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Das Leitbild 'Stadt der kurzen Wege'

Title: Das Leitbild 'Stadt der kurzen Wege'

Seminar Paper , 2003 , 12 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Martin Zeitler (Author)

Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
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Beginnen möchte ich meine Hausarbeit über die Stadt der kurzen Wege mit Zitaten die die Gegenwärtige Situation, nicht nur in Deutschland, wiedergeben und einige Fehler die in der Vergangenheit begangen wurden aufzeigen. Im weiteren Verlauf der Hausarbeit sollen dann die theoretischen Grundlagen, Zielvorstellung und etwaigen Probleme bei der Umsetzung des Leitbildes genauer erläutert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2.Definitionen

3. Ausgangsituation in Deutschland

4. Theorie des Leitbildes "Stadt der kurzen Wege"

5. Grundfunktionen der "Stadt der kurzen Wege"

5.1 Die Wohnfunktion

5.2 Arbeiten

5.3 Versorgen

5.4 Die Freizeitfunktion

6. Nachhaltigkeit im Städtebau

7. Probleme und Lösungsansätze am Beispiel Münchens

8. Schluss

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Hausarbeit untersucht das städtebauliche Leitbild der "Stadt der kurzen Wege" als Strategie zur Reduzierung des Verkehrsaufkommens und zur Förderung nachhaltiger Siedlungsstrukturen. Die Forschungsfrage widmet sich der Frage, wie durch räumliche Planung, Nutzungsmischung und eine stärkere Verdichtung die Lebensqualität in Städten gesteigert und gleichzeitig eine umweltverträglichere Mobilität realisiert werden kann.

  • Grundlagen des Leitbildes der "Stadt der kurzen Wege"
  • Analyse der aktuellen Siedlungssituation in Deutschland
  • Die Rolle von Nutzungsmischung, Dichte und Polyzentralität
  • Nachhaltigkeit als übergeordnetes Ziel der Stadtplanung
  • Praktische Herausforderungen und Ansätze am Beispiel Münchens

Auszug aus dem Buch

4. Theorie des Leitbildes "der kurzen Wege"

" Die Stadt der kurzen Wege als Sinnbild für die verkehrsmindernde Verknüpfung der Funktionen Arbeiten, Wohnen, Versorgen und Erholen entwickelte sich seit Mitte der 80er Jahre zum führenden Leitbild der kommunalen Stadt und Verkehrsplanung" (Brünsing,Frehn,1999,7). „Eine Stadt bzw. Region der „kurzen Wege orientiert sich am Konzept der dezentralen Konzentration der Bevölkerung in den Mittel und Stadtteilzentren" ( Sieber,2000,S.134). Hier wird deutlich dass sich das Konzept der kurzen Wege nicht nur auf die Kernstadt bezieht sondern auch im Großem Maße auf das Umland der Stadt einwirkt. Die Grundpfeiler einer solchen Region der kurzen Wege sieht Sieber in der Verdichtung der umliegenden Mittelzentren aber auch Stadtteilzentren, einer besseren Ausstattung dieser mit zentralörtlichen Funktionen und Arbeitsplätzen und in einem leistungsfähigen ÖPNV. In der Theorie sieht eine solche Region wie folgt aus: „Im Mittelpunkt befindet sich eine Millionenstadt mit Kern und Kernrandzonen sowie in 30-80 Km Entfernung eine Reihe von Mittelzentren. Im weiten Umland der Großstadt dominieren disperse Siedlungsstrukturen" als sogenannte Zwischenstadt bekannt (Sieber,2000,S.137). Empirische Untersuchungen belegen das "der Anteil nicht motorisierter Arbeitswege in der Tat mit urbaner Dichte zunimmt" (Sieber,2000,S.140). Aus dieser Tatsache lässt sich die oben bereits angesprochene Grundidee der Stadt der kurzen Wege ableiten. "Eine kleinräumliche Mischung der Funktionen Wohnen, Arbeiten ,Versorgen und Freizeit die Weglängen verkürzen und den Anteil des nicht motorisierten Individualverkehrs erhöhen kann. Darüber hinaus ist eine Kombination von Aktivitäten leichter möglich (Sieber,2000,142). "Das Leitbild der Stadt der Kurzen Wege darf jedoch nicht auf ei städtebauliches Leitbild verengt werden, es muss vielmehr ein Leitbild vom städtischen Leben sein"(Frehn,Holz-Rau,1999,11).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der aktuellen Siedlungsentwicklung ein und stellt das Leitbild als Antwort auf ökologische Belastungen und Fehlplanungen der Vergangenheit vor.

2.Definitionen: Hier werden die zentralen städtebaulichen Begriffe wie Nachverdichtung, Nutzungsmischung, Polyzentralität und Urbanität definiert, die das Fundament für das Leitbild bilden.

3. Ausgangsituation in Deutschland: Das Kapitel beleuchtet den hohen Siedlungsdruck in Agglomerationsräumen und die Probleme der zunehmenden Suburbanisierung und funktionalen Entmischung.

4. Theorie des Leitbildes "Stadt der kurzen Wege": Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundpfeiler des Leitbildes und die Bedeutung der kleinräumigen Funktionsmischung für die Verkehrsvermeidung.

5. Grundfunktionen der "Stadt der kurzen Wege": Das Kapitel analysiert spezifisch die Bereiche Wohnen, Arbeiten, Versorgen und Freizeit im Hinblick auf deren Bedeutung für ein funktionierendes Stadtgefüge.

6. Nachhaltigkeit im Städtebau: Hier wird der theoretische Rahmen nachhaltiger Stadtentwicklung und deren internationale Entwicklungskonferenzen auf die Ebene der lokalen Stadtplanung übertragen.

7. Probleme und Lösungsansätze am Beispiel Münchens: Anhand von München wird illustriert, wie historische Fehlplanungen den Strukturwandel erschweren und welche politischen Hürden der Umsetzung entgegenstehen.

8. Schluss: Der Schluss fasst zusammen, dass die Umsetzung dieses Leitbildes trotz starker Autolobbys und langer Planungszeiträume für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung unerlässlich ist.

Schlüsselwörter

Stadt der kurzen Wege, Nachhaltige Stadtentwicklung, Nutzungsmischung, Nachverdichtung, Polyzentralität, Siedlungsstruktur, Verkehrsvermeidung, Urbanität, ÖPNV, Stadtplanung, Dezentrale Konzentration, Suburbanisierung, Lebensqualität, Stadtteilzentren, Siedlungsexpansion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das städtebauliche Leitbild der "Stadt der kurzen Wege", welches darauf abzielt, die Funktionen Wohnen, Arbeiten, Versorgen und Freizeit räumlich näher zusammenzubringen, um Verkehr zu vermeiden und die Lebensqualität zu erhöhen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind nachhaltige Stadtplanung, Siedlungsstrukturen, die Reduktion motorisierten Individualverkehrs, Flächenmanagement und die soziale sowie ökologische Gestaltung urbaner Lebensräume.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine gezielte städtebauliche Steuerung das Leitbild der "kurzen Wege" als Instrument gegen die Zersiedelung und für eine nachhaltige, zukunftsorientierte Stadtentwicklung eingesetzt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse stadtgeographischer Konzepte und fachwissenschaftlicher Publikationen, kombiniert mit einer praxisorientierten Fallbeispielanalyse der Stadt München.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, die Analyse der Ausgangslage in Deutschland, eine detaillierte Betrachtung der funktionalen Anforderungen an eine Stadt der kurzen Wege sowie eine kritische Untersuchung der Umsetzungsmöglichkeiten am Beispiel der Stadt München.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich geprägt durch Begriffe wie "Nachverdichtung", "Polyzentralität", "Funktionsmischung" und "Nachhaltigkeit".

Warum stellt das Beispiel München eine besondere Herausforderung dar?

München leidet unter historischen Fehlplanungen, einer starken Kfz-Fixierung und einem hohen Siedlungsdruck, die einen schnellen Strukturwandel erschweren, obwohl die Notwendigkeit für das Leitbild der "kurzen Wege" dort besonders hoch ist.

Welche Rolle spielt die Politik bei der Umsetzung?

Die Arbeit macht deutlich, dass die Umsetzung stark von politischen Mehrheitsverhältnissen, der Partizipation der Bürger und dem Willen abhängt, sich gegen einflussreiche Interessensgruppen, wie die Autolobby, durchzusetzen.

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Details

Title
Das Leitbild 'Stadt der kurzen Wege'
College
University of Leipzig
Grade
1,3
Author
Martin Zeitler (Author)
Publication Year
2003
Pages
12
Catalog Number
V30828
ISBN (eBook)
9783638320061
ISBN (Book)
9783638772068
Language
German
Tags
Leitbild Stadt Wege Stadt der kurzen Wege Leitbilder der Stadtentwicklung Verkehr Mobilität Geografie Auto Städtebau Städte Stadtentwicklung ÖPNV dezentral Suburbanisierung Siedlung Urbanisierung Reurbanisierung Wohnfunktion Arbeiten Versorgen Freizeitfunktion Entwicklung Theorie Nahverkehr Funktion Bau Architektur Wohnen Freizeit Deutschland München Verkehrspolitik Infrastruktur Raumentwicklung Raum Raumordnung Stadtplanung urban kompakt Nutzungsmischung Dichte Polyzentralität Region Regionalplanung Umland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Zeitler (Author), 2003, Das Leitbild 'Stadt der kurzen Wege', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30828
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