Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die F&E-Entwicklungsdynamik in der Wirtschaft. Der Fokus liegt dabei auf der F&E-Entwicklungsdynamik in der Industrie. Zeitlich konzentriert sich dieser Fokus auf die Periode von 2000 bis 2015 und dabei wiederum schwerpunktmäßig auf den Zeitraum von 2005 bis 2015. Inhaltlich ist er auf die entwickelten Industrieländer, speziell auf die USA, Japan und Europa ausgerichtet. Besondere Beachtung findet bei dieser Ausrichtung Deutschland. Insgesamt wurden über 1.800 Quellen gesichtet. Davon wurden über 440 ausgewählt, ausgewertet, strukturiert zusammengefasst und sowohl bibliographisch als auch im Volltext erfasst. Bei der überwiegenden Mehrzahl der Quellen handelt es sich um englischsprachige Journal-Artikel. Ziel der Arbeit ist es, einen systematisch strukturierten Quellen- und Tool-Katalog zusammenzustellen, auf den bei einer Analyse der F&E-Entwicklungsdynamik in der Wirtschaft und daraus resultierenden wissenschaftspolitischen Problemen zurückgegriffen werden kann.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung: Fokus, Probleme und Vorgehen
1.1. Fokus
1.2. Probleme
1.3. Vorgehen
2. Top/Down-Analyse: Indikatoren, Trends und Diskurse
2.1. Indikatoren: Basisdaten, Transformation und Glättung
2.1.1. Basisdaten
2.1.2. Transformation
2.1.3. Glättung
2.2. Trends: GERD- und BERD-Dynamiken
2.2.1. GERD-Dynamiken
2.2.2. I-GERD-Dynamiken
2.2.3. BERD-Dynamiken
2.3. Diskurse: Methodik und Determinanten
2.3.1. Methodik
2.3.2. Determinanten
2.3.2.1 Krisen
2.3.2.2 Patente
2.3.2.3 Wachstum
2.3.2.4 Globalisierung
2.3.2.5 Finanzmärkte
2.3.2.6 Andere
3. Bottom/Up-Analyse: Länder, Firmen, Sektoren und Netzwerke
3.1. Länder: Fallstudien, Übersichten und Determinanten
3.1.1. Fallstudien
3.1.1.1 Einzelne Länder
3.1.1.1.1 Deutschland
3.1.1.1.2 USA
3.1.1.1.3 Japan
3.1.1.1.4 Andere
3.1.1.2 Ländergruppen
3.1.1.2.1 OECD
3.1.1.2.2 EU
3.1.1.2.3 Andere
3.1.1.3 Ländervergleiche
3.1.1.3.1 Deutschland/USA
3.1.1.3.2 Deutschland/andere
3.1.1.3.3 Andere
3.1.2. Übersichten
3.1.3. Determinanten
3.2. Firmen: Fallstudien, Übersichten und Determinanten
3.2.1. Fallstudien
3.2.2. Übersichten
3.2.3. Determinanten
3.2.3.1 Outsourcing
3.2.3.2 Patente
3.2.3.3 Investment
3.2.3.4 Strategien
3.2.3.5 Management
3.2.3.6 Kooperation
3.2.3.7 Andere
3.3. Sektoren: Fallstudien, Übersichten und Determinanten
3.3.1. Fallstudien
3.3.1.1 Einzelne Sektoren
3.3.1.2 Sektorengruppen
3.3.2. Übersichten
3.3.3. Determinanten
3.4. Netzwerke: Fallstudien, Übersichten und Determinanten
3.4.1. Fallstudien
3.4.1.2 Universitäten/Industrie
3.4.1.3 Andere
3.4.2. Übersichten
3.4.3. Determinanten
4. Kernliteratur: Reviews, Übersichten und Artikel
4.1. Reviews
4.2. Übersichten
4.3. Artikel
Zielsetzung & Themen
Ziel der Arbeit ist es, einen systematisch strukturierten Quellen- und Tool-Katalog zusammenzustellen, der für die Analyse der F&E-Entwicklungsdynamik in der Wirtschaft und die damit verbundenen wissenschaftspolitischen Fragestellungen genutzt werden kann.
- Systematische Erfassung und bibliographische Auswertung von über 440 Quellen zur F&E-Dynamik.
- Kombination von bibliographischer Top/Down- und Bottom/Up-Analyse zur Identifikation von Makro- und Mikro-Trends.
- Untersuchung von Indikatoren, Trends und Diskursen auf verschiedenen Ebenen (Länder, Firmen, Sektoren, Netzwerke).
- Bereitstellung eines methodischen Rahmens für die Analyse mittels Indikatoren, Transformation und Glättung.
- Empfehlungen für das effiziente Management und die Auswertung der Literatur durch moderne Tools wie Citavi.
Auszug aus dem Buch
1.2. Probleme
Seitdem Lane1 und Bell2 den Begriff der postindustriellen „Wissensgesellschaft“ und Kreibich3 den der „Wissenschaftsgesellschaft“ geprägt haben, hat sich um diese beiden Termini ein Diskurs entwickelt, der auch und gerade die Theorie und Praxis der Wissenschaftspolitik betrifft. Geradezu augenfällig wird dies im Konzept des „Wissensstaates“4. In diesem Diskurs wird die Herausbildung der Wissens- beziehungsweise der Wissenschaftsgesellschaft häufig in Superlativen beschrieben. So beispielsweise, wenn Miegel davon spricht, dass sich damit „der dritte gewaltige Paradigmenwechsel in der Geschichte der Menschheit“5 vollzieht. In diesem Diskurs der Superlative ist dann auch von einer „Informationsexplosion“6 und „Wissensexplosion“7 die Rede. Diese Explosions-Metapher wiederum scheint in statistischen Analysen der Wissensproduktion ihre unumstößliche Bestätigung zu finden, wie sie prototypisch Dobrov8 und Price9 entwickelt haben und die ein exponentielles Wachstums des Wissens diagnostizieren.
Ausgehend von dieser Explosions-Metapher sind es dann auch vor allem zwei Bilder, die intuitiv den Erwartungshorizont für wissenschaftspolitische Untersuchungen vorstrukturieren. Zum einen das Bild einer Explosion (das Chaos-Bild), zum anderen das Bild einer steil nach oben strebenden exponentiellen Wachstumskurve (das Ordnungs-Bild). Diese beiden Bilder führen dann unterschwellig zu der Erwartung, dass alle wissenschaftspolitischen Indikatoren mehr oder weniger Zunahme, Wachstum, Vergrößerung, Geschwindigkeitserhöhung etc. signalisieren. Aus dieser Perspektive sind zwar punktuelle Ausnahmen möglich, stellen aber Anomalien dar, die die Explosions-Regel bestätigen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Fokus, Probleme und Vorgehen: Vorstellung des Forschungsgegenstands, der methodischen Herausforderungen und des gewählten Ansatzes der Arbeit.
2. Top/Down-Analyse: Indikatoren, Trends und Diskurse: Analyse der gesellschaftlichen Makro-Ebene durch Indikatoren, Trends und Diskurse zur F&E-Dynamik.
3. Bottom/Up-Analyse: Länder, Firmen, Sektoren und Netzwerke: Untersuchung der Mikro-Perspektiven anhand spezifischer Fallstudien und Determinanten auf Länderebene, für Firmen, Branchensektoren und Kooperationsnetzwerke.
4. Kernliteratur: Reviews, Übersichten und Artikel: Zusammenstellung der zentralen Literatur für eine fundierte Auseinandersetzung mit den behandelten Themen.
Schlüsselwörter
F&E-Entwicklungsdynamik, Wissenschaftspolitik, Indikatoren, Trendanalyse, GERD, BERD, Top/Down-Analyse, Bottom/Up-Analyse, Wissensgesellschaft, Innovationsdynamik, Patentanalyse, Wissensproduktion, Forschungsförderung, Innovationsstrategien, Literaturmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Dynamik von Forschung und Entwicklung (F&E) in der Wirtschaft, wobei der Fokus auf industrieller F&E im Zeitraum von 2000 bis 2015 liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die methodische Analyse von F&E-Indikatoren, die Untersuchung von Trends in Industrieländern und die Kategorisierung relevanter Literatur zu diesem Thema.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erstellung eines systematisch strukturierten Quellen- und Tool-Katalogs, der als fundierte Basis für wissenschaftspolitische Analysen dienen soll.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit kombiniert eine bibliographische Top/Down-Analyse (gesellschaftliche Makro-Ebene) mit einer Bottom/Up-Analyse (Mikro-Ebene von Unternehmen und Sektoren).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die methodische Aufbereitung von Daten (Transformation und Glättung), die Analyse spezifischer Trends (GERD/BERD) und die systematische Erfassung von Literatur zu Ländern, Firmen, Sektoren und Netzwerken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlüsselwörter sind F&E-Entwicklungsdynamik, Wissenschaftspolitik, Indikatoren, Innovationsmanagement und Literaturanalyse.
Warum spielt die Unterscheidung zwischen laufenden und konstanten Preisen eine so große Rolle?
Wie die Arbeit zeigt, können Inflationseffekte (laufende Preise) das Bild eines exponentiellen Wachstums suggerieren, während Daten in konstanten Preisen oft eine lineare oder zyklische Dynamik offenbaren.
Welchen Vorteil bietet die Verwendung der Software "Citavi" laut dem Autor?
Citavi ermöglicht eine effiziente Kategorisierung, Volltextsuche und einfache Zitatverwaltung, was besonders bei der Arbeit mit über 1.800 gesichteten Quellen eine enorme Zeitersparnis darstellt.
- Arbeit zitieren
- Lutz Marz (Autor:in), 2015, F&E-Entwicklungsdynamik in der Wirtschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309547