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Der Mearsheimer-Block

Sind Institutionen in der Lage, Staatenverhalten positiv, mit dem Ziel Sicherheit und Stabilität zu erlangen, zu verändern?

Titel: Der Mearsheimer-Block

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2000 , 28 Seiten , Note: 2

Autor:in: Claudia Gruber (Autor:in)

Politik - Politische Systeme allgemein und im Vergleich
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Zusammenfassung Leseprobe Details

The False Promise of International Institutions
Der Realist John J. Mearsheimer konzentriert sich in seinem Artikel “The False Promise of International Institutions” auf die drei Hauptströmungen des Institutionalismus; den Liberalen Institutionalismus, die Kollektive Sicherheit und die Kritische Theorie.
Liberaler Institutionalismus
Der Liberale Institutionalismus beschäftigt sich nicht explizit mit der Forcierung von Frieden. Vielmehr greift er jene Themen auf, in denen sich Staaten nicht fundamental uneinig sind, dh. nicht anwendbar ist diese Theorie auf Staaten deren Interessen in ein und der selben Sache auseinandergehen. Liberale Institutionalisten bauen weiters darauf auf, dass sich internationale Politik in einen Sicherheits- und einen politisch wirtschaftlichen Bereich spalten lässt, wobei sich diese Theorie dem Wirtschaftsbereich zuwendet.
Kollektive Sicherheit
Die Theorie der Kollektiven Sicherheit zielt direkt auf den Grundgedanken ab, Frieden erreichen zu können. Militärische Macht ist dabei ein zentraler Faktor der internationalen Politik. Der Schlüssel für Stabilität ist somit das richtige Management der Militärkraft, was unter diesen Umständen von Institutionen übernommen werden kann.
Kritische Theorie
Die Kritische Theorie fragt direkt danach wie Frieden und Harmonie zustande kommen können. Man möchte eine Weltgesellschaft errichten die von Vertrauen und Teilen geprägt ist.
Schlusswort Mearsheimers
The Promise of Collective Security
Bei der Betrachtung der Kollektiven Sicherheit scheint es notwendig Institutionen generell zu betrachten. Somit werden auch Concerts miteingeschlossen, die sich zusätzlich auch noch das Selbsthilfesysstem vorbehalten.
The Promise of Institutionalist Theory
Keohane und Martin gestehen Mearscheimer zu die theoretische Trennung zwischen Realismus und Institutionalismus vorgenommen zu haben. Weiters hat er auch richtig erkannt, dass der Liberale Institutionalismus Staaten als rational agierende Egoisten betrachtet, deren Kooperation nur auf Basis eines gemeinschaflichen Interesses funktionieren kann.
The False Promise of Realism
Die Kernaussage Ruggie´s beruht auf der Kritik am Realismus in Verbindung zur Nachkriegszeit (II. WK) aus der Sicht der Amerikaner , welche in seinen Augen aus geopolitischen Gründen dem Realismus pessimistisch gegenüberstehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. The False Promise of International Institutions

2.1 Liberaler Institutionalismus

2.2 Kollektive Sicherheit

2.3 Kritische Theorie

2.4 Schlusswort Mearsheimer´s

3. The Promise of Collective Security

4. The Promise of Institutionalist Theory

5. The False Premise of Realism

6. Constructing International Politics

7. A Realist Reply

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit John J. Mearsheimers theoretischer Auseinandersetzung mit dem Institutionalismus in den Internationalen Beziehungen auseinander. Ziel ist es, die realistische Perspektive auf die Wirksamkeit internationaler Institutionen sowie die Gegenargumente verschiedener Institutionalisten und Theoretiker gegenüberzustellen und zu analysieren.

  • Die Debatte zwischen Realismus und Institutionalismus
  • Die Rolle internationaler Institutionen für Sicherheit und Stabilität
  • Kritische Analyse von Ansätzen wie Liberaler Institutionalismus, Kollektive Sicherheit und Konstruktivismus
  • Die Bedeutung von Machtverteilung, Vertrauen und Staatenverhalten im internationalen System

Auszug aus dem Buch

Realismusdiskurs

Im Realismus wird das internationale System als brutale Arena dargestellt. Jeder Staat ist nur auf seine eigenen Vorteile aus um andere Staaten auszustechen, Vertrauen untereinander herrscht nur in geringem Mass vor. Lt. Realismus ist Frieden unter den Menschen und eine Welt in der Staaten nicht um Macht kämpfen unvorstellbar. Diese Ansicht der Realisten stützt sich auf folgende Voraussetzungen:

Das internationale System ist anarchisch.

Staaten besitzen eine militärische Kapazität die es ihnen ermöglicht sich gegenseitig zu zerstören.

Staaten können sich niemals über Pläne/Absichten anderer Staaten sicher sein.

Die Motivation des Staates liegt im Überleben.

Staaten gehen im Überlebenskampf innerhalb des Systems strategisch vor.

Aus diesen grundlegenden Ansichten lassen sich drei Verhaltensmuster von Staaten ableiten:

Da sich Staaten im internationalen System voreinander fürchten wird das Vertrauen klein geschrieben. Im Extremfall werden Staaten nicht nur als Konkurrenten, sondern im Kriegsfall auch als tödliche Gefahr betrachtet.

Staaten versuchen im internationalen System das eigene Überleben zu sichern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Auseinandersetzung zwischen Mearsheimer und verschiedenen Institutionalisten über die Relevanz internationaler Institutionen.

2. The False Promise of International Institutions: Darstellung von Mearsheimers Kritik am Institutionalismus und seine realistische Sichtweise auf das internationale System.

2.1 Liberaler Institutionalismus: Untersuchung der Annahmen des Liberalen Institutionalismus bezüglich Kooperation unter anarchischen Bedingungen.

2.2 Kollektive Sicherheit: Analyse der theoretischen Grundlagen und Herausforderungen des Konzepts der Kollektiven Sicherheit.

2.3 Kritische Theorie: Betrachtung der Kritischen Theorie, die soziale Konstruktion betont und den Realismus in Frage stellt.

2.4 Schlusswort Mearsheimer´s: Mearsheimers abschließende Einschätzung zur mangelnden empirischen Überprüfbarkeit der diskutierten Theorien.

3. The Promise of Collective Security: Argumente der Kupchan-Brüder zur Verteidigung der Kollektiven Sicherheit gegenüber Mearsheimers Kritik.

4. The Promise of Institutionalist Theory: Keohane und Martins Replik auf Mearsheimers Einschätzung der Rolle von Institutionen.

5. The False Premise of Realism: Ruggies Kritik am Realismus unter Einbeziehung historischer Erfahrungen und außenpolitischer Realitäten der USA.

6. Constructing International Politics: Wendts konstruktivistischer Ansatz zur Analyse von Staatenverhalten basierend auf sozialer Struktur.

7. A Realist Reply: Mearsheimers erneute Antwort auf die geäußerten Kritiken der Institutionalisten und Theoretiker.

Schlüsselwörter

Internationalen Beziehungen, Realismus, Institutionalismus, John J. Mearsheimer, Sicherheit, Stabilität, Anarchie, Kooperation, Relative Gains, Kollektive Sicherheit, Kritische Theorie, Konstruktivismus, Staatenverhalten, Institutionen, Macht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die theoretische Debatte um die Wirksamkeit internationaler Institutionen im Kontext der Internationalen Beziehungen, initiiert durch den Realisten John J. Mearsheimer.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind der Realismus, der Liberale Institutionalismus, die Kollektive Sicherheit, die Kritische Theorie und der Konstruktivismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Positionen von Mearsheimer gegenüber jenen verschiedener Institutionalisten und Theoretiker gegenüberzustellen, um den Nutzen internationaler Institutionen für Frieden und Sicherheit zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die den Diskurs zwischen verschiedenen Strömungen der Internationalen Beziehungen auf Basis zentraler Fachartikel analysiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Theorieansätze, ihre Kausalitätslogik, Mängel und die wechselseitige Kritik der Autoren untereinander.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Anarchie, Sicherheit, Kooperation, Macht, Institutionen sowie die verschiedenen Theoriekonzepte der Internationalen Beziehungen.

Warum steht der Realismus laut Mearsheimer im Zentrum des Weltgeschehens?

Für Mearsheimer prägen anarchische Strukturen und das Streben nach Überleben das Handeln der Staaten, was Kooperationen erschwert und relative Machtgewinne in den Vordergrund rückt.

Wie unterscheidet sich Wendts konstruktivistischer Ansatz von Mearsheimers Realismus?

Während Mearsheimer objektive, materielle Strukturen betont, fokussiert Wendt auf soziale Strukturen, Verständnis und Erwartungen, die das Staatenverhalten intersubjektiv prägen.

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Details

Titel
Der Mearsheimer-Block
Untertitel
Sind Institutionen in der Lage, Staatenverhalten positiv, mit dem Ziel Sicherheit und Stabilität zu erlangen, zu verändern?
Hochschule
Universität Wien
Note
2
Autor
Claudia Gruber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2000
Seiten
28
Katalognummer
V30936
ISBN (eBook)
9783638320863
ISBN (Buch)
9783638651028
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mearsheimer-Block
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Claudia Gruber (Autor:in), 2000, Der Mearsheimer-Block, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30936
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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