Lizenzierung im Fußball. Lizensierungsverfahren für die Bundesliga und dritte Liga

Ein Vergleich der Prüfung und Rechnungslegung im Lizenzierungsverfahren der DFL und des DFB


Bachelorarbeit, 2015

51 Seiten, Note: 3,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abstract

1 Einführung

2 Organisation des Profifußballs in Deutschland
2.1 Strukturen im deutschen Profifußball
2.1.1 Deutscher Fußball-Bund (DFB)
2.1.2 Liga-Fußballverband (Ligaverband)
2.1.3 Deutsche Fußball Liga (DFL)
2.2 Rechtsformen im deutschen Profifußball
2.3 Zusammenfassung

3 Lizenzierungsverfahren im deutschen Fußball
3.1 Vergleich der Lizenzierungsverfahren von DFL und DFB
3.1.1 Verfahren und beteiligte Parteien
3.1.2 Finanzielle Kriterien und Finanzberichterstattung
3.1.2.1 Finanzielle Kriterien und Finanzberichterstattung vor der Spielzeit
3.1.2.1.1 Finanzielle Kriterien
3.1.2.1.2 Finanzberichterstattung
3.1.2.2 Finanzielle Kriterien und Finanzberichterstattung während der Spielzeit
3.1.2.2.1 Finanzielle Kriterien
3.1.2.2.2 Finanzberichterstattung
3.2 Lizenzierungsverfahren in der Regional- und Oberliga
3.3 Exkurs: UEFA-Klublizenz
3.4 Zusammenfassung

4 Beurteilung der Prüfung und Rechnungslegung von DFL und DFB
4.1 Finanzberichterstattung
4.1.1 Bilanz
4.1.2 GuV
4.1.3 Anhang, Lagebericht und sonstige Dokumente
4.1.4 Plan-GuV
4.1.5 Finale Einschätzung der Unterlagen
4.2 Beurteilung der finanziellen Kriterien
4.2.1 Liquidität
4.2.2 Eigenkapital
4.3 Mögliche Erweiterung der finanziellen Kriterien
4.3.1 Break-even-Ergebnis
4.3.2 Personalaufwandsquote
4.3.3 Dynamischer Verschuldungsgrad

5 Zusammenfassung und Ausblick

LiteraturverzeichnisVII

Elektronische QuellenVII

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Strukturen des deutschen Profifußballs

Abbildung 2: Rechtsformen in den Lizenzligen

Abbildung 3: Rechtsformen der dritten Liga

Abbildung 4: Voraussetzungen / Anforderungen für Fußballklubs

Abbildung 5: Schema Liquiditätsberechnung DFL

Abbildung 6: Schema zur Liquiditätsberechnung des DFB

Abbildung 7: Unterlagen zur Liquiditätsanalyse

Abbildung 8: Herleitung der Kapitalauflagen von DFL und DFB

Abbildung 9: Mögliche Bedingungen und Auflagen hinsichtlich des Nachweises zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit

Abbildung 10: Einzureichende Unterlagen vor der Spielzeit, wenn das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr entspricht

Abbildung 11: Einzureichende Unterlagen vor der Spielzeit, wenn das Geschäftsjahr der Spielzeit entspricht

Abbildung 12: Einzureichende Unterlagen während der Spielzeit

Abbildung 13: Ausgestaltung der finanziellen Kriterien vor der Spielzeit I

Abbildung 14: Ausgestaltung der finanziellen Kriterien vor der Spielzeit II

Abstract

Professionelle Fußballklubs sind nicht mehr länger nur Vereine, die in den oberen drei Ligen um Meisterschaftspunkte und Pokale spielen. Vielmehr kämpfen dort Kapitalgesellschaften, die teilweise in Konzernstrukturen eingebettet sind um sportliche Erfolge aber auch um den wirtschaftlichen Erfolg. Die Kapitalgesellschaften gleichen mittlerweile herkömmlichen Wirtschaftsunternehmen mit dem Streben nach sportlichem Erfolg unter Berücksichtigung ihrer finanziellen Möglichkeiten.

Durch z.T. eigens geschaffene Strukturreformen im Profifußball - mit Gründung des Ligaverbandes und der Tochtergesellschaft DFL – und der Möglichkeit der Ausgliederung des Lizenzteams in eine Kapitalgesellschaft, haben sich die 36 Klubs der ersten und zweiten Bundesliga durch neue Vermarktungsmöglichkeiten und mit dem Zugang zum Kapitalmarkt neue Möglichkeiten eröffnet. Um die Lücke zum Profifußball für die Drittligisten nicht zu groß werden zu lassen, führt der DFB die dritte Liga seit der Spielzeit 2008/09 als gesamtdeutsche Profiliga. Seit dem sind dort bessere Vermarktungsmöglichkeiten durch erhöhte TV-Präsenz möglich. Durch die zunehmende Kommerzialisierung erzielen die Klubs der drei Profiligen hohe Erträge. Diese hohen Erträge werden aber durch entsprechend hohe Aufwendungen relativiert. Die Klubs gehen mit den astronomischen Summen teils verantwortungslos um und vernachlässigen ein stabiles betriebswirtschaftliches Gerüst, um den schnellstmöglichen sportlichen Erfolg zu erreichen.

Aufgrund dessen führen die DFL und der DFB ein jährliches Lizenzierungsverfahren durch. Das erfolgreiche Durchlaufen des Lizenzierungsverfahrens der DFL für die erste und zweite Bundesliga, sowie das erfolgreiche Durchlaufen des Lizenzierungsverfahrens des DFB für die dritte Liga, sind Voraussetzung um am Spielbetrieb der drei Profiligen Deutschlands teilnehmen zu dürfen. Den Kern und den bedeutendsten Teil der Lizenzierungsverfahren bildet der Nachweis zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. In diesen Abschnitten der Lizenzierungsschriften sind Anforderungen an die Rechnungslegung und Finanzberichterstattung festgelegt. Vor und während der Spielzeit sind die Klubs zur Rechnungslegung gegenüber dem Lizenzgeber verpflichtet.

In der vorliegenden Arbeit „Lizenzierung im Fußball“ vergleicht und analysiert der Verfasser Ronny Matz anhand einer Literaturrecherche die wirtschaftlichen Teile der Lizenzierungsverfahren von DFL und DFB. Im Einzelnen werden die finanziellen Kriterien und die einzureichenden Unterlagen verglichen. Dabei wird von der Fragestellung ausgegangen, ob sich die Lizenzierungsverfahren inhaltlich unterscheiden. Es wird gezeigt an welcher Stelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei den finanziellen Kriterien und den einzureichenden Unterlagen in den Lizenzierungsverfahren auftreten. Zusätzlich beschäftigt sich der Verfasser ausgehend von den Schwächen der beiden wirtschaftlichen Abschnitte der Lizenzierungsverfahren mit möglichen Modifizierungen der finanziellen Kriterien und der Finanzberichterstattung, die die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit in geeigneterem Maße abbilden als es der Status quo leistet.

Der Vergleich in Form einer synoptischen Gegenüberstellung der finanziellen Kriterien vor der Spielzeit zeigt, dass beide Lizenzgeber als primäres Kriterium auf die Liquiditätssituation der Lizenzbewerber abstellen. Durch ein entsprechendes Berechnungsschema stellen die Lizenzgeber fest, ob die Liquidität zum 30.06.t+1 (t = aktuelles Jahr) gegeben ist. Die Berechnungsschemen unterscheiden sich bei DFL und DFB in Bezug auf die spielzeitübergreifenden Liquiditätseffekte. Die DFL kommt den Bewerbern entgegen und berechnet zukünftige Einnahmen aus dem Ticketing und einen geringeren Wert als den tatsächlichen Personalaufwand für die kommende Spielzeit mit ein. Der DFB berechnet hingegen ausschließlich zukünftige Ticketerlöse mit ein. An dieser Stelle werden Zugeständnisse von beiden Lizenzgebern gemacht die nicht begründet sind. Wird anhand der Berechnung vor der Spielzeit zunächst eine negative Liquidität zum 30.06.t+1 festgestellt, bieten DFL und DFB an, einen Betrag zur Schließung der Liquiditätslücke auf ein Konto einzuzahlen oder eine Bankbürgschaft einzuholen. Wird die Liquidität auch dann nicht nachgewiesen, wird keine Lizenz erteilt.

Das sekundäre Kriterium bei beiden Lizenzgebern stellt die Eigenkapitalsituation dar. Allerdings ist die Eigenkapitalsituation kein Grund zur Lizenzverweigerung. DFL und DFB sanktionieren beide im Falle eines negativen Eigenkapitals / eines nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags mit der Kapitalauflage. Die Kapitalauflage verpflichtet den Lizenzbewerber seine Eigenkapitalsituation zu verbessern bzw. nicht zu verschlechtern. Darüber hinaus verhängt die DFL die Auflage Planqualität wenn das Eigenkapital zum Stichtag negativ ist oder ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag ausgewiesen wird. An dieser Stelle wird der Lizenzbewerber verpflichtet, seine Planzahlen genauer und realistischer zu kalkulieren. Der DFB hat diese Auflage nicht in seinem Statut für die dritte Liga aufgenommen. Er kann bei Bedarf betriebswirtschaftliche Auswertungen verlangen.

Die Finanzberichterstattung vor und während der Spielzeit ist bei beiden Lizenzierungsverfahren bis auf etwaige abzugebende Erklärungen identisch. Durch eine Neuerung ab der Spielzeit 2014/15 sind die Bewerber der ersten drei Profiligen verpflichtet, bei vorhandenen Konzernstrukturen einen Konzernabschluss einzureichen. Jedoch wird bei der Berechnung der Liquidität auf den Einzelabschluss wert gelegt. Bei zu verhängenden Auflagen und Sanktionen wird ebenfalls der Einzelabschluss des Lizenzbewerbers selbst betrachtet.

Auch während der Spielzeit müssen die Lizenznehmer Unterlagen bei der DFL bzw. beim DFB einreichen. Auch hier wird auf die Liquiditätssituation der Bewerber abgestellt. Allerdings wird im unterjährigen Verfahren bei nicht vorhandener Liquidität zum 30.06.t+1 nicht die Lizenz entzogen, sondern DFL und DFB verhängen auch in diesem Fall Auflagen. An dieser Stelle muss die Liquiditätslücke durch Einzahlung auf ein Konto des Lizenzgebers oder einer Bankbürgschaft geschlossen werden. Darüber hinaus behalten sich DFL und DFB vor, vor der Verpflichtung eines Spielers in der Winterpause eine schriftliche Zustimmung erteilen zu müssen. Kann der Lizenznehmer die Liquiditätslücke zum 30.06.t+1 nicht schließen, wird eine Vertragsstrafe von beiden Lizenzgebern verhängt. DFL und DFB sanktionieren mit einer Aberkennung von Meisterschaftspunkten in der laufenden Spielzeit.

Der Vergleich zeigt, dass die finanziellen Kriterien mit der Betrachtung der Liquidität und des Eigenkapitals identisch sind. Bei den Berechnungsschemen zur Liquidität zum 30.06.t+1 gewährt die DFL den Bewerbern ein Zugeständnis mehr, in dem sie ein Teil des Personalaufwands für die kommende Saison nicht mit einberechnet. Der DFB gesteht den Lizenzbewerbern der dritten Liga zu, künftige Ticketeinnahmen in die Liquiditätsberechnung mit einfließen zu lassen.

Während beide Lizenzgeber die Kapitalauflage verhängen, bestraft die DFL ihre Lizenzbewerber darüber hinaus mit der Auflage Planqualität. Der DFB spricht diese Auflage nicht aus. Die DFL sanktioniert die nicht eingehaltene Auflage mit einer Vertragsstrafe.

Die dargelegten finanziellen Kriterien mit der Liquiditätssituation zum 30.06.t+1 als primäres Kriterium kann insgesamt als positiv betrachtet werden. Verbandsseitig ist dieses Kriterium wichtig, da hier ein hohes Interesse daran besteht das kein Klub in der Saison zahlungsunfähig wird. Wenn man das Schema zur Liquiditätsberechnung selbst betrachtet, wäre im Sinne einer integrierten Bilanz-, GuV- und Finanzplanung die Liquidität besser abgebildet als es das Schema der Lizenzgeber darzustellen vermag. Auch eine unterjährige Illiquidität wird durch den Stichtagsbezug zum 30.06.t+1 nicht dargestellt. Die bereits erwähnten spielzeitübergreifenden Liquiditätseffekte sind ebenfalls in Frage zu stellen, da ihnen jegliche Legitimation in der Liquiditätsberechnung abgeht. Die Kapitalstruktur und die Herkunft des Kapitals, welches für eine positive Liquidität möglicherweise beschafft werden muss, sind für die Lizenzentscheidung der beiden Lizenzgeber nicht von Interesse.

Das finanzielle Kriterium der Eigenkapitalsituation als nachrangiges Kriterium ist anzupassen. Durch die Kapitalauflage ist zwar der Fokus der Klubs durchaus auch auf dem Eigenkapital, jedoch wäre eine erzwungene Kapitalrücklage seitens der DFL bzw. des DFB für die wirtschaftliche Stabilität der Klubs ratsam.

Der Verfasser fordert zusätzlich die Aufnahme der finanziellen Kriterien des Break-even-Ergebnis, der Personalaufwandsquote und des dynamischen Verschuldungsgrads. Durch diese zusätzlichen Kriterien können die Profiklubs betriebswirtschaftlich in geeigneterer Form eingeschätzt werden als es die bisherigen finanziellen Kriterien der beiden Lizenzierungsverfahren von DFL und DFB leisten.

Die finanziellen Kriterien werden anhand der einzureichenden Unterlagen beurteilt, welche bei beiden Lizenzgebern identisch sind. Die Bilanz ist anhand der unterschiedlichen Jahresabschlussstichtage kritisch zu hinterfragen. Die Jahresabschlussstichtage zum 30.06. und zum 31.12. erfassen möglicherweise getätigte Transfers in den jeweiligen Transferperioden nicht. Hier ist vor der Saison mit einer aktualisierten Bilanz zum 31.8. Abhilfe geschaffen. Zum 15.3. ist eine zusätzlich abzugebende Erklärung zu Transfers in der Winterperiode als sinnvoll anzusehen. Die GuV ist durch die Anpassungen an die Branche durch fußballspezifische Posten auch positiv zu werten. Die Stichtagsabweichungen bei den Jahresabschlüssen zum 30.06. oder 31.12. stellt für die Beurteilung der Ertragssituation kein Problem dar, da die Erträge aller Lizenzbewerber periodengerecht verteilt werden.

Für den Anhang ist eine weitere Unterlage, der Spielerspiegel, zu empfehlen. Er soll dazu dienen die Vertragslaufzeiten neben den ohnehin verlangten einzeln aufzuschlüsselnden Spielerwerten im Blick zu haben. So ist eine feste Anzahl an auslaufenden Spielerverträgen hilfreich um die personelle Handlungsfähigkeit zu wahren. Die Anforderungen an den Lagebericht sind sehr allgemein. Jedoch sollen auch hier branchenspezifische Auskünfte erteilt werden. Der Prüfungsbericht wird bei beiden Lizenzierungsverfahren um eine Prüfung der Plan-GuV erweitert. Die Einbeziehung eines Wirtschaftsprüfers schenkt den eingereichten Unterlagen Glaubwürdigkeit. Die Plan-GuV deren Ursprung nicht im HGB zu finden ist, bietet hinsichtlich der Prognoseunsicherheit, des Stichtagsbezuges sowie der Kurzfristigkeit Ansätze zur Verbesserung.

Die zusätzlichen vorgeschlagenen finanziellen Kriterien und die zusätzlichen Unterlagen geben den Klubs der drei Profiligen Deutschlands eine zusätzliche Hilfestellung zur Beachtung ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Auch die Lizenzgeber können anhand der vorgeschlagenen finanziellen Kriterien und der zusätzlich einzureichenden Unterlagen die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit in viel besserem Maße beurteilen als es die derzeitige verbandsseitige Überprüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ihrer Lizenzbewerber zulässt. Eine Anwendung der Vorschläge auf beide Lizenzierungsverfahren ist vor diesem Hintergrund zu empfehlen.

1 Einführung

„Lizenzierungsausschuss des Ligaverbandes beschließt: Alle Bewerber erhalten Lizenz für Saison 2015/16.“[1] Diese Pressemeldung veröffentlicht die DFL am 09.06.2015 auf ihrer Homepage um auf das Ende des präsaisonalen Lizenzierungsverfahrens aufmerksam zu machen. Auch der DFB teilte am 03.06.2015 auf seiner Homepage mit: „3. Liga ist komplett: Zulassung für alle 20 Teams.“[2] Die Pressemitteilungen stellen das vorläufige Ende eines Verfahrens dar, das sich seit dem 01.03. über etwa drei Monate erstreckt und den Profiklubs in Deutschland einen Katalog an Anforderungen auferlegt. Die Kataloge sind neben der sportlichen Qualifikation die Voraussetzung, um am Spielbetrieb der ersten Bundesliga, zweiten Bundesliga und der dritten Liga teilnehmen zu dürfen.

Die vorliegende Arbeit thematisiert die Lizenzierung im Fußball. Betrachtet wird speziell die Prüfung und Rechnungslegung im professionellen Fußballsport in Deutschland. Mein Schwerpunkt liegt auf dem Vergleich der finanziellen Kriterien und Finanzberichterstattung im Lizenzierungsverfahren des Ligaverbandes für die erste und zweite Bundesliga, mit den finanziellen Kriterien und Finanzberichterstattung im Lizenzierungsverfahren des DFB für die dritte Liga. Anhand einer Literaturrecherche werden Stärken und Schwächen der jeweiligen finanziellen Kriterien und der Finanzberichterstattung dargestellt und mögliche Modifizierungen aufgezeigt.

Mit der Darstellung der Prüfung und Rechnungslegung im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens des Ligaverbandes haben sich zuletzt ausführlich Prof. Dr. Albert Galli und Werner Möglich, Direktor der Deutschen Fußball-Liga, im Jahr 2012 beschäftigt.[3] Der besagte Aufsatz stellt das Standardwerk für die Darstellung der finanziellen Kriterien und Finanzberichterstattung im Lizenzierungsverfahren des Ligaverbandes dar. Mit der Frage, wie sich die finanziellen Kriterien und die Finanzberichterstattung im Sinne der verpflichtenden Konzernrechnungslegung darstellen, hat sich zuletzt umfassend Marc Strauß befasst.[4] In seinem 2014 erschienenen Buch zeigt er, dass die Pflicht zur Konzernrechnungslegung als Basis zur Beurteilung der finanziellen und wirtschaftlichen Situation der Fußballunternehmen unerlässlich ist. Ebenso werden in dieser Literatur weiterführende finanzielle Kriterien vorgeschlagen, die in die Prüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit aufgenommen werden sollen. Das 2012 erschienene Werk von Christian Weber zur Rechnungslegung und Lizenzierung im deutschen Profifußball analysiert das Lizenzierungsverfahren des Ligaverbandes und gibt Empfehlungen zur Weiterentwicklung der finanziellen Kriterien.

Die Lizenzierungsordnung des Ligaverbandes für die erste und zweite Bundesliga samt ihrer Anhänge und das Statut der dritten Liga bilden die Grundlagen des Vergleiches in dieser Arbeit. Im jeweiligen Statut sind die finanziellen Kriterien und die geforderte Finanzberichterstattung der Lizenzgeber aufgeführt.

Die vorliegende Arbeit gliedert sich in fünf große Kapitel. Im Anschluss an die Einführung stellt der Verfasser im zweiten Kapitel die organisatorischen Rahmenbedingungen im deutschen Profifußball dar. Hierzu zählen die einzelnen Organe und die Verstrickung dieser untereinander.

Im dritten Kapitel stellt der Verfasser die verbandsrechtliche Überprüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit in den drei Profiligen Deutschlands dar. In einer synoptischen Gegenüberstellung werden die finanziellen Kriterien und die geforderte Finanzberichterstattung des Lizenzgebers für die erste und zweite Bundesliga, mit denen des Lizenzgebers für die dritte Liga verglichen. Hierbei werden sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede aufgezeigt. Im Anschluss wird in gebotener Kürze auf die Prüfung und Rechnungslegung in der vierten und fünften Spielklassenebene eingegangen. Daraufhin folgt ein kleiner Exkurs zur UEFA-Klublizenzierung und der entsprechenden Rolle des Lizenzierungsverfahrens des Ligaverbandes. Die UEFA-Klublizenzierung und das Financial Fairplay sollen in dieser Arbeit nicht ausführlich behandelt werden, da es von der UEFA selbst überwacht wird und daher nicht von einer Instanz des deutschen Profifußballs ausgeht.

Im vierten Kapitel werden die finanziellen Kriterien und die Finanzberichterstattung des Ligaverbandes und des DFB kritisch gewürdigt sowie Vorschläge für eine Weiterentwicklung gemacht. Dabei werden die Vorschläge für beide Lizenzierungsverfahren empfohlen.

Die Schlussfolgerungen im fünften Kapitel fassen den Vergleich der finanziellen Kriterien und der Finanzberichterstattung zusammen und bewerten die Umsetzbarkeit der eingebrachten Vorschläge zur Erweiterung bzw. Anpassung der finanziellen Kriterien und der Finanzberichterstattung.

2 Organisation des Profifußballs in Deutschland

Zunächst möchte der Verfasser dem Leser die institutionellen Gegebenheiten im Profifußball näher bringen.

2.1 Strukturen im deutschen Profifußball

Der professionell betriebene Fußballsport wird in Deutschland durch die Verzahnung von Vereinen und Verbänden organisiert.[5] Um dies zu verdeutlichen siehe Abbildung 1.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung1: Strukturen des deutschen Profifußballs Anmerkung: Seit der Saison 2008/2009 wird die 3. Liga nach einer Spielklassenreform als gesamtdeutsche Profiliga geführt, deren Unterbau, in der vierthöchsten Spielklasse, fünf Regionalligen bilden. Quelle: in Anlehnung an Weber, C., Institutionelle Rahmenbedingungen im deutschen Fußball, S. 7.

Die zentrale Rolle spielt in dieser Hinsicht schon seit mehreren Jahrzehnten der Deutsche Fußball-Bund e.V. (DFB). Diesem gehören fünf Regionalverbände, 21 Landesverbände

sowie der Ligaverband[6] und die neue gesamtdeutsche dritte Profiliga an. Der DFB selbst ist wiederum auf internationaler Ebene Mitglied im Weltfußballverband FIFA und dem europäischen Fußballverband UEFA. Während die FIFA mit allen organisatorischen Aktivitäten auf oberster Ebene betraut ist, - mit dem Höhepunkt der Fußballweltmeisterschaft -, ist die UEFA das Pendant auf europäischer Ebene. Als Mitglied sind der DFB – und damit auch dessen Mitglieder – den Statuten und Regelungen dieser zwei Institutionen unterworfen.[7] Bis zur Saison 2001/2002 wurden der Profi- und Amateurbereich ausschließlich unter dem Dach des DFB verwaltet. Bis dato hat der DFB laut seiner Satzung die Angelegenheiten der Proficlubs der ersten und zweiten Bundesliga stets zum Wohle des gesamtdeutschen Fußballs zu beurteilen. Vor dem Hintergrund des Auseinanderdriftens des Profi- und Amateurlagers in den jeweiligen Bedürfnissen, aber vor allem im finanziellen Bereich, wurde vom DFB-Bundestag am 30.09.2000 beschlossen, Profi- und Amateurbereich zum 01.07.2001 organisatorisch zu trennen. In dieser neu geschaffenen institutionellen Selbstverwaltung sehen die Profiklubs bessere Voraussetzungen die Professionalisierung und Vermarktung des Lizenzfußballs weiter voranzutreiben. Aufgrund dieser Strukturreform wurde zur Organisation des Lizenzspielbetriebs eine neue Institution gegründet, der Liga-Fußballverband (Ligaverband). Die erste und zweite Bundesliga werden seit 2001 dem Ligaverband zur Verfügung gestellt, sind jedoch noch immer Vereinseinrichtungen des DFB.[8] Der Ligaverband hingegen hat sein operatives Geschäft an die Deutsche Fußball-Liga (DFL) abgegeben, dessen einziger Gesellschafter der Ligaverband ist.[9]

2.1.1 Deutscher Fußball-Bund (DFB)

Alle Landes- und Regionalverbände im deutschen Fußballsport sowie der Ligaverband sind in einem Dachverband organisiert. Der Deutsche Fußballverband e.V. (DFB), mit Sitz in Frankfurt a. M., übt an dieser Stelle seine Funktion als oberste Institution im deutschen Vereinsfußball aus.[10] „Wichtigste Aufgabe des DFB ist die Ausübung des Fußballsports in Meisterschaftsspielen und Wettbewerben der Spielklassen des DFB, der Regional- und Landesverbände und der Lizenzligen.“[11] Zusätzlich fühlt sich der DFB verschiedenen der Gemeinnützigkeit dienenden Aufgaben verpflichtet. Darunter zählen u.a. die Förderung des Freizeit- und Breitensports, der Infrastruktur seiner Mitgliedsverbände, des Jugend- und Frauenfußballs, der Völkerverständigung, der Vermittlung sozialer und menschlicher Werte sowie der Vertretung des
Fußballsports im In- und Ausland.[12] Im Jahre 1998 wurde den Profiklubs bzw. deren Lizenzmannschaften eine Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft ermöglicht, nachdem diese vorher mehrmals eine Abspaltung vom DFB angedroht hatten, falls dieser der Bitte nicht entsprechen würde.[13] Seit dem 01.07.2001 fällt die Aufgabe der Organisation der Lizenzligen nicht mehr in den vorrangigen Aufgabenbereich des DFB. Der Deutsche Fußball-Bund machte damit von einer Möglichkeit Gebrauch welche man sich einst selbst in der Satzung ermöglichte. Nach § 6 Nr. 3 darf der DFB die Ausübung seiner Rechte an einen anderen Verband übertragen.[14] Er tat dies, indem er den Ligaverband mit der Organisation und Verwaltung des Lizenzspielbetriebes beauftragte.

Die dritte Liga ist die höchste Spielklasse des DFB. Diese dritthöchste Spielklasse stellt seit der Saison 2008/2009 die reformierte gesamtdeutsche dritte Liga dar. Sie wird nach der beschlossenen Spielklassenreform als dritte Profiliga geführt. In diesem Fall organisiert der DFB den Spielbetrieb selbst und übernimmt auch das Lizensierungsverfahren in Eigenregie. Die Lizenzierungsverfahren und die Organisation des Spielbetriebs der nachfolgenden Ligen führen in der Regionalliga der jeweilige Regionalverband, sowie in der Oberliga die jeweiligen Landesverbände durch. Der Spielbetrieb unterhalb der Oberligen wird über die Landesverbände organisiert und durchgeführt.

Der DFB bietet den Klubs der dritthöchsten Spielklasse in der neuen dritten Profiliga, verbesserte Vermarktungsmöglichkeiten umso die Lücke zu den Lizenzligen möglichst gering zu halten, sowohl aus sportlicher als auch aus finanzieller Sicht. Die erste und zweite Bundesliga sind dagegen im Ligaverband organisiert.[15]

2.1.2 Liga-Fußballverband (Ligaverband)

Seit dem 01.07.2001 ist der Lizenzfußball nicht mehr unter der Federführung des DFB organisiert. Mit dem Ligaverband wurde auf Drängen der 36 Profiklubs der ersten und zweiten Bundesliga eine Institution gegründet, die dem Ruf der Klubs nach mehr Professionalisierung und besseren Vermarktungsmöglichkeiten gerecht werden sollte.[16] Der Liga-Fußballverband ist trotz der Abspaltung der Lizenzvereine Mitglied des DFB. Die Beziehung der beiden Institutionen ist in einem Grundlagenvertrag sowie in den jeweiligen Satzungen testiert. Die Mitgliedschaft im DFB und der Grundlagenvertrag binden den Ligaverband ebenfalls an die Ordnungen und Satzungen der UEFA und der FIFA, da der DFB diesen Verbänden angehört.[17] Zu den primären Aufgaben des Ligaverbandes gehört die Organisation des Spielbetriebes der ersten und zweiten Bundesliga unter Berücksichtigung des international gültigen Regelwerks. Damit verbunden, ist der Ligaverband vom DFB angehalten, in den Lizenzligen den deutschen Meister, Auf- und Absteiger sowie die Teilnehmer an der Champions League und Europa League zu ermitteln. Eine weitere Aufgabe des Ligaverbandes ist die Lizenzerteilung an die Vereine und Kapitalgesellschaften der ersten und zweiten Bundesliga.[18] Um seinen Aufgaben gerecht werden zu können, hat der Ligaverband sich eigens ein Bündel an Regelungen auferlegt, das sogenannte Ligastatut.[19] Das Ligastatut beinhaltet die Lizenzierungsordnung (LO), die Lizenzordnung Spieler (LOS), die Spielordnung des Ligaverbandes (SpOL) und die Ordnung für die Verwertung kommerzieller Rechte (OVR) sowie Politik und verschiedene Zielsetzungen des Ligaverbandes.[20] Die eingesetzten Organe des Ligaverbandes gliedern sich in den Vorstand, die Mitgliederversammlung und den Lizensierungsausschuss.[21] Das operative Geschäft des Ligaverbandes obliegt der Deutschen Fußball Liga.

2.1.3 Deutsche Fußball Liga (DFL)

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) ist eine 100%ige Tochtergesellschaft des Ligaverbandes.[22] Das Tagesgeschäft der DFL sieht vor allem die Organisation und Durchführung des Spielbetriebs einschließlich der Vermarktung der Lizenzligen vor. Zusätzlich zu den genannten Aufgaben, ist die DFL damit betraut, das Lizenzierungsverfahren auszuführen und die eingereichten Unterlagen zu sichten, immer mit der Absicht das Verfahren weiter zu verbessern. Aufgrund dieser Zuarbeit leistet die DFL einen erheblichen Anteil an der finalen Lizenzvergabe oder Lizenzverweigerung durch den Ligaverband. Zu den Organen der DFL gehören die Geschäftsführung, der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung.[23]

2.2 Rechtsformen im deutschen Profifußball

Nachdem am 24.10.1998 den Profiklubs ermöglicht wurde, Ihre Lizenzmannschaften in eine Kapitalgesellschaft auszugliedern, haben seitdem zahlreiche Klubs von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Die Gründe für eine Ausgliederung der Lizenzmannschaft liegen zuerst einmal an der vermehrten wirtschaftlichen Betätigung der Klubs. Dies entspricht nicht dem klassischen eingetragenen Verein wie er in § 21 des BGB formuliert ist. Die Klubs würden sich aufgrund dieser Deklaration des eingetragenen Vereins der Anschuldigung der Rechtsformverfehlung aussetzen. Die Auswirkungen dieses Tatbestandes wären u.a. steuerliche Nachteile, Aberkennung der Gemeinnützigkeit, Löschung aus dem Vereinsregister sowie möglicherweise der Verlust der Lizenz für die jeweilige Profiliga.[24] Den Lizenzklubs sollte mit der Möglichkeit der Abspaltung des Lizenzspielerbereichs in eine Kapitalgesellschaft eine passendere Rechtsform angeboten werden, die dem wirtschaftlichen Streben und den entsprechenden Anforderungen entspricht.[25]

Abgesehen von den genannten rechtlichen Aspekten eröffnen sich Vorteile hinsichtlich der Struktur- und den Organisationsmöglichkeiten die eine Kapitalgesellschaft gegenüber dem eingetragenen Verein bietet. Durch die Rechtsform der Kapitalgesellschaft wird es möglich gemacht, sich auf der einen Seite durch fachgerechte Strukturen konsequent auf den professionellen Sport zu konzentrieren, während der Stammverein auf der anderen Seite die Interessen des Vereins sowie der anderen Sparten vertritt. Ein weiterer Vorteil ist der Faktor der Haftungsbeschränkung für die Teilhaber einer Kapitalgesellschaft. Diese ist von hohem Interesse für potenzielle Geschäftspartner ebenso wie die Höhe des eingebrachten Stammkapitals. Darüber hinaus öffnet sich der Klub durch die neue Rechtsform dem Kapitalmarkt und kann so neue Finanzierungsmöglichkeiten erschließen.[26] Die Ausgliederung der Lizenzmannschaft ist reglementiert durch die sogenannte 50+1 Regel. Diese besagt, dass der Stammverein mindestens 50% der Stimmrechte plus mindestens eine weitere Stimme besitzen muss. Daraus folgt die vorgeschriebene mehrheitliche Beteiligung des Vereins an der Kapitalgesellschaft.[27] Mit dieser Regelung soll der Einfluss externer Kapitalgeber limitiert werden um die Klubs nicht von selbigen abhängig zu machen. Ebenfalls soll die Integrität des Wettbewerbs durch die Regel gesichert werden. Ausnahmen für die mehrheitliche Beteiligung an der Kapitalgesellschaft gelten nur bei Engagements von Sponsoren, Mäzenen und Kapitalanlegern welche sich seit 20 Jahren im Klub engagieren.[28]

Betrachtet man die Abbildung 2 und den Anteil der Kapitalgesellschaften in den Lizenzligen im Juli 2015, führen 21 Klubs ihre Lizenzmannschaft als ausgegliederte Kapitalgesellschaft. Lediglich 15 Klubs verbleiben in dem Rechtskleid des eingetragenen Vereins. In der neu geschaffenen dritten Profiliga sind insgesamt 20 Klubs vertreten. Abbildung 3 zeigt, dassdort 14 Klubs in der Rechtsform des eingetragenen Vereins und vier Kapitalgesellschaften vertreten sind.

Hierbei gilt es anzumerken, dass die zweiten Mannschaften vom FSV Mainz 05, VfB Stuttgart und des SV Werder Bremen die identische Rechtsform ihrer Profimannschaften besitzen und daher in der Grafik für die dritte Liga nicht nochmals mit einbezogen werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung2: Rechtsformen in den Lizenzligen Quelle: eigene Darstellung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung3: Rechtsformen der dritten Liga. Quelle: eigene Darstellung

2.3 Zusammenfassung

Der DFB ist der Dachverband für den Fußballsport in Deutschland. Da er nicht gleichzeitig

die Interessen der Profi- und Amateurvereine zu vertreten vermag, genehmigt er den Profiklubs der ersten und zweiten Liga ihre Lizenzmannschaften in Kapitalgesellschaften auszugliedern und sich im Ligaverband zu organisieren. Dieser Schritt ermöglicht ihnen bessere Finanzierungs- und Vermarktungsmöglichkeiten.[29] Durch die Rechtsformwahl einer Kapitalgesellschaft können sich die Profiklubs dem Kapitalmarkt öffnen und externe Kapitalgeber einbinden. Jedoch begrenzt der Ligaverband die Einflussnahme der externen Kapitalgeber durch die 50+1 Regel.

Der Ligaverband hat sein operatives Geschäft an die DFL abgegeben.[30] Sie organisiert den Spielbetrieb, führt ihn durch und vermarktet die ersten beiden Ligen. Eine weitere Aufgabe der DFL ist das jährliche Lizenzierungsverfahren des Ligaverbandes durchzuführen und es stetig zu verbessern. Die endgültige Entscheidung ob ein sportlich für die erste oder zweite Bundesliga qualifizierter Klub die Lizenz erhält, steht dem Ligaverband zu.[31]

Der DFB unterhält als höchste Spielklasse die dritte Liga. Sie wird als dritte Profiliga geführt und soll durch bessere Vermarktungsmöglichkeiten die Lücke zwischen Profi- und Amateurfußball verkleinern. Das Lizensierungsverfahren führt der DFB an dieser Stelle selbst durch. Das Lizensierungsverfahren in den Regionalligen führen die fünf Regionalverbände durch. Ab der Oberliga, der fünften Spielklassenebene, obliegen der Spielbetrieb und die Rahmenbedingungen zur Erteilung der Spielerlaubnis in der jeweiligen Liga den betreffenden Landesverbänden.[32] Im folgenden Kapitel sollen die Anforderungen an die Prüfung und Rechnungslegung von DFL und DFB im Rahmen des jeweiligen Lizenzierungsverfahrens näher untersucht und verglichen werden.

3 Lizenzierungsverfahren im deutschen Fußball

Vor etwa fünfzig Jahren galten für Vereine keine Publizitätspflichten. Ebenso waren sie nicht auf externe Rechnungslegung ausgerichtet. Zu diesem Zeitpunkt schrieb der DFB erstmals Regelungen nieder, welche einem jährlich wiederkehrenden Lizenzierungsverfahren entsprachen. Diese Regelungen enthielten auch Bestimmungen hinsichtlich der Prüfung der Vereine, sowie Ansprüche an die externe Rechnungslegung. Adressaten dieser Vorschriften waren die Profifußballligen.[33]

Der Ligaverband, der DFB, seine fünf Regionalverbände und die untergeordneten Landesverbände erteilen nach bestimmten Kriterien eine Lizenz, die zur Teilnahme an ihren sportlichen Wettkämpfen berechtigt. Nachfolgend sollen in diesem Kapitel die Anforderungen für die Erteilung einer Lizenz dargestellt werden. Es soll dabei ausschließlich auf den Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit eingegangen werden. Es werden zuerst kurz die Schemen der Lizenzschriften von DFL und DFB dargestellt sowie die beteiligten Parteien im Lizenzierungsverfahren. Der Fokus liegt im Folgenden auf der Darstellung und dem Vergleich der finanziellen Kriterien und der einzureichenden Finanzberichterstattung des Ligaverbandes für die erste und zweite Bundesliga und den finanziellen Kriterien und einzureichenden Finanzberichterstattung des DFB für die dritte Liga.

3.1 Vergleich der Lizenzierungsverfahren von DFL und DFB

Seit dem Jahr 2000 führt der Ligaverband, mit Unterstützung seiner Tochtergesellschaft DFL, das nationale Lizensierungsverfahren für die erste und zweite Bundesliga durch. „Klubs können sich in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins oder mittlerweile auch in der Rechtsform einer KapGes [Kapitalgesellschaft] (AG, GmbH oder KGaA) um eine Lizenz bewerben.“[34] In der sogenannten Lizenzierungsordnung finden sich alle Rechte und Pflichten der Parteien, die am Lizenzierungsverfahren beteiligt sind. Die beteiligten Parteien sind der Ligaverband, die DFL, die Bewerber um eine Lizenz für die erste und zweite Bundesliga plus die Bewerber für eine Lizenz für die internationalen Wettbewerbe der UEFA. In der Lizenzierungsordnung finden sich - neben anderen Aspekten - auch Anforderungen an die Rechnungslegung und Prüfung der Lizenzbewerber, welche bei einer Bewerbung um eine Lizenz erfüllt werden müssen.[35] Um alle Voraussetzungen für die Erteilung der Lizenz zu kontrollieren, führt der Ligaverband ein Lizenzierungsverfahren durch.

„Dieses dient dazu,

(1) den Liga-Spielbetrieb für die jeweils kommende Spielzeit, wie auch längerfristig zu sichern, zuverlässig planen und durchführen zu können,
(2) die Stabilität sowie die Leistungs- und Konkurrenzfähigkeit der Lizenznehmer auch für andere nationale und internationale Wettbewerbe gewährleisten zu helfen,
(3) die Integrität des Wettbewerbs zu erhöhen,
(4) Verlässlichkeit und Glaubwürdigkeit auszubauen,
(5) Management- und Finanzstrukturen zu fördern,
(6) das öffentliche Image und die Vermarktung der Liga wie auch der Lizenznehmer zu fördern und zu sichern, dass sie stabile Bestandteile unserer Gesellschaft, zuverlässige Partner des Sports und der Wirtschaft sind.“[36]

Die Klubs der ersten und zweiten Liga - organisiert im Ligaverband - setzen sich freiwillig diesem jährlichen Lizenzierungsverfahren aus. Die finanziellen Kriterien, welche bei der Vergabe der Lizenz maßgeblich sind, sowie die Ansprüche an die Finanzberichterstattung verfolgen im Wesentlichen zwei Ziele. In erster Instanz soll ein Klub möglichst nicht mehr ausgeben als er einnimmt. Darüber hinaus sollen andere Bewerber nicht unter der Misswirtschaft des einzelnen leiden, wenn dieser während einer Spielzeit den Spielbetrieb nicht fortsetzen kann.[37] „In der LO [Lizenzierungsordnung] finden sich deswegen insbesondere auch Regelungen, die die Anforderungen an die Rechnungslegung und Prüfung der Klubs – unter Berücksichtigung der Bestimmungen des HGB – konkretisieren.“[38]

Die Lizenzanforderungen für die dritte Liga hat der DFB in einem Statut niedergeschrieben. Die Bewerber der dritten Liga unterwerfen sich ebenso freiwillig dem Lizenzierungsverfahren wie die Bewerber des Ligaverbandes. Auch für den Spielbetrieb der dritten Liga sind Vereine und Kapitalgesellschaften zugelassen. Die Lizenzanforderungen des DFB gliedern sich - ähnlich denen der DFL - in nichtwirtschaftliche- und wirtschaftliche Kriterien. Insbesondere sind auch hier Regelungen hinsichtlich der Prüfung und Rechnungslegung im Statut aufgeführt.

3.1.1 Verfahren und beteiligte Parteien

Allein die sportliche Qualifikation für die erste und zweite Bundesliga sowie für die dritte Liga berechtigt nicht mehr zur Teilnahme in den drei höchsten deutschen Spielklassen. Die Vereine und Kapitalgesellschaften dürfen erst am Spielbetrieb teilnehmen wenn sie zusätzlich ein umfangreiches Lizenzierungsverfahren durchlaufen haben. Das Verfahren für die erste und zweite Bundesliga begleitet die Tochtergesellschaft des Ligaverbandes, die DFL.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung4: Voraussetzungen / Anforderungen für Fußballklubs Quelle: In Anlehnung an Dworak, A., Grundschema der LO des Ligaverbands, (2010), S. 70.

Sie überwacht, ob die Bewerber den Anforderungen der Lizenzierungsordnung gerecht werden. Die bestimmenden Instanzen des Verfahrens sind die Geschäftsführung der DFL, der Vorstand des Ligaverbandes sowie der Lizenzierungsausschuss des Ligaverbandes. Für das Lizenzierungsverfahren in der dritten Liga zeichnet sich der DFB selbst verantwortlich. Der DFB-Zentralausschuss ist mit der Begleitung des Verfahrens betraut. Beteiligt sind an dieser Stelle der DFB-Zentralausschuss und die Lizenzbewerber der dritten Liga. Im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens stellen die DFL und der DFB Anforderungen hinsichtlich verschiedenster Kriterien.[39] Abbildung 4 veranschaulicht diese.

3.1.2 Finanzielle Kriterien und Finanzberichterstattung

Die finanziellen Kriterien haben sich auch nach der Genehmigung von Kapitalgesellschaften zum Spielbetrieb der beiden Eliteklassen im deutschen Fußball nicht bedeutend geändert. Es werden jedoch immer wieder Einzelheiten im Bereich der Rechnungslegung in den Lizenzierungsschriften angepasst, um die Verfahren stetig zu verbessern.[40] Aktuell zu erwähnen ist an dieser Stelle der seit der Spielzeit 2014/15 verpflichtend einzureichende Konzernabschluss im Falle vorliegender Konzernstrukturen als eine der jüngsten Neuerungen. „Die auf Basis der Verbandsautonomie erlassenen Bestimmungen zur Finanzberichterstattung orientierten sich von Beginn an am dritten Buch des HGB.“[41] Auch die Anforderungen an die Prüfung und Rechnungslegung im Statut der dritten Liga haben ihren Ursprung in den Normen des HGB. Auch in der dritten Liga werden Konzernabschlüsse verlangt. Es werden zwei Lizenzierungsperioden seitens der DFL und des DFB betrachtet. Auf der einen Seite die Lizenzierungsphase vor der Spielzeit und auf der anderen Seite während der Spielzeit.[42]

3.1.2.1 Finanzielle Kriterien und Finanzberichterstattung vor der Spielzeit

In den beiden Lizenzierungsschriften findet man die identische Formulierung aus der hervorgeht, welches Kriterium das entscheidende im gesamten Lizenzierungsverfahren ist. Das primäre Kriterium für die Entscheidung über die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, ist die Liquiditätssituation des Bewerbers. Nachrangig wird die Vermögenslage und deren voraussichtliche Entwicklung (Eigenkapital als Risikopuffer und Haftungsfunktion) betrachtet.[43]

3.1.2.1.1 Finanzielle Kriterien

Die folgenden Ausführungen zeigen die finanziellen Kriterien, die den Mittelpunkt des präsaisonalen Nachweises zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit im Lizenzierungsprozess darstellen. Erstes Kriterium ist die Liquiditätssituation. Der Lizenzbewerber muss darlegen, dass er im Stande ist - für die Saison für die er die Lizenz beantragt - den Spielbetrieb gewährleisten zu können.[44] Um dies nachvollziehen zu können, verlangen die Lizenzgeber Unterlagen eines bestimmten Zeitraums um die Liquiditätsverhältnisse nachvollziehen zu können. In Abbildung 5 ist das Schema für die Liquiditätsberechnung der DFL zu sehen. Um die wirtschaftliche Manövrierfähigkeit bestätigen zu können, werden Liquiditätsanalysen vom 31.12.t-1 bis 30.06.t+1 (t = aktuelles Jahr) zur Überprüfung vorgenommen.[45]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung5: Schema Liquiditätsberechnung DFL. Quelle: DFL, Lizenzierungsordnung Anhang IX, (2013), S. 2.

In Abbildung 6 ist das Berechnungsschema des DFB für die Bewerber der dritten Liga zu sehen. Der spielzeitübergreifende Liquiditätseffekt in Form des revolvierenden Kredites zu Gunsten des Lizenzbewerbers fehlt - im Gegensatz zum Analyseschema der DFL - im Berechnungsschema des DFB.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung6: Schema zur Liquiditätsberechnung des DFB. Quelle: DFB, Statut der 3. Liga, (2012), S. 56.

Maßgeblich für die bereits dargestellten Liquiditätsberechnungen der DFL und des DFB sind - wie in Abbildung 7 zu sehen - hierbei die Bilanzen zum 31.12.t-1 mit Anhang, sowie die Plan-Gewinn- und Verlustrechnungen vom 01.01.t - 30.06.t und 01.07.t - 30.06.t+1.[46] Die DFL geht im Gegensatz zum DFB zusätzlich bei der Beurteilung der Liquiditätssituation davon aus, dass alle geplanten Aufwendungen und Erträge des Lizenzbewerbers zum 30.06.t+1 auch zu entsprechenden Mittelabflüssen und Mittelzuflüssen führen. Darüber hinaus wird von der Erfüllung aller Verträge zwischen Bewerber und Vertragspartnern, während und auch nach der zu lizenzierenden Spielzeit ausgegangen.[47] Im Verfahren zur Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit vor der Spielzeit können mehrere Szenarien eintreten.

Diese ähneln sich in beiden Lizenzierungsverfahren:

(1) Wird die Liquidität für die nächste Spielzeit seitens des Lizenzbewerbers nachgewiesen (positive Liquidität zum 30.06.t+1), wird die Lizenz seitens des Lizenzgebers erteilt.

(2) Ist die Liquiditätssituation des Bewerbers durch den Lizenzgeber negativ beurteilt worden, und kann der Spielbetrieb für die zu lizenzierende Spielzeit nicht sicher-gestellt werden, werden an die Erteilung der Lizenz Bedingungen geknüpft.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung7: Unterlagen zur Liquiditätsanalyse. Quelle: eigene Darstellung

Durch eine Bedingung soll gewährleistet werden, dass die Zahlungsfähigkeit des Bewerbers fortdauernd besteht. Die Bedingungen zielen auf die Schließung der ermittelten Liquiditätslücke ab. Vom Lizenzgeber kann in diesem Fall verlangt werden, dass der Lizenzbewerber eine Liquiditätsreserve stellt. Dies kann entweder durch eine Einzahlung auf ein Konto der DFL bzw. des DFB geschehen, oder in Form einer Garantieerklärung eines Kreditinstituts.[48] Gelingt es dem Lizenzbewerber im Rahmen der gestellten Bedingung die Liquiditätslücke zu schließen (Positive Liquidität zum 30.06.t+1), bekommt er die Lizenz für die folgende Spielzeit. Wenn der Lizenzbewerber die Liquiditätslücke auch im Rahmen der gestellten Bedingung nicht schließen kann (Endgültige Negative Liquidität zum 30.06.t+1), wird ihm die Lizenz verweigert.[49]

Wenn die Bedingung betreffend der Schließung der Liquiditätslücke erfüllt ist, wird darüber hinaus das Vereinsvermögen (e.V.) bzw. das Eigenkapital (Kapitalgesellschaft) zum Stich-tag 31.12. t-1 betrachtet. Wird zu diesem Stichtag seitens des Lizenzbewerbers ein nega-tives Eigenkapital oder ein nicht durch das Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag ausgewiesen, wird der Lizenzbewerber mit einer Kapitalauflage belegt. Die Bewerber der drei Profiligen müssen – abhängig davon in welcher Liga sie spielen – zum 31.12. t ihr Eigenkapital um einen festgelegten Prozentsatz verbessern bzw. darf es sich nicht verschlechtern.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung8: Herleitung der Kapitalauflagen von DFL und DFB. Quelle: in Anlehnung an DFL, Lizenzierungsordnung, Anhang IX, (2013), S. 9.; DFB, (2012), S. 61f.

Um die Kapitalauflage bestimmen zu können wird im Fall des Vorhandenseins von Konzernstrukturen das Eigenkapital um konzerninterne außerordentliche Transaktionen korrigiert sowie um Ergebnisauswirkungen aus der Aktivierung latenter Steuern. Die DFL fordert von den Absteigern aus der ersten Bundesliga und der DFB von seinen Lizenzbewerbern für die dritte Liga keine Verschlechterung des Eigenkapitals.[50]

Der Lizenzbewerber muss ein Jahr nach Auflagenerteilung – zum Stichtag 31.12.t - erneut das Eigenkapital einer Prüfung unterziehen. Im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens für die Spielzeit t+1/t+2 wird seitens der DFL anhand vergangener Jahres- bzw. Zwischenabschlussinformationen überprüft, ob sich das Eigenkapital um den geforderten Prozentsatz verbessert bzw. nicht verschlechtert hat. Der DFB kontrolliert ob sich das Eigenkapital verschlechtert hat. Umstände wie außerplanmäßige Abschreibungen und außergewöhnliche Aufwendungen werden in der Beurteilung berücksichtigt. Verfehlt der Lizenzbewerber die geforderte prozentuale Verbesserung oder verschlechtert sich das Eigenkapital weiter, muss er mit einer Vertragsstrafe seitens des Lizenzgebers rechnen.[51] Der Auflagenverstoß wird von den Lizenzgebern mit verschiedensten Sanktionen wie einer Geldstrafe oder einem Abzug von erspielten Meisterschaftspunkten belegt.[52] Die Kapitalauflage bleibt von der Entscheidung ob der Bewerber die Lizenz für die kommende Spielzeit t / t+1 erhält oder nicht, unberührt. Die Lizenz wird unter den vorgenannten Umständen unter Auflagen erteilt.[53]

Der DFB spricht ebenso wie die DFL eine Kapitalauflage aus und verlangt bei Bedarf eine quartalsweise Bestätigung über getilgte Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt gegenüber Arbeitnehmern und Transfergeschäften sowie periodische betriebswirtschaftliche Auswertungen. Diese zusätzlichen Anforderungen sind während der Saison t / t+1 zu erfüllen.[54]

Die DFL behält sich neben der Kapitalauflage im Gegensatz zum DFB noch eine weitere Auflage vor. Weist die Jahres- / Zwischenbilanz zum Stichtag 31.12. t-1 einen Fehlbetrag aus welcher nicht durch das Eigenkapital / Vereinsvermögen gedeckt werden kann und / oder ist die Erteilung der Lizenz an Bedingungen geknüpft (Schließung der Liquiditätslücke), wird dem Lizenzbewerber eine Auflage mitgeteilt. Die Auflage Planqualität verpflichtet den Bewerber das selbst auferlegte Planergebnis für die Spielzeit t / t+1 zu erfüllen. Die Absicht seitens der DFL liegt darin, die Bewerber zu verpflichten ihre Zahlen besser zu planen. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der Planung für den Personalaufwand als größte Einzelposition der GuV.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung9: Mögliche Bedingungen und Auflagen hinsichtlich des Nachweises zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Quelle: eigene Darstellung

Die relevanten Bezugsgrößen zur Beurteilung der Planqualität entspringen aus der Plan - GuV für die Zeit vom 01.07.t – 30.06.t+1.[55] In Abbildung 9 sind die möglichen Maßnahmen der Lizenzgeber nochmals dargestellt.

Ein Jahr nach Auflagenerteilung muss der Lizenzbewerber auch in diesem Fall durch vergangenheitsbezogene Jahres- / Zwischenabschlussinformationen belegen, dass er die Auflage Planqualität erfüllt hat. Dies geschieht im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens für die Saison t+1 / t+2. Es wird das geplante Ergebnis für die Spielzeit t / t+1 mit dem tatsächlich realisierten Ergebnis verglichen. Wenn das tatsächliche Planergebnis nicht erreicht, jedoch der Planwert für den Personalaufwand unterschritten wird, muss mit keinerlei Sanktionen gerechnet werden. Im Gegensatz dazu erhält der Bewerber eine Vertragsstrafe wenn er das Planergebnis nicht erreicht und der Personalaufwand die Planung überschreitet. „Vorgesehen ist dafür eine Geldstrafe i. H. von 10% der negativen Abweichung des Planwerts zum Istwert Personalaufwand, maximal aber eine Geldstrafe i. H. von 10%, bemessen an der negativen Abweichung des Saisonergebnisses vom Planergebnis.“[56] „Von einer Sanktionierung wird jedoch abgesehen, wenn der betreffende Lizenznehmer in seiner Bilanz bzw. Zwischenbilanz an jedem der Stichtage 30.Juni t, zum 31.Dezember t-1 und zum 30. Juni t-1 [Anm.: Mit t sei an dieser Stelle das Jahr der Auflagenüberprüfung gemeint] ein positives korrigiertes Eigenkapital ausweist.“[57]

Die Auflage Planqualität wird unabhängig von der Entscheidung über die Lizenzerteilung ausgesprochen. Die Lizenz für die Spielzeit t / t+1 wird unter Auflagen erteilt.

3.1.2.1.2 Finanzberichterstattung

Die DFL und der DFB benötigen Jahres- / Zwischenabschlussinformationen und zukunfts- bezogene Finanzinformationen um überprüfen zu können, ob die finanziellen Kriterien eingehalten werden. Die Dokumente dienen dabei als Nachweise.[58] Der Lizenzgeber fordert Dokumente seitens der Lizenzbewerber abhängig davon ob das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr oder einer Spielzeit entspricht.[59] Zusätzlich werden noch weitere Nachweise benötigt.[60] Die Frist zur Einreichung der Unterlagen für den Spielbetrieb der ersten und zweiten Bundesliga endet für die Drittligisten am 01.03.t. Für die Klubs aus der ersten und zweiten Bundesliga gilt der 15.03.t als Stichtag.[61] Der DFB setzt den Bewerbern für die dritte Liga ebenfalls den 01.03.t als Frist.[62]

Die DFL als auch der DFB verlangen von den Lizenzbewerbern Konzernabschlüsse. Sobald der Lizenzbewerber in Konzernstrukturen eingebettet ist, wird seitens des Lizenzgebers ein Konzernabschluss verlangt. Er muss folglich alle unter- und übergeordneten Einheiten, welche in Beziehung zum Lizenzbewerber stehen, dem Lizenzgeber darstellen.[63]

Die Klubs werden, soweit vorhanden, zusammen mit den anderen Einheiten im Lizenzierungsverfahren hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit geprüft. Das bedeutet, dass Lizenzbewerber welche keine Konzernstrukturen aufweisen, einen Einzelabschluss einreichen müssen.[64]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung10: Einzureichende Unterlagen vor der Spielzeit, wenn das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr entspricht. Quelle: eigene Darstellung

In Abbildung 10 sind die einzureichenden Jahresabschlussinformationen und zukunftsbezogenen Finanzinformationen aufgeführt, welche die DFL und der DFB vor der zu lizenzierenden Spielzeit vom Bewerber verlangen, wenn das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr entspricht. Abbildung 11 hingegen zeigt die Unterlagen die einzureichen sind, wenn das Geschäftsjahr der Spielzeit entspricht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung11: Einzureichende Unterlagen vor der Spielzeit, wenn das Geschäftsjahr der Spielzeit entspricht. Quelle: eigene Darstellung

Im Falle eines einzureichenden Konzernabschlusses müssen zusammengefasste bzw. konsolidierte Unterlagen analog zu den in Abbildung 10 und 11 aufgeführten Dokumenten eingereicht werden.[69]

Bei denen im Kapitel 3.1.2.1.1 dargestellten Bedingungen und Auflagen legt die DFL und der DFB Wert auf die Zahlen des Einzelabschlusses, obwohl ggf. Konzernstrukturen bei den Lizenzbewerbern vorliegen.

In beiden Lizenzierungsschriften wird explizit darauf hingewiesen, dass die Liquidität des Bewerbers selbst betrachtet wird.[70] Das bedeutet, dass vorrangig der einzureichende Einzelabschluss vom 31.12. t-1 entscheidend ist für eine Bedingung bzw. eine Auflage. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, dass in beiden Lizenzierungsverfahren ein Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers mit Einschränkungen oder Zusätzen erteilt wird. In diesem Fall obliegt die Beurteilung dem Ligaverband selbst bzw. dem DFB, ob die Einschränkung Auswirkungen auf das Lizenzierungsverfahren hat. Die DFL und der DFB beurteilen zudem, inwieweit eine zu erfüllende Bedingung die Einschränkung beseitigen kann. Eine Bedingung der beiden Lizenzgeber in Bezug auf die Unternehmensfortführung und in Bezug auf die Liquiditätssituation, beseitigt Einschränkungen und Zusätze, die aus dem Bestätigungsvermerk hervorgehen.[71].

Darüber hinaus sind rechtsverbindliche Erklärungen von den Lizenzbewerbern der DFL und des DFB einzureichen. Die Klubs müssen u. a. Ereignisse darlegen, die nach dem letzten Jahres- / Zwischenabschluss eingetreten sind, und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in erheblichem Maß beeinflusst haben. Diese Ereignisse müssen von den Bewerbern dargelegt werden. Die finanziellen Auswirkungen müssen nach Möglichkeit eingeschätzt werden.[72]

Des Weiteren sind durch einen Wirtschaftsprüfer geprüfte Schriftstücke einzureichen. Die DFL verlangt eine Erklärung, dass keine überfälligen Verbindlichkeiten aus Spielertransfers zum 31.03.t gegenüber anderen Klubs bestehen, wenn diese vor dem 31.12.t-1 entstanden sind.[73] Der DFB gewährt seinen Bewerbern für überfällige Verbindlichkeiten aus Spielertransfers die vor dem 31.12.t-1 entstanden sind, eine Frist zum 01.03.t, oder wahlweise eine individuelle Regelung hinsichtlich der Tilgung der Verbindlichkeiten.[74] Die gleichen Regelungen finden sich in beiden Lizenzierungsschriften in Bezug auf überfällige Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmern, Sozialversicherungsträgern und Steuerbehörden, welche vor dem 31.12.t-1 aus Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern entstanden sind. Während die DFL die Frist als Ausschlussfrist festsetzt, darf der Lizenzbewerber des DFB auch hier eine ersatzweise Regelung mit dem Vertragspartner treffen.[75]

Bei der erstmaligen Lizenzvergabe an eine Kapitalgesellschaft muss diese der DFL zum Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ein gezeichnetes Kapital von mindestens 2.500.000 € nachweisen.[76] Kapitalgesellschaften die sich für die dritte Liga bewerben, müssen hingegen ein gezeichnetes Kapital von mindestens 1.000.000 € nachweisen.[77]

3.1.2.2 Finanzielle Kriterien und Finanzberichterstattung während der Spielzeit

Ein Klub der in den drei Profiligen spielt muss auch nach Lizenzerteilung - während der Spielzeit - durch vergangenheitsbezogene Jahres- / Zwischenabschlussinformationen und zukunftsbezogene Finanzinformationen darlegen, dass er die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit - und damit den Spielbetrieb - auch während der Saison aufrechterhalten kann.

3.1.2.2.1 Finanzielle Kriterien

Auch während der Spielzeit wird auf die Beurteilung der Liquiditätssituation des Lizenznehmers als primäres Kriterium abgestellt. Diese wird auf der einen Seite mit Hilfe des Abschlusses vom 30.6.t beurteilt, sowie auf der anderen Seite mit der Plan-GuV für die Zeiträume vom 1.7.t bis 31.12.t und 1.1.t+1 bis 30.6.t+1. Das Muster für die Liquiditätsberechnung während der Spielzeit entspricht dem der präsaisonalen Berechnung. Die jeweiligen Zahlenwerte werden in der Liquiditätsanalyse aktualisiert dargestellt.[78]

Folgende Szenarien lassen sich hinsichtlich der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit während der Spielzeit differenzieren:

- Wird vom Lizenznehmer nachgewiesen, dass er die Liquidität für die restliche Dauer der Spielzeit (Positive Liquidität zum 30.6.t+1) aufrechterhalten kann, bestätigt ihm der Lizenzgeber die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit.
- Kann der Lizenznehmer die Liquidität (vorläufige negative Liquidität zum 30.6.t+1) für die laufende Spielzeit nicht nachweisen, erteilt ihm der Lizenzgeber Auflagen.[79]

Die Auflagen von DFL und DFB sollen die Zahlungsfähigkeit sichern und eine mögliche Liquiditätslücke während der Spielzeit schließen. Der Lizenznehmer kann - wie auch vor der Spielzeit - dazu veranlasst werden, eine Liquiditätsreserve auf ein Konto des Lizenzgebers einzuzahlen oder eine Garantieerklärung eines Kreditinstituts einzuholen.[80] Der Lizenzgeber kann ebenfalls die Auflage aussprechen, dass vor der Verpflichtung eines Spielers in der Winterpause die schriftliche Zustimmung des Lizenzgebers einzuholen ist. Die Zustimmung wird in diesem Fall erteilt, wenn der Lizenznehmer nachweisen kann, dass er allen Zahlungsverpflichtungen, welche eine Spielerverpflichtung mit sich bringt, begleichen kann. Dabei muss der Spielbetrieb gesichert sein.[81]

Weist der Lizenznehmer nach, dass er die Liquiditätslücke nach Berücksichtigung der Auflage schließen kann (Positive Liquidität zum 30.6.t+1), bestätigt die DFL / der DFB die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit.[82] Wenn er die Liquiditätslücke nach Berücksichtigung der Auflage nicht schließen kann (Endgültige negative Liquidität zum 30.6.t+1), wird der Lizenznehmer mit einer Vertragsstrafe belegt. Ebenso wird die Verpflichtung eines Spielers, trotz fehlender Liquidität und ohne Zustimmung des Lizenzgebers mit einer Vertragsstrafe belegt. Die Strafe beinhaltet die sofortige Aberkennung von Meisterschaftspunkten in der laufenden Spielzeit.[83]

3.1.2.2.2 Finanzberichterstattung

Während der Spielzeit verlangt der Ligaverband die Einreichung von Dokumenten. Diese Dokumente beinhalten Jahres- / Zwischenabschlussinformationen sowie zukunftsbezogene Finanzinformationen. Abhängig ist der Inhalt der Dokumente auch während der Spielzeit davon, ob das Geschäftsjahr des Bewerbers dem Kalenderjahr oder der Spielzeit entspricht. Die in Abbildung 12 aufgezählten Unterlagen sind bis zum 31.10.t einzureichen.

Bei den Unterlagen fällt auf, dass der DFB eine aktuellere GuV zum Stichtag 30.9 verlangt als die DFL, die lediglich die GuV zum 30.6 verlangt.

Es werden darüber hinaus noch weitere Dokumente seitens der DFL und des DFB verlangt. Die Lizenzgeber verlangen auch im untersaisonalen Verfahren Unterlagen auf Konzernbasis wenn Konzernstrukturen vorhanden sind. Die Lizenznehmer der DFL müssen bis zum Stichtag 31.10.t zusätzlich eine schriftliche Erklärung darüber einreichen, dass alle bis zum 30.9.t fälligen Verbindlichkeiten beglichen sind. Betroffen sind hierbei Verbindlichkeiten in Verbindung mit Spielertransfers, Arbeitnehmern, Sozialversicherungsinstitutionen und Steuerbehörden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung12: Einzureichende Unterlagen während der Spielzeit. Quelle: eigene Darstellung.

Nach Abschluss der Betrachtung der finanziellen Kriterien und Finanzberichterstattung im professionellen Fußball vor und während der Spielzeit, zeigt sich in beiden Lizenzierungsschriften auch ein Solidarisierungsaspekt der Klubs untereinander.

Die DFL bietet ihren Lizenznehmern den DFL Sicherungsfonds. Dieser kann von den Lizenznehmern zur Überbrückung eines kurzfristigen Liquiditätsengpasses genutzt werden.[87]

Die gleiche Funktion hat der vom DFB ins Leben gerufene DFB-Kautionsfonds für die Lizenznehmer der dritten Liga.[88] Die Deckungssummen werden von DFL und DFB direkt bei der Ausschüttung der Fernsehgelder anteilig von den Klubs einbehalten. Die wirtschaftlichen Unterschiede der Lizenzligen zur dritten Liga werden auch in der maximalen Deckungssumme der Fonds sichtbar. Während die DFL eine maximale Deckungssumme von zehn Millionen Euro angibt, bietet der DFB eine maximale Deckungssumme ihres Fonds von einer Million Euro.[89] Aus welchen Gründen die Lizenznehmer von DFL und DFB den jeweiligen Fonds in Anspruch nehmen, brauchen die Klubs bei Beantragung nicht anzugeben. Wird der jeweils in Anspruch genommene Betrag nebst fünf Prozent Zinsen nicht bis zu einer gesetzten Frist zurückgezahlt, wird die Lizenz für die nächste Spielzeit verweigert.[90]

[...]


[1] o. V. , (09.06.2015).

[2] o. V. , (03.06.2015).

[3] Galli, A. , Möglich, W., (2012a).

[4] Strauß, M., (2014).

[5] Vgl. Weber, C. (2012), S. 7.

[6] Vgl. dazu ausführlich Kapitel 2.1.2

[7] Vgl. Weber, C. (2012), S. 7f.

[8] Vgl. Weber,C., (2012), S. 8, zitiert nach Jungheim, S. (2008), S. 223.

[9] Vgl. DFL, (2010), S. 1.

[10] Vgl. DFB, (2013), S. 3.

[11] DFB, (2013), S. 3.

[12] Vgl. DFB, (2013), S. 4ff.

[13] Vgl. Beiderbeck, J., (2008), S. 25f.

[14] Vgl. DFB, (2013), S. 7.

[15] Vgl. o. V., (19.03.2014).

[16] Vgl. Weber,C., (2012), S.8.

[17] Vgl. Strauß, M., (2014), S. 7f.

[18] Vgl. Ligaverband, (2010), S. 3.

[19] Vgl. Strauß, M., (2014), S. 23.

[20] Vgl. Ligaverband, (2010), S. 3.

[21] Vgl. Ligaverband, (2015a), S. 13.

[22] Vgl. DFL, (2010), S. 1.

[23] Vgl. Weber, C., (2012), S. 11.

[24] Vgl. Christ, J. et al., (2014), S. 12.

[25] Vgl. Huwer, E., (2013), S. 35.

[26] Vgl. Christ, J. et al., (2014), S. 13.

[27] Vgl. Ligaverband, (2015a), S. 7f.

[28] Vgl. Weber, C., (2012), S. 13f.

[29] siehe Kapitel 2.1.1

[30] siehe Kapitel 2.1.2

[31] siehe Kapitel 2.1.3

[32] siehe Kapitel 2.1.1

[33] Vgl. Galli, A., Möglich, W., (2012a), S.1633.

[34] Galli, A., Möglich, W., (2012a), S.1633.

[35] Vgl. Galli, A., Möglich W. (2012b), S.202.

[36] Ligaverband, (2010), S. 3.

[37] Vgl. Galli, A., Möglich, W., (2012a), S.1633.

[38] Galli, A., Möglich, W., (2012a), S.1633.

[39] Vgl. Galli, A., Möglich, W., (2012a), S.1633.

[40] Vgl. a.a.O.

[41] Galli, A., Möglich, W., (2012a), S.1633.

[42] Vgl. DFL (2015a), S. 16ff.; DFB, (2012), S. 19ff.

[43] Vgl. DFL, (2013a), S. 1.; DFB, (2012), S. 55.

[44] Vgl. DFL, (2013a), S. 1; DFB, (2012), S. 55.

[45] Vgl. DFL, (2013a), S. 2; DFB, (2012), S. 56.

[46] Vgl. DFL, (2013a), S. 2.; DFB, (2012), S. 57.

[47] Vgl. DFL, (2013a), S. 2.

[48] Vgl. DFB, (2012), S. 60f.; DFL, (2013a), S. 5.

[49] Vgl. DFL, (2013a), S. 7.; DFB, (2012), S. 66.

[50] Vgl. DFL, (2013a), S. 9.; DFB, (2012), S. 62.

[51] Vgl. DFL, (2013a), S. 10.; DFB, (2012), S. 62.

[52] Vgl. DFL, (2013b), S. 1f.; DFB, (2012), S. 63ff.

[53] Vgl. DFL, (2013a), S. 8.; DFB, (2012), S. 66.

[54] Vgl. DFB, (2012), S. 64f.

[55] Vgl. DFL, (2013a), S. 11.

[56] Galli, A., Möglich, W., (2012a), S. 1635.

[57] DFL, (2013b), S. 2.

[58] Vgl. DFL, (2015a), S. 19f.

[59] Vgl. a.a.O, S. 19ff.

[60] Vgl. a.a.O., S. 21ff.

[61] Vgl. a.a.O., S. 26f.

[62] Vgl. DFB, (2012), S. 6.

[63] Vgl. DFL, (2015a), S. 16.

[64] Vgl. DFL, (2015a), S. 19.; DFB, (2012), S. 17.

[65] Vgl. DFL, (2015a), S. 19.

[66] Vgl. DFB, (2012), S. 19f.

[67] Vgl. DFL, (2015a), S. 20.

[68] Vgl. DFB, (2012), S. 20.

[69] Vgl. DFL, (2015a), S. 19.; DFB, (2012), S. 76f.

[70] Vgl. DFL, (2013a), S. 1.; DFB, (2012), S. 56.

[71] Vgl. DFL, (2015a), S. 19f.; DFB, (2012), S. 20.

[72] Vgl. DFL, (2015a), S. 24f.; DFB, (2012), S. 23.

[73] Vgl. DFL, (2015a), S. 21.

[74] Vgl. DFB, (2012), S. 27.

[75] Vgl. DFL, (2015a), S. 22f.; DFB, (2012), S. 27.

[76] Vgl. DFL, (2015a), S. 27.

[77] Vgl. DFB, (2012), S. 9f.

[78] Vgl. DFL, (2013a), S. 2; DFB, (2012), S. 57.

[79] Vgl. DFL, (2013a), S. 8; DFB, (2012), S. 68f.

[80] Vgl. DFL, (2015a), S. 30; DFB, (2012), S. 60f.

[81] Vgl. DFL, (2015a), S. 30; DFB, (2012), S. 68.

[82] Vgl. DFL, (2013a), S. 8; DFB, (2012), S. 66.

[83] Vgl. DFL, (2013b), S. 2; DFB, (2012), S. 69.

[84] Vgl. DFL, (2015a), S. 28.

[85] Vgl. a.a.O., S. 29.

[86] Vgl. DFB, (2012), S. 68.

[87] Vgl. DFL, (2011), S. 1.

[88] Vgl. DFB, (2012), S. 69.

[89] Vgl. DFL, (2011), S. 1.; DFB, (2012), S. 69.

[90] Vgl. DFL, (2011), S. 2.; DFB, (2012), S. 70.

Ende der Leseprobe aus 51 Seiten

Details

Titel
Lizenzierung im Fußball. Lizensierungsverfahren für die Bundesliga und dritte Liga
Untertitel
Ein Vergleich der Prüfung und Rechnungslegung im Lizenzierungsverfahren der DFL und des DFB
Hochschule
Fachhochschule Braunschweig / Wolfenbüttel; Standort Wolfenbüttel  (Verkehr Sport Tourismus Medien)
Note
3,0
Autor
Jahr
2015
Seiten
51
Katalognummer
V309144
ISBN (eBook)
9783668074842
ISBN (Buch)
9783668074859
Dateigröße
702 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lizenzierung, Fußball, dfl, dfb, bundesliga, zweite liga, dritte liga, Rechnungslegung
Arbeit zitieren
Ronny Matz (Autor), 2015, Lizenzierung im Fußball. Lizensierungsverfahren für die Bundesliga und dritte Liga, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309144

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