Es wird eine Studie zur Versorgung von Schlaganfallpatienten vorgeschlagen, die die Frage beantworten soll: Gibt es mittel- und langfristig Versorgungsunterschiede zwischen Patienten mit einem ischämischen Schlaganfall, die in Stroke Units behandelt und lysiert wurden und ebensolchen Patienten, die in konventionellen Intensivstationen behandelt und lysiert wurden? Beide Untersuchungsgruppen wurden im Anschluss an die Behandlung einer rehabilitativen Anschlussbehandlung mit neurologischer Frührehabilitation (Phase B und C) und Rehabilitation (Phase D) zugeführt.
Der aktuelle Versorgungsbedarf von Menschen, die einen Schlaganfall erlitten haben, und die Versorgungsstruktur bilden den Hintergrund zur vorgestellten Studie. Sie werden in dieser Arbeit ausführlich dargestellt. Anschließend wird die Umsetzung der Versorgungsforschungsstudie kurz skizziert und der Vorgang der Literatursuche beschrieben.
Als Schlaganfall wird eine plötzlich einsetzende Funktionsstörung des Zentralnervensystems (ZNS) durch eine Minderdurchblutung (Ischämie) des Gehirns oder Einblutung (intracerebrale Blutung, Hämorrhagie) in das Gehirn bezeichnet. Synonym gebraucht werden die Begriffe wie z. B. Apoplex, Apoplexie Hirninsult, Hirninfarkt oder auch Stroke. Wenn der Zustand der Unterversorgung persistiert, gehen Nervenzellen zugrunde.
Jährlich erleiden in Deutschland etwa 160.000 Menschen erstmals einen Schlaganfall. Die Erkrankungshäufigkeit steigt ab dem 50. Lebensjahr deutlich an und erreicht bei Männern einen Gipfel zwischen dem 70. und 74. Lebensjahr und bei Frauen zwischen dem 80. und 84. Lebensjahr.
Der Schlaganfall gehört zu den häufigsten vaskulären Erkrankungen in Deutschland. Mehr als die Hälfte der Patienten, die einen Schlaganfall überleben, ist behindert und auf fremde Hilfe angewiesen. Der Schlaganfall ist die häufigste Ursache für erworbene Behinderungen im Erwachsenenalter. Zurzeit leiden etwa eine Million Patienten an den Folgen der Erkrankung. Der intensive Pflege- und Versorgungsbedarf macht den Schlaganfall zu einer der teuersten Erkrankungen in den westlichen Industrienationen.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung: Beschreibung des Krankheitsbildes
- 2 Versorgungsbedarf
- 2.1 Wer ist betroffen und wie viele, einschließlich Trend.
- 2.2 Risikogruppen
- 2.4 Inanspruchnahme
- 3 Versorgungsstruktur
- 3.1 Wer übernimmt die Versorgung und wie viele?
- 3.2 Differenzierung nach Sektoren.
- 3.3 Versorgungsdefizite
- 4 Versorgungsforschungsstudie.
- 4.1 Fragestellung (nach PICO)
- 4.2 Kurze Skizze der Umsetzung
- 5 Beschreibung der Literatursuche.
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Studie befasst sich mit dem Versorgungsbedarf und der Versorgungssituation von Schlaganfallpatienten in Deutschland. Ziel ist es, die aktuelle Situation zu analysieren und potentielle Defizite in der Versorgung aufzudecken.
- Häufigkeit und Trend von Schlaganfällen in Deutschland
- Risikofaktoren und Risikogruppen
- Inanspruchnahme von medizinischen und rehabilitativen Leistungen
- Versorgungsstrukturen und -defizite
- Potentiale für die Verbesserung der Schlaganfallversorgung
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Beschreibung des Krankheitsbildes Dieses Kapitel bietet eine Einführung in das Krankheitsbild Schlaganfall, beschreibt die Ursachen, Symptome und die Bedeutung der schnellen medizinischen Intervention.
- Kapitel 2: Versorgungsbedarf Dieses Kapitel analysiert die Häufigkeit von Schlaganfällen in Deutschland, betrachtet die betroffenen Bevölkerungsgruppen und diskutiert den steigenden Bedarf an medizinischer und rehabilitativer Versorgung.
- Kapitel 3: Versorgungsstruktur Dieses Kapitel beleuchtet die verschiedenen Akteure, die an der Versorgung von Schlaganfallpatienten beteiligt sind, und untersucht die Unterschiede in der Versorgung zwischen verschiedenen Sektoren.
- Kapitel 4: Versorgungsforschungsstudie Dieses Kapitel stellt die Forschungsfrage und die Methode der Studie vor, um die Versorgungssituation von Schlaganfallpatienten zu untersuchen.
- Kapitel 5: Beschreibung der Literatursuche Dieses Kapitel erläutert die Vorgehensweise bei der Recherche relevanter wissenschaftlicher Literatur für die Studie.
Schlüsselwörter
Schlaganfall, cerebrovaskuläre Erkrankungen, Versorgungsforschung, Versorgungsbedarf, Versorgungssituation, Risikofaktoren, Risikogruppen, Behandlung, Rehabilitation, Akutversorgung, Sekundärprävention, Deutschland.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Schlaganfall und welche Arten gibt es?
Ein Schlaganfall ist eine plötzliche Funktionsstörung des Zentralnervensystems. Er entsteht entweder durch eine Minderdurchblutung (Ischämie) oder eine Einblutung (Hämorrhagie) im Gehirn. Synonyme sind Begriffe wie Apoplex, Hirninfarkt oder Stroke.
Wie viele Menschen erleiden in Deutschland jährlich einen Schlaganfall?
In Deutschland erleiden jährlich etwa 160.000 Menschen zum ersten Mal einen Schlaganfall. Die Erkrankungshäufigkeit steigt insbesondere ab dem 50. Lebensjahr deutlich an.
Was untersucht die vorgestellte Versorgungsforschungsstudie?
Die Studie untersucht, ob es mittel- und langfristige Versorgungsunterschiede bei Patienten mit ischämischem Schlaganfall gibt, abhängig davon, ob sie in spezialisierten Stroke Units oder auf konventionellen Intensivstationen behandelt wurden.
Welche Folgen hat ein Schlaganfall für die Betroffenen?
Mehr als die Hälfte der Überlebenden ist dauerhaft behindert und auf fremde Hilfe angewiesen. Der Schlaganfall ist die häufigste Ursache für erworbene Behinderungen im Erwachsenenalter.
Welche Phasen der neurologischen Rehabilitation werden unterschieden?
Die Arbeit nennt die neurologische Frührehabilitation (Phase B und C) sowie die anschließende Rehabilitation (Phase D) als wesentliche Bestandteile der Versorgungskette.
Warum gilt der Schlaganfall als eine der teuersten Erkrankungen?
Aufgrund des intensiven Pflege- und Versorgungsbedarfs sowie der hohen Zahl an Patienten mit Langzeitfolgen (derzeit etwa eine Million in Deutschland) entstehen enorme Kosten für das Gesundheitssystem.
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- Dr. Jae Hyong Sorgenfrei (Author), 2013, Versorgungsbedarf und Versorgungssituation von Schlaganfallpatienten in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309273