Die in Kopie vorliegende Traditionsquelle handelt von dem Austritt Max Liebermanns aus der preußischen Akademie der Künste. Die Prüfung der Authentizität der Quelle erfolgte durch Einsicht in die Originalzeitung des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens aus dem Jahr 1933, welche die Stellungnahme Max Liebermanns seiner Zeit abdruckte.
In der öffentlichen Stellungnahme berichtet er von der Problematik der nationalsozialistischen Reorganisation der Preußischen Akademie der Künste. Des Weitern legt er das ihm 1933 verliehene Amt des Ehrenpräsidenten nieder.
Inhaltsverzeichnis
1. Der Austritt Max Liebermanns aus der Preußischen Akademie der Künste
1.1 Biografischer Hintergrund Max Liebermanns
1.2 Die Preußische Akademie der Künste bis 1933
1.3 Politische Umbrüche und die „Säuberung“ der Akademie
1.4 Der Austritt als politisches Signal und individuelle Identitätsfindung
1.5 Lebensabend und Rückzug
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit analysiert die Hintergründe und die Bedeutung des Austritts von Max Liebermann aus der Preußischen Akademie der Künste im Jahr 1933 vor dem Hintergrund der nationalsozialistischen Machtübernahme und der damit einhergehenden antijüdischen Ausgrenzungspolitik.
- Biografie und künstlerisches Wirken Max Liebermanns
- Strukturen und Entwicklung der Preußischen Akademie der Künste
- Auswirkungen der nationalsozialistischen Ideologie auf das kulturelle Leben
- Die Bedeutung von Liebermanns Austritt als Akt des zivilen Protests
- Das deutsch-jüdische Selbstverständnis in der Weimarer Republik und im NS-Staat
Auszug aus dem Buch
Die politische Formierung der Akademie
Mit der Machtübernahme Adolf Hitlers am 30. Januar 1933 musste Max Liebermann erkennen, dass politischen Veränderungen auch vor der Preußischen Akademie der Künste nicht haltmachte.
Nach Ernennung des ehemaligen niedersächsischen Gauleiters der NSDAP, Dr. Bernhard Rust, zum Staatskommissar für Kunst, Wissenschaft und Volksbildung in Preußen und dessen damit verbundenen Tätigkeit des Kurators der Akademie, wurde eine nationalsozialistische Akademiepolitik betrieben. Nun sollte eine „Säuberung politisch unzuverlässiger und jüdischer Elemente“ in der Akademie der Künste stattfinden. Der Beginn der poltischen Formierung der Akademie, kann mit dem Ausscheiden von Heinrich Mann und Käthe Kollwitz datiert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Der Austritt Max Liebermanns aus der Preußischen Akademie der Künste: Einführung in die Traditionsquelle, welche den Austritt Max Liebermanns aus der Preußischen Akademie der Künste im Mai 1933 thematisiert.
1.1 Biografischer Hintergrund Max Liebermanns: Detaillierte Darstellung des Lebenslaufs von Max Liebermann, seines künstlerischen Werdegangs als Impressionist und seiner engen Verbindung zu Berlin.
1.2 Die Preußische Akademie der Künste bis 1933: Historischer Abriss zur Gründung der Akademie sowie Darstellung von Liebermanns prägender Rolle als Präsident zur Förderung des deutschen Kunstwesens.
1.3 Politische Umbrüche und die „Säuberung“ der Akademie: Analyse der zunehmenden Repressionen nach 1933, angeführt durch den Staatskommissar Bernhard Rust, und der erzwungenen Abgänge namhafter Mitglieder.
1.4 Der Austritt als politisches Signal und individuelle Identitätsfindung: Erläuterung von Liebermanns Entscheidung zum Austritt als Bekenntnis gegen das Regime und Reflexion seines Selbstbildes als preußischer Jude.
1.5 Lebensabend und Rückzug: Schilderung der letzten Lebensjahre Liebermanns unter der Last der nationalsozialistischen Verfolgung bis zu seinem Tod im Jahr 1935.
Schlüsselwörter
Max Liebermann, Preußische Akademie der Künste, Nationalsozialismus, Antisemitismus, Impressionismus, Kunstpolitik, Säuberung, Kulturgeschichte, Weimarer Republik, jüdische Identität, Widerstand, Austritt, Berliner Secession, NS-Regime, 1933
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Austritt des Künstlers Max Liebermann aus der Preußischen Akademie der Künste im Jahr 1933 als Reaktion auf die nationalsozialistische Gleichschaltung des kulturellen Lebens.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zu den Schwerpunkten zählen die Biografie Liebermanns, die Geschichte der Akademie, die Auswirkungen der NS-Ideologie auf die Kunst und die Identitätsfrage assimilierter Juden in dieser Epoche.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Beweggründe Liebermanns für seinen Austritt zu beleuchten und diesen Akt als politisches und moralisches Zeugnis gegen die Unterdrückung einzuordnen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Primärquellen, wie Liebermanns öffentlicher Stellungnahme und Briefen, sowie relevanter Sekundärliteratur basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert chronologisch die politische Formierung der Akademie, die „Säuberungswellen“ gegen jüdische Mitglieder und Liebermanns persönliche Zerrissenheit während des zunehmenden nationalsozialistischen Drucks.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Typische Schlüsselbegriffe sind Max Liebermann, Nationalsozialismus, Preußische Akademie der Künste, Antisemitismus und kulturelle Identität.
Warum zögerte Max Liebermann zunächst mit seinem Austritt?
Liebermann befürchtete, dass sein Rücktritt von den Gegnern als persönliche Feigheit ausgelegt werden könnte, und suchte nach einer Möglichkeit, sein Handeln als politisches Signal zu setzen.
Welchen Einfluss hatte das „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ auf die Akademie?
Dieses Gesetz diente als juristische Grundlage für die Entlassung jüdischer Mitglieder und führte dazu, dass die Akademie ihre Autonomie verlor und in den Dienst nationalsozialistischer Ideologie gestellt wurde.
- Arbeit zitieren
- Lisa Größer (Autor:in), 2012, Der Austritt Max Liebermanns aus der preußischen Akademie der Künste. Eine Quelleninterpretation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308848