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Ursprung und Interpretation des Dekalogs „Exodus 20, 1-17“. Die zehn Gebote

Titel: Ursprung und Interpretation des Dekalogs „Exodus 20, 1-17“. Die zehn Gebote

Bachelorarbeit , 2014 , 39 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Mona Ullmann (Autor:in)

Theologie - Biblische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Kein anderer Bibeltext bietet solch eine hohe religiöse Autorität und weltweite Präsenz wie der Dekalog. Er findet seinen Ursprung im alten Orient und stellt bis heute für viele Menschen auf der ganzen Welt Anweisungen zur Ordnung, Klarheit des Weltbewusstseins und eine Möglichkeit zur moralischen Verbindlichkeit.

Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit dem Thema: „Der Dekalog – Exodus 20,1-17“. Basierend auf dem Titel, handelt es sich um eine biblische Exegese und somit um eine Interpretation der Zehn Gebote auf Grundlage von Exodus 20, 1-17, mit der Intention einen Zugang zu historischen und textlichen Zusammenhängen dieser gewählten Bibelstelle zu gewährleisten. Das zweite Buch Mose wurde gewählt, da an dieser Stelle die erste Übergabe der Zehn Gebote an Mose stattfindet.

Um eine detaillierte Analyse vorzunehmen, bedarf es zunächst einer kritischen Hinterfragung zum Ursprung des Dekalogs: Woher stammt er? Welcher Funktion und Datierung unterliegt er? Wer ist Adressat und wie definiert sich der Begriff? Was will der Dekalog mitteilen, welche Hauptintention verfolgt er?
Nach diesen Vorüberlegungen stehen die ursprünglichen historischen Absichten der Gebote mit Einbezug der formalen Gestalt im Fokus. Zudem wird jedes Gebot im Folgenden einzeln betrachtet. Handelt es sich dabei nur um Gebote oder auch um Verbote?

Die Analyse der Gebote erfolgt auf Basis der Einheitsübersetzung des Herder Verlags. Da der Dekalog selbst keine Zählung der Gebote beinhaltet und diese sekundär ist, bezieht sich die vorliegende Arbeit auf der katholischen und lutherischen nach Augustinus begründeten Variante, die mit der Präambel in Ex 20,2 beginnt, mit der ersten Tafel in Ex 20,3-12 fortgeführt wird und eine Zäsur zwischen dem Sabbat – und Elterngebot vorweist. Die Zehn Gebote enden mit der zweiten Tafel in Ex 20,13,17. Die katholische Kirche verzichtet ursprünglich auf das Bilderverbot, trotzdem wird es aufgrund der Fassung in der Einheitsübersetzung mit berücksichtigt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ursprung des Dekalogs

2.1 Der biblische Ursprung

2.2 Adressat

2.3 Definition ,,Dekalog“

2.4 Datierung

3. Bedeutung: Wegweiser durch die Offenbarung Gottes

4. Hauptthema des Dekalogs: Freiheit

5. Funktion

6. Interpretation des Dekalogs: Die zwei Tafeln

6.1 Präambel

6.2 Die erste Tafel

6.2.1 Das erste Gebot (Verbot)

6.2.2 Das zweite Gebot (Verbot)

6.2.3 Das dritte Gebot (Gebot)

6.3 Die zweite Tafel

6.3.1 Das vierte Gebot (Gebot)

6.3.2 Das fünfte Gebot (Verbot)

6.3.3 Das sechste Gebot (Verbot)

6.3.4 Das siebte Gebot (Verbot)

6.3.5 Das achte Gebot (Verbot)

6.3.6 Das neunte Gebot (Verbot)

6.3.7 Das zehnte Gebot (Verbot)

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, eine exegetische Interpretation der Zehn Gebote auf Basis von Exodus 20, 1-17 vorzunehmen, um historische und inhaltliche Zusammenhänge dieser biblischen Schlüsselstelle zu erschließen und ihre Bedeutung für das Gottesverhältnis sowie das menschliche Zusammenleben zu beleuchten.

  • Historischer Ursprung, Datierung und Adressaten des Dekalogs.
  • Die Funktion der Gebote als Wegweiser durch die Offenbarung Gottes.
  • Die zentrale Rolle der Freiheit als Hauptthema des Dekalogs.
  • Strukturelle Analyse der beiden Tafeln und der einzelnen Gebote.
  • Das Verständnis von Ethik und sozialer Verantwortung im biblischen Kontext.

Auszug aus dem Buch

6.2.1 Das erste Gebot (Verbot)

,,Du sollst neben mir keine anderen Götter haben. (Du sollst dir kein Gottesbild machen und keine Darstellung von irgendetwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde. Du sollst dich nicht vor anderen Göttern niederwerfen und dich nicht verpflichten, ihnen zu dienen.)“

Dieses Gebot wird ab dem zweiten Vers eingeklammert, da dieser Teil in der katholischen Kirche weggelassen wird. Trotzdem findet sich diese Textstelle im Exodus wieder und wird deshalb mitanalysiert.

Wie bereits in Punkt 4 angedeutet, handelt es sich bei dem ersten Gebot um ein Verbot, das durch das Aufforderungsverb ,,sollen“ eingeleitet wird. Das Fremdgötter- und Bilderverbot wird im christlichen Dekalog zu einem Verbot zusammengefasst und als Gottesrede in der 1. Person formuliert. In der katholischen Fassung wird das Bilderverbot weggelassen. Nach Christoph Dohmen zeigt dieses Prohibitiv eine besondere Nähe zur vorausgegangenen Eröffnung (Punkt 5.1), die das Gottesverhältnis Israels bereits thematisiert hat, sodass sich hier die Möglichkeit anbietet, die Verbotsformulierung aus der Konsequenz der zuvor genannten Befreiungstat zu verstehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Dekalogs als wichtigstes Verbindungsglied zwischen der Welt des alten Orients und der Moderne sowie Erläuterung der exegetischen Zielsetzung der Arbeit.

2. Ursprung des Dekalogs: Untersuchung des biblischen Überlieferungskontexts, der Adressaten, der Begriffsdefinition und der wissenschaftlichen Diskussion zur Datierung der Zehn Gebote.

3. Bedeutung: Wegweiser durch die Offenbarung Gottes: Analyse des Dekalogs als verpflichtende Urkunde und als Weisung Gottes zur Lebensführung im Rahmen des Bundes.

4. Hauptthema des Dekalogs: Freiheit: Darlegung der These, dass die Bewahrung der Freiheit die zentrale Intention und das Hauptthema des Dekalogs darstellt.

5. Funktion: Betrachtung der ordnungsstiftenden Aufgabe der Gebote zur Sicherung des Fortbestands des Gottesvolks.

6. Interpretation des Dekalogs: Die zwei Tafeln: Detaillierte exegestische Untersuchung der Präambel und der einzelnen Gebote, unterteilt in die erste (Gottesbeziehung) und zweite Tafel (Mitmenschen).

7. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Bestätigung der zentralen Rolle der Freiheit als leitende Thematik aller Gebote.

Schlüsselwörter

Dekalog, Exodus 20, Zehn Gebote, JHWH, Freiheit, biblische Exegese, Bundesschluss, Erstes Gebot, Zweite Tafel, Ethik, Menschenwürde, Offenbarung Gottes, Altes Testament, Sabbat, Rechtsgemeinschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine exegetische Analyse des Dekalogs (Exodus 20, 1-17) und untersucht dessen Bedeutung als biblische Rechts- und Weisungssammlung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Herkunft des Dekalogs, seine Funktion als Wegweiser für das Volk Israel und die Analyse der einzelnen Gebote hinsichtlich ihrer ethischen und sozialen Aussagekraft.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, einen tieferen Zugang zu den historischen und textlichen Zusammenhängen der Zehn Gebote zu schaffen und die darin enthaltenen moralischen Forderungen zu interpretieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der biblischen Exegese, ergänzt durch die Analyse theologischer Kommentare und fachwissenschaftlicher Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Herkunft, der Bedeutung und der detaillierten Interpretation der einzelnen Gebote, aufgeteilt nach der ersten und zweiten Tafel.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Freiheit, JHWH, Bund, Menschenwürde und Rechtsgemeinschaft charakterisiert.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen der ersten und der zweiten Tafel des Dekalogs?

Die erste Tafel thematisiert primär die Beziehung des Menschen zu Gott, während die zweite Tafel das Verhältnis des Menschen zu seinem Nächsten in den Fokus rückt.

Welche Rolle spielt die Freiheit bei der Auslegung der einzelnen Gebote?

Freiheit wird als das Hauptthema definiert; jedes Gebot wird als ein Impuls zur Bewahrung der Freiheit und zur Vermeidung von Unterdrückung interpretiert.

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Details

Titel
Ursprung und Interpretation des Dekalogs „Exodus 20, 1-17“. Die zehn Gebote
Hochschule
Universität Hildesheim (Stiftung)
Note
1,5
Autor
Mona Ullmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
39
Katalognummer
V309847
ISBN (eBook)
9783668085152
ISBN (Buch)
9783668085169
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ursprung interpretation dekalogs exodus gebote bachelorarbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mona Ullmann (Autor:in), 2014, Ursprung und Interpretation des Dekalogs „Exodus 20, 1-17“. Die zehn Gebote, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309847
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Leseprobe aus  39  Seiten
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