Diese graphische Ausarbeitung zum Thema "Besitz und Besitzlosigkeit bei Franz von Assissi" umfasst einen Vortrag in Stichpunkten und enthält ein Literaturverzeichnis.
Aus dem Inhalt:
Unsere Ideen zu Besitz und Besitzlosigkeit und D. Sölles Meinung dazu,
Mystik ist Widerstand am Beispiel von Franz von Assisi,
Bezug zur aktuellen gesellschaftlichen Situation,
Franz von Assisi im Religionsunterricht?
Inhaltsverzeichnis
1. Unsere Ideen zu Besitz/-losigkeit und D. Sölle` Meinung dazu
2. Mystik ist Widerstand am Beispiel von Franz von Assisi
3. Bezug zur aktuellen gesellschaftlichen Situation
4. Franz von Assisi im Religionsunterricht?
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen materiellem Besitz und geistiger Freiheit, indem sie die mystische Tradition der Besitzlosigkeit am Beispiel des Lebens von Franz von Assisi analysiert und in den Kontext heutiger gesellschaftlicher Fragen überträgt.
- Die kritische Reflexion über Besitz, Habgier und Abhängigkeit.
- Das Konzept der "inneren Armut" und die mystische Tradition.
- Biografische Stationen des Lebens des Franz von Assisi.
- Der sozioökonomische Wandel im Mittelalter als Hintergrund für die Ordensgründung.
- Die didaktische Aufbereitung des Themas für den Religionsunterricht.
Auszug aus dem Buch
FRANZ VON ASSISI (*1181/2-†1226)
Eben diese mystische Tradition hilft dagegen, sich selbst, also das Sein durch Haben zu definieren.
Und ein Beispiel dafür, dass Mystik Widerstand bedeutet, ist Franz von Assisi, der ein Zeichen des Widerstands gesetzt hat, als er sich für die freiwillige Armut entschieden hat.
Nun wollen wir uns das Leben von Franz von Assisi mal genauer angucken:
Er ist 1181 oder 1182 in Italien in der umbrischen Stadt Assisi geboren. –Karte zeigen Seine Eltern waren der wohlhabende Tuchhändler Giovanni Bernardone und dessen Frau Pica. Franz lebte in geordneten, reichen Verhältnissen, Ergreift den Beruf seines Vaters, arbeitet im elterlichen Geschäft mit der Aussicht später mal sein Geschäft zu übernehmen. Daneben erwirbt er sich noch ein gewisses Maß an Bildung, lernt Französisch und Latein und Lesen und Schreiben, was ihm nicht so leicht fiel.
Sein Jugendleben war voller Feste, zu denen er auch all seine Freunde von dem Geld seines Vaters einlud. Er führte ein Leben der Zufriedenheit, des Genusses und der Freude. Also keine Spur von Krankheit, Armut und Tod.
Zusammenfassung der Kapitel
Unsere Ideen zu Besitz/-losigkeit und D. Sölle` Meinung dazu: Das Kapitel führt in die Problematik des Besitzstrebens ein und stellt die kritische Haltung von Dorothee Sölle gegenüber der Abhängigkeit von Dingen dar.
Mystik ist Widerstand am Beispiel von Franz von Assisi: Dieser Abschnitt beleuchtet den Lebensweg des Franz von Assisi als eine Form des aktiven Widerstands gegen gesellschaftliche Konventionen durch radikale freiwillige Armut.
Bezug zur aktuellen gesellschaftlichen Situation: Hier wird die Relevanz des franziskanischen Ideals der Armut und der kritischen Distanz zu materiellem Wohlstand für die moderne Konsumgesellschaft diskutiert.
Franz von Assisi im Religionsunterricht?: Dieses Kapitel bietet didaktische Ansätze und methodische Vorschläge, um das Leben des Heiligen und die Thematik der Besitzlosigkeit schülerorientiert im Religionsunterricht zu behandeln.
Schlüsselwörter
Franz von Assisi, Besitzlosigkeit, Mystik, Dorothee Sölle, materielle Armut, innere Freiheit, Habgier, Religionsunterricht, Ordensgründung, Konsumgesellschaft, Nachfolge Jesu, christliche Tradition, Meiser Eckhart, soziale Gerechtigkeit, Nacktwerden.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Besitz und Besitzlosigkeit und untersucht, wie eine bewusste Entscheidung zur Armut eine spirituelle Befreiung und einen Widerstand gegen Habgier darstellen kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind das Verhältnis zwischen materiellem Eigentum und Identität, die historische Bedeutung des Franz von Assisi sowie die Anwendung mystischer Ansätze auf heutige gesellschaftliche Strukturen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Konzepte der Besitzlosigkeit kritisch zu hinterfragen und deren Potenziale als "Widerstand" gegen eine konsumorientierte Welt aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Publikation stützt sich primär auf eine historisch-theologische Analyse der Biografie des Franz von Assisi sowie auf eine hermeneutische Auswertung der Schriften von Dorothee Sölle.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Lebenswelt von Franz von Assisi, die Entstehung seines Ordens, die Entwicklung seiner Ordensregel sowie eine Übertragung dieser Gedanken in den heutigen pädagogischen und gesellschaftlichen Kontext.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?
Begriffe wie Mystik, freiwillige Armut, Besitzlosigkeit, Widerstand und Nachfolge Jesu stehen im Mittelpunkt der inhaltlichen Betrachtung.
Welche Rolle spielt Dorothee Sölle für die Argumentation?
Ihre Thesen dienen als theoretischer Rahmen, um zu verstehen, warum Besitz als „lebensgefährliche Droge“ betrachtet werden kann und welche befreiende Kraft im funktionalen Umgang mit Dingen liegt.
Wie lässt sich der Konflikt zwischen Franz von Assisi und seinem Vater deuten?
Der öffentliche Konflikt und das anschließende Entkleiden des Franz vor dem Bischof werden als radikaler Bruch mit dem bürgerlichen Erbe und den herrschenden Werten interpretiert.
Warum wird der "Sonnengesang" als zentrales Werk angeführt?
Der Sonnengesang drückt die enge Verbundenheit von Mensch und Natur aus und zeigt, wie Franziskus' Gottesverständnis jenseits von Herrschaftsstrukturen eine Beziehung der Geschwisterlichkeit zu allen Lebewesen pflegte.
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- Gesine Ueberfeldt (Author), 2013, Überblick zu Besitz und Besitzlosigkeit bei Franz von Assissi, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308541