Menschen im höheren Alter sind oft einsam, denn ihr vertrautes soziales Netzwerk, die gewohnten Rollen, schwinden nach und nach: Die Position im Beruf, die verantwortungsvolle Rolle als Elternteil, die Rolle des Partners oder der Partnerin in der eigenen Beziehung. Nun wäre es umso wichtiger, die verbliebenen sozialen Kontakte zu pflegen - auch außerhalb des engsten Familienkreises.
Diese Arbeit geht der Frage nach, wie ältere Menschen, die in sogenannten Service-Wohnanlagen leben, in Familienstrukturen und außerfamiliale Netze eingebunden sind. Zudem ist von Interesse, wie sich die Struktur und Häufigkeit der sozialen Netzwerke von Senioren beim Umzug in eine Service-Wohnung ändert und ob sich die sozialen Beziehungen vermehren oder eher verringern?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Kontinuitätstheorie vs. Aktivitätstheorie
- Das soziale Netzwerk
- Wer kann zu einem sozialen Netzwerk gehören?
- Worauf beruht der Austausch von Hilfen in sozialen Netzwerken?
- Wie und warum verändern sich soziale Netzwerke im Alter?
- Wichtigkeit von sozialen Netzwerken für ältere Menschen
- Betreutes Wohnen
- Institutionalisiertes Wohnen - für ein selbstbestimmtes Leben im Alter
- Betreutes Wohnen als Netzwerkgestalter für SeniorInnen
- Charakteristika der Senioren im Betreuten Wohnen
- Die Befragung
- Auswahl der Befragungsart
- Auswahl der Gesprächspartner
- Durchführung der Interviews
- Ergebnisse der Befragung
- Wohnentfernung und Kontakthäufigkeit zur Familie
- Wohnentfernung und Kontakthäufigkeit zu Freunden und Bekannten
- Fallbeispiele
- Personen mit keinem Bezug zur Familie
- Fallbeispiel: Frau F.
- Personen mit keinem Bezug zur Familie
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Forschungsarbeit befasst sich mit den sozialen Netzwerken von Senioren, die in Service-Wohnanlagen leben. Sie untersucht, wie diese Menschen in Familienstrukturen und außerfamiliale Netze eingebunden sind, und wie sich die Struktur und Häufigkeit der sozialen Netzwerke beim Umzug in eine Service-Wohnung verändert.
- Soziale Netzwerke von Senioren in Service-Wohnanlagen
- Kontinuitätstheorie vs. Aktivitätstheorie
- Veränderungen der sozialen Netzwerke im Alter
- Betreutes Wohnen als Netzwerkgestalter
- Bedeutung von sozialen Netzwerken für ältere Menschen
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit stellt die Relevanz der Thematik „Senioren und ihre sozialen Netzwerke“ in der alternden Gesellschaft dar und führt in die Forschungsfrage ein, wie ältere Menschen, die in Service-Wohnanlagen leben, in soziale Netzwerke eingebunden sind.
- Kontinuitätstheorie vs. Aktivitätstheorie: Dieses Kapitel stellt zwei gegensätzliche Theorien zur Erklärung des sozialen Verhaltens älterer Menschen vor. Die Kontinuitätstheorie argumentiert für die Beibehaltung gewohnter Strukturen und Beziehungen, während die Aktivitätstheorie die Wichtigkeit von neuen Aktivitäten und sozialen Kontakten betont.
- Das soziale Netzwerk: Dieses Kapitel definiert den Begriff „soziales Netzwerk“ und untersucht die verschiedenen Aspekte, die zu einem sozialen Netzwerk gehören, wie z. B. die Mitglieder, den Austausch von Hilfen und die Veränderungen im Alter.
- Betreutes Wohnen: Dieses Kapitel beleuchtet das Betreute Wohnen als eine spezifische Wohnform für Senioren und analysiert, wie diese Wohnform die sozialen Netzwerke der Bewohner beeinflusst.
- Die Befragung: Dieses Kapitel beschreibt die methodische Vorgehensweise der Forschungsarbeit und erklärt die Auswahl der Befragungsart, der Gesprächspartner und die Durchführung der Interviews.
- Ergebnisse der Befragung: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der durchgeführten Interviews und analysiert die Kontakthäufigkeit zu Familie, Freunden und Bekannten.
Schlüsselwörter
Diese Forschungsarbeit befasst sich mit den sozialen Netzwerken von Senioren, die in Service-Wohnanlagen leben. Die zentralen Themen sind die Kontinuitätstheorie vs. Aktivitätstheorie, die Bedeutung von sozialen Netzwerken für ältere Menschen, die Rolle von Betreutem Wohnen als Netzwerkgestalter und die Veränderungen der sozialen Netzwerke im Alter. Weitere relevante Begriffe sind soziale Beziehungen, Familienstrukturen, außerfamiliale Netze, Wohnsituation und Lebensqualität.
Häufig gestellte Fragen
Wie verändern sich soziale Netzwerke im Alter?
Soziale Netzwerke schrumpfen oft durch den Verlust von Berufsrollen, den Tod von Partnern oder abnehmende Mobilität, was zu Einsamkeit führen kann.
Was ist der Unterschied zwischen Kontinuitäts- und Aktivitätstheorie?
Die Kontinuitätstheorie setzt auf die Beibehaltung gewohnter Strukturen, während die Aktivitätstheorie betont, dass neue Kontakte und Aufgaben die Lebensqualität steigern.
Welche Rolle spielt Betreutes Wohnen für Senioren?
Service-Wohnanlagen fungieren als Netzwerkgestalter, indem sie Gelegenheiten für neue außerfamiliale Kontakte in einem geschützten Rahmen bieten.
Wie wirkt sich ein Umzug auf die familiären Kontakte aus?
Die Arbeit untersucht, ob die räumliche Distanz und die neue Wohnform die Häufigkeit und Qualität der Kontakte zur Familie eher stärken oder schwächen.
Was motiviert den Austausch von Hilfe in Senioren-Netzwerken?
Der Austausch basiert oft auf Gegenseitigkeit und dem Bedürfnis nach sozialer Integration sowie emotionaler Unterstützung außerhalb des engsten Familienkreises.
- Arbeit zitieren
- Cemal Sari (Autor:in), 2015, Senioren und ihre sozialen Netzwerke in Service-Wohnanlagen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308679