewalt im Fußball auch als Mittel zum Zweck gesehen. Begriffe wie taktisches Foul haben schon seit langem Einzug in den sportlichen Sprachgebrauch erhalten.

Erklärungsansätze, die diese Entwicklung zu einer zunehmenden Gewalt beleuchten, werden im Folgenden in der Hausarbeit erörtert werden. Dabei wird versucht, Gründe für die Entstehung von gewalttätigem Verhalten darzulegen und die Ursachen zu diskutieren. Die Ausarbeitung ist so aufgebaut, dass als erstes die Formen von Gewalt vorgestellt werden, die für das Thema Sport und Gewalt relevant erscheinen, anschließend wird eine Definition von Gewalt vorgenommen werden. Der Hauptteil der Hausarbeit setzt sich explizit mit dem Thema „Gewalt im Sport“ auseinander. Dabei werden zum einen die Gewalt im Sport selbst und die Gewalt im Umfeld von Sport erörtert. Die Fanszene und die verschiedenen Gruppierungen werden erläutert. Anschließend wird der Autor ein Fazit ziehen.

[...]


1 Vgl. Reiter (2015)

2 Vgl. Schumer (2015)

3 Vgl. dpa (2015)

4 Vgl. Dunning (2002): S. 1148

5 Vgl. dpa1 (2015)

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Gewalt im Fußballsport. Ausbreitung, Prävention, Erklärungsansätze
Jahr
2015
Seiten
15
Katalognummer
V308270
ISBN (eBook)
9783668066342
ISBN (Buch)
9783668066359
Dateigröße
881 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gewalt, fußballsport, ausbreitung, prävention, erklärungsansätze
Arbeit zitieren
Anonym, 2015, Gewalt im Fußballsport. Ausbreitung, Prävention, Erklärungsansätze, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308270

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