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Pierre Bordieu und Electronic Dance Music. Musikgeschmack als Unterscheidungsmerkmal

Title: Pierre Bordieu und Electronic Dance Music. Musikgeschmack als Unterscheidungsmerkmal

Seminar Paper , 2014 , 8 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Denis Gündes (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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Dieser Text thematisiert kulturelle Abgrenzungstechniken innerhalb von Subkulturen.

Die Grundlage hierfür bildet das Buch „Die feinen Unterschiede“ von Pierre Bourdieu aus dem Jahre 1979, in welchem die Entstehung von Geschmack sowie seine Wechselbeziehung zur gesellschaftlichen Klasse behandelt wird.

Zunächst soll in diesem Zusammenhang mithilfe Bourdieus Theorie ein Verständnis darüber gewonnen werden, welche gesellschaftlichen Funktionen Geschmack besitzt und welchen Einfluss dieser auf die Präferenz einer bestimmten Musikrichtung ausübt. Ausserdem wird der gesellschaftliche Wandel als relevanter Einflussfaktor mit einbezogen, insbesondere wird hier die von Gerhard Schulze geprägte Erlebnisgesellschaft herangezogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bourdieu: Die feinen Unterschiede

3. Die Erlebnisgesellschaft

4. Geschmack(s) - Erlebnis - Musik

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Wechselbeziehung zwischen gesellschaftlicher Distinktion, dem Einfluss von Musikgenres auf die soziale Identitätsbildung und der Bedeutung der zunehmenden Erlebnisorientierung in der modernen Gesellschaft unter Rückgriff auf die soziologischen Theorien von Pierre Bourdieu.

  • Analyse der Bourdieu’schen Kapitaltheorie im Kontext von Musikgeschmack.
  • Untersuchung des gesellschaftlichen Wandels hin zur Erlebnisgesellschaft.
  • Betrachtung von Musikgenres als Ausdruck von Lebensstil und Gruppenzugehörigkeit.
  • Hinterfragung der Distinktionsfunktion von Musik innerhalb von Subkulturen.
  • Kritische Reflexion der "top-down"-Theorie bei der Entstehung kultureller Trends.

Auszug aus dem Buch

Geschmack(s) - Erlebnis - Musik

Überträgt man die Theorie Bourdieu’s auf die Ausbildung des Musikgeschmacks, so folgt, dass Menschen Musik nicht alleine aus ästhetischen bzw. musikalischen Gründen hören, sondern aufgrund einer Vielzahl an Faktoren, wie der persönlichen Bildung, dem Umfeld, der Erziehung, der akademischen Ausbildung, den ökonomischen Ressourcen sowie der gesellschaftlichen Stellung. Die gesellschaftliche Stellung nimmt dabei eine übergeordnete Rolle ein, da sie zum einen prägenden Einfluss auf den Geschmack ausübt zum anderen weil sie ähnlich wie der Kleidungsstil, die politische Einstellung etc. zur Distinktion von anderen beiträgt und eine Erwartungshaltung des eigenen Standes beinhaltet. Auf die heutige Gesellschaft bezogen, wird deutlich, dass eine Aufgliederung in Schichten nicht (mehr) trennscharf vorgenommen werden kann. Dies ist vor allem der Vielfalt an Optionen und der dadurch bedingten Pluralisierung von Lebensstilen (siehe oben) geschuldet. Dadurch, dass jedem tendenziell „alles offen steht“, entstehen neue Formen der Abgrenzung von anderen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der kulturellen Abgrenzung innerhalb von Subkulturen unter Verwendung der Theorien von Pierre Bourdieu und Gerhard Schulze.

Bourdieu: Die feinen Unterschiede: Darstellung der soziologischen Grundlagen zu Geschmacksurteilen, Kapitalarten (soziales, kulturelles, ökonomisches) und deren Einfluss auf den Lebensstil.

Die Erlebnisgesellschaft: Analyse des gesellschaftlichen Wandels hin zu einer erlebnisorientierten Konsumgesellschaft, die durch Globalisierung, Individualisierung und eine Pluralisierung der Lebensstile geprägt ist.

Geschmack(s) - Erlebnis - Musik: Anwendung der theoretischen Konzepte auf die Ausbildung des Musikgeschmacks und die Rolle von Musikgenres als Distinktionsmerkmal und Event-Faktor.

Fazit: Kritische Zusammenfassung der Ergebnisse, insbesondere die Hinterfragung der "top-down"-Theorie der Geschmacksausbreitung zugunsten einer stärkeren "bottom-up"-Perspektive.

Schlüsselwörter

Musikgenres, Distinktion, Pierre Bourdieu, Erlebnisgesellschaft, Musikgeschmack, Kulturelles Kapital, Sozialkapital, Lebensstil, Pluralisierung, Subkultur, EDM-Szene, Identitätsbildung, Konsum, Soziale Schichtung, Erlebnisorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Musikgenres als Distinktionsmerkmale innerhalb einer Gesellschaft fungieren, die sich zunehmend durch Erlebnisorientierung und Pluralisierung auszeichnet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die soziologische Theorie von Pierre Bourdieu zum Geschmack, das Konzept der Erlebnisgesellschaft nach Gerhard Schulze und die Bedeutung von Musikkonsum für die soziale Abgrenzung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu verstehen, welche gesellschaftlichen Funktionen Musikgeschmack besitzt und inwieweit dieser zur Abgrenzung gegenüber anderen sozialen Gruppen genutzt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse auf Basis soziologischer Fachliteratur, um bestehende Konzepte auf den Musikmarkt und moderne Festival-Events zu übertragen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Bourdieus Kapitalbegriffe erläutert, der Wandel zur Erlebnisgesellschaft skizziert und diese Erkenntnisse auf die Ausbildung von Musikgeschmack und die Inszenierung von Events übertragen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Distinktion, Kapitaltheorie, Erlebnisgesellschaft und Musikgeschmack charakterisiert.

Warum spielt das "soziale Kapital" für die Identität eine Rolle?

Es ist entscheidend, da es das Beziehungsnetzwerk einer Person umfasst, welches für die Anerkennung und das Zugehörigkeitsgefühl innerhalb einer Gruppe grundlegend ist.

Wie bewertet der Autor die "top-down"-Theorie der Geschmacksausbreitung?

Der Autor stuft diese als zu eindimensional ein, da kulturelle Trends wie Musikgenres häufig aus dem Untergrund ("bottom-up") entstehen und nicht zwangsläufig von den oberen Schichten vorgegeben werden.

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Details

Title
Pierre Bordieu und Electronic Dance Music. Musikgeschmack als Unterscheidungsmerkmal
College
University of the Arts Berlin  (Gestaltung)
Grade
1,3
Author
Denis Gündes (Author)
Publication Year
2014
Pages
8
Catalog Number
V308575
ISBN (eBook)
9783668080867
ISBN (Book)
9783668080874
Language
German
Tags
Pierre Bourdieu kulturelle Abgrenzungstechniken Entstehung von Geschmack Geschmack Musikgeschmack Subgruppen Identifikation Identitätsbildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Denis Gündes (Author), 2014, Pierre Bordieu und Electronic Dance Music. Musikgeschmack als Unterscheidungsmerkmal, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308575
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