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Die Zerstörung Aquileias durch Attila und die Hunnen. Motive und Zielsetzung

Eine Untersuchung

Titel: Die Zerstörung Aquileias durch Attila und die Hunnen. Motive und Zielsetzung

Seminararbeit , 2015 , 31 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Robert Stieber (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Proseminararbeit beschäftigt sich mit den Hunnen seit der Machtübernahme Attilas bis zu seinem Tod 453. Nach einer kurzen Verortung der Hunnen fällt der Schwerpunkt auf die Zeit der Machtkonzentration unter Attila und nimmt insbesondere die beiden Vorstöße gegen Westrom, den Gallienfeldzug 451 und den Einfall in Oberitalien 452 ins Visier der Betrachtung. Dabei spielen die politischen und militärischen Operationen der Hunnen und des West- und Oströmischen Reichs sowie die ökonomischen Aspekte eine wesentliche Rolle und sollen die steigende Bedrohung des Imperiums verdeutlichen. Diese Analyse dient als Vorspann zur eigentlichen Forschungsfrage: „Welche Einflussfaktoren bewegten die Hunnen unter Attila zum Angriff auf Italien und warum richtete sich der Angriff unter hunnischer Führung zuerst auf die oberitalienische Hafenstadt Aquileia?“

Vor der Folie des nur bedingt erfolgreichen Feldzugs gegen Gallien sollen die Motive und Zielsetzungen Attilas zu einem erneuten Angriff Westroms untersucht werden. Diente die Plünderung weiter Landstriche der Befriedigung der eigenen wirtschaftlichen Bedürfnisse, war es eine militärische Antwort auf die Situation nach der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern oder gar Bestrebungen einer territorialen Expansion? Kampf ums Überleben, Vergeltung oder Machtgier? Folgende Arbeitshypothese kann hierzu aufgestellt werden: Attila begann seinen Vorstoß nach Italien mit der Belagerung der prosperierenden Stadt Aquileia primär aus wirtschaftlichem Kalkül und zur Stillung seiner Begierde nach Beute und Zerstörung, sekundär aus strategischen und politischen Gründen, um Westrom so unter Druck und in Angst und Schrecken zu setzen, damit seine erneuerten Forderungen erfüllt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Einleitung

3. Die Hunnen unter Attila

3.1. Herkunft der Hunnen

3.2. Attila

3.3. Ausbreitung und Bedrohung für das Römische Reich

3.4. Aktion und Reaktion – Einfluss und Veränderungen durch Attila

4. Aquileia

4.1. Gründung und Entwicklung

4.2. Bedeutung Aquileias im Römischen Reich in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten

5. Der Sturm Attilas auf Aquileia und dessen Zerstörung

5.1. Italienfeldzug Attilas

5.2. Warum Aquileia?

6. Conclusio

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Einflussfaktoren, die die Hunnen unter Attila im Jahr 452 zu einem Angriff auf Italien bewegten, und analysiert dabei insbesondere die Gründe für die gezielte Wahl der oberitalienischen Hafenstadt Aquileia als erstes Angriffsziel.

  • Die politische und militärische Entwicklung des Hunnenreichs unter Attila.
  • Die Rolle Aquileias als bedeutendes Handels- und Wirtschaftszentrum in der römischen Spätantike.
  • Die ökonomischen Motive hinter Attilas Italienfeldzug und der Belagerung Aquileias.
  • Die Auswirkungen der hunnischen Interventionen auf das zerfallende Weströmische Reich.
  • Die kritische Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Quellen und der Forschungsliteratur.

Auszug aus dem Buch

5.1. Italienfeldzug Attilas

Der bis auf die erworbenen Beutegüter erfolglose Gallienfeldzug und die geschwächte Position in Bezug auf Zahlungen gegenüber West- und Ostrom zwang Attila zu einem erneuten Angriff. Gallien war ein klarer Rückschlag, von einer hunnischen Überlegenheit konnte keine Rede mehr sein und die Drohung mit militärischen Schlägen hatte ihre Wirkung verloren. Erbost vom Ausgang in Gallien und entschlossen, nicht wie ein Verlierer zu reagieren, entschied sich Attila gegen einen neuerlichen Angriff in Gallien oder auf dem Balkan. Die Gallische Chronik von 452 hält die Stimmungslage Attilas fest und stellt eine Verbindung zwischen den beiden Feldzügen her: „Insperata in Galliis clade accepta furiatus. Attila Italiam petit, quam incolae metu solo territi praesidio nudauere.“ Das hunnische Reich war an der Wende 451/2 auf einem Tiefpunkt angelangt und hatte keine klare Perspektive. Es könnte auch diese Ausweglosigkeit gewesen sein, die Attila zu einer neuen Gewaltaktion veranlasste. Er entschied sich direkt nach Italien vorzudringen und führte sein Heer im Spätfrühling des Jahres 452 durch Pannonien und überschritt die nur wenig geschützten Gebirgspässe der Julischen Alpen.

Dieser Vorstoß wird von Wirth als Zeichen der Entschlossenheit interpretiert, zugleich als eine Revision des Irrtums von 451. Kelly argumentiert, dass dabei auch der Streit um seine Ansprüche gegenüber Honoria eine Rolle spielte. Maenchen-Helfen hingegen bezeichnet diese Geschichte als melodramatisch und gibt ihr den Stempel byzantinischen Hofklatsches. Sicherlich hasste Attila Aetius, wartete aber dennoch fast ein Jahr bis er die Alpen von Pannonien aus überquerte. Mit der Neutralität Ostroms konnte Attila nicht mehr rechnen, mag aber gehofft haben, die Armee des Aetius zu vernichten, bevor der Osten dem Westen zu Hilfe kommen konnte.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Der Autor erläutert seine persönliche Motivation, sich mit der Geschichte Aquileias und den Transformationsprozessen des 5. Jahrhunderts zu befassen.

Einleitung: Die Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, beleuchtet die Rolle der Hunnen in Europa und definiert den zeitlichen Rahmen der Untersuchung.

Die Hunnen unter Attila: Dieses Kapitel beschreibt die Herkunft der Hunnen, den Aufstieg Attilas zum Großkönig und die politischen sowie militärischen Auswirkungen seines Handelns.

Aquileia: Hier werden die historische Gründung, die wirtschaftliche Bedeutung und die militärstrategische Funktion der Stadt Aquileia im Römischen Reich analysiert.

Der Sturm Attilas auf Aquileia und dessen Zerstörung: Dieses Kapitel analysiert die Beweggründe für den Italienfeldzug, die strategische Zielsetzung des Angriffs auf Aquileia und den Verlauf der Belagerung.

Conclusio: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet Attilas Handeln als Ausdruck ökonomisch getriebenen Imperialismus, der das Ende des Weströmischen Reiches beschleunigte.

Schlüsselwörter

Attila, Hunnen, Aquileia, Italienfeldzug, Weströmisches Reich, Spätantike, Völkerwanderung, Aetius, Handelszentrum, Belagerung, 452, Ökonomische Motive, Antike Quellen, Militärstrategie, Transformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Zerstörung der römischen Stadt Aquileia durch die Hunnen unter Attila im Jahr 452 im Kontext des Untergangs des Weströmischen Reiches.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit konzentriert sich auf die Machtkonzentration unter Attila, die strategische Bedeutung Aquileias und die wirtschaftlichen sowie politischen Triebkräfte hinter den hunnischen Angriffen auf Italien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die spezifischen Einflussfaktoren zu identifizieren, die Attila dazu bewegten, im Frühjahr 452 gezielt Aquileia als erstes Angriffsziel seines Italienfeldzuges zu wählen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer umfassenden Literaturrecherche und der kritischen Auswertung zeitgenössischer antiker Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Hunnenreichs, die Geschichte und Bedeutung von Aquileia sowie die Analyse des konkreten Feldzugs und der Belagerung im Jahr 452.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Attila, Hunnen, Aquileia, Spätantike, Italienfeldzug, Weströmisches Reich, ökonomische Motive und militärische Strategie.

Welche Rolle spielt die wirtschaftliche Lage Aquileias für den Angriff?

Der Autor argumentiert, dass der Reichtum Aquileias als bedeutender Handels- und Verkehrsknotenpunkt das primäre wirtschaftliche Ziel für Attila darstellte, um seine Machtbasis und Beuteansprüche zu festigen.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Attila als „Geißel Gottes“?

Die Arbeit ordnet dieses Attribut als Resultat einer einseitigen römisch-griechischen Perspektive ein und betrachtet Attila eher als pragmatischen, von wirtschaftlichen Bedürfnissen getriebenen Anführer.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Zerstörung Aquileias durch Attila und die Hunnen. Motive und Zielsetzung
Untertitel
Eine Untersuchung
Hochschule
Universität Wien  (Institut für Geschichte)
Veranstaltung
PS BA-Proseminar - Die Umgestaltung der römischen Welt und die Geburt Europas: Europa, Byzanz und das Kalifat
Note
1,0
Autor
Robert Stieber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
31
Katalognummer
V308315
ISBN (eBook)
9783668064355
ISBN (Buch)
9783668064362
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Attila Hunnen Aquileia Oströmisches Reich Weströmisches Reich Völkerwanderung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Robert Stieber (Autor:in), 2015, Die Zerstörung Aquileias durch Attila und die Hunnen. Motive und Zielsetzung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308315
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  31  Seiten
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