Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Didaktik - Geschichte

Vermittlung von Geschichte im Spielfilm. Der Film "Thirteen Days" als gelungene Umsetzung

Titel: Vermittlung von Geschichte im Spielfilm. Der Film "Thirteen Days" als gelungene Umsetzung

Hausarbeit , 2013 , 20 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Benjamin Waldraff (Autor:in)

Didaktik - Geschichte
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit soll die gelungene Vermittlung der Kuba-Krise in einem Spielfilm dargestellt werden. Spielfilme, die ein historisches Thema als Hauptgegenstand haben, haben es schwer. Einerseits verlangt der Historiker maximale Genauigkeit und erwartet vom Film, dass dieser so nah wie möglich an den tatsächlichen Ereignissen bleibt, andererseits dient ein Spielfilm immer einem kommerziellen Zweck und soll möglichst viele Menschen ins Kino oder vor die Fernsehschirme locken.

Damit dies gelingt, muss sich ein Spielfilm zwangsläufig etwas ausdenken, was die Menschen fesselt. Er braucht also eine Handlung, muss Emotionen in den Film bringen und Figuren schaffen, mit denen sich der Zuschauer identifizieren kann. Diese Voraussetzung führt meistens dazu, dass das historische Ereignis nur noch im Hintergrund auftritt, und der Film sich im Hauptsächlichen um die erfundene Handlung dreht. Während dies dem normalen Zuschauer gefällt, wird der Historiker meistens eher enttäuscht.

Es kann aber auch gelingen, einerseits die historische Wahrheit und Genauigkeit so genau wie möglich wiederzugeben, dem Zuschauer aber andererseits auch einen Film zu präsentieren, der spannend und unterhaltsam ist und einer klaren Handlung folgt. In der vorliegenden Arbeit soll ein Film dargestellt werden, dem dies gelungen ist, nämlich „Thirteen Days“, welcher die Kuba-Krise zum Thema hat. Dazu sollen zunächst die Chancen und Risiken von Geschichte im Spielfilm dargestellt werden, anschließend die historischen Ereignisse der Kuba-Krise. Der Inhalt des Films soll als nächstes dargestellt werden, gefolgt von drei ausgewählten Szenen. Davon ist eine historisch so authentisch wie möglich, eine frei erfunden und die dritte stellt einen Mittelweg dar.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Geschichte im Spielfilm: Chancen und Risiken

2 Die Kuba-Krise 1962

3 Der Film „Thirteen Days“

3.1 Produktionsbedingungen

3.2 Der Inhalt des Films

4 Geschichte im Film „Thirteen Days“

4.1 Die Rede Adlai Stevensons vor der UN-Vollversammlung

4.2 Kenneth O’Donnell und John F. Kennedy vor dessen Rede an die Nation

4.3 Erste Krisensitzung

Fazit

Quellen- und Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung historischer Ereignisse im Spielfilm am konkreten Beispiel des Films „Thirteen Days“. Dabei wird analysiert, inwiefern der Film das historische Geschehen der Kuba-Krise von 1962 authentisch wiedergibt und wo die Grenzen zwischen faktischer Darstellung und fiktionaler, für die Unterhaltung notwendiger Überformung liegen.

  • Chancen und Risiken von historischem Spielfilm
  • Historische Hintergründe der Kuba-Krise 1962
  • Produktionshintergründe und inhaltliche Struktur des Films
  • Authentizitätsanalyse ausgewählter Schlüsselszenen
  • Die Rolle des fiktionalen Narrativs für die historische Vermittlung

Auszug aus dem Buch

Die Rede Adlai Stevensons vor der UN-Vollversammlung

Um die Rede des amerikanischen UN-Botschafters Adlai Stevenson am 25. Oktober 1962 so das UN-Hauptgebäude. Sie schauten sich den Saal in dem der Sicherheitsrat tagt an, und bildeten diesen Originalgetreu nach. Für die Rolle des sowjetischen UN-Botschafters Walerian Sorin wurde Oleg Vidov gecastet, dieser ist russischer Muttersprachler und war somit bestens geeignet.

Ein großer Vorteil, den die Filmemacher bei dieser Szene hatten, ist, dass es einer der wenigen öffentlichen Momente der Kuba-Krise war und somit enorm gut dokumentiert ist. Der Beitrag des kubanischen UN-Botschafters ist eine originalgetreue Aufnahme, die verwendet wurde um zu zeigen, dass die Kubaner sich von den Amerikanern nach der Invasion der Schweinebucht bedroht und falsch behandelt fühlten und bereit waren, mit Leidenschaft für ihr Land zu kämpfen.

Auch die Zweifel, die insbesondere Robert Kennedy an der Fähigkeit Stevensons mit Sorin fertigzuwerden hat, sind authentisch, zu Beginn der Versammlung war er kurz davor, Stevenson durch einen anderen Vertreter zu ersetzen, von dem er glaubte, dieser würde besser mit der Situation klarkommen. Ebenfalls authentisch ist das Gelächter in der Vollversammlung als Stevenson den sowjetischen Botschafter bloßstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Es werden die Schwierigkeiten der historischen Genauigkeit im kommerziellen Spielfilm thematisiert und das Ziel der Arbeit sowie die verwendete Literatur vorgestellt.

1 Geschichte im Spielfilm: Chancen und Risiken: Dieses Kapitel erörtert die filmischen Konventionen bei der Darstellung historischer Stoffe und die damit verbundene Kritik von Historikern.

2 Die Kuba-Krise 1962: Es erfolgt eine Zusammenfassung der historischen Ereignisse der Kuba-Krise sowie der Eskalation und Deeskalation der diplomatischen Spannungen.

3 Der Film „Thirteen Days“: Hier werden die Produktionsumstände des Films beleuchtet und eine detaillierte Inhaltsangabe des filmischen Geschehens gegeben.

4 Geschichte im Film „Thirteen Days“: Anhand dreier Schlüsselszenen wird die historische Authentizität des Films kritisch hinterfragt und die Absicht der Filmemacher analysiert.

Fazit: Das Kapitel zieht ein Resümee über den Erfolg des Films, historische Wahrhaftigkeit mit unterhaltender Fiktion zu verbinden.

Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Medien, Aufsätze und Werke zur Erstellung der Arbeit.

Schlüsselwörter

Kuba-Krise, Spielfilm, Geschichte, Authentizität, Thirteen Days, John F. Kennedy, Kenneth O’Donnell, ExComm, Geschichtsdidaktik, Filmgeschichte, Kalter Krieg, Historienfilm, Dokumentation, Krisenmanagement, Sowjetunion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der filmischen Aufarbeitung historischer Ereignisse, konkret am Beispiel des Spielfilms „Thirteen Days“, der die Kuba-Krise des Jahres 1962 thematisiert.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Das Hauptaugenmerk liegt auf der Spannung zwischen dem Anspruch an historische Genauigkeit einerseits und den dramaturgischen Anforderungen eines kommerziellen Spielfilms andererseits.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Ziel ist es zu untersuchen, wie historische Fakten in eine fiktive Erzählstruktur eingebettet werden und welche Chancen oder Risiken sich daraus für das Geschichtsverständnis der Zuschauer ergeben.

Welche wissenschaftliche Methodik wird angewandt?

Der Autor führt eine literaturgestützte Analyse durch, vergleicht den Film mit dokumentierten historischen Abläufen und nutzt zusätzlich Audiokommentare des Films sowie Kritiken zur Einordnung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung der Kuba-Krise, eine Beschreibung des Films inklusive seiner Produktionsbedingungen sowie eine detaillierte Authentizitätsprüfung ausgewählter Szenen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Schlagworte sind Authentizität, historische Darstellung im Spielfilm, Kuba-Krise und die Rolle der Akteure (insbesondere Kennedy und O’Donnell) im Entscheidungsprozess.

Welche Funktion hat die Figur des Kenneth O’Donnell im Film?

O’Donnell dient als erzählerischer Anker und Identifikationsfigur, durch dessen Perspektive der Zuschauer einen Blick hinter die Kulissen der politischen Entscheidungsfindungen erhält.

Warum ist die Szene vor der UN-Vollversammlung für den Film so bedeutend?

Diese Szene ist zentral, da sie einen der wenigen öffentlichen Höhepunkte der Krise darstellt, in dem die USA der Weltgemeinschaft visuelle Beweise präsentieren und damit die diplomatische Deutungshoheit erlangen.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Vermittlung von Geschichte im Spielfilm. Der Film "Thirteen Days" als gelungene Umsetzung
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Historisches Seminar)
Note
2,0
Autor
Benjamin Waldraff (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
20
Katalognummer
V308916
ISBN (eBook)
9783668072022
ISBN (Buch)
9783668072039
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vermittlung geschichte spielfilm film thirteen days umsetzung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Benjamin Waldraff (Autor:in), 2013, Vermittlung von Geschichte im Spielfilm. Der Film "Thirteen Days" als gelungene Umsetzung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308916
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  20  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum