Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - Gifted Education

Begabungs- und Begabtenförderung in Österreich. Eine kritische Stellungnahme zur Literatur

Title: Begabungs- und Begabtenförderung in Österreich. Eine kritische Stellungnahme zur Literatur

Literature Review , 2011 , 6 Pages , Grade: 1,00

Autor:in: MA Bianca Lehner (Author)

Pedagogy - Gifted Education
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Der Artikel „Begabungs- und Begabtenförderung in Österreich – Eine Zukunftsperspektive“ von Waltraud Rosner, Claudia Resch und Walburga Weilguny stellt für mich eine wichtige Grundlage für unser weiteres Handeln zur Umsetzung eines gesamtösterreichischen Konzeptes zur Begabungs- und Begabtenförderung dar, das meines Erachtens nach dringend vonnöten ist.

Es sollte nicht weiterhin jede Schule oder jede Lehrperson ihr / sein Verständnis von Begabungs- und Begabtenförderung umsetzen und Förderung oder nicht sollte keine Glückssache sein, in welcher Stadt / welchem Ort man aufwächst oder an welche Lehrperson man gerät, sondern es sollte jeder / jede begabte Schüler / Schülerin sein / ihr Recht auf adäquate Förde-rung seiner / ihrer Talente verwirklicht wissen können.

Da ich als Mutter im Gespräch mit Freunden und Bekannten aus anderen Bundesländern auch immer wieder sehe, wie weit gerade Oberösterreich im Bundesländervergleich auf diesem Gebiet hinterherhinkt, kann ich nur hoffen, dass für ganz Österreich verbindliche Maßnahmen auch in Oberösterreich zu einer Verbesserung der Situation für (Hoch-)Begabte führen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begabungs- und Begabtenförderung in Österreich

3. Zieldefinitionen

4. Gesetzliche Rahmenbedingungen

5. Finanzielle Sicherstellung

6. Begabungsforschung

7. Lehrer- / Lehrerinnenbildung

8. Schulentwicklung

9. Qualitätssicherung

10. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel dieser kritischen Stellungnahme ist es, das von Rosner, Resch und Weilguny entworfene Konzept zur Begabungs- und Begabtenförderung in Österreich zu reflektieren, Umsetzungshürden aufzuzeigen und durch praxisorientierte Ansätze zu ergänzen, um eine flächendeckende und verbindliche Förderstruktur für alle Schülerinnen und Schüler zu erreichen.

  • Kritische Auseinandersetzung mit systemischen Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen auf die Schulpraxis.
  • Diskussion über die Finanzierung und nachhaltige Ressourcennutzung in Bildungseinrichtungen.
  • Analyse der Rolle von Lehrkräften bei der Identifizierung und Förderung von Begabungen.
  • Bewertung von Qualitätssicherungssystemen und Zertifizierungen im schulischen Kontext.
  • Forderung nach einem phasenweisen, am Ist-Zustand orientierten Umsetzungsplan für ganz Österreich.

Auszug aus dem Buch

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Begabungs- und Begabtenförderung braucht gesetzliche Rahmenbedingungen und „muss explizit in den Lehrplänen verankert werden“, wie Rosner et al. fordern, meiner Ansicht nach allein schon deshalb, damit sie an allen Schulen gleichermaßen verpflichtend ist. Vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur erging zwar 2009 ein Grundsatzerlass zur Begabtenförderung, der einige wichtige Punkte beinhaltet, jedoch sehe auch ich, dass weitere Verbesserungen vorgenommen werden müssen. Besonders fordern die Autorinnen des Artikels mehr Autonomie und Flexibilität gleichermaßen für Schüler / Schülerinnen sowie Lehrer / Lehrerinnen und Schulleiter / Schulleiterinnen. Exemplarisch möchte ich hier nur drei Forderungen aus dem Artikel aufgreifen:

Eine Neuregelung bzw. Ausnahmeregelung bezüglich der versäumten Unterrichtsstunden in einem Fach, wenn Schüler / Schülerinnen Lehrveranstaltungen an Universitäten besuchen, muss getroffen werden, damit diese nicht mit „Nicht Beurteilt“ benotet werden müssten. Hier wäre eine alternative Leistungsbeurteilung sinnvoll und würde die Problematik lösen. Für mich ist dies jedoch auch eine Sache des einzelnen Lehrers / der einzelnen Lehrerin, wie er / sie mit (Hoch-)Begabten umgeht. Einem Schüler / einer Schülerin, der / die offenbar der Klasse weit voraus ist, eine Note zu verwehren und somit das schulische Vorankommen zu erschweren, hat für mich mit Begabungs- / Begabtenförderung nichts zu tun. Bei gutem Willen der Lehrperson gäbe es sicher Möglichkeiten für den Schüler / die Schülerin, die geforderte Leistung durch die Bearbeitung von eigenständigen Aufgaben in der Freizeit nachzubringen und vorzuweisen, was letzten Endes ebenso in einer Note mündet wie die Erfüllung der Kriterien im Regelunterricht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin begründet ihre kritische Auseinandersetzung mit dem Artikel von Rosner et al. und betont die Notwendigkeit eines gesamtösterreichischen Förderkonzepts.

2. Begabungs- und Begabtenförderung in Österreich: Kurze Vorstellung des Modells der Autorinnen und Auflistung der zentralen Säulen, auf die im weiteren Verlauf eingegangen wird.

3. Zieldefinitionen: Diskussion über die Verschiebung der Förderung vom außerschulischen Bereich in den Regelunterricht und die Rolle der Lehrperson bei der Potenzialerkennung.

4. Gesetzliche Rahmenbedingungen: Analyse der Notwendigkeit gesetzlicher Verankerungen und Vorschläge für flexiblere Regelungen bei Leistungsbeurteilung und Klassensprüngen.

5. Finanzielle Sicherstellung: Erörterung von Finanzierungswegen wie Umschichtungen, Sponsoring und Elternvereine, um Ressourcen für die Förderung zu schaffen.

6. Begabungsforschung: Hervorhebung der Forschung als Basis der Weiterentwicklung, wobei der Fokus insbesondere auf der Professionsforschung liegt.

7. Lehrer- / Lehrerinnenbildung: Forderung nach verpflichtender Ausbildung in Begabungsförderung für alle Pädagogen, um Verhaltensauffälligkeiten durch Nicht-Erkennen zu vermeiden.

8. Schulentwicklung: Betrachtung der Faktoren für eine erfolgreiche Schulentwicklung mit besonderem Fokus auf die Rolle der Schulleitung und Schulautonomie.

9. Qualitätssicherung: Kritische Würdigung von Gütesiegeln und Forderung nach regelmäßigen Überprüfungen, um nachhaltiges Engagement statt Modetrends zu sichern.

10. Fazit: Zusammenfassendes Plädoyer für einen phasenweisen Umsetzungsplan und kontinuierliche Evaluation der Fördermaßnahmen in ganz Österreich.

Schlüsselwörter

Begabungsförderung, Begabtenförderung, Österreich, Schulautonomie, Leistungsbeurteilung, Lehrerausbildung, Schulentwicklung, Qualitätssicherung, Bildungsreform, Potenzialentfaltung, Inklusion, Fördermaßnahmen, Schulbehörde, Begabungsforschung, Diagnoseinstrumente

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit stellt eine kritische Stellungnahme zum Strategiepapier von Rosner, Resch und Weilguny zur Begabungs- und Begabtenförderung in Österreich dar.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Feldern zählen Zieldefinitionen, gesetzliche Rahmenbedingungen, Finanzierung, Begabungsforschung, Lehrerbildung, Schulentwicklung und Qualitätssicherung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist die Identifikation von Hindernissen im derzeitigen System und die Entwicklung praxisnaher Vorschläge für eine flächendeckende, effektive Begabtenförderung.

Welche methodische Herangehensweise wird gewählt?

Die Autorin wählt eine kritisch-analytische Herangehensweise, bei der sie das theoretische Modell der Ausgangspublikation mit praktischen Erfahrungen aus ihrem eigenen schulischen Umfeld konfrontiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Stellungnahme zu den sieben Säulen des Begabungsförderungsmodells der zitierten Autorinnen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Begabungsförderung, Schulautonomie, Lehrerausbildung, Qualitätssicherung und Bildungsreform charakterisiert.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Lehrkräfte?

Die Lehrkräfte werden als zentrale Akteure gesehen; die Autorin betont, dass ohne ein Umdenken in der Lehrerschaft selbst die besten Materialien ihre Wirkung verlieren.

Welche Haltung nimmt die Autorin zum Thema Finanzierung ein?

Sie schlägt alternative Finanzierungswege wie "Querfinanzierung", Sponsoring und das Engagement von Elternvereinen vor, warnt jedoch davor, Begabtenförderung als reinen Modetrend zu etablieren.

Wie steht die Autorin zu "homogenen" Gruppen?

Im Gegensatz zur reinen Heterogenität betont sie die Wichtigkeit homogener Begabungsgruppen, um die Entwicklung starker Persönlichkeiten unter Gleichgesinnten zu ermöglichen.

Welchen Vorschlag macht die Autorin zur Zertifizierung?

Sie schlägt vor, Qualitätssiegel zeitlich zu befristen und an regelmäßige Fortbildungsverpflichtungen der Lehrkräfte zu binden, um nachhaltige Aktivitäten zu gewährleisten.

Excerpt out of 6 pages  - scroll top

Details

Title
Begabungs- und Begabtenförderung in Österreich. Eine kritische Stellungnahme zur Literatur
College
Donau-Universität Krems  (Department für interaktive Medien und Bildungstechnologien)
Grade
1,00
Author
MA Bianca Lehner (Author)
Publication Year
2011
Pages
6
Catalog Number
V308720
ISBN (eBook)
9783668071766
ISBN (Book)
9783668071773
Language
German
Tags
Begabungsförderung Begabtenförderung Österreich Rahmenbedingungen Begabungsforschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
MA Bianca Lehner (Author), 2011, Begabungs- und Begabtenförderung in Österreich. Eine kritische Stellungnahme zur Literatur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308720
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  6  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint