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Kirche in der Schule. Zur Legitimation der Schulseelsorge

Strukturelle Kontinuität der „Kirche für andere“

Titel: Kirche in der Schule. Zur Legitimation der Schulseelsorge

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2011 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Diplom-Theologe Matthias Alexander Schmidt (Autor:in)

Didaktik - Theologie, Religionspädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit welcher Legitimation hält sich Kirche als Schulseelsorge in der Schule auf und was bedeutet es für die Reflexion der Kirche, wenn sie als Schulseelsorge in der Schule präsent ist? Mit welchem Selbstverständnis kann Schulseelsorge tätig sein und welche sind die entscheidenden Kriterien, die es den in Schulseelsorge Tätigen ermöglichen, diese Arbeit zu tun? Der Schlüssel für eine Annäherung an eine Klärung dieser Probleme scheint in der Annahme zu liegen, dass Schulseelsorge als kirchlicher Vollzug immer auch das Anbrechen des Reiches Gottes vollzieht, das eschatologisch ‚schon‘ und gleichzeitig ‚noch nicht‘, nämlich in den verschiedenen vor Ort jeweils bestehenden Reichen Gottes zu erkennen ist.

Dazu wird erklärt, wie und warum Schulseelsorge strukturell in den Vollzügen von Kirche beheimatet ist und als solche an die dogmatischen, christologischen und ekklesiologischen sowie eschatologischen Voraussetzungen der Kirche gebunden ist. Im Hauptteil dieser Arbeit wird die Frage nach der strukturellen Kontinuität der Kirche erörtert und in einem jeweils daraus folgenden Schritt in die sich daraus ergebende strukturelle Kontinuität von Schulseelsorge übersetzt und integriert.

Die Arbeit orientiert sich in ihrer Argumentationsstruktur und ihrem Gliederungsverlauf wesentlich am sehr ausführlichen und umfangreichen Werk von Gundo Lames (Schulseelsorge als soziales System, 2000). Dieser hat mithilfe der Systemtheorie und einiger von Medard Kehl gezeichneter ekklesiologischer Linien schlüssig dargelegt, dass und wie Kirche sich in der Schulseelsorge manifestiert.

Die vorliegende Arbeit untersucht diese Argumentation und versucht sie hier in ihren Grundzügen darzustellen. Der Fokus liegt dabei auf der Annahme, dass Kirche immer da ist, wo versucht wird, das Reich Gottes für alle Menschen anbrechen zu lassen. Das ist in der Schulseelsorge offenbar dann der Fall, wenn sie sich unbedingt zuwendet, ihre Aufmerksamkeit denen widmet, die am Rande stehen und dort präsent ist, wo Leidende Trost suchen. Sie folgt damit ausdrücklich dem Beispiel Jesu Christi: sie öffnet sich für alle Menschen, sie führt sie zusammen und handelt damit in ernstzunehmender Weise kirchlich, „[d]enn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ (Mt 18, 20).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Strukturelle Kontinuität der Schulseelsorge

2.1 Gemeinschaftsbildende Zeichen

2.1.1 „Die ‚Ekklesia Gottes‘“ – Schulseelsorge und Glauben in Gemeinschaft

2.1.2 Der Leib Christi – Schulseelsorge und „ ‚Identifizierung durch das Mahl‘“

2.1.3 Das Volk Gottes – Schulseelsorge und Zeichen des Heils für alle Völker

2.1.4 Bevollmächtigte Verkündigung in und gegenüber der Gemeinde – Schulseelsorge als Sendung der Jünger, der Apostel und Hirten

2.2 Schulseelsorge als „Kirche für andere“ – als Anbruch des Reiches Gottes in der Welt

2.3 Konkretion: „Identität in universaler Solidarität“

3 Fazit: „Kirche für andere“ durch gemeinschaftsbildende Zeichen in der Schulseelsorge und universale Solidarität

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Legitimation und das Selbstverständnis der Schulseelsorge als kirchlicher Vollzug. Das primäre Ziel ist es, die strukturelle Kontinuität der Kirche in der Schulseelsorge darzulegen und aufzuzeigen, wie diese als Anbruch des Reiches Gottes in der Welt wirksam werden kann, indem sie sich in universale Solidarität übersetzt.

  • Strukturelle Kontinuität der Kirche in der Schulseelsorge
  • Gemeinschaftsbildende Zeichen als ekklesiologische Grundlage
  • Die Schulseelsorge als „Kirche für andere“
  • Systemtheoretische Reflexion kirchlichen Handelns im Subsystem Schule
  • Identitätsbildung durch unbedingte Zuwendung und universale Solidarität

Auszug aus dem Buch

2.1 Gemeinschaftsbildende Zeichen

Auf diese Frage kann, wie Kehl es tut, zunächst ekklesiologisch mithilfe sogenannter „gemeinschaftsbildender Zeichen des ankommenden Reiches Gottes“, die Jesus zu seinen Lebzeiten gestiftet habe, geantwortet werden. Die sich daraus ergebenden ekklesiologischen Annahmen und Konsequenzen sowie dogmatischen Skizzen überträgt Lames in seiner Arbeit auf Elemente und Charakteristika der Schulseelsorge. Dabei muss immer die Frage gestellt werden, wie das System Kirche seinen Platz im System Schule fnden kann, d.h. systemtheoretisch gesprochen: wie die Anschlussfähigkeit der beiden Systeme gewährleistet bzw. hergestellt werden kann.

Kehl spricht dabei von „Zeichen einer strukturellen Kontinuität zwischen der Sammlung Israels und der nachösterlichen Entstehung der Kirche“. Diese Darstellung soll im Folgenden in ihren Grundzügen skizziert und nachvollzogen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die theologische Legitimation von Schulseelsorge und führt in die Fragestellung nach deren struktureller Kontinuität zur Kirche ein.

2 Strukturelle Kontinuität der Schulseelsorge: Dieses Hauptkapitel analysiert das Selbstverständnis der Schulseelsorge als kirchliches Subsystem und erläutert anhand ekklesiologischer Zeichen deren Identität und Sendung.

3 Fazit: „Kirche für andere“ durch gemeinschaftsbildende Zeichen in der Schulseelsorge und universale Solidarität: Das Fazit fasst zusammen, dass sich Schulseelsorge als Kirche aktualisiert, indem sie durch unbedingte Zuwendung und universale Solidarität das Reich Gottes anbrechen lässt.

Schlüsselwörter

Schulseelsorge, Kirche, Reich Gottes, strukturelle Kontinuität, gemeinschaftsbildende Zeichen, Ekklesia Gottes, universale Solidarität, Schulpastoral, systemtheoretische Reflexion, unbedingte Zuwendung, Identität, Sendung, Kirche für andere, Eucharistie, Diakonie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die theologische Verankerung der Schulseelsorge als kirchliches Handeln und untersucht, wie sie ihre strukturelle Kontinuität zur Kirche bewahrt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die ekklesiologische Begründung der Schulseelsorge, die Bedeutung des Reiches Gottes sowie die Rolle gemeinschaftsbildender Zeichen für die schulseelsorgliche Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schulseelsorge trotz ihrer Einbettung in das System Schule ein authentischer Ort kirchlichen Vollzugs bleibt und den Auftrag Gottes in der Welt umsetzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt einen praktisch-theologischen Ansatz, der sich wesentlich an Gundo Lames' systemtheoretischer Analyse orientiert und ekklesiologische sowie dogmatische Grundlagen integriert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird die strukturelle Kontinuität der Kirche erörtert und auf die Schulseelsorge übertragen, unterteilt in ekklesiologische Zeichen wie die Ekklesia Gottes, den Leib Christi, das Volk Gottes und die apostolische Sendung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind „Kirche für andere“, strukturelle Kontinuität, Schulseelsorge, universale Solidarität und der Anbruch des Reiches Gottes.

Wie unterscheidet der Autor zwischen irdischem Wirken Jesu und der nachösterlichen Kirche?

Der Autor thematisiert die diachrone Identität der Kirche und fragt, wie eine Verbindung zwischen dem irdischen Jesus und der nachösterlichen Kirche trotz der Zäsur durch den Tod Jesu rechtfertigbar ist.

Welche Bedeutung kommt der „unbedingten Zuwendung“ in der Schulseelsorge zu?

Die unbedingte Zuwendung ist das Kernmerkmal der schulseelsorglichen Praxis, da sie den Menschen – unabhängig von Kirchenmitgliedschaft oder Glauben – einen von Jesus gestifteten Raum der Geborgenheit anbietet.

Wie wird das Konzept der „Kirche für andere“ im Kontext von Schule definiert?

Schulseelsorge existiert nicht um ihrer selbst willen, sondern als Ort, an dem die Botschaft vom Reich Gottes in Taten und Worten für alle Schülerinnen und Schüler – auch Nicht-Mitglieder – umgesetzt wird.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kirche in der Schule. Zur Legitimation der Schulseelsorge
Untertitel
Strukturelle Kontinuität der „Kirche für andere“
Hochschule
Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main
Veranstaltung
„Wenn die Kirche zur Schule geht – Grundlagen heutiger Schulpastoral und Schulseelsorge im Spannungsfeld von Schule, Kirche und Gemeinde
Note
1,0
Autor
Diplom-Theologe Matthias Alexander Schmidt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
16
Katalognummer
V309563
ISBN (eBook)
9783668079748
ISBN (Buch)
9783668079755
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schulseelsorge Schulpastoral Systemtheorie Strukturelle Kontinutität Reich Gottes
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Diplom-Theologe Matthias Alexander Schmidt (Autor:in), 2011, Kirche in der Schule. Zur Legitimation der Schulseelsorge, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309563
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Leseprobe aus  16  Seiten
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