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Zusammenhang zwischen ethnischer und sozialräumlicher Segregation, städtischer Armut sowie sozialer Ausgrenzung in Großstädten Nordrhein-Westfalens

Titel: Zusammenhang zwischen ethnischer und sozialräumlicher Segregation, städtischer Armut sowie sozialer Ausgrenzung in Großstädten Nordrhein-Westfalens

Bachelorarbeit , 2015 , 44 Seiten , Note: 2.0

Autor:in: Hülya Kocak (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In einigen Stadtteilen der Großstädte Deutschlands ist immer eine Dominanz von Gruppen mit ähnlicher sozialer Herkunft oder sozialem Status zu beobachten. Der Begriff Segregation findet für diese stadträumliche Erscheinung Verwendung. Diese Arbeit beschäftigt sich in diesem Zusammenhang mit sozialer Ungleichheit, Armut und Ausgrenzung, indem sie den „Raum“ und seine Bedeutung für ihre Bewohner in den Fokus der Prozesse zieht. Am Beispiel der Nordstadt in Dortmund wird dieses Thema mit Hilfe statistischer Daten verdeutlicht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

Teil I: Theorie

2. Begriffsbestimmung „Segregation“

3. Der „Raum“ als Bedeutungsträger

4. Formen der Segregation mit besonderer Betrachtung der ethnischen Segregation und ihrer Effekte

5. Ursachen und Entwicklung der Segregation in deutschen Städten

6. Armut und soziale Ausgrenzung

7. Der Begriff „Kultur der Armut“

8. Zusammenfassung

Teil II: Empirische Ausarbeitung

9. Zur Methode: Das qualitative Interview

10. Struktur und Gesellschaft - Gesamtblick auf Dortmund

11. Die Nordstadt

12. Das Interview

13. Interpretation der statistischen Daten und des Interviews

14. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Mechanismen der sozialen und ethnischen Segregation in deutschen Großstädten am konkreten Beispiel der Dortmunder Nordstadt. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, inwiefern die Segregation in Armutsvierteln zwangsläufig zur Herausbildung einer „Kultur der Armut und Ausgrenzung“ führt oder ob das Quartier auch stabilisierende Potenziale für die Bewohner bietet.

  • Theoretische Fundierung der Begriffe Segregation, Raum und soziale Ausgrenzung.
  • Analyse der Ursachen und Folgen ethnischer und sozioökonomischer Segregation.
  • Empirische Untersuchung der Dortmunder Nordstadt durch statistische Daten und Experteninterviews.
  • Diskussion des Konzepts der „Kultur der Armut“ im Kontext aktueller Lebensrealitäten.
  • Bewertung des Quartiers als Ort der sozialen Integration versus Ort der Stigmatisierung.

Auszug aus dem Buch

Der „Raum“ als Bedeutungsträger

„Der gesellschaftliche Raum ist - wie der geographische – im höchsten Maße determinierend; wenn ich sozial aufsteigen möchte, habe ich eine enorme Steigung vor mir, die ich nur mit äußerstem Kraftaufwand erklettern kann; einmal oben wird mir die Plackerei auch anzusehen sein, und angesichts meiner Verkrampftheit wird es dann heißen: ‚der ist doch nicht wirklich distinguiert.‘“ (Bourdieu 1997: S. 37)

Um die Themen Segregation, Ausgrenzung und Armut im räumlichen Kontext richtig erfassen und einordnen zu können, ist es unerlässlich, über den „Raum“ an sich zu sprechen, und zwar dahin gehend, was er für seine Bewohner bedeutet und wie er von außen bewertet wird. Martina Löw (2001) hat beobachtet, dass sich gegen Ende des letzten Jahrhunderts die Wahrnehmung der Menschen bezüglich des Raums verändert hat. In Folge dessen wird er immer erneut als Problem angesprochen. Nach Häußermann und Kronauer (2009: S. 126) repräsentieren Räume gesellschaftliche Machtstrukturen und Hierarchien, dabei bildet die Gestaltung der Räume selbst ein Mittel der Herrschaft. Sie verkörpern symbolische Orte.

Durch die Bewertung der Räume wird der Stadtraum strukturiert und die Bewertung zeitigt Folgen für die Bewohner. Es geht unter anderem um die Wechselbeziehungen zwischen dem physischen Raum und den Strukturen des Sozialraums sowie auch um die Prozesse der Aneignung und Entfremdung von Raum, die stark in die Lebenschancen der Bewohner eingreifen können. Wenn ein bestimmtes Maß an Abwärtsentwicklung in einem Quartier erreicht worden ist, beginnt ein gewisses „Stigmatisierungs- und Labeling-Prozess“ (ebd.). Dieser kommt vor allem durch die äußere Umwelt, aber auch durch die Bewohner selbst zustande. Gemäß ihren Orientierungen und in der Hoffnung auf „bessere Zeiten“ formulieren sie selbst drastische Urteile über das Milieu, in dem sie leben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik sozialer und ethnischer Segregation in deutschen Großstädten ein und formuliert die zentralen Fragestellungen der Arbeit.

2. Begriffsbestimmung „Segregation“: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Segregation aus sozialökologischer Sicht und beleuchtet stadtstrukturelle Modelle wie das Zonenmodell.

3. Der „Raum“ als Bedeutungsträger: Hier wird die raumsoziologische Perspektive eingenommen, um zu verstehen, wie der Wohnort die Lebenschancen und das Selbstbild der Bewohner beeinflusst.

4. Formen der Segregation mit besonderer Betrachtung der ethnischen Segregation und ihrer Effekte: Dieses Kapitel differenziert verschiedene Segregationsformen und analysiert die positiven und negativen Auswirkungen der ethnischen Konzentration.

5. Ursachen und Entwicklung der Segregation in deutschen Städten: Es werden die individuellen und strukturellen Einflussfaktoren untersucht, die zur Segregation in deutschen Städten beitragen.

6. Armut und soziale Ausgrenzung: Dieses Kapitel widmet sich dem Prozess der gesellschaftlichen Isolation und dem Konzept der Ausgrenzung in seinen ökonomischen und sozialen Dimensionen.

7. Der Begriff „Kultur der Armut“: Hier wird der von Oscar Lewis geprägte Begriff kritisch beleuchtet und in den Diskurs um Armut und deren Vererbung eingeordnet.

8. Zusammenfassung: Eine abschließende Synthese der theoretischen Ergebnisse.

9. Zur Methode: Das qualitative Interview: Dieses Kapitel begründet die Wahl des Experteninterviews als empirisches Erhebungsinstrument.

10. Struktur und Gesellschaft - Gesamtblick auf Dortmund: Eine detaillierte Analyse der demografischen und sozialen Daten für das gesamte Stadtgebiet von Dortmund.

11. Die Nordstadt: Eine spezifische Betrachtung der Dortmunder Nordstadt hinsichtlich ihrer Bevölkerungsstruktur, Arbeitsmarktlage und sozialen Gegebenheiten.

12. Das Interview: Präsentation des Experteninterviews mit einer Vertreterin des Quartiersmanagements.

13. Interpretation der statistischen Daten und des Interviews: Eine Zusammenführung der empirischen Ergebnisse und deren Interpretation im Kontext der theoretischen Ansätze.

14. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und beantwortet die in der Einleitung gestellten Forschungsfragen.

Schlüsselwörter

Segregation, Soziale Ausgrenzung, Armut, Ethnische Segregation, Nordstadt Dortmund, Stadtentwicklung, Sozialraum, Migration, Stigmatisierung, Quartiersmanagement, Soziale Ungleichheit, Kultur der Armut, Qualitatives Interview, Armutsgefährdung, Integration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der sozialen und ethnischen Segregation in deutschen Großstädten, wobei die Auswirkungen auf das Leben der Bewohner und die soziale Ausgrenzung in benachteiligten Stadtteilen untersucht werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten gehören die raumsoziologische Bedeutung des Wohnumfelds, die Ursachen von Armut und Ausgrenzung sowie die Analyse der Dynamiken in multiethnischen Quartieren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, ob ethnische Segregation zwangsläufig zur „Kultur der Armut“ führt oder ob Quartiere auch als Anlaufstelle und Stabilisierungsanker fungieren können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird ein methodischer Mix aus der Analyse sozioökonomischer Statistiken und der Durchführung eines qualitativen Experteninterviews mit einer Fachkraft des Quartiersmanagements angewendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Klärung der Grundbegriffe und einen empirischen Teil, der die Dortmunder Nordstadt detailliert analysiert und interpretiert.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Segregation, Soziale Ausgrenzung, Ethnische Segregation, Quartiersmanagement und Stadtentwicklung.

Wie bewertet die befragte Expertin die Situation in der Dortmunder Nordstadt?

Die Expertin sieht die Nordstadt als einen offenen, durchmischten Ort, der für Neuzuwanderer eine wichtige erste Anlaufstelle bietet, betont aber auch die durch Vorurteile verursachten Hürden für Jugendliche.

Warum wird die „Kultur der Armut“ in der Arbeit kontrovers diskutiert?

Da das Konzept die Gefahr einer Stigmatisierung birgt und die Annahme einer rein generationenbedingten „Armutsfalle“ durch das empirische Beispiel der Nordstadt relativiert wird.

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Details

Titel
Zusammenhang zwischen ethnischer und sozialräumlicher Segregation, städtischer Armut sowie sozialer Ausgrenzung in Großstädten Nordrhein-Westfalens
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Geographisches Institut)
Note
2.0
Autor
Hülya Kocak (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
44
Katalognummer
V308317
ISBN (eBook)
9783668070974
ISBN (Buch)
9783668070981
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Segregation Armut Ungleichheit Ausgrenzung Kultur der Armut Raum Bedeutung Raum Dortmund Dortmund- Nordstadt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hülya Kocak (Autor:in), 2015, Zusammenhang zwischen ethnischer und sozialräumlicher Segregation, städtischer Armut sowie sozialer Ausgrenzung in Großstädten Nordrhein-Westfalens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308317
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Leseprobe aus  44  Seiten
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