Seit der Jäger und Sammlergesellschaft hat sich viel verändert. Die Arbeit und das „Geld verdienen“ unterliegt einem ständigen Wandel. Vor der Industrialisierung war es üblich, dass die Frau sich zuhause um die Kinder kümmerte und der Mann Erwerbstätig war und das Geld verdiente. Unentgeltlich arbeiteten die Frauen zuhause und kümmerten sich um das Wohl der Familie. Da der Mann für seine Tätigkeit jedoch belohnt wurde (in Form eines Gehalts), nahm seine Arbeit einen höheren Stellenwert an, als die der Frau.
Lange Zeit war es selbstverständlich für eine Frau nicht für ihre Arbeit entlohnt zu werden und sich den Gesellschaftlichen Normen, Pflichten und Werten zu fügen. Einige Ausnahmen gibt es hier jedoch auch, wie Anne McClintock unter Beweis stellt mit der Geschichte von Hannah Cullwick. Denn obwohl es zu dieser Zeit, wie bereits erwähnt üblich war, dass die Frau Zuhause bleibt, wollte Hannah Cullwick sich von ihrem Mann für ihre Arbeit entlohnen lassen, und ging später selber einem Beruf nach.
Dies stellt jedoch eine Ausnahme dar. Während die Entwicklung der Männer eher linear war, denn Frauen mussten sich mehr „erkämpfen“. Es dauerte sehr lange bis es Frauen möglich war, denselben Berufen nachzugehen wie Männer. Auch wenn Männer in Österreich heutzutage im Durschnitt für dieselbe Arbeit 21% mehr Lohn erhalten als Frauen (Bundeskanzleramt), sind Frauen was das „Recht auf Arbeit“ angeht, mit den Männern gleichgesetzt. Des Weiteren, haben Frauen mit der Doppelbelastung Haushalt vs. Arbeit zu kämpfen, daher stellt sich die Frage: Wie viel Zeit bleibt einer Frau wirklich für die Arbeit?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Operationalisierung
2.2.1 Die Normalarbeitszeit
2.2.2 Die Teilzeitarbeit
2.2.3 Geringfügige Beschäftigung
3. Methoden
3.1 Hypothesen
3.1 Datensatz und Methode
3.2 Eingrenzung
3.3 Methodisches Vorgehen
a. Abhängige Variablen
b. Unabhängige Variablen
4. Univariate Beschreibung der Merkmale
5. Ergebnisse
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht mittels multivariater Analyseverfahren, welche soziodemographischen Einflussfaktoren die Arbeitszeit von Frauen in Österreich bestimmen und wie sich familiäre Rahmenbedingungen auf das tatsächliche Arbeitsausmaß auswirken.
- Analyse der Arbeitszeitmodelle (Normalarbeitszeit, Teilzeit, geringfügige Beschäftigung)
- Einfluss von Kinderzahl und Familienstand auf die Erwerbstätigkeit
- Zusammenhang zwischen Bildungsabschluss und Kinderzahl
- Empirische Überprüfung von Hypothesen mittels Regressionsanalysen
- Diskussion der Doppelbelastung durch Haushalt und Beruf
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Seit der Jäger und Sammlergesellschaft hat sich viel verändert. Die Arbeit und das „Geld verdienen“ unterliegt einem ständigen Wandel. Vor der Industrialisierung war es üblich, dass die Frau sich zuhause um die Kinder kümmerte und der Mann Erwerbstätig war und das Geld verdiente. Unentgeltlich arbeiteten die Frauen zuhause und kümmerten sich um das Wohl der Familie. Da der Mann für seine Tätigkeit jedoch belohnt wurde (in Form eines Gehalts), nahm seine Arbeit einen höheren Stellenwert an, als die der Frau. Lange Zeit war es Selbstverständlich für eine Frau nicht für ihre Arbeit entlohnt zu werden und sich den Gesellschaftlichen Normen, Pflichten und Werten zu fügen. Einige Ausnahmen gibt es hier jedoch auch, wie Anne McClintock unter Beweis stellt mit der Geschichte von Hannah Cullwick. (McClintock, 1995, S. 132-180). Denn obwohl es zu dieser Zeit, wie bereits erwähnt üblich war, dass die Frau Zuhause bleibt, wollte Hannah Cullwick sich von ihrem Mann für ihre Arbeit entlohnen lassen, und ging später selber einem Beruf nach. Dies stellt jedoch eine Ausnahme dar. Während die Entwicklung der Männer eher linear war, denn Frauen mussten sich mehr „erkämpfen“. Es dauerte sehr lange bis es Frauen möglich war, denselben Berufen nachzugehen wie Männer. Auch wenn Männer in Österreich heutzutage im Durschnitt für dieselbe Arbeit 21% mehr Lohn erhalten als Frauen (Bundeskanzleramt), sind Frauen was das „Recht auf Arbeit“ angeht, mit den Männern gleichgesetzt. Des Weiteren, haben Frauen mit der Doppelbelastung Haushalt vs. Arbeit zu kämpfen, daher stellt sich die Frage:
Wie viel Zeit bleibt einer Frau wirklich für die Arbeit?
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die historische Entwicklung der weiblichen Erwerbstätigkeit ein und beleuchtet die Herausforderung der Doppelbelastung von Haushalt und Beruf.
2. Theoretischer Hintergrund: Hier werden die wesentlichen Beschäftigungsformen wie Normalarbeitszeit, Teilzeit und geringfügige Beschäftigung definiert und in den Kontext des Frauenberichts 2010 gestellt.
3. Methoden: In diesem Kapitel werden die aufgestellten Hypothesen formuliert, der verwendete Mikrozensus-Datensatz beschrieben und das methodische Vorgehen mittels Regressionsanalyse dargelegt.
4. Univariate Beschreibung der Merkmale: Dieses Kapitel liefert eine deskriptive statistische Aufbereitung der Stichprobenvariablen, wie Alter, Bildung, Kinderzahl und Arbeitszeit.
5. Ergebnisse: Der Hauptteil präsentiert die statistische Überprüfung der Hypothesen durch lineare Regressionsanalysen und interpretiert die gefundenen Korrelationen.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, kritisiert die Datenbasis und gibt einen Ausblick auf notwendige weiterführende Forschung zur weiblichen Erwerbsarbeit.
Schlüsselwörter
Arbeitszeit, Frauen, Österreich, Erwerbstätigkeit, Teilzeitarbeit, Doppelbelastung, Mikrozensus, Regressionsanalyse, Kinderzahl, Familienstand, Bildungsabschluss, Multivariate Analyse, Haushalt, Beruf, Beschäftigungsformen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht die Faktoren, die das tatsächliche Arbeitsausmaß von Frauen in Österreich beeinflussen, wobei ein besonderer Fokus auf dem Spannungsfeld zwischen Beruf und privater Lebenssituation liegt.
Welches sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder umfassen die weibliche Erwerbsquote, unterschiedliche Beschäftigungsmodelle, die Auswirkungen von Kinderbetreuung sowie den Einfluss soziodemographischer Merkmale auf die Arbeitsstunden.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet: „Wie viel Zeit bleibt einer Frau wirklich für die Arbeit?“, wobei insbesondere die Auswirkungen von Kinderzahl und Familienstand analysiert werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin verwendet deskriptive Statistik sowie die Methode der einfachen und multiplen linearen Regressionsanalyse, um Zusammenhänge zwischen den erhobenen Variablen statistisch zu prüfen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die methodische Einordnung der Stichprobe aus dem Mikrozensus 2013 sowie die ausführliche statistische Auswertung und Diskussion der fünf aufgestellten Hypothesen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Arbeitszeit, Frauen, Teilzeitarbeit, Doppelbelastung, Regressionsanalyse und multivariate Auswertungsverfahren.
Welche Auswirkung hat die Kinderzahl laut der Untersuchung?
Die Untersuchung bestätigt die Hypothese, dass eine höhere Kinderzahl bei Frauen tendenziell mit einer Reduktion der Arbeitszeit einhergeht, was die Doppelbelastung der Mütter unterstreicht.
Warum wurde der Datensatz von 2014 auf 2013 umdisponiert?
Der ursprünglich angedachte Mikrozensus 2014 konnte trotz mehrfacher Anfragen nicht für die Forschungsarbeit zur Verfügung gestellt werden, weshalb auf den Datensatz des Jahres 2013 ausgewichen wurde.
- Quote paper
- Verena Pichler (Author), 2013, Wie viel Zeit bleibt einer Frau für die Arbeit? Eine multivariate Analyse zur Erwerbstätigkeit in Österreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309172