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Auswirkungen von Wissensmanagement auf die Geschäftsprozesse eines Unternehmens

Title: Auswirkungen von Wissensmanagement auf die Geschäftsprozesse eines Unternehmens

Diploma Thesis , 2001 , 84 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Dipl. Kfm Georg Riedel (Author)

Computer Science - Commercial Information Technology
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Summary Excerpt Details

Der Schlüsselproduktionsfaktor in einer durch die Informationstechnologie (IT) geprägten
Welt ist Wissen. Mit Verbreitung der IT bildet sich eine Ökonomie heraus,
die sich mehr auf die Produktion von Ideen gründet als ihre Vorgängerin, die auf die
Herstellung von Objekten zu möglichst geringen Kosten ausgerichtet war. Ein weiteres
Kennzeichen dieser Ökonomie ist die allmähliche Abkehr von der heute noch
vorherrschenden funktionalen hin zu einer prozessorientierten Organisationsform. Diese
Organisationsform ist lernfähiger, weil Kommunikation hier nicht so viele Barrieren,
Abteilungsgrenzen und Hierarchieebenen überwinden muss. Dabei erkennen immer mehr
Manager, dass sich mithilfe der IT betriebliche Prozesse vollkommen neu strukturieren
lassen, wenn man den Computer nicht mehr nur als eine programmierbare Maschine
betrachtet, sondern als ein Medium, mit dessen Hilfe Menschen zusammenwirken.
In diesem Zusammenhang steht die Wertschöpfung von Unternehmen nicht mehr
ausschließlich in Beziehung zur investierten Arbeitszeit des Personals, sondern ist
abhängig von dem Geschick, der Originalität und der Schnelligkeit der Menschen, neue
Probleme zu identifizieren, sie auf kreative Weise zu lösen und überzeugend zu
kommunizieren. Es ist das Wissen in den Köpfen der Organisationsmitglieder,
das zum entscheidenden Produktionsmittel wird. Aus Unternehmenssicht wird
daher das gezielte Management der Ressource Wissen zum wettbewerbsentscheidenden
Faktor.
Wie bei jeder substantiellen Leistung von Organisationen empfiehlt es sich auch bei
Wissensmanagement, in zusammenhängenden Prozessen zu denken.
Dabei müssen Unternehmen zum einen Wissensmanagement selbst als gestaltbaren
Prozess begreifen, der auf alle anderen internen Prozesse ausstrahlt, zum anderen spielt
sich die Verarbeitung von Wissen in den betrieblichen Prozessen ab. Die
integrierte Darstellung und Betrachtung aller mit den Geschäftsprozessen
zusammenhängenden Aspekte ist deshalb für ein systematisches und erfolgreiches
Wissensmanagement unabdingbar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Motivation

1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit

2 Wissensmanagement als ganzheitlicher Ansatz

2.1 Wissen und Wissensmanagement

2.1.1 Bedeutung von Wissen

2.1.2 Zeichen, Daten, Informationen und Wissen

2.1.3 Organisationale Wissensbasis

2.1.4 Wissensmanagement

2.2 Kernprozess des Wissensmanagements

2.2.1 Definition von Wissenszielen

2.2.2 Wissensidentifikation

2.2.3 Wissenserzeugung

2.2.4 Wissensspeicherung

2.2.5 Wissensverteilung

2.2.6 Wissensanwendung

2.3 Gestaltungsfelder des Wissensmanagements

2.3.1 Unternehmenskultur

2.3.2 Personalmanagement

2.3.3 Management/Führung

2.3.4 Prozesse

2.3.5 Technologie

2.3.6 Controlling

3 Wissensmanagement und Geschäftsprozesse

3.1 Bedeutung der Prozessorientierung für das Wissensmanagement

3.2 Abgrenzung des Prozessbegriffs

3.2.1 Begriffsdefinition

3.2.2 Charakteristika von Prozessen

3.2.3 Routine-, Regel- und einmalige Prozesse

3.2.4 Materielle und informationelle Prozesse

3.2.5 Kern-, Operative-, Management- und Unterstützungsprozesse

3.2.6 Geschäftsprozessmodell einer Organisation

3.3 Konzentration des Wissensmanagements auf wissensintensive Geschäftsprozesse und Kernkompetenzen

3.3.1 Konzentration auf wissensintensive Prozesse

3.3.1.1 Wissensintensive Prozesse

3.3.1.2 Wissensorientierte Klassifizierung von Geschäftsprozessen

3.3.2 Konzentration des Wissensmanagements auf die Kernkompetenzen eines Unternehmens

4 Gestaltung von Prozessen aus Wissensperspektive

4.1 Framework des Prozesswissens

4.2 Business Intelligence

5 Geschäftsprozessmodell- und Geschäftsprozesserweiterung durch Wissensmanagement

5.1 Wissensmanagement als Management- und Unterstützungsprozess

5.2 Integration unterstützender Instrumente des Wissensmanagements in die Geschäftsprozesse

5.2.1 Instrumente zur Unterstützung des Wissensmanagement-Kernprozesses

5.2.2 Integration von Gelben Seiten in die Geschäftsprozesse

5.2.3 Integration von Lessons learned in die Geschäftsprozesse

6 Empirische Untersuchung von Beratungsunternehmen

7 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit systematisiert und beschreibt die Auswirkungen von Wissensmanagement auf die Geschäftsprozesse eines Unternehmens. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Wissensmanagement als ganzheitlicher Ansatz zur Optimierung betrieblicher Abläufe beitragen kann und welche methodischen Möglichkeiten hierfür existieren.

  • Grundlagen des Wissensmanagements und Definition der Kernprozessaktivitäten
  • Zusammenhang zwischen Wissensmanagement und Geschäftsprozessorientierung
  • Methoden zur Optimierung wissensintensiver Prozesse (Framework des Prozesswissens, Business Intelligence)
  • Integration von Wissensmanagement-Instrumenten (Gelbe Seiten, Lessons learned) in Geschäftsprozesse
  • Empirische Untersuchung der Umsetzung in der Praxis bei Beratungsunternehmen

Auszug aus dem Buch

3.2.3 Routine-, Regel- und einmalige Prozesse

Aus der Kombination der Prozessvariablen ergeben sich drei idealtypische, abstrakte Prozesstypen: der Routineprozess, der Regelprozess und der einmalige Prozess. PICOT und ROHRBACH beschreiben diese wie folgt:

Der Routineprozess ist durch eine klare Struktur gekennzeichnet, die auch auf lange Sicht weitgehend stabil und planbar bleibt. Die Abläufe sind standardisiert, der Grad der Arbeitsteilung ist relativ intensiv und die Schnittstellen zu anderen Prozessen sind gering. Typischerweise findet man solche Art von Prozessen im Rechnungswesen.

Der Regelprozess zeichnet sich dadurch aus, dass zwar noch eine kontrollierbare Struktur und Komplexität vorliegt, diese jedoch häufig durch individuelle Eingriffe der Mitarbeiter verändert wird. Die Abläufe sind nicht mehr determiniert, aber in der Regel bestimmbar. Solche Prozesse finden sich zum Beispiel im Auftragswesen des Anlagenbaus.

Bei einmaligen Prozessen sind weder der Prozessablauf noch die Kommunikationspartner bestimmbar. Meist werden sie durch einzelne Mitarbeiter oder Teams bearbeitet, die über Prozess-, Funktions- und Abteilungsgrenzen hinweg kommunizieren und den Prozess individuell bearbeiten. Prozesse dieser Art lassen sich kaum planen und entziehen sich somit auch der Automatisierung. Typischerweise handelt es sich hier um Management- oder Projektaufgaben. [PiRo95, S. 31]

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Wissen als Produktionsfaktor ein und definiert die Zielsetzung der Arbeit, die Auswirkungen von Wissensmanagement auf Geschäftsprozesse zu untersuchen.

2 Wissensmanagement als ganzheitlicher Ansatz: Das Kapitel erläutert die Grundlagen des Wissensmanagements, inklusive der Wissenshierarchie und des Kernprozessmodells des Fraunhofer IPK.

3 Wissensmanagement und Geschäftsprozesse: Hier wird der theoretische Zusammenhang zwischen Prozessorientierung und Wissensmanagement hergestellt und verschiedene Prozesstypen sowie deren Bedeutung für das Wissensmanagement abgegrenzt.

4 Gestaltung von Prozessen aus Wissensperspektive: Dieses Kapitel stellt mit dem „Framework des Prozesswissens“ und „Business Intelligence“ zwei methodische Ansätze zur Gestaltung wissensintensiver Prozesse vor.

5 Geschäftsprozessmodell- und Geschäftsprozesserweiterung durch Wissensmanagement: Es wird detailliert aufgezeigt, wie Wissensmanagement instrumentell in bestehende Geschäftsprozesse, beispielsweise durch Gelbe Seiten oder Lessons learned, integriert werden kann.

6 Empirische Untersuchung von Beratungsunternehmen: Das Kapitel präsentiert die Ergebnisse einer empirischen Fallstudie, die den Stand der Umsetzung von Wissensmanagement-Konzepten in der Praxis untersucht.

7 Zusammenfassung und Ausblick: Diese Zusammenfassung resümiert die Ergebnisse der Arbeit und erörtert die Diskrepanz zwischen theoretischem Anspruch und tatsächlicher Umsetzung in Unternehmen.

Schlüsselwörter

Wissensmanagement, Geschäftsprozesse, Kernprozess, Wissensintensität, Prozessorientierung, Wissensbasis, Business Intelligence, Framework des Prozesswissens, Wissensspeicherung, Wissensverteilung, Wissensidentifikation, Lessons learned, Gelbe Seiten, Kompetenzmanagement, Prozessoptimierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie ein ganzheitliches Wissensmanagement auf die Geschäftsprozesse eines Unternehmens wirkt und wie diese Prozesse durch gezielte Wissensmanagement-Methoden verbessert werden können.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Definition und der Kernprozess des Wissensmanagements, die prozessorientierte Unternehmensstruktur, Methoden zur Prozessoptimierung sowie die praktische Anwendung von Wissensmanagement-Instrumenten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist die Systematisierung und Beschreibung der Auswirkungen von Wissensmanagement auf Geschäftsprozesse, um aufzuzeigen, wie durch dieses Management Wettbewerbsvorteile erzielt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein systematischer, theoretisch fundierter Ansatz gewählt, der durch ein Modell des Fraunhofer IPK gestützt wird und durch eine empirische Untersuchung bei einem Beratungsunternehmen ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Verzahnung von Wissens- und Prozessmanagement, stellt konkrete Methoden wie Business Intelligence vor und erläutert die Integration von Wissenswerkzeugen in den betrieblichen Alltag.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wissensmanagement, Geschäftsprozess, Prozessorientierung, Wissensintensität und die Integration von Wissensinstrumenten in die Unternehmensorganisation geprägt.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Routine-, Regel- und einmaligen Prozessen für das Wissensmanagement wichtig?

Diese Unterscheidung hilft Unternehmen zu verstehen, welche Prozesse standardisiert automatisiert werden können und bei welchen (den einmaligen oder komplexen) der Fokus auf den Wissensarbeitern und deren kreativer Problemlösungskompetenz liegen muss.

Welche Rolle spielen „Lessons learned“ in der Projektdurchführung?

„Lessons learned“ dienen dazu, gewonnene Erfahrungen aus vergangenen Projekten systematisch zu erfassen und für zukünftige Vorhaben aufzubereiten, um Fehler zu vermeiden und Best Practices zu etablieren.

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Details

Title
Auswirkungen von Wissensmanagement auf die Geschäftsprozesse eines Unternehmens
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik II)
Grade
2.0
Author
Dipl. Kfm Georg Riedel (Author)
Publication Year
2001
Pages
84
Catalog Number
V3083
ISBN (eBook)
9783638118606
ISBN (Book)
9783638716918
Language
German
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Kfm Georg Riedel (Author), 2001, Auswirkungen von Wissensmanagement auf die Geschäftsprozesse eines Unternehmens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3083
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