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Schön und passiv? Zur Darstellung von Frauen in ausgewählten Disney-Filmen von 1937 bis 2013

Title: Schön und passiv? Zur Darstellung von Frauen in ausgewählten Disney-Filmen von 1937 bis 2013

Essay , 2015 , 14 Pages , Grade: 1

Autor:in: Verena Pichler (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Fast jeder Mensch in der westlichen Welt weiß, was mit dem Begriff „Disney“ gemeint ist. Die Disney-Filme haben viele Kinder geprägt und teilweise auch das darin vergebene Bild der Männer und Frauen verstärkt. In den meisten Disney-Filmen in denen eine Prinzessin vorkommt, funktioniert die Handlung nach dem gleichen Schema: Wunderschöne Prinzessin/Frau gerät in Not; ein tapferer Prinz versucht die Prinzessin/Frau zu retten, mit dem Risiko dabei selber zu sterben; der tapfere Prinz rettet die wunderschöne Prinzessin/Frau; sie lebten glück bis ans Ende ihrer Tage.

Doch seitdem der erste Disney-Film „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ im Jahr 1937 erschien, hat sich die Gesellschaft stark verändert. Frauen handeln selbstbestimmter und fordern ein Gleichgewicht, sowohl im privaten als auch im gesellschaftlichen Umfeld. Findet sich diese Veränderung auch in den Disney-Filmen wieder? Anhand von mehreren ausgewählten Filmen, wird versucht dieser Frage auf den Grund zu gehen. Hierfür wurden 5 verschiedene Disneyfilme ausgewählt, die alle einem anderen Jahrzehnt entstammen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Methode

2. Schneewittchen und die sieben Zwerge (1937)

2.1Fakten zum Film:

2.2 Handlungsmacht und Gewalt

3. Dornröschen (1959)

3.1 Fakten zum Film:

3.2 Handlungsmacht und Gewalt

3.3 Parallelen zwischen Schneewittchen und Dornröschen

4. Arielle, die Meerjungfrau (1989)

4.1 Fakten zum Film:

4.2 Handlungsmacht und Gewalt

5. Mulan (1998)

5.1 Fakten zum Film:

5.2 Handlungsmacht und Gewalt

6. Die Eiskönigin – Völlig unverfroren (2013)

6.1 Fakten zum Film:

6.2 Handlungsmacht und Gewalt

7. Fazit

7.1 Schönheit

7.2 Die Wahre Liebe:

7.3 Passivität:

7.4 Magie

7.5Antagonistin

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand von fünf ausgewählten Disneyfilmen unterschiedlicher Jahrzehnte, ob und wie sich die Darstellung der Rolle der Frau sowie deren Handlungsmacht und der Umgang mit Gewalt im Laufe der Zeit verändert haben.

  • Analyse des Rollenbildes der Frau in Disney-Zeichentrickfilmen
  • Untersuchung von Handlungsmacht und Autonomie weiblicher Figuren
  • Einordnung verschiedener Formen von Gewalt (physisch, psychisch, strukturell)
  • Vergleich historischer Prinzessinnen-Darstellungen mit moderneren Heldinnen
  • Hinterfragung von Erfüllungsmustern im Kontext von Liebesbeziehungen

Auszug aus dem Buch

2.2 Handlungsmacht und Gewalt

Die erste Gewaltform die im Film auftaucht, ist die psychische und strukturelle Gewalt. Auch wenn man als Zuschauer nicht direkt weiß, ob Schneewittchen dieser ausgesetzt ist oder nicht, merkt man wie herablassend ihre Stiefmutter über sie spricht und schlussendlich auch ihren Tod wünscht. Daraufhin folgt auch schon die zweite Gewaltform: ein Jäger soll Schneewittchen umbringen. Da dieser es aber nicht übers Herz bringt, lässt er sie laufen. Schneewittchen verfügt hier über keinerlei Handlungsmacht und wehrt sich auch nicht, sie liegt lediglich am Boden. Im Haus der Zwerge übernimmt sie dann die Aufgaben einer Hausfrau: ihre Handlungen bestehen darin zu putzen und zu kochen. Sie wurde jedoch nicht von den Zwergen in diese Rolle gedrängt, sondern schrieb sich diese mehr oder weniger selber zu. Als die Hexe erfuhr, dass Schneewittchen noch am Leben sei, entschließt sie diese selber zu töten. Schneewittchen beißt in einen vergifteten Apfel, der sie in einen tiefen Schlaf fallen lässt. Eine direkte Form der Gewalt taucht ab diesem Zeitpunkt nicht mehr auf, da die Hexe nicht umgebracht wird, sondern nur von den Zwergen verfolgt wird und Schlussendlich von einer Klippe stürzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in den Medienkonzern Disney und das klassische Rollenmuster der Prinzessin, ergänzt um die Zielsetzung der Arbeit.

1.1 Methode: Definition der Filmanalyse als primäres Untersuchungsinstrument unter Ausschluss von Details wie Gesang oder Kleidung.

2. Schneewittchen und die sieben Zwerge (1937): Analyse einer passiven Protagonistin in einem klassischen, durch strukturelle Gewalt geprägten Märchenkontext.

2.1 Fakten zum Film: Auflistung spezifischer Merkmale zur Rollendarstellung und Handlung in Schneewittchen.

2.2 Handlungsmacht und Gewalt: Untersuchung der Rollenzuweisung der Frau als Hausfrau und der Abwesenheit eigener Handlungsmacht.

3. Dornröschen (1959): Betrachtung der Geschichte der Prinzessin Aurora und ihres begrenzten Handlungsspielraums im Vergleich zu den agierenden Feen.

3.1 Fakten zum Film: Zusammenstellung der filmischen Eckdaten zu Dornröschen.

3.2 Handlungsmacht und Gewalt: Analyse der Opferrolle Auroras und der Bedeutung der Feen sowie des Prinzen für den Handlungsverlauf.

3.3 Parallelen zwischen Schneewittchen und Dornröschen: Vergleich der strukturellen Gemeinsamkeiten beider Märchenfilme hinsichtlich Nebenfiguren und Geschlechterrollen.

4. Arielle, die Meerjungfrau (1989): Untersuchung der Protagonistin Arielle, deren Handeln durch Rebellion und den Wunsch nach Liebe zum Menschen bestimmt ist.

4.1 Fakten zum Film: Überblick über die zentralen inhaltlichen Aspekte des Films Arielle.

4.2 Handlungsmacht und Gewalt: Analyse der ambivalenteren Rolle der Arielle zwischen Rebellentum und Abhängigkeit von männlichen oder magischen Instanzen.

5. Mulan (1998): Betrachtung von Mulan als Figur, die aktiv gegen traditionelle Rollenbilder aufbegehrt und sich als Mann in einer Männerwelt behauptet.

5.1 Fakten zum Film: Zusammenfassende Fakten zur Darstellung der Mulan im Film.

5.2 Handlungsmacht und Gewalt: Evaluation der aktiven Rolle Mulans und ihrer Nutzung von Intelligenz zur Problemlösung.

6. Die Eiskönigin – Völlig unverfroren (2013): Analyse der komplexeren Dynamik zwischen den Schwestern Anna und Elsa und der neuen Definition von "wahrer Liebe".

6.1 Fakten zum Film: Zentrale filmische Fakten zum modernen Disney-Film Die Eiskönigin.

6.2 Handlungsmacht und Gewalt: Untersuchung der weiblichen Handlungsmacht durch magische Fähigkeiten und die Überwindung des klassischen Beziehungsmodells.

7. Fazit: Zusammenführende Resümee über die Entwicklung der Frauenbilder, die trotz Modernisierung oft in traditionelle Muster der Liebeserfüllung zurückfallen.

7.1 Schönheit: Analyse des Schönheitsideals als primäres Attribut der Disney-Heldinnen.

7.2 Die Wahre Liebe:: Untersuchung des zentralen Motivs der Liebe als definierendes Ziel der Protagonistinnen.

7.3 Passivität:: Vergleich der verschiedenen Ausprägungen von Aktivität und Passivität im Wandel der Jahrzehnte.

7.4 Magie: Bewertung der Verteilung von magischen Kräften als Instrument der Macht oder Unterwerfung.

7.5 Antagonistin: Analyse des Rollenbildes der Antagonistinnen und deren Abgrenzung zum Schönheitsideal.

Schlüsselwörter

Disneyfilme, Rollenbild der Frau, Handlungsmacht, Filmanalyse, Geschlechterrollen, Feministische Perspektive, Märchen, Gewalt, Identität, Prinzessin, Wahre Liebe, Patriarchat, Zeichentrickfilm, Emanzipation, Machtverhältnisse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die filmische Darstellung von Frauenfiguren in Disney-Zeichentrickfilmen von 1937 bis 2013 und analysiert, wie sich deren Rolle, Handlungsmacht und die Darstellung von Gewalt im Laufe der Zeit verändert haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind das patriarchale Rollenbild, die aktive versus passive Gestaltung weiblicher Protagonistinnen, die Bedeutung von Schönheit, das Konzept der wahren Liebe sowie die Nutzung von Magie und Gewalt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu ergründen, ob sich die Rolle der Frau in Disney-Filmen über die Jahrzehnte tatsächlich gewandelt hat und ob moderne Heldinnen tatsächlich selbstbestimmter handeln als ihre Vorgängerinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet die Methode der Filmanalyse, wobei sie den Fokus gezielt auf die Rollendarstellung und Machtdynamiken legt und dabei stilistische Elemente wie Kleidung oder Gesang ausklammert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert fünf ausgewählte Filme (Schneewittchen, Dornröschen, Arielle, Mulan, Die Eiskönigin) jeweils im Hinblick auf Fakten zum Film sowie auf die spezifischen Aspekte Handlungsmacht und Gewalt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Disneyfilme, Rollenbild, Handlungsmacht, Emanzipation, Geschlechterrollen und die Analyse von Machtverhältnissen zwischen den Charakteren.

Wie verändert sich die Darstellung der Liebe in den analysierten Filmen?

Während es in den frühen Filmen um eine klassische, passive Liebesbeziehung geht, verschiebt sich der Fokus bei Mulan hin zur Anerkennung durch den Vater und bei Die Eiskönigin hin zur geschwisterlichen Liebe.

Welche Rolle spielen die Antagonistinnen in dieser Analyse?

Die Antagonistinnen werden als Gegenentwurf zum Schönheitsideal analysiert, wobei sie häufig durch Machtmissbrauch und Magie charakterisiert werden, um sich gegen die Protagonistinnen durchzusetzen.

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Details

Title
Schön und passiv? Zur Darstellung von Frauen in ausgewählten Disney-Filmen von 1937 bis 2013
College
University of Vienna  (Soziologie)
Grade
1
Author
Verena Pichler (Author)
Publication Year
2015
Pages
14
Catalog Number
V309170
ISBN (eBook)
9783668074422
ISBN (Book)
9783668074439
Language
German
Tags
disney disneyfilm feminismus frau im film rolle der frau rolle der frau im film
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Verena Pichler (Author), 2015, Schön und passiv? Zur Darstellung von Frauen in ausgewählten Disney-Filmen von 1937 bis 2013, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309170
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