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Gewalt im Fußballsport. Ausbreitung, Prävention, Erklärungsansätze

Title: Gewalt im Fußballsport. Ausbreitung, Prävention, Erklärungsansätze

Term Paper , 2015 , 15 Pages

Autor:in: Anonym (Author)

Sport - Sport Sociology
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Gewalt im Sport selbst und im Umfeld von Sport wird in der Öffentlichkeit oft in Zusammenhang mit Fußball gebracht, deswegen wird in dieser Hausarbeit das Phänomen Gewalt im Sport exemplarisch anhand des Fußballsports erläutert und erörtert. Dazu kann der Autor auch aus eigener Erfahrung berichten, da er in der Fanszene aktiv war und auch selbst in einer Amateurklasse im Fußball spielt.

Das Thema Gewalt im Umfeld von Sport gehört zu den meist diskutierten Problemfeldern der letzten Jahre. Doch wenn von Gewalt im Sport gesprochen wird, sollte unbedingt auch ein Focus auf das Thema Gewalt im Sport selbst gelegt werden. Denn nicht selten gibt es in der Zeitung Schlagzeilen wie diese „Kieferbruch statt Fallrückzieher“. Besonders deutlich tritt das Thema in den unteren Spielklassen auf.

Erklärungsansätze, die diese Entwicklung zu einer zunehmenden Gewalt beleuchten, werden im Folgenden in der Hausarbeit erörtert werden. Dabei wird versucht, Gründe für die Entstehung von gewalttätigem Verhalten darzulegen und die Ursachen zu diskutieren. Die Ausarbeitung ist so aufgebaut, dass als erstes die Formen von Gewalt vorgestellt werden, die für das Thema Sport und Gewalt relevant erscheinen, anschließend wird eine Definition von Gewalt vorgenommen werden. Der Hauptteil der Hausarbeit setzt sich explizit mit dem Thema „Gewalt im Sport“ auseinander. Dabei werden zum einen die Gewalt im Sport selbst und die Gewalt im Umfeld von Sport erörtert. Die Fanszene und die verschiedenen Gruppierungen werden erläutert. Anschließend wird der Autor ein Fazit ziehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einführung in die Thematik der Gewalt

3. Gewalt im Sport

3.1 Prävention der Gewalt

4. Gewalt im Umfeld von Sport

5. Erklärungsansätze für Gewalt im Umfeld von Sport

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht das vielschichtige Phänomen der Gewalt im Sport und dessen Umfeld, wobei der Schwerpunkt exemplarisch auf dem Fußballsport liegt. Ziel ist es, die Erscheinungsformen von Gewalt zu beleuchten, Ursachen zu analysieren und Möglichkeiten der Prävention und Kanalisierung von Aggressionen zu diskutieren.

  • Phänomenologie der Gewalt im Sport und im Fan-Umfeld
  • Soziologische Einordnung des Fußballs als Subsystem der Gesellschaft
  • Differenzierung der Fanszene (Konsumorientierte Fans, Ultras, Hooligans)
  • Strategien zur Gewaltprävention und Bedeutung der Selbstregulierung

Auszug aus dem Buch

3. Gewalt im Sport

„Eine Handlung im Sport ist dann als aggressiv zu bezeichnen, wenn eine Person, in Abweichung von sportlichen Normen, mit dieser Handlung intendiert, einer anderen Person Schaden im Sinne einer „personalen Schädigung“ zuzufügen, wobei diese Schädigung in Form von körperlicher (oder psychischer) Verletzung und Schmerz erfolgen kann.“9 Gewalt liegt demnach vor, wenn ein Spieler ein „Foul“ begeht, das heißt die Regeln verletzt oder einen Gegenspieler verbal oder tätlich attackiert. Unterschieden werden muss hierbei zwischen institutioneller Gewalt und zufälliger Gewalt. Zufällige Gewalt beschreibt das zufällige Aufeinandertreffen zweier Fußballer. Dagegen beschreibt die instrumentalisierte Gewalt ein „Mittel zum Zweck“, das heißt der Gegner soll bewusst verletzt, eingeschüchtert oder das Spiel unterbrochen werden.

Teilweise wird eine instrumentalisierte Gewalt sogar von Spielern gefordert. Dabei sind Begriffe wie taktisches Foul oder faires Foul im alltäglichen Fußballjargon zu finden. Besonders von defensiven Spielern wird ein taktisches Foul schon oft gefordert, um den anschließenden Angriff des Gegners zu unterbinden. Der ehemalige Nationalspieler und Bayern-Funktionär Paul Breitner forderte, dass Jugendlichen gelehrt werden müsste, foul zu spielen. „Denn eines ist klar, und das gilt für Schüler genauso wie für Bundesligaprofis: Bevor ich dem Gegner erlaube, ein Tor zu schießen, muss ich ihn mit allen Mitteln daran hindern- und wenn ich das nicht mit fairen Mitteln tun kann, dann muss ich es eben mit einem Foul tun. Lieber Freistoß als Tor.“10 Dadurch, dass teilweise die Profis, die in der Gesellschaft in gewisser Weise als Vorbild fungieren vorgelebt wird, dass Fouls als notwendig angesehen werden, überträgt sich das auch auf die unteren Leistungsklassen. Die Profis werden dabei als Rollenmodelle angesehen, den es nachzueifern gilt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Gewalt im Sport ein und motiviert die Fokussierung auf den Fußball als exemplarische Sportart.

2. Einführung in die Thematik der Gewalt: Dieses Kapitel definiert den Gewaltbegriff und ordnet den Fußball als Subsystem der Gesellschaft ein, in dem sich gesellschaftliche Gewaltprobleme spiegeln.

3. Gewalt im Sport: Hier werden Formen der Gewalt auf dem Spielfeld (z.B. taktische Fouls) analysiert und die Rolle von Profis als Rollenmodelle kritisch hinterfragt.

3.1 Prävention der Gewalt: Dieses Unterkapitel diskutiert die Möglichkeiten des Sports, Gewaltpotenziale durch Erziehung und die Vermittlung von Werten zu kanalisieren.

4. Gewalt im Umfeld von Sport: Das Kapitel befasst sich mit Ausschreitungen in der Fanszene und kategorisiert die verschiedenen Fan-Gruppierungen durch die Zentrale Informationsstelle für Sporteinsätze.

5. Erklärungsansätze für Gewalt im Umfeld von Sport: Es werden soziokulturelle, psychologische und physiologische Ursachen für gewalttätiges Fanausschreitungen dargelegt.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Komplexität des Themas zusammen und fordert ein dreiteiliges Fundament aus Selbstregulierung, Prävention und Repression zur Problemlösung.

Schlüsselwörter

Gewalt, Sportsoziologie, Fußball, Fanszene, Ultras, Hooligans, Gewaltprävention, Aggression, Fair Play, Selbstregulierung, Fanprojekt, Sozialisation, Sportvereine, Konfliktforschung, Leistungsdruck.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Thematik der Gewalt im Sport und dessen Umfeld, wobei der Schwerpunkt exemplarisch auf dem Fußball liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition von Gewalt, das Verhalten auf dem Spielfeld, die Differenzierung der verschiedenen Fankulturen und die Ursachenforschung für gewalttätiges Verhalten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Entstehung von Gewalt im Sport zu gewinnen und Präventionsansätze zu erörtern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema, die sich auf vorhandene sportsoziologische Literatur, Statistiken (z.B. ZIS) und die Erfahrungen des Autors stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Gewalt direkt auf dem Spielfeld sowie die Analyse gewalttätiger Ausschreitungen durch verschiedene Fan-Gruppierungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gewaltprävention, Fankultur, Aggressionsforschung und Soziologie des Fußballs charakterisiert.

Wie unterscheidet die ZIS Fußballfans?

Die ZIS unterteilt Fans in die Kategorien A (friedlich), B (gewaltgeneigt) und C (gewaltsuchend).

Welche Rolle spielen die "Ultras" laut der Arbeit?

Ultras werden als Mischform aus erlebnis- und fußballzentrierten Fans beschrieben, die eine eigene Fankultur pflegen und meist offene physische Gewalt ablehnen.

Was fordert der Autor als Lösung für das Gewaltproblem?

Der Autor plädiert für einen ganzheitlichen Ansatz, der aus Selbstregulierung der Fans, sozialpädagogischer Präventionsarbeit und klaren polizeilichen Regeln besteht.

Welchen Einfluss haben Profifußballer auf die Gewaltbereitschaft?

Profifußballer fungieren als Rollenmodelle; wenn diese Fouls als notwendiges Mittel legitimieren, überträgt sich dieses Verhalten häufig auf die unteren Leistungsklassen.

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Details

Title
Gewalt im Fußballsport. Ausbreitung, Prävention, Erklärungsansätze
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2015
Pages
15
Catalog Number
V308270
ISBN (eBook)
9783668066342
ISBN (Book)
9783668066359
Language
German
Tags
gewalt fußballsport ausbreitung prävention erklärungsansätze
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2015, Gewalt im Fußballsport. Ausbreitung, Prävention, Erklärungsansätze, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308270
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