Ein Museum ist ein Ort, der Menschen und Dinge zusammenbringen soll. Es ist ein Bewahrungsort kulturellen Erbes. Museen haben eine kulturelle, historische und gesellschaftliche Bestimmung. Eine wichtige Aufgabe des Museums ist die Präsentation der Exponate. Diese müssen im Museum so angeordnet sein, dass sie etwas vermitteln. Hier kommt die Museumspädagogik zu tragen, die diese Vermittlung durch Museumspädagogen sprachlich unterstützt und hervorhebt. Das Ziel hierbei ist die Bildungsvermittlung.
In dieser Hausarbeit soll speziell auf den Bildungsauftrag und die Museumspädagogen eingegangen werden. Die Museumspädagogen sind das Sprachrohr der Museumspädagogik in Hinblick auf den Bildungsauftrag.
Es sollen Herausforderungen, Eigenschaften und Zuständigkeiten angeführt werden.
So soll die Entwicklung der Museumspädagogik als Einführung in das Thema dienen. Daraufhin wird auf den Bildungsauftrag der Museen und der Museumspädagogik eingegangen, welches das Ziel der Museumspädagogik ist. Weiterhin wird der Beruf des Museumspädagogen erklärt. Durch seine Position als sprachlicher Vermittler spielt er eine wichtige Rolle in diesem Themengebiet. Zum Schluss werden die Kernergebnisse und abschließende Worte angeführt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Entwicklung der Museumspädagogik
3. Bildungsauftrag der Museen und Museumspädagogik
4. Der Museumspädagoge
4.1 Aufgaben der Museumspädagogen und notwendige Fähigkeiten
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Ziele der Museumspädagogik sowie deren praktische Realisierung im musealen Kontext. Dabei wird insbesondere der Bildungsauftrag beleuchtet und die zentrale Rolle des Museumspädagogen als Vermittler zwischen Exponaten und Besuchern analysiert.
- Historische Entwicklung der Museumspädagogik
- Wandel des Museums vom Bewahrungsort zum modernen Lernort
- Berufsbild und Aufgaben des Museumspädagogen
- Methoden der zielgruppenorientierten Vermittlung und Audience Development
- Einfluss digitaler Medien auf die museale Bildungsarbeit
Auszug aus dem Buch
Der Museumspädagoge
Widmet man sich dem Ursprung des Wortes „Museumspädagoge“, kann man das Wort in die Teile „Museum“ und Pädagoge“ zurückführen. So wird deutlich, dass der Museumspädagoge unmittelbar mit dem Museum zusammenhängen muss. Das Wort Pädagoge stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie Knabenführer oder Erzieher der Knaben. Der Museumspädagoge heutzutage arbeitet aber nicht nur mit Kindern zusammen, sondern mit Personen aus jeder Altersklasse.
Doch wie entstand der Beruf des Museumspädagogen?
Die Arbeitsplätze der Museumspädagogen wurden folglich erst erschaffen, als sich – wie schon erwähnt - die Reformpädagogen mit der Museumspädagogik auseinandersetzten. Deshalb erfolgte deren Einstellung für die Vermittlung erst in den 70er Jahren und verbunden mit einer Neuordnung der Museen, die mit einer heftige Auseinandersetzung zu dem Thema „Museum[] als Lernort contra Musentempel“ einherging. Der sogenannte Musentempel war so viel wie ein Theater und nur für die höhere Schicht der Bevölkerung zugänglich, während der Lernort für alle Bildungsschichten zugänglich gemacht werden sollte.
Aus dieser Auseinandersetzung entstand 1978 ein Handbuch der Museumspädagogik, welches auch bis heute noch grundlegend ist. Dieses Handbuch hebt hervor, dass die Museumspädagogen zwischen Exponat und Besucher, zwischen Museum und Öffentlichkeit vermitteln und den Bildungsauftrag angemessen ausführen sollen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Museums als Bildungsort ein und umreißt die Rolle des Museumspädagogen sowie den Aufbau der vorliegenden Arbeit.
2. Die Entwicklung der Museumspädagogik: Dieses Kapitel betrachtet den historischen Werdegang, angefangen bei den Reformpädagogen bis hin zur Etablierung des Museums als modernen Lernort durch gezielte Marketingmaßnahmen und Kooperationen.
3. Bildungsauftrag der Museen und Museumspädagogik: Hier wird der Wandel des musealen Bildungsauftrags nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die heutige Zeit analysiert, wobei der Fokus auf dem Zugang für alle Gesellschaftsschichten liegt.
4. Der Museumspädagoge: Dieses Kapitel widmet sich der Entstehung des Berufsbildes und definiert das Tätigkeitsfeld im Kontext der heutigen Anforderungen an eine inklusive und dynamische Vermittlungsarbeit.
4.1 Aufgaben der Museumspädagogen und notwendige Fähigkeiten: Dieser Abschnitt konkretisiert die Aufgaben, wie etwa das Audience Development und die Anwendung verschiedener Vermittlungsmethoden unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Besucherbedürfnisse.
5. Fazit: Das Fazit fasst die gesellschaftliche Relevanz der Museumspädagogik zusammen und betont die Notwendigkeit einer stetigen Anpassung an moderne Anforderungen.
Schlüsselwörter
Museumspädagogik, Bildungsauftrag, Museum, Museumspädagoge, Kulturvermittlung, Audience Development, Lernort, Besucherservice, Vermittlungskonzept, Museumsarbeit, Digitalisierung, Museumsforschung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Museumspädagogik, ihren zentralen Zielen und der Art und Weise, wie Museen ihren Bildungsauftrag gegenüber der Gesellschaft erfüllen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernbereichen zählen die historische Entwicklung der Museumspädagogik, der Wandel des Museums vom Musentempel zum öffentlichen Bildungsort sowie die spezifischen Aufgaben von Museumspädagogen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Arbeit verfolgt das Ziel zu klären, welche Ziele die Museumspädagogik konkret verfolgt und wie diese durch die Arbeit von Museumspädagogen in der Praxis umgesetzt werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf der Analyse von Fachliteratur, historischen Dokumenten und offiziellen Qualitätskriterien zur musealen Bildungsarbeit basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung der Museumspädagogik, eine detaillierte Erörterung des Bildungsauftrags und eine ausführliche Betrachtung des Berufsbildes des Museumspädagogen sowie dessen Methoden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Museumspädagogik, Bildungsauftrag, Audience Development, Kulturvermittlung und Lernort.
Wie unterscheidet sich der "Lernort" vom historischen "Musentempel"?
Während der Musentempel eine elitäre Einrichtung für höhere Schichten war, ist der Lernort darauf ausgerichtet, Bildung für alle gesellschaftlichen Schichten zugänglich und durch interaktive Vermittlung erlebbar zu machen.
Warum spielt die Digitalisierung eine zunehmende Rolle in der Museumspädagogik?
Digitale Medien ermöglichen eine zeitunabhängige Information und Erschließung der Museen, auch wenn sie die direkte, menschliche Vermittlung nach Ansicht der Autoren wahrscheinlich nie vollständig ersetzen können.
Was versteht man unter dem Begriff "Audience Development"?
Dies bezeichnet das Zusammenspiel der Arbeit mit den Besuchern und der Besucherorientierung, mit dem Ziel, auch bildungs- und kulturferne Gruppen aktiv in die Kultur einzubinden.
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- Anonym (Autor:in), 2015, Der Bildungsauftrag von Museen. Entwicklung und Aufgaben der Museumspädagogik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309789