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Las Hilanderas - Die Fabel der Arachne

Title: Las Hilanderas - Die Fabel der Arachne

Term Paper (Advanced seminar) , 1999 , 17 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Martina Busas (Author)

Art - Painting
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Summary Excerpt Details

Diego Rodríguez de Silva y Velázquez gehört mit Goya und Picasso zu den drei großen spanischen Malern. Trotzdem ist das Wissen über biographische Einzelheiten oder die äußere Geschichte seines Lebens sehr begrenzt, da weder Tagebücher noch Briefe von Velázquez oder einem seiner Bekannten überliefert sind. Das einzige absolut gesicherte Selbstbildnis unter seinen 100 bis 120 eigenhändigen Werken ist das des 57-jährigen auf den ‘Las Menias’, obwohl er sich höchstwahrscheinlich schon zwanzig Jahre davor auf der ‘Übergabe von Breda’ abbildete. Zwischen Velázquez Werk und seinem Leben sind Bedeutungszusammenhänge manchmal schwer zu finden. Bei den ‘Las Hilanderas’ potenziert sich diese Problematik, da erst 1948 das eigentliche Thema des Werkes wieder entdeckt wurde und bis heute unterschiedliche Auffassungen in der Forschung herrschen über äußere Angaben, wie zu der Datierung oder zu den Maßen. Zugleich ist die künstlerische Umsetzung des Themas im Bildaufbau sehr ungewöhnlich und es wird noch versucht in Velázquez inhaltlicher Darstellung eine kunsttheoretische Aussage zum Künstler in seiner Zeit zu finden. In meiner schriftlichen Ausarbeitung zu diesem Werk stütze ich mich besonders auf Kurt Gerstenbergs Monographie zu Velázquez von 1957 und José López-Rey Œuvre-Katalog zu Velázquez in der überarbeiteten Fassung von 1997.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Vorwort

II. Zur Datierung und den Maßen des Werkes

II.1 Die Maße

II.2 Die Datierung

II.3 Das Thema

III. Die Fabel der Arachne

III. 1 Athene / Minerva

III. 2 Die Handlung nach Ovids ‘Metamorphosen’ (Bd. VI, 1-145)

IV. Bildbeschreibung

V. Bildkompostion

VI. Zur verwendeten Symbolik

VI. 1 Gegenstände und Attribute

VI. 2 Gestik

VII. Das Werk in seiner Zeit und im Gesamtwerk Diego Velázquez’

VIII. Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die kunsthistorische Analyse von Diego Velázquez’ Gemälde „Las Hilanderas“ (Die Fabel der Arachne), um dessen komplexe inhaltliche Darstellung sowie die kunsttheoretische Aussage über den Künstler in seiner Zeit zu erschließen.

  • Untersuchung der Datierung und Maße unter Berücksichtigung restaurierungshistorischer Aspekte.
  • Mythologische Einordnung des Bildthemas anhand der Ovid’schen Metamorphosen.
  • Detaillierte Analyse von Bildbeschreibung, Komposition und Lichtführung.
  • Interpretation der ikonographischen Symbolik, insbesondere der Attribute und Gestik der Figuren.
  • Einordnung des Werkes in den zeitgenössischen Diskurs zur Legitimierung der Malerei als freie Kunst.

Auszug aus dem Buch

II.1 Die Maße

Das Werk ‘Las Hilanderas’ (‘Die Spinnerinnen’), später als ‘Die Fabel der Arachne’ bezeichnet, ist in Öl auf Leinwand gemalt und hängt heute im Museo del Prado, Madrid. Die Maße sind 220 × 289 cm. Hierbei muß jedoch von 167 × 252 cm, mit sichtbaren, radiographisch belegten, Ergänzungen an allen vier Seiten zur jetzigen Größe ausgegangen werden.

Vielleicht fanden diese Veränderungen bei Restaurierungsarbeiten zwischen 1734, einer möglichen Beschädigung des Werkes durch den Brand des damaligen Aufbewahrungsortes Alcázar, und 1772, einem Inventareintrag mit Maßen, die in etwa den heutigen entsprechen, statt. Franz Zelger gibt an, daß die Maße ohne Ergänzungen mit den Maßen im frühsten bekannten Inventareintrag von 1664 fast übereinstimmen, die Ergänzungen dem zur Folge Anstückungen an die ursprüngliche Größe des Bildes darstellen. Kurt Gerstenberg geht von einem Brand des Rahmens im Jahre 1734 und damit von einer schweren Beschädigung des Gemäldes aus, „weshalb oben und an den Seiten breite Streifen angesetzt werden mußten, um den früheren Zustand und Umfang wieder herzustellen.“ Das ursprüngliche Gemälde besaß demnach in etwa die heutige Größe, was Gerstenberg mit stilistischen Merkmalen belegt: „[...] nur in seiner Frühzeit umschließt Velázquez seine Figurengruppen eng mit dem Rahmen. Seit seiner zweiten italienischen Reise aber gibt er mit den hohen und weiten Räumen des italienischen Hochbarock auch seinen Figurenkompositionen höhere Würde.“ Durch diese Argumente begründet, erscheint Gerstenbergs Theorie wahrscheinlicher, insbesondere wenn man Werke aus der gleichen Spätphase heranzieht wie ‘Las Meninas’ (1659), mit seiner hohen, freien Deckengestaltung, die den Figuren mehr Freiheit und Raum, aber auch würdige Persönlichkeit verleiht.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Vorwort: Einführung in die biographische Problematik bei Velázquez und Darstellung der methodischen Basis der Arbeit.

II. Zur Datierung und den Maßen des Werkes: Diskussion der physischen Beschaffenheit des Gemäldes sowie Kontroversen zur zeitlichen Einordnung innerhalb des Œuvres.

III. Die Fabel der Arachne: Erläuterung der mythologischen Grundlagen nach Ovid und der Rolle von Athene und Arachne.

IV. Bildbeschreibung: Detaillierte visuelle Erfassung der Werkstattszenen und des Hintergrund-Alkovens.

V. Bildkompostion: Analyse des theatralischen Aufbaus, der Lichtführung und der erzählerischen Ebenen.

VI. Zur verwendeten Symbolik: Untersuchung der ikonographischen Bedeutung von Attributen wie Spinnrad, Leiter und Katze sowie der rhetorischen Gestik.

VII. Das Werk in seiner Zeit und im Gesamtwerk Diego Velázquez’: Einordnung des Bildes in die berufliche und gesellschaftliche Stellung des Malers.

VIII. Resümee: Abschließende Betrachtung der innovativen Darstellung der Arachne-Fabel durch Velázquez.

Schlüsselwörter

Diego Velázquez, Las Hilanderas, Die Fabel der Arachne, Ovid, Metamorphosen, Barockmalerei, Ikonographie, Athene, Arachne, Kunsttheorie, Bildkomposition, Symbolik, Spanien, Museo del Prado, Mythologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Gemälde „Las Hilanderas“ von Diego Velázquez und untersucht dessen kunsthistorische Bedeutung sowie die komplexe bildliche Auseinandersetzung des Künstlers mit mythologischen Themen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die Datierung und den Bildaufbau, die mythologische Vorlage nach Ovid, die ikonographische Symbolik sowie den sozialen Kontext der Malerei im 17. Jahrhundert.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die inhaltliche Darstellung des Wettstreits zwischen Athene und Arachne zu entschlüsseln und zu prüfen, inwieweit Velázquez damit eine kunsttheoretische Aussage über den Status der Malerei trifft.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit nutzt eine kunsthistorische Analyse, basierend auf Werkvergleichen, der Auswertung ikonographischer Emblembücher und dem Rückgriff auf anerkannte Monographien und Kataloge.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Bildbeschreibung, eine Kompositionsanalyse, die Deutung der verwendeten Symbolik sowie die Einordnung des Werkes in Velázquez’ Gesamtwerk.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Diego Velázquez, Las Hilanderas, Mythologie, Ikonographie, barocker Illusionismus und der Status der Malerei als freie Kunst.

Warum ist die Datierung von „Las Hilanderas“ umstritten?

Die Datierung ist komplex, da äußere Angaben wie Inventareinträge variieren und Restaurierungsmaßnahmen an der Leinwand die ursprüngliche Größe und damit die stilistische Einordnung beeinflussen.

Welche Bedeutung kommt der „Sprache der Hände“ im Bild zu?

Die Gestik der Figuren folgt der zeitgenössischen rhetorischen Tradition nach John Bulwer und dient dazu, die psychologische Spannung und den inhaltlichen Konflikt zwischen Gottheit und Mensch zu unterstreichen.

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Details

Title
Las Hilanderas - Die Fabel der Arachne
College
University Karlsruhe (TH)  (Institut für Kunstgeschichte)
Course
Hauptseminar
Grade
1,7
Author
Martina Busas (Author)
Publication Year
1999
Pages
17
Catalog Number
V30904
ISBN (eBook)
9783638320658
Language
German
Tags
Hilanderas Fabel Arachne Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martina Busas (Author), 1999, Las Hilanderas - Die Fabel der Arachne, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30904
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