Medical Wellness


Seminararbeit, 2003

16 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen
2.1 Begriffsabgrenzung: Wellness - Medical Wellness
2.2 Begriffsabgrenzung: Medical Wellness – klassische Heilkur
2.3 Begriffsabgrenzung: Medical Wellness – Medizin

3. Die Zielgruppen für Medical Wellness
3.1 „Fit trotz Krankheit“
3.2 „Fit für den Job“
3.3 „Fit im Alter“

4. Das Medical Wellness – Angebot
4.1 Medical Wellness Center
4.1.1 Merkmale der Medical Wellness Center
4.1.2 Beispiel: “The SPA” Medical Wellness Center Bad Zurzach in Bad Zurzach/ CH
4.2 Hotels mit gesundheitlicher Ausrichtung
4.2.1 Merkmale der Hotels mit gesundheitlicher Ausrichtung
4.2.2 Beispiel: Golf- und Wellnesshotel Schloss Teschow in Teschow
4.3 Kur- und Heilbäder
4.3.1 Merkmale der Kur- und Heilbäder
4.3.2 Beispiel: Heilbad Krumbad in Krumbach

5. Medical Wellness als Zukunft für den Gesundheitsmarkt?

6. Quellenverzeichnis

1. Einleitung

Wellness ist in aller Munde. Buchstäblich beim Wellnessbrot, -wasser, -flakes, usw, aber auch Wellness-Socken, -Beauty und -Reisen. Eins haben alle Angebote gemeinsam, sie versprechen dem Konsumenten Wohlbefinden, Schönheit, Entspannung und Gesundheit. So ist es folgerichtig, dass sich auf dem Gesundheitsmarkt auch ein Marktsegment „Medical Wellness“ entwickelt hat. Immer mehr Hotels und auch Kliniken verschreiben sich dem Medical Wellness. Es entstehen Medical Wellness Center, Medical Wellness Praxen, und Hotels verkaufen Medical Wellness-Wochen mit dem Untertitel „…Gesundheit macht Spaß…“[1]. Was verbirgt sich hinter dem Begriff Medical Wellness? An ausgewählten Beispielen soll dieser Frage nachgegangen werden.

2. Definitionen

2.1 Begriffsabgrenzung: Wellness - Medical Wellness

Wellness

Kai-T. Illing unterscheidet drei Ausprägungsformen:

Wellness 1. Grades: Genuss ohne Berücksichtigung der körperlichen und seelischen Konsequenzen.

Wellness 2. Grades: Der Zustand des Wohlbefindens wird aktiv zu erreichen versucht (Training, Bewusstwerdung), Konsequenzen werden beachtet.

Wellness 3. Grades: Nachhaltige Verhaltensänderung mit dem Ziel, für Körper und Geist gleichermaßen einen dauerhaften Zustand des Wohlbefindens zu erlangen.[2]

„Wellness ist das ganzheitliche Bemühen um körperliches, geistiges und seelisches Wohlbefinden durch vitalisierende und entspannende

Maßnahmen gleichermaßen, die in gesundheitlichen Zentren besonderer Art gefördert werden.“[3] Wellness umfasst die Konzentration auf die eigene Person, Verwöhnung und Zuwendung ebenso wie Entspannung und Stressbekämpfung.

Medical Wellness

„Im Unterschied zum Begriff Wellness betont Medical Wellness den medizinalen Charakter.“[4] Im Blickpunkt steht nicht nur die Vermeidung von Krankheit, sondern auch die Stabilisierung der individuellen Lebensqualität, z.B. bei einer chronischen Krankheit. Wege dazu sind eine altersangepaßte sportliche Aktivität, Ausgleich krankheitsbedingter Defizite sowie die Empfehlung praktikabler Trainingsmöglichkeiten unter Beachtung höchster Sicherheit.[5] Daraus ergibt sich in Anlehnung an die oben genannte Definition von Wellness folgende Definition für Medical Wellness:

„Medical Wellness ist das medizinisch-therapeutische geleitete und wissenschaftlich fundierte Bemühen um ganzheitliches körperliches, geistiges und seelisches Wohlbefinden durch vitalisierende und entspannende Maßnahmen gleichermaßen, das in gesundheitlichen Zentren besonderer Art gefördert wird.“[6]

Für dieses neue privat bezahlte Betätigungsfeld der Ärzte werden in der Literatur folgende Beispiele genannt: Anti-Ageing, Gesundheits-Check-ups, Genanalyse, (genetische) Diagnose, labordiagnostische und andere Wunschleistungen, medizinische Prävention, Ernährungsberatung, Gewichtsreduktion, Gesundheitsberatung, Rehabilitation, Ayurveda, Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), Klassische Massage, physiotherapeutische Anwendungen, Cardio-Fitness, Muskeldiagnose, Trainingstherapie, Krankengymnastik, Kneipp-Anwendungen, Bewegungstherapie, Rückenschule, Lymphdrainagen, Reflexonen-

massage.[7] An dieser Aufzählung lässt sich erkennen, dass Medical Wellness auch Anwendungen umfasst, die zur Zeit im Leistungskatalog der Krankenkassen enthalten sind. Der ganzheitliche Ansatz des Wellness 3. Grades kommt dem Medical Wellness schon recht nahe.[8] Er erfasst aber nicht die Einbeziehung der Errungenschaften der traditionellen Medizin, um welche sich Medical Wellness im Gegensatz zum Wellnessgedanken ergänzt.[9]

Die folgende Abbildung versucht auf grafische Weise, das Medical Wellnessmodell zwischen westlichem Schulmedizinmodell und Wellnessmodell zu positionieren:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Position von Medical Wellness zwischen Schulmedizin- und

Wellnessmodell

Quelle: Illing, K.-T, Medical Wellness und Selbstzahler, 2002, S. 44

2.2 Begriffabgrenzung: Medical Wellness – klassische Heilkur

Obwohl ein Wellness-Aufenthalt sehr wohl in einem Kurhaus erfolgen kann, ist es sehr wichtig Medical Wellness von der traditionellen Heilkur abzugrenzen. Die traditionelle Kur nimmt ihren Ausgang von der Krankheit und hat die Wiederherstellung der Gesundheit zum Ziel. Sie besitzt eine stark medizinisch-therapeutische Grundlage und wird bisher (und weiterhin eingeschränkt) durch das Sozialsystem der Krankenkassen und Rentenversicherungen (mit-)finanziert. Die

Aufenthaltsdauer beträgt mindestens drei Wochen.[10] Des weiteren erfolgt eine Kur nur nach einer Einweisung durch einem Arzt, ist mit einem Orts- und Milieuwechsel verknüpft und die Häufigkeit ist durch Krankenkassen reglementiert.

Medical Wellness-Tourismus erfolgt aus eigener Entscheidung mit eigenen Auswahlkriterien und ist meist deutlich kürzer als eine Kur.[11] Durch die restriktive Haltung der Krankenkassen (z.B. bei Kuren, Massagen, Krankengymnastik) ist das Bewusstsein für die eigenverantwortliche Gesundheitsvorsorge geschärft worden. Immer mehr Menschen sind bestrebt, etwas für sich, die eigne Gesundheit und das Wohlbefinden zu tun und dafür auch aus eigener Tasche zu bezahlen.[12]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Abgrenzungskriterien zwishcen Medical Wellness und Kur/ Reha in Anlehnung an: Lanz Kaufmann, E., Wellness- Tourismus, 1999, S.61

[...]


[1] Vgl. http://www.vive-sanis.de/pages/03felke/med_well_frameset.html

[2] Illing, K.-T, Medical Wellness und Selbstzahler, 2002, S. 9

[3] Illing, K.-T., Medical Wellness und Selbstzahler, 2002, S. 10

[4] Illing, K.-T., Medical Wellness und Selbstzahler, 2002, S. 10

[5] Vgl. http://www.bad-duerrheim.de/pdfs/kurzeit52002_1803.pdf

[6] Illing, K.-T., Medical Wellness und Selbstzahler, 2002, S. 10

[7] o.V: Gesucht: Wellness, 2001, S. 88, http://www.vive-sanis.de/pages/03felke/ med_well_frameset.html

[8] Vgl. Illing, K.-T, Medical Wellness und Selbstzahler, 2002, S. 44

[9] Vgl. Illing, K.-T, Medical Wellness und Selbstzahler, 2002, S. 44

[10] Vgl. Nahrstedt, Prof. Dr. W., Der Kurort als regionales und internationales Gesundheitszentrum, Heilbad und Kurort 7/98, S. 156

[11] Vgl. Nahrstedt, Prof. Dr. W., Gesundheitstourismus in Europa, Heilbad und Kurort 6/97, S. 148

[12] Vgl. Vierbuchen, R., Geschäft mit der Gesundheit belebt Tourismus und Kurorte, Handelsblatt Nr. 161/ 22.8.2003, S. 10

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Medical Wellness
Hochschule
Universität Lüneburg
Veranstaltung
Marktsegment Wellness Tourismus - Chancen und Risiken
Note
1,7
Autor
Jahr
2003
Seiten
16
Katalognummer
V30874
ISBN (eBook)
9783638320474
Dateigröße
501 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Medical, Wellness, Marktsegment, Wellness, Tourismus, Chancen, Risiken
Arbeit zitieren
Annika Hinrichs (Autor:in), 2003, Medical Wellness, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30874

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