Immaterielle Werte gelten, bedingt durch einen Strukturwandel hin zu einer wissensbasierten Gesellschaft, als relevante Wertetreiber für Unternehmen. Indes stellt die Behandlung immaterieller Werte die Rechnungslegung vor großen Herausforderungen. Der Anteil des immateriellen Vermögens, am Gesamtvermögen ist bei den Unternehmen relativ hoch, was auf die hohen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten dieser Unternehmen zurückzuführen ist. Immer häufiger lässt sich dies auch im Rahmen von Unternehmenserwerben feststellen, bei denen der Kaufpreis und das bilanzierte Eigenkapital des erworbenen Unternehmens stark divergieren.
Neben stillen Reserven sind hierfür besonders nicht bilanzierte immaterielle Vermögenswerte die verursachende Kraft. Aufgrund dieser klaren Entwicklungstendenz ist eine intensive Auseinandersetzung mit der Systematik der immateriellen Vermögensgegenstände, unabhängig vom jeweils verwendeten Rechnungslegungskreis, erforderlich.
Die vorliegende Arbeit soll speziell die Rechnungslegung von immateriellen Vermögensposten nach HGB und Steuerrecht darstellen und vergleichen. Eine Behandlung immaterieller Werte des Umlaufvermögens ist nicht Gegenstand dieser Arbeit. Neben der Einleitung erfolgt eine Untergliederung in drei weitere Kapitel. Zielsetzung des 2. Kapitels ist es zunächst ein Grund-verständnis für die Thematik der immateriellen Vermögensgegenstände zu schaffen. Unter Kapitel 3 wird detailliert die bilanzielle Behandlung der immateriellen Vermögenswerte nach HGB und Steuerrecht dargestellt. Hierunter fallen der Ansatz, die Bewertung, der Ausweis sowie latente Steuern. Auf Grundlage dieser Betrachtung wird ein Ausblick gegeben. Im Kapitel 4 wird zusammenfassend der Vergleich der Rechnungslegung nach HGB und Steuerrecht synoptisch dargestellt.
Inhaltsverzeichnis (Table of Contents)
- 1. Einleitung
- 2. Definitionen und Arten von immateriellen Vermögenswerten
- 2.1 Definitionen von immateriellen Vermögenswerten
- 2.1.1 Handelsrechtliche Definition
- 2.1.2 Steuerrechtliche Definition
- 2.1.3 Vergleich der handels- und steuerrechtlichen Definitionen
- 2.2 Arten immaterieller Vermögensgegenstände
- 3. Bilanzierung immaterieller Vermögensposten im Handels- und Steuerbilanz
- 3.1 Ansatz immaterieller Vermögensgegenstände
- 3.1.1 Grundsätzliche Anforderungen
- 3.1.1.1 Anforderungen in der Handelsbilanz
- 3.1.1.2 Anforderungen in der Steuerbilanz
- 3.1.2 Ansatz entgeltlich erworbener immaterieller Vermögensposten
- 3.1.2.1 Ansatz in der Handelsbilanz
- 3.1.2.2 Ansatz in der Steuerbilanz
- 3.1.2.3 Vergleich des Ansatzes in der Handels- und Steuerbilanz
- 3.1.3 Ansatz selbst geschaffener immaterieller Vermögensposten
- 3.1.3.1 Ansatz in der Handelsbilanz
- 3.1.3.2 Ansatz in der Steuerbilanz
- 3.1.3.3 Vergleich des Ansatzes in der Handels- und Steuerbilanz
- 3.1.4 Ansatz vom Geschäfts- oder Firmenwert
- 3.1.4.1 Ansatz in der Handelsbilanz
- 3.1.4.2 Ansatz in der Steuerbilanz
- 3.1.4.3 Vergleich des Ansatzes in der Handels- und Steuerbilanz
- 3.2 Bewertung von immateriellen Vermögensposten
- 3.2.1 Zugangsbewertung immaterielle Vermögensposten
- 3.2.1.1 Zugangsbewertung entgeltlich erworbener immaterieller Vermögensgegenstände
- 3.2.1.1.1 Zugangsbewertung in der Handelsbilanz
- 3.2.1.1.2 Zugangsbewertung in der Steuerbilanz
- 3.2.1.1.3 Vergleich der Zugangsbewertung in der Handels- und Steuerbilanz
- 3.2.1.2 Zugangsbewertung selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände
- 3.2.1.2.1 Zugangsbewertung in der Handelsbilanz
- 3.2.1.2.2 Zugangsbewertung in der Steuerbilanz
- 3.2.1.2.3 Vergleich der Zugangsbewertung in der Handels- und Steuerbilanz
- 3.2.1.3 Zugangsbewertung Geschäfts- oder Firmenwert
- 3.2.1.3.1 Zugangsbewertung in der Handelsbilanz
- 3.2.1.3.2 Zugangsbewertung in der Steuerbilanz
- 3.2.1.3.3 Vergleich der Zugangsbewertung in der Handels- und Steuerbilanz
- 3.2.2 Folgebewertung immaterieller Vermögensposten
- 3.2.2.1 Folgebewertung entgeltlich erworbener immaterieller Vermögensgegenstände
- 3.2.2.1.1 Folgebewertung in der Handelsbilanz
- 3.2.2.1.2 Folgebewertung in der Steuerbilanz
- 3.2.2.1.3 Vergleich der Folgebewertung in der Handel- und Steuerbilanz
- 3.2.2.2 Folgebewertung selbst geschaffener immaterieller Vermögensposten
- 3.2.2.2.1 Folgebewertung in der Handelsbilanz
- 3.2.2.2.2 Folgebewertung in der Steuerbilanz
- 3.2.2.2.3 Vergleich der Folgebewertung in der Handels- und Steuerbilanz
- 3.2.2.3 Folgebewertung Geschäfts-oder Firmenwert
- 3.2.2.3.1 Folgebewertung in der Handelsbilanz
- 3.2.2.3.2 Folgebewertung in der Steuerbilanz
- 3.2.2.3.3 Vergleich der Folgebewertung in der Handels- und Steuerbilanz
- 3.3 Ausweis immaterieller Vermögensposten im Handels- und Steuerbilanz
- 3.4 Latente Steuern
- 3.4.1 Aktive und passive latente Steuern
- 3.4.2 Bewertung und Ausweis latente Steuern
- 3.5 Ausblick
- 4. Synoptische Zusammenfassung
- Definitionen von immateriellen Vermögenswerten im Handels- und Steuerrecht
- Bilanzierung immaterieller Vermögensgegenstände im Handels- und Steuerrecht
- Bewertung immaterieller Vermögensposten in der Handels- und Steuerbilanz
- Ausweis von immateriellen Vermögenswerten in der Handels- und Steuerbilanz
- Latente Steuern im Zusammenhang mit der Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Die Bachelorarbeit untersucht die unterschiedlichen Behandlungen von immateriellen Vermögenswerten in der Handels- und Steuerbilanz. Ziel ist es, die Unterschiede in der Definition, dem Ansatz, der Bewertung und dem Ausweis immaterieller Vermögensgegenstände im Handels- und Steuerrecht zu analysieren und zu vergleichen.
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
Kapitel 1 liefert eine Einleitung und führt in die Thematik der Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte im Handels- und Steuerbilanz ein. Kapitel 2 beschäftigt sich mit den Definitionen von immateriellen Vermögenswerten und unterscheidet zwischen handels- und steuerrechtlichen Definitionen. Es werden verschiedene Arten von immateriellen Vermögensgegenständen vorgestellt.
Kapitel 3 analysiert die Bilanzierung von immateriellen Vermögensposten im Handels- und Steuerbilanz. Es werden die Anforderungen an den Ansatz, die Bewertung und den Ausweis immaterieller Vermögenswerte im Handels- und Steuerrecht verglichen. Insbesondere werden die Unterschiede in der Behandlung von entgeltlich erworbenen, selbst geschaffenen und vom Geschäfts- oder Firmenwert abgeleiteten immateriellen Vermögenswerten beleuchtet. Das Kapitel geht auch auf die Behandlung latenter Steuern im Zusammenhang mit der Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte ein.
Schlüsselwörter (Keywords)
Immaterielle Vermögenswerte, Handelsbilanz, Steuerbilanz, Bilanzierung, Bewertung, Ansatz, Ausweis, Latente Steuern, Geschäfts- oder Firmenwert.
Häufig gestellte Fragen
Was sind immaterielle Vermögensgegenstände?
Dazu zählen nicht-physische Werte wie Patente, Lizenzen, Software oder der Geschäfts- oder Firmenwert, die zunehmend als wichtige Wertetreiber für Unternehmen gelten.
Wie unterscheidet sich der Ansatz im HGB vom Steuerrecht?
Im HGB gibt es für selbst geschaffene immaterielle Werte ein Aktivierungswahlrecht (§ 248 Abs. 2 HGB), während im Steuerrecht ein striktes Aktivierungsverbot besteht.
Wann müssen immaterielle Werte zwingend aktiviert werden?
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände müssen sowohl in der Handelsbilanz als auch in der Steuerbilanz aktiviert werden.
Was ist bei der Bewertung des Geschäfts- oder Firmenwerts zu beachten?
Der derivative Geschäfts- oder Firmenwert gilt als zeitlich begrenzt nutzbar und muss über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben werden.
Welche Rolle spielen latente Steuern in diesem Zusammenhang?
Da Handels- und Steuerbilanz bei selbst geschaffenen Werten voneinander abweichen können, entstehen Differenzen, die durch die Bildung passiver latenter Steuern im HGB-Abschluss ausgeglichen werden müssen.
- Quote paper
- Chantsaldulam Adiyasuren (Author), 2014, Bilanzierung von immateriellen Vermögensgegenständen nach HGB und Steuerrecht. Ein Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308740