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Erweiterte Berufsorientierung. Ein Mentorenkonzept in der Sekundarstufe II als Unterstützungsinstrument

Titel: Erweiterte Berufsorientierung. Ein Mentorenkonzept in der Sekundarstufe II als Unterstützungsinstrument

Masterarbeit , 2015 , 83 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: David Hanio (Autor:in)

Pädagogik - Berufsbildung, Weiterbildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Thema der Masterarbeit umfasst die erweiterte Berufsorientierung sowie die auf diese theoretische Auseinandersetzung aufbauende Entwicklung eines Mentorenkonzepts für die Sek II, in dem die Peers als zentrale Akteure eingebunden werden. Hierbei wird durch die theoretische Behandlung einer spezifischen Berufswahltheorie und den Grundgedanken des Mentorings ein eigenes Konzept samt praktischem Leitfaden für zukünftige Koordinatoren im Rahmen der Institution Schule konzipiert.
Die Wahl des Berufes ist der Beginn einer kontinuierlichen beruflichen Laufbahn, die durch gesellschaftliche Veränderung stets komplexer geworden ist (vgl. ALHUSSEIN 2009, S. 13). Insbesondere weist die Berufsorientierungsforschung in der Literatur einen intensiven Schwerpunkt hinsichtlich benachteiligter Jugendlichen sowie geschlechtsspezifischen Unterstützungsmaßnahmen auf. Der Berufseinstieg ist für alle eine Aufgabe, eine Herausforderung, die es zu bewältigen gilt (vgl. HERZOG ET AL. 2006, S. 11). Durch diese deutliche Fokussierung auf theoretischer und folgend praxisbezogener Ebene werden SuS der Sek II kaum als Personen mit Berufsorientierungsschwierigkeiten aufgefasst. Jedoch darf es sich bei der „Vorbereitung auf die Übergangssituation am Ende der allgemeinbildenden Schulzeit nicht um eine reine Aufgabe der Benachteiligtenförderung“ (BRÜGGEMANN ET AL. 2013, S. 13) handeln. In der vorliegenden Arbeit wird der Schwerpunkt gelegt auf die erste berufliche Schwelle oder nach KIRSTEN (2007) die erste berufliche Orientierung anvisiert.
Zu Beginn erfolgen eine Auseinandersetzung mit dem Terminus Berufsorientierung und eine Einordnung in die gesellschaftlichen und rechtlich-politischen Rahmenbedingungen. Schließlich wird ein Überblick über die zentralen Einflüsse auf die Jugendlichen während ihrer Selbstkonzeptentwicklungsphase dargestellt und zwei zentrale Akteure, die Eltern sowie die Peergroups, explizit thematisiert. Der Schwerpunkt der Arbeit fokussiert die Akteure Peers, wobei der Peeransatz nach TINDALL als Rahmentheorie die Grundlage bildet.
Im Problemaufriss des Übergangs Schule-Beruf wird durch zahlreiche aktuelle Abbruchsdaten die gesellschaftliche und individuelle Relevanz untermauert. Durch eine gebündelte Darstellung der Förderungszielgruppe in der Sek I kann der Unterschied zur Sek II dargestellt und zentrale Erkenntnisse transferiert werden. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Berufsorientierung

2.1 Das Verständnis vom Terminus Berufsorientierung

2.2 Gesellschaftliche und rechtliche Grundlagen

2.3 Einfluss der sozialen Herkunft und des Geschlechts

2.4 Eltern und Peergroups als zentrale Akteure

2.4.1 Eltern im Berufsorientierungsprozess

2.4.2 Peergroup im Berufsorientierungsprozess

2.4.3 Peeransatz nach TINDALL (1995)

2.5 Zwischenfazit

3. Berufsorientierung im Kontext in der Sek II

3.1 Darstellung des Übergangsprozesses Schule-Beruf

3.1.1 Ausbildungsabbrüche

3.1.2 Studienabbrüche

3.2 Die Berufsorientierung in der Sek I

3.3 Die Sek II als Zielgruppe

3.4 Informationsbeschaffung als Studienwahlfaktor

3.5 Zwischenfazit

4. Die Bandbreite der Berufsorientierungsmaßnahmen

5. Theoretische Grundlagen – Berufswahltheorien

5.1 Überblick über die Berufswahltheorienlandschaft

5.2 Die sozial-kognitive Theorie (LENT, BROWN u. HACKETT)

5.2.1 Theoretische Rahmenstruktur

5.2.2 Die Begründung für die Wahl der Theorie

6. Instrument Mentoring

6.1 Was ist Mentoring?

6.1.1 Ziele

6.1.2 Modelle des Mentorings

6.1.3 Abgrenzung zu Coaching

6.2 Theoretische Rahmenbedingungen des Mentorings als Lernprozess

6.2.1 Dyade MentorIn-Mentee

6.2.2 Die Lerntriade

6.2.3 Big Four

6.2.4 Aktiotop-Modell

6.2.5 Zwischenfazit

6.3 Mentoring in der schulischen Berufsorientierung

6.4 Begründung für ein Mentorenkonzept

6.5 Notwendige Rahmenbedingungen

7. Das Mentorenkonzept in der Sek II

7.1 Die Grundannahmen

7.2 Der Matching Prozess

7.3 Grundlagen zur Gestaltung des Mentorenkonzepts

7.3.1 Das Phasen- und Orientierungsmodell (KRAM u. JUNG)

7.3.2 Die fünf Basisbausteine der Gestaltung

7.4 Ablaufmodell in der Praxis – Handlungsempfehlung

7.4.1 Implementierungsphase

7.4.2 Bedingungen

7.4.3 Durchführung

7.4.4 Evaluationsphase

7.5 Kritische Reflexion

8. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Masterarbeit zielt darauf ab, ein Mentorenkonzept für die Sekundarstufe II zu entwickeln, welches Peers als zentrale Akteure in den Berufsorientierungsprozess einbindet. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Übertragung theoretischer Berufswahlmodelle in ein schulisches, praxisorientiertes Unterstützungsformat, um Schülern der Oberstufe eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten.

  • Entwicklung eines Mentorenkonzepts für die gymnasiale Oberstufe
  • Integration des Peer-Ansatzes (Tindall) zur Stärkung der Eigenkompetenz
  • Anwendung der sozial-kognitiven Theorie (Lent, Brown, Hackett)
  • Analyse der Übergangsproblematik von der Schule zum Studium/Beruf
  • Konzeptionierung eines praktischen Leitfadens für Schulen

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Eltern im Berufsorientierungsprozess

Eltern bilden wichtige Vertreter einer sozialen Umwelt, die sich als tragfähig und verlässlich erweisen sollte (vgl. EGLOFF 2009, S. 123). Sie sollten demnach ein berufliches Vorbild für die Jugendlichen sein (vgl. BEINKE 2004, S. 233).

Zur Darstellung des Einflusses der Eltern für die SuS in der Sek II können empirische Ergebnisse herangezogen werden. Empirisch bestätigt ist, dass insbesondere Gymnasiasten aus nicht Akademikerfamilien weitgehend selbstständig die Studienwahl treffen. Die Eltern scheinen aufgrund der Komplexität mit einer angemessenen Anleitung im Berufsorientierungsprozess überfordert (vgl. NEUENSCHWANDER 2013, S. 205). Somit wird das Individuum im Entwicklungsprozess dazu veranlasst, sich selbst mit dem Übergang auseinanderzusetzen, was mit einem erheblichen Berufskompetenzgewinn einhergeht. Diese These wird auch durch die Studie Berufswahl in Hamburg 2004 untermauert, nach der Gymnasiasten die Beratungskompetenz ihrer Eltern deutlich geringer einschätzen als der Durchschnitt. Eltern gelten zwar nicht als ideal kompetente, professionelle Beratungspersonen mit Sachkompetenz, dienen aber als Ansprechpartner für Ideen (vgl. BEINKE 2004, S. 232).

Trotz der oft nicht professionellen Beratung müssen Eltern in den Prozess der Berufsorientierung eingebunden werden, da sie die häufigsten Kontaktpersonen bei der beruflichen Orientierung darstellen (s. Anh. 2). Eine begrenzte Wirksamkeit darf nicht zur Unterschätzung führen, da sie durch Gesprächsführungen, Überzeugungen und Ratschlägen den Prozess begleiten (vgl. ebd.). Die gegenseitige Beziehung steht im Vordergrund und beweist sich als ein positiver Aspekt hinsichtlich der Berufsorientierungsförderung (vgl. EINSTIEG 2004, S. 6).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Relevanz der erweiterten Berufsorientierung in der Sekundarstufe II und führt in das Vorhaben ein, ein schulisches Mentorenkonzept unter Einbindung von Peers zu entwickeln.

2. Die Berufsorientierung: Dieses Kapitel definiert Berufsorientierung als lebenslangen Prozess, erläutert rechtliche Grundlagen und beleuchtet die Rolle von Eltern und Gleichaltrigen als Akteure.

3. Berufsorientierung im Kontext in der Sek II: Hier liegt der Fokus auf der spezifischen Übergangsproblematik von der Schule in Ausbildung oder Studium, unterfüttert mit Daten zu Abbruchquoten.

4. Die Bandbreite der Berufsorientierungsmaßnahmen: Der Autor analysiert den sogenannten Maßnahmendschungel und diskutiert die Ziele sowie Anforderungen an effektive Fördermaßnahmen.

5. Theoretische Grundlagen – Berufswahltheorien: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene Berufswahltheorien und begründet die Entscheidung für die sozial-kognitive Theorie von Lent, Brown und Hackett.

6. Instrument Mentoring: Es werden Definitionen, Ziele und Modelle des Mentorings sowie dessen theoretische Rahmenbedingungen als Lernprozess und die Anwendung im schulischen Kontext dargelegt.

7. Das Mentorenkonzept in der Sek II: Das Kernstück der Arbeit beschreibt die konkrete Konzeption des Mentorenprogramms, vom Matching-Prozess bis hin zu phasenbasierten Ablaufempfehlungen für die Praxis.

8. Fazit und Ausblick: Die Masterarbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und formuliert Impulse für zukünftige Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Berufsorientierung, Mentoring, Sekundarstufe II, Peer-Ansatz, Studienwahl, Übergangsmanagement, Berufswahltheorie, Selbstkonzept, Selbstwirksamkeit, Berufsberatung, Bildungsbiografie, Sozialisation, Ausbildungsabbruch, Matching-Prozess, Kompetenzförderung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Mentorenkonzepts für die gymnasiale Oberstufe, um Schülern einen erfolgreicheren Übergang von der Schule in den Beruf oder das Studium zu ermöglichen.

Welche Akteure spielen bei der Berufsorientierung eine zentrale Rolle?

Besonders die Eltern und die sogenannten Peergroups (Gleichaltrige) fungieren als wichtige Bezugspersonen, deren Einfluss auf den Berufswahlprozess in der Arbeit detailliert untersucht wird.

Was ist das primäre Ziel des Mentorenkonzepts?

Das Ziel ist die Stärkung des beruflichen Selbstkonzepts der Schüler, damit diese durch gezielte, persönliche Begleitung fundiertere und passgenauere Entscheidungen für ihre Zukunft treffen können.

Welche wissenschaftliche Theorie dient als Basis?

Der Autor stützt sich maßgeblich auf die sozial-kognitive Theorie von Lent, Brown und Hackett, da diese besonders den Einfluss des sozialen Kontextes und der Selbstwirksamkeit hervorhebt.

Welche praktischen Empfehlungen werden im Hauptteil gegeben?

Der Hauptteil liefert ein strukturiertes Phasenmodell für die schulische Praxis, das von der Implementierung über das Matching von Mentor und Mentee bis hin zur Evaluation reicht.

Welche Bedeutung haben die Studienabbruchquoten für das Konzept?

Die hohen Abbruchzahlen verdeutlichen die Notwendigkeit, bereits vor Studienbeginn individuellere und persönlichere Unterstützung anzubieten, anstatt sich nur auf allgemeine Informationen zu verlassen.

Warum wird Mentoring gegenüber klassischem Coaching bevorzugt?

Mentoring ist durch eine langfristige, partnerschaftliche Vertrauensbeziehung auf Augenhöhe gekennzeichnet, die besonders bei jungen Menschen eine nachhaltige Entwicklung begünstigt, während Coaching oft punktueller und stärker methodisch fokussiert ist.

Wie wichtig ist der Matching-Prozess für das Konzept?

Das Matching ist der kritische Erfolgsfaktor. Nur wenn Tandems basierend auf ähnlichen Erfahrungen oder passenden Interessen zusammengeführt werden, kann eine produktive und motivierende Mentorenbeziehung entstehen.

Ende der Leseprobe aus 83 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Erweiterte Berufsorientierung. Ein Mentorenkonzept in der Sekundarstufe II als Unterstützungsinstrument
Hochschule
Universität Münster
Note
1,0
Autor
David Hanio (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
83
Katalognummer
V308572
ISBN (eBook)
9783668071162
ISBN (Buch)
9783668071179
Sprache
Deutsch
Schlagworte
erweiterte berufsorientierung mentorenkonzept sekundarstufe unterstützungsinstrument
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
David Hanio (Autor:in), 2015, Erweiterte Berufsorientierung. Ein Mentorenkonzept in der Sekundarstufe II als Unterstützungsinstrument, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308572
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Leseprobe aus  83  Seiten
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