Nahrungsergänzungsmittel im Sport. Überblick und Umfrage


Hausarbeit, 2013

34 Seiten, Note: 3,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Nahrungsergänzungsmittel
2.1 Definition NEM
2.2 Abgrenzung von Nahrungsergänzungsmitteln zu Arzneimitteln
2.3 Sicherheit von Nahrungsergänzungsmitteln

3 Nahrungsergänzungsmittel im Überblick
3.1 Aminosäuren
3.2 Carnitin
3.3 Eiweiße
3.4 Glucosamin
3.5 Kalzium
3.6 Koffein
3.7 Kreatin
3.8 Magnesium
3.9 Rhodiola
3.10 Vitamine

4 Allgemeine Bedeutung von NEM
4.1 Gründe für den sinnvollen Einsatz
4.2 Gründe gegen den Einsatz

5 Momentane Situation auf dem Fitnessmarkt und dem Nahrungsergänzungsmittel-Markt in Deutschland
5.1 Aktuelle Lage auf dem Fitnessmarkt

6 Aktuelle Lage / Forschungsstand

7 Forschungsdesign
7.1 Entscheidung für die schriftliche Befragung
7.2 Grundgesamtheit
7.3 Querschnittsstudie

8 Auswertung des Fragebogens
8.1 Befragungssituation
8.2 Durchführung und Untersuchung der Umfrage

9 Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang

Abstract

Manche Dinge ändern sich nie, zum Beispiel der Wunsch gesund, schön und muskulös zu sein. Wider besseren Wissens – das heißt gegen die alltägliche Erfahrung – hört die Menschheit offenbar nie auf zu hoffen, dass soeben ein Wundermittel für das Abnehmen oder den Muskelaufbau entdeckt wurde. Im Bereich des zweiten Gesundheitsmarktes floriert die Nachfrage nach Nahrungsergänzungsmittel.

Die vorliegende Seminararbeit analysiert den Nahrungsergänzungsmittelkonsum vom Breitensportler bis zum Spitzensportler in Deutschland. Die Arbeit zeigt auf, wie sich die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht und Leistungsniveau verhält. Hinzu wird näher auf die Motive der Einnahme eingegangen.

Als Grundlage hierfür diente eine empirische Studie in Form eines Online-Fragebogens. Insgesamt nahmen 1621 Personen an der Untersuchung teil, davon wurden 1225 Fragebögen vollständig abgeschlossen und konnten zur Verwertung herangezogen werden. Es zeigt sich, dass der prozentuale Anteil der Nachfrager bei Männern wesentlich höher ist als bei Frauen. Auch die Bereitschaft verschiedene Nahrungsergänzungsmittel in ihre Ernährung aufzunehmen, ist beim männlichen Geschlecht deutlich höher.

Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass Nahrungsergänzungsmittel sowohl für den Breitensportler als auch für den Leistungssportler eine attraktive Ergänzung zur Nahrungsaufnahme sein kann. Trotz entgegenläufiger Meinungen vieler Experten, die einen Zusatz von Nahrungsergänzungsmittel als nicht notwendig ansehen, erfreut sich dieser Markt einer immer größeren Kundschaft.

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Altersstruktur der Teilnehmer. Eigene Darstellung

Abbildung 2: Leistungsprofil der Teilnehmer. Eigene Darstellung

Abbildung 3: Mitgliedschaft in einem Fitness Center. Eigene Darstellung

Abbildung 4: Dauer der Mitgliedschaft. Eigene Darstellung

Abbildung 5: Hauptsportart. Eigene Darstellung

Abbildung 6: Grund für den Fitessbesuch. Eigene Darstellung

Abbildung 7: Durchschnittliche Trainingsdauer. Eigene Darstellung

Abbildung 8: Persönliche Trainingsziele. Eigene Darstellung

Abbildung 9: Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel. Eigene Darstellung

Abbildung 10: Ranking der Nahrungsergänzungsmittel. Eigene Darstellung

Abbildung 11: Länge der Einnahme. Eigene Darstellung

Abbildung 12: Häufigkeit der Einnahme. Eigene Darstellung

Abbildung 13: Bezug der Nahrungsergänzungsmittel. Eigene Darstellung

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Schneller, stärker, ausdauernder, „der sportliche Körper wird heutzutage auch außerhalb des Sports als Symbol der Leistungsfähigkeit inszeniert“[1] und als Ideal angesehen, nach welchem Jung und Alt gleichermaßen streben. „Ein schöner Körper wird mit Gesundheit, Erfolg und Zufriedenheit assoziiert, eine unattraktive äußere Erscheinung hingegen mit Krankheit, Depression und Niederlage.“[2]

Wir leben in einer Zeit, in der unsere Gesellschaft tagtäglich mit Schönheitsidealen in sämtlichen Zeitschriften, Magazinen und Werbungen konfrontiert wird. Die Wirkung der Medien auf die Allgemeinheit wächst stetig und so fällt es oft nicht leicht, dem Einfluss der Vermittlung diesem Ideals zu wiederstehen.

Eine schlanke Frau mit langen Beinen und perfekten Kurven hier, ein durchtrainierter Kerl mit Sixpack oben ohne dort. Kaum haben wir das Haus verlassen, werden wir von attraktiven Medienpersonen auf Billboards regelrecht überfallen. Ein Entkommen gibt es kaum.

Und so kommt es durch die Last des Äußeren, dass viele Menschen in allen Altersklassen immer häufiger dem Ideal des Covermodels nacheifern. Dieses Ziel wollen die meisten mit dem perfekten Körper erreichen. Im Vordergrund steht hier meist eins: Muskeln - und zwar möglichst viele und möglichst schnell.

Sit-Ups und Liegestütze alleine reichen dabei vielen nicht mehr aus. Damit es schneller geht werden oftmals Proteine oder Eiweißshakes eingeworfen. Kein Wunder – werden diese in fast jedem Fitnessmagazin als neue Wunderwaffe angepriesen. Die Effektivität von Trainingseinheiten steigt um ein Vielfaches und die Trainingsziele werden problemlos, einfach und schnell erreicht. So ist es zumindest zu lesen.

Und somit werden NEM „auf allen Ebenen des Wettkampfsports sowie im Gesundheits-, Freizeit- und Breitensport“[3] „zur Leistungssteigerung bzw. Leistungsoptimierung eingesetzt, obwohl die Effektivität, Legalität und Unbedenklichkeit“[4] von Nahrungsergänzungsmitteln in der Literatur kontrovers diskutiert werden.

2 Nahrungsergänzungsmittel

2.1 Definition NEM

Der Begriff Nahrungsergänzungsmittel umschreibt chemisch hergestellte Produkte aus konzentrierten Quellen von Nährstoffen, die rechtlich zu den Lebensmitteln zählen. Sie können „in dosierter Form, insbesondere in Form von Kapseln, Pastillen, Tabletten, Pillen, Pulverbeuteln, Flüssigampullen, Flaschen mit Tropfeinsätzen und ähnlichen zur Aufnahme in abgemessenen kleinen Mengen”[5] erworben und zu sich genommen werden.

Das allgemeine Ziel von Nahrungsergänzungsmittel ist es, die Ernährung von breiten Bevölkerungskreisen durch notwendige Stoffe zu verbessern, zu ergänzen und sicher zu stellen, falls diese „durch einseitige Ernährung nicht in ausreichender Menge zugeführt werden“[6] können. Allerdings ist zu beachten, dass NEM eine ausgewogene Ernährung nicht ersetzten. Vielmehr helfen sie, den Körper gesund und leistungsfähig zu halten. Sportler versuchen zudem eine ausreichende und stabile Energieversorgung mit Hilfe von NEM sicherzustellen.

Zu den bekanntesten NEM zählen unter anderem Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe oder Aminosäuren.

2.2 Abgrenzung von Nahrungsergänzungsmitteln zu Arzneimitteln

Die Abgrenzung zwischen NEM und Arzneimitteln ergibt sich aus ihrer rechtlichen Definition, kann aber im Einzelfall schwierig sein. NEM zählen zu den Lebensmitteln und unterliegen dem Lebens- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB). Im Gegensatz zu Arzneimitteln ist eine Zulassungspflicht bei NEM nicht gegeben, weshalb sie frei in den Verkehr gebracht und vermarktet werden können.

Die Differenzierung von NEM zu Arzneimitteln ergibt sich aus den Definitionen von Lebensmittel und Arzneimittel:

„Lebensmittel sind alle Stoffe oder Erzeugnisse, die dazu bestimmt sind oder von denen nach vernünftigem Ermessen erwartet werden kann, dass sie in verarbeitetem, teilweise verarbeitetem oder unverarbeitetem Zustand von Menschen aufgenommen werden.”[7]

“Als Arzneimittel werden Erzeugnisse eingestuft, die insbesondere dazu bestimmt sind, Krankheiten, Leiden, Körperschäden oder krankhafte Beschwerden zu heilen, zu lindern, zu verhüten oder zu erkennen oder auch die Beschaffenheit, den Zustand oder die Funktionen des Körpers oder seelische Zustände zu beeinflussen.”[8]

Anders als Lebensmittel unterliegen Arzneimittel strengen Kontrollen und benötigen eine Zulassung des Bundesinstituts. NEM sind in Deutschland freiverkäuflich und ihre Wirkung müssen nicht durch Studien belegt werden. Außerdem dürfen Sie keine Beschreibung von medizinischer Wirkung auf-weisen. Dementsprechend ist es untersagt, dass NEM „ als Arzneimittel aufgemacht oder mit Aussagen, die sich auf die Beseitigung, Linderung oder Verhütung von Krankheiten beziehen, beworben werden”[9].

2.3 Sicherheit von Nahrungsergänzungsmitteln

„Für die Sicherheit und Qualität der Produkte sind die Hersteller verantwortlich. Sie sind verpflichtet, die rechtlichen Vorschriften einzuhalten. Erfüllen ihre Produkte nicht die lebensmittelrechtlichen Anforderungen, kann dies seitens der Lebensmittelüberwachung beanstandet werden. Viele Nahrungsergänzungsmittelhersteller verfügen darüber hinaus über ein Qualitätsmanagementsystem, das sie freiwillig durch unabhängige Prüfinstitute zertifizieren lassen.“[10]

Jedoch kommen viele Produkte via Bestellung über das Internet aus den USA oder Osteuropa auf den deutschen Markt. Dadurch kann ein kontrollierter Weg in den meisten Fällen nicht gewährleistet werden. Oft weichen die Bestimmungen der Lebensmittelverordnung aus den Produktbezogenen Ländern stark von den deutschen Standards ab. Eine Garantie für die Qualität der Präparate kann deshalb nicht ausgesprochen werden. Eine US Untersuchung ergab, dass „die Reinheit der Präparate zwischen 0 und 100 Prozent liegen und zum Teil von Kapsel zu Kapsel sogar variieren.[..] Seitdem ist zwar die US-Arzneimittelbehörde aktiv geworden und reguliert den boomenden Markt mit restriktiven Regeln, gänzlich ausgeräumt sind Risiken aber weiterhin nicht.“[11].

3 Nahrungsergänzungsmittel im Überblick

3.1 Aminosäuren

Ein wichtiger Bestandteil den die Sportler für die Belastung benötigen sind die Aminosäuren. Es wird zwischen essentiellen (kann der Körper selber nicht herstellen), semiessentiellen (können vom Körper selbst hergestellt werden aber meist nicht in den benötigten Mengen) und den nicht-essentiellen Aminosäuren (werden durch den Abbau und Umbau anderer Aminosäuren hergestellt) unterschieden. Unabhängig von der Disziplin des Sportes ist eine zusätzliche Versorgung des Körpers mit Aminosäuren bedeutend, da sie wichtige Nährstoffe bei körperlicher Belastung sowie für den Stoffwechsel enthalten.

3.2 Carnitin

Carnitin wird von vielen Sportlern zur Fettverbrennung und Leistungssteigerung als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen. Die hormonabhängige Aktivität dieses Enzyms reguliert die Nährstoffverwertung zwischen den katabolen und anabolen Stoffwechselwegen.

3.3 Eiweiße

Eine der wichtigsten Nährstoff Gruppen, welche sowohl für den Freizeitsportler als auch für den Kraftsportler notwendig ist, sind die Eiweiße. Ihre Hauptaufgabe besteht in der Bildung von Körpergewebe, Enzymen und Hormonen. Bei der Einnahme von Eiweißen ist eine Kombination aus tierischen und pflanzlichen Eiweißen empfehlenswert. Der optimale Eiweißbedarf richtet sich nach dem Körpergewicht, wird jedoch bei sportlichen Aktivitäten erhöht. Der Durchschnittliche Eiweißbedarf bei Menschen die sportlich nicht aktiv sind beträgt 0.8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Eiweißmangel kann zu Energiedefiziten, Muskelschwund sowie Körperfettverlusten führen.

3.4 Glucosamin

Glucosamin ist für den Aufbau der Knorpelmasse wichtig und sorgt für eine optimale Gelenkschmiere. In Kombination mit gesunder Ernährung Glucosamin vorbeugend gegen Gelenkabnutzung und Gelenkschäden wirken. Gerade für Sportler, die auf Grund ihrer Sportart einer hohen Belastung der Gelenke ausgesetzt sind, ist die Einnahme von Glucosamin von großem Vorteil.

3.5 Kalzium

Kalzium, ein beliebtes Ergänzungsmittel bei vielen Sportlern, kann einen großen Kalziumverlust bei hohem Schweißverlust ausgleichen. Eine der Hauptaufgaben von Kalzium ist der Aufbau und die Festigung der Knochenstruktur, Muskelkontraktionsvorgang, Herzfunktion, Enzymaktivierung und der Blutgerinnung.

3.6 Koffein

Durch die Einnahme von Koffein wird die Konzentration, Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit gesteigert. Darüber hinaus kann es das körperliche Leistungsvermögen bei Sportlern steigern. Durch Beseitigung der Müdigkeit und den Antrieb von Koffein ist es ein optimaler Booster um die Intensität der körperlichen sowie geistigen Leistung zu steigern.

3.7 Kreatin

Kreatin ist ein Körpereigener Energieträger der aus drei Aminosäuren in Leber, Niere und Bauchspeicheldrüse produziert wird. Täglich nehmen wir 1g Kreatin durch Nahrung auf (Fisch, Fleisch). Die vorteilhafte Wirkung von Kreatin ist die körperliche Leistungssteigerung im Schnellkrafttraining und Krafttraining. Besonders Vorteilhaft ist es bei Schnellkrafttraining, welches auf Muskelaufbau ausgerichtet ist.

Eine gepufferte Version des Kreatins ist das Kre-Alkalyn. Es hat die gleiche Wirkung wie Kreatin, allerdings bildet es bei der Aufnahme kein Kreatinin. Zu viel Kreatinin schädigt die Niere und führt im zu schlimmsten Fall zu Nierenversagen.

3.8 Magnesium

Aufgrund von erhöhter Magnesiumausscheidung über Schweiß und Urin, ist eine zusätzliche Einnahme bei Sportlern empfehlenswert. Mangel an Magnesium führt zu schneller Ermüdung, Muskelzuckung, Muskelkrämpfen, Krampfanfällen und Händezittern. Gerade bei Ausdauer- und Fitnesssportlern ist Magnesium daher sehr beliebt. Generell ist der Bedarf an Magnesium bei Männern etwas höher als bei Frauen, da sie über mehr Muskel- und Knochenmasse verfügen.

3.9 Rhodiola

Rhodiola wird aus Pflanzenextrakten gewonnen und hat eine leistungsfördernde Wirkung. Die muskuläre Ausdauer wird verbessert und die mentale Ermüdung wird gesenkt. Rhodiola kann als Gel aufgetragen werden oder als Tablette eingenommen werden. Aufgrund der Leistungssteigerung ist es vor allem bei Sportlern sehr beliebt, da es durch seine Wirkung längere Trainingszeiten und intensiveres Training verspricht.

3.10 Vitamine

Vitamine sind für die Muskelfunktionen, Energiestoffwechsel und weitere körperliche Funktionen unverzichtbar. Grundsätzlich kann der Vitaminbedarf über die Nahrung befriedigt werden und verlangt aufgrund dessen keine weitere Einnahme durch NEMs. Falls Diäten gehalten werden kann es zu einem Vitaminmangel kommen, da in manchen Fällen nicht genug nährstoffreiche Nahrung aufgenommen wird. In diesen Fällen kann unter Berücksichtigung der Mengeneinnahme der Mangel durch NEMs ergänzt werden.

4 Allgemeine Bedeutung von NEM

Die Fitnessbranche boomt. „Rund 1,3 Milliarden Euro geben die Deutschen pro Jahr für Nahrungsergänzungsmittel aus“[12]. Kein Wunder, gibt es doch für beinah jeden Zweck ein Mittel zu Nahrungsergänzung. Sie können laut Hersteller das Wohlbefinden oder die Leistungsfähigkeit steigern, aber auch die Regeneration und den Muskelaufbau beschleunigen. Die positiven Aspekte scheinen sich zu überschlagen. Doch viele Ärzte warnen davor, dass eine zu hoch dosierte oder falsche Anwendung die Gesundheit schädigen kann. In folgender Bewertung werden die positiven und negativen Aspekte einer zusätzlichen Zuführung von Nahrungsergänzungsmittel näher erläutert und Belege aufgeführt, welche Einnahmen sinnvolle Ergänzungen darstellen und welche Gründe es gegen einen Einsatz von NEM gibt.

4.1 Gründe für den sinnvollen Einsatz

Einer der wichtigsten Faktoren für einen sinnvollen Einsatz von NEM, ist die häufig zu geringe Aufnahme von Nährstoffen über die Nahrung. Dieser Fall kann durch einseitige Ernährung, oder aber auch durch sehr hohe Belastung eintreten. Mit Hilfe von NEM kann diese Unterversorgung jedoch sehr gut und sehr schnell kompensiert werden.

Des Weiteren kann in Betracht gezogen, dass „der Anteil von Nährstoffen, der tatsächlich aus Lebensmitteln in den Körper aufgenommen wird“[13], bei NEM höher als bei Lebensmitteln ist. „Unabhängige Studien sowie Fachleute belegen eine hohe Bioverfügbarkeit von Nahrungsergänzungsmitteln”[14].

Im Leistungssport wird als weiterer Grund auch gerne das Motiv der Prophylaxe von muskulärer Schädigung in Betracht gezogen. Dieses kann z.B. mit dem Einsatz von Magnesium vor oder nach intensivem Training erfolgen, da eine schnelle Regeneration durch diese Maßnahme unterstützt wird und muskuläre Probleme vorgebeugt werden.

Darüber hinaus gibt es „Situationen in Abhängigkeit von Geschlecht, Trainingsphase, Jahreszeit, Sportart und Wettkampfbelastung in denen eine spezifische NEM Einnahme sinnvoll sein kann“[15]. Für die Umsetzung Ihrer Ziele ist es sinnvoll, die Athleten maximal zu unterstützen und ihren „Nährstoffbedarf über eine sportgerechte, individuell angepasste Ernährung“[16] zu decken.

Ein Verzicht von NEM im Spitzensport ist daher nicht sinnvoll, da es notwendig ist, die Unterversorgung durch entsprechende Nahrungsergänzungsmittel auszugleichen.

4.2 Gründe gegen den Einsatz

Fakt ist, dass auf Basis mehrerer Studien belegt worden ist, dass Nahrungsergänzungsmittel langfristig keinen Nutzen zeigen.[17] Gesunde Menschen, die eine ausgewogen Ernährung an den Tag legen, sind nicht auf Nahrungsergänzungsmittel angewiesen und können auf eine Einnahme vollkommen verzichten.

Verletzungen oder belastungsbedingte Schädigungen stellen bei Sportlern meist ein Warnsignal da, weil der Körper einer zu hohen Belastung ausgesetzt war, die er nicht gewöhnt ist. Diese Signale dürfen nicht einfach ignoriert werden und auf keinen Fall mit Hilfe von NEM versucht werden zu überspielen. Dies kann zu einer Abschaltung der Schutzmechanismen führen und die betroffenen Problemstellen im Körper weiter schädigen. Zudem besteht das Risiko, dass durch eine falsche Einnahme von Antioxidativen-NEM eine Trainingsanpassung im Skelettmuskel verhindern werden kann.[18]

[...]


[1] Horst Fetzer, 2013

[2] Luca, 2004, S. 44

[3] Diedrich, 2002, S. 4

[4] Diedrich, 2002, S. 11

[5] Gesetze im Netz, 2004

[6] Arbeitskreis Lebensmittelchemischer Sachverständiger der Länder, März 1999

[7] BMELV

[8] BMELV

[9] BMELV

[10] Deutsche Apotheker Zeitung, 2002

[11] Muskelpillen, Katharina Butz und Detlef Ichelen, 2001

[12] Wolfgang Mulke, 01/2013

[13] Nutrition Worldwide, Mai 2013

[14] Nutrition Worldwide, Mai 2013

[15] BfR

[16] BfR

[17] Biesalski

[18] Ristow et al. 2009, Gomez-Cabrera et al. 2008

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten

Details

Titel
Nahrungsergänzungsmittel im Sport. Überblick und Umfrage
Hochschule
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Neu-Ulm; früher Fachhochschule Neu-Ulm
Note
3,0
Autoren
Jahr
2013
Seiten
34
Katalognummer
V308652
ISBN (eBook)
9783668072251
ISBN (Buch)
9783668072268
Dateigröße
877 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nahrungsergänzungsmittel, Breitensport, Spitzensport, Motive, Ernährung
Arbeit zitieren
Alexander Glöckle (Autor)Julian Buntz (Autor), 2013, Nahrungsergänzungsmittel im Sport. Überblick und Umfrage, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308652

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