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Die Entwicklung der regionalen Disparitäten in der EU

Title: Die Entwicklung der regionalen Disparitäten in der EU

Term Paper , 2003 , 25 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Nicola Ahlert (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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Thema und Problemstellung

Die Verminderung von regionalen Ungleichheiten wird als Ziel und Prüfstein erfolgreicher Integration innerhalb der Europäischen Union gesehen. Der Messung von regionalen Disparitäten kommt nicht nur deshalb eine große Bedeutung zu. Der Erfolg von Regionalpolitik und staatlichen Interventionen hinsichtlich einer Beschleunigung des Abbaus von Ungleichheiten zwischen den Regionen wird durch die Darstellung der Entwicklung regionaler Disparitäten veranschaulicht und überprüfbar. Es stellt sich in diesem Zuge auch die Frage, ob eine integrierte regionale Entwicklungsstrategie tatsächlich eine konvergente Entwicklung zur Folge hat, ob dennoch Ungleichheiten zwischen Regionen bestehen bleiben oder ob sogar eine divergente Entwicklung in Bezug auf regionale Unterschiede erfolgt. Ziel dieser Arbeit ist es, die Entwicklung der regionalen Disparitäten in der EU darzulegen und Effekte der Regionalpolitik auf diese herauszustellen. Dabei soll nach einer kurzen Klärung relevanter Begrifflichkeiten im Folgenden zunächst beleuchtet werden, welche Verfahren und Indikatoren zur Messung von regionalen Disparitäten herangezogen werden können. Das leistet Kapitel 3 mit dem Titel Disparitätenmessung. Im nächsten Schritt wird auf das Vorgehen der Europäischen Kommission zur Ermittlung der Ungleichheiten eingegangen. Es wird in Kapitel 4 die Entwicklung ausgewählter Disparitäten in der EU vertieft. Kapitel 4 ist eher deskriptiver Art. Dabei stehen die Entwicklung der Disparitäten der Bereiche Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Bevölkerung im Vordergrund. Das darauf folgende Kapitel 5 befasst sich mit der Rolle von regionalen Ungleichheiten in der regionalökonomischen Theorie und liefert Erklärungen für die Entstehung regionaler Ungleichheiten. Das Erfordernis einer Unterscheidung zwischen Konvergenz- und Divergenzthese wird spätestens an dieser Stelle deutlich. Denn darüber, ob die Markt-Prozesse aus sich heraus generell früher oder später zu einer konvergenten Entwicklung führen oder ob sich ein Gleichgewicht in der Wirtschaft nicht von selbst einstellt, bestehen in der Theorie unterschiedliche Auffassungen. Diese spielen auch für die Theorie der regionalen Integration eine bedeutende Rolle. In Kapitel 6 wird in einer Schlussbetrachtung schließlich die Darlegung der in dieser Arbeit erhaltenen Ergebnisse vorgenommen. Im Anhang sind Schaubilder, Karten und Tabellen zu finden, die zur Veranschaulichung der dargelegten Sachverhalte dienen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Thema und Problemstellung

2 Definitionen

3 Die Disparitätenmessung

3.1 Allgemeine Methoden der Disparitätenmessung

3.2 Methodische Probleme

3.3 Methoden der Disparitätenmessung in der EU

3.3.1 Allgemeine Indikatoren

3.3.2 Konvergenz als Indikator

4 Regionale Ungleichheiten in der EU

4.1 Regionentypen der EU

4.2 Disparitätenentwicklung in der EU

4.2.1 Wirtschaft

4.2.2 Arbeitsmarkt

4.2.3 Bevölkerung

4.2.4 Die Bedeutung des wirtschaftlichen Strukturwandels

5 Die regionalökonomische Theorie

5.1 Die Entstehung räumlicher Ungleichgewichte

5.2 Regionale Wirtschaftsentwicklung aus der Sicht der Theorie

5.2.1 Zur Theorie der regionalen Integration

6 Ausblick

7 Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung regionaler Disparitäten innerhalb der Europäischen Union. Das primäre Ziel besteht darin, die Effekte der Regionalpolitik zu analysieren und zu klären, ob durch ökonomische Integration eine konvergente Angleichung der Lebensverhältnisse erreicht wird oder ob weiterhin divergente Entwicklungen bestehen bleiben.

  • Messung und Indikatoren regionaler Disparitäten in der EU.
  • Analyse wirtschaftlicher und arbeitsmarktbezogener Ungleichheiten.
  • Untersuchung theoretischer Modelle (Konvergenz- vs. Divergenzthesen).
  • Bedeutung der regionalen Integration für die Wirtschaftsentwicklung.
  • Perspektiven für die zukünftige Entwicklung der EU-Regionen.

Auszug aus dem Buch

3.3.2 Konvergenz als Indikator

Was bedeutet nun eigentlich Konvergenz genau? Wie in Kapitel 2 bereits dargelegt, wurde Konvergenz in den Sozialwissenschaften allgemein zunächst definiert als Tendenz, ähnliche Strukturen und Prozesse zu entwickeln. In der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur findet man eine Unterscheidung zwischen realer und nominaler Konvergenz. Unter realer Konvergenz wird in erster Linie der langfristige Prozess der Verringerung der Einkommensunterschiede zwischen einzelnen Ländern verstanden (Lohrmann 1999, S. 324).

Die erstgenannte reale Konvergenz lässt sich weiter unterscheiden in ß-Konvergenz und s-Konvergenz.

ß-Konvergenz

Im Konzept der so genannten ß-Konvergenz werden Wachstumsraten der realen Pro-Kopf Einkommen verglichen. Man spricht von absoluter bzw. unbedingter ß-Konvergenz, wenn Regionen oder Länder alle in Richtung eines identischen Wohlstandsniveaus streben, von wo aus sich für alle ein identischer Wachstumspfad ergibt. Ärmere Länder weisen dabei zunächst höhere Wachstumsraten auf als reichere. Das Konzept der bedingten Konvergenz geht davon aus, dass nicht alle Regionen ein identisches Wohlstandsniveau und einen identischen Wachstumspfad erreichen, sondern dass strukturell unterschiedliche Regionen nur zu gruppenspezifischen Wohlstandsniveaus und Wachstumspfaden streben. In diesem Konzept ist es also möglich, dass es zwischen einzelnen Gruppen von Regionen zu absoluter Divergenz kommt (Ohr/Gruber 2001, S. 31).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Thema und Problemstellung: Einleitung in das Ziel der Verminderung regionaler Ungleichheiten und Vorstellung der methodischen Vorgehensweise der Arbeit.

2 Definitionen: Begriffliche Abgrenzung zentraler Termini wie regionale Disparitäten, Konvergenz und Divergenz.

3 Die Disparitätenmessung: Darstellung verschiedener statistischer Messverfahren und Erörterung methodischer Schwierigkeiten bei der Erfassung regionaler Unterschiede.

4 Regionale Ungleichheiten in der EU: Deskriptive Analyse der Entwicklung von Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Bevölkerung in verschiedenen Regionstypen der EU.

5 Die regionalökonomische Theorie: Theoretische Herleitung räumlicher Ungleichgewichte sowie Diskussion der Konvergenz- und Divergenzthese im Kontext der Integration.

6 Ausblick: Diskussion zukünftiger Entwicklungstrends unter Berücksichtigung politischer und struktureller Faktoren.

7 Schlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse zur Wirksamkeit regionalpolitischer Maßnahmen und Einordnung der Konvergenz als langfristigen Prozess.

Schlüsselwörter

Regionale Disparitäten, Europäische Union, Konvergenz, Divergenz, Wirtschaftskraft, Arbeitslosigkeit, Regionalpolitik, Strukturwandel, BIP pro Kopf, Integration, Standortfaktoren, Regionalökonomie, Wachstumsraten, Strukturfonds, Arbeitsmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die regionale Ungleichheit innerhalb der EU und bewertet, ob die ökonomische Integration zu einer Angleichung (Konvergenz) oder zu einem Auseinanderdriften (Divergenz) der Regionen führt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der statistischen Disparitätenmessung, der Analyse sozioökonomischer Indikatoren wie BIP und Arbeitslosenquote sowie der theoretischen Einbettung in regionalökonomische Wachstumsmodelle.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit möchte darlegen, wie sich regionale Disparitäten entwickelt haben und ob staatliche Interventionen im Rahmen der Regionalpolitik erfolgreich dazu beitragen, diese Ungleichheiten abzubauen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine deskriptive Auswertung bestehender Studien, insbesondere des Sechsten Periodischen Berichts der Europäischen Kommission, kombiniert mit einer theoretischen Analyse regionalökonomischer Konzepte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die aktuelle Situation der Regionentypen in der EU, die wirtschaftliche Entwicklung, arbeitsmarktbezogene Probleme und die theoretischen Hintergründe für das Entstehen räumlicher Ungleichgewichte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Regionale Disparitäten, EU-Integration, Konvergenz, Divergenz, Regionalpolitik, Strukturwandel und Wirtschaftsgeographie.

Wie unterscheiden sich ß-Konvergenz und s-Konvergenz?

Während die ß-Konvergenz die Wachstumsraten der Pro-Kopf-Einkommen vergleicht und untersucht, ob ärmere Länder schneller wachsen, misst die s-Konvergenz die Streuung des realen Pro-Kopf-Einkommens innerhalb einer Gruppe über einen Zeitraum hinweg.

Welche Rolle spielt der wirtschaftliche Strukturwandel für die regionale Ungleichheit?

Der Strukturwandel fungiert als wesentliche Ursache für die Verstärkung von Disparitäten, da Regionen mit schrumpfenden Wirtschaftszweigen gegenüber jenen mit innovativen Wachstumssektoren benachteiligt sind.

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Details

Title
Die Entwicklung der regionalen Disparitäten in der EU
College
University of Göttingen
Grade
2,0
Author
Nicola Ahlert (Author)
Publication Year
2003
Pages
25
Catalog Number
V30938
ISBN (eBook)
9783638320887
Language
German
Tags
Entwicklung Disparitäten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicola Ahlert (Author), 2003, Die Entwicklung der regionalen Disparitäten in der EU, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30938
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