Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Theologie - Religion als Schulfach

Der religionspädagogische Einsatz von Popmusik im Religionsunterricht

Titel: Der religionspädagogische Einsatz von Popmusik im Religionsunterricht

Masterarbeit , 2014 , 67 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Joana Busch (Autor:in)

Theologie - Religion als Schulfach
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Populäre Musik bzw. Popmusik ist ein wichtiger kultureller Bestandteil der Heranwachsenden. Lebensfragen, Sinn- und Identitätssuche, die Frage nach einer höheren Macht, die nicht greifbar ist, so viele Unsicherheiten denen die Heranwachsenden in der Jugendphase ausgesetzt sind. Das oben genannte Zitat spiegelt genau diese Unsicherheit wider. Nun handelt es dabei nicht einfach um eine Aussage, die ein Jugendlicher im Rahmen eines Interviews oder des Schulunterrichts getätigt hat, sondern um einen Ausschnitt aus einem Songtext des Rappers Marteria, der sich mit dem Lied erfolgreich in den deutschen Charts platzieren konnte. Die Popmusik greift Themen auf, die in der Lebenswelt der Jugendlichen eine wichtige Rolle spielen. Umso weniger verwundert es, dass Heranwachsende, sei es auf dem Schulhof, im privaten Bereich alleine oder im Freundeskreis, in Bus und Bahn (etc.) Musik rezeptieren. Dem Songtextausschnitt ist zu entnehmen, dass der Text religiöse Motive aufweist. An dieser Stelle gelingt es, etwas zusammenzuführen, das völlig gegensätzlich zu sein scheint, nämlich Popmusik mit ihrer wichtigen kulturellen Bedeutung für die Jugendlichen auf der einen Seite und die sittlich und traditionell behaftete Religion, von der es heißt, Jugendliche haben sich von ihr abgewandt, auf der anderen Seite. Religion und Musik ist das Thema, worum es sich in dieser Arbeit handelt. Genauer formuliert geht es um den religionspädagogischen Einsatz von Popmusik im Religionsunterricht. Denn bei genauerer Betrachtung der Popmusik und des Erfolges von Popsongs lässt sich erkennen, dass religiöse Fragestellungen wie etwa nach dem Sinn des Lebens oder die Frage nach einer höheren Wirklichkeit immer noch für Jugendliche relevant sind, auch wenn diese selber nicht mehr direkt die religiösen Fragen wahrnehmen. Welche Chancen und Herausforderungen sich bei der Verwendung populärer Musik im Religionsunterricht ergeben, soll im Verlauf der Arbeit herausgestellt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionsversuch der Begriffe „Religion“ und „Popmusik“

2.1 Definition „Religion“

2.2 Definition „Popmusik“

3. Popmusik in der Lebenswelt der Jugendlichen

3.1 Definition „Jugendphase“

3.2 Die Jugendphase und ihre Bedeutung

3.3 Die Funktion der Popmusik in der Lebenswelt der Jugendlichen

3.4 Religiosität Jugendlicher

4. Musik in der Religion

4.1 Die Wurzeln der Popmusik

4.2 Popmusik von 1950 bis heute

5. Religion in der Musik

5.1 Symbole im Bereich der Popmusik

5.2 Explizite und implizite religiöse Aussagen in der Popmusik

5.3 Mythische Aspekte der Popmusik

6. Der Einsatz von Popmusik im Religionsunterricht – Chancen und Schwierigkeiten

6.1 Popmusik im Religionsunterricht – Chancen und Schwierigkeiten aus pädagogischer Perspektive

6.1.1 Chancen

6.1.1.1 Subjektwerdung

6.1.1.2 Popmusik als Motivator

6.1.1.3 Lebenswelt und Identität

6.1.1.4 Popmusik als biografischer Schlüssel

6.1.1.5 Steigerung der Gesprächsbereitschaft im Unterricht

6.1.1.6 Kompetenzförderung

6.1.2 Schwierigkeiten

6.1.2.1 Drei Hauptargumente gegen den Einsatz von Popmusik im Unterricht

6.1.2.2 Analyse von Liedtexten

6.1.2.3 Die Kompetenz des Religionslehrers im musikalischen Bereich

6.1.2.4 Die Klassensituation und -atmosphäre

6.1.2.5 Lebenswelt vs. Schulunterricht

6.2 Popmusik im Religionsunterricht – Chancen und Schwierigkeiten aus theologischer Perspektive

6.2.1 Chancen

6.2.1.1 Überwindung der religiösen Sprachlosigkeit

6.2.1.2 Religiöse Neugier wecken

6.2.1.3 Religiöse Identitätsbildung und Sinnsuche

6.2.1.4 Die kultische Dimension der populären Musik

6.2.1.6 Symboldidaktik

6.2.2 Schwierigkeiten

6.2.2.1 Ablehnung der Popmusik auf evangelischer Seite

6.2.2.2 Die kultische Dimension der populären Musik

6.2.2.3 Pop-Religiosität

6.3 Kriterien für eine Liedanalyse im Religionsunterricht

6.3.1 Vorüberlegungen

6.3.2 Liedauswahl

6.3.3 Text und Musik

6.3.4 Vorteile deutschsprachiger Popmusik

6.3.5 Analyse

6.4 Sacropop

7. Der religionspädagogische Einsatz von Popmusik im Religionsunterricht in der Sekundarstufe II am Berufskolleg am Beispiel des Liedes „OMG!“

7.1 Bezug zum Lehrplan

7.2 Materialien

7.2.1 Informationen zum Künstler und zu seinem Album

7.2.2 Songtext – Liedinhalt

7.2.3 Musikvideo

7.3 Unterrichtsvorschlag

7.3.1 Lied und Songtext

7.3.2 Religiöse und ethische Themen

7.3.2.1 „Himmel“ und christliche Hoffnung

7.3.2.2 „Gute“ Taten und Nächstenliebe

7.3.2.3 Kirche

7.3.2.4 Ethische Schlüsselprobleme

7.3.2.5 Reflexion

7.3.2.6 Anmerkung

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Popmusik als kulturelles Medium im Religionsunterricht der Sekundarstufe II am Berufskolleg eingesetzt werden kann, um religiöse Fragestellungen und Sinnsuche bei Jugendlichen aufzugreifen. Die zentrale Forschungsfrage ist dabei, welche didaktischen Chancen und Herausforderungen sich durch die Einbindung aktueller Popmusik ergeben und wie diese als Brücke zur christlichen Tradition dienen kann.

  • Bedeutung der Popmusik für die Identitätsfindung und Lebenswelt von Jugendlichen
  • Analytische Auseinandersetzung mit dem religiösen Gehalt in populärer Musik (Symbolik, Mythen, explizite/implizite Aussagen)
  • Religionspädagogische Kriterien für die Liedanalyse im Unterricht
  • Praktisches Fallbeispiel: Didaktische Umsetzung am Song „OMG!“ von Marteria

Auszug aus dem Buch

3.3 Die Funktion der Popmusik in der Lebenswelt der Jugendlichen

Welche Funktion der Popmusik bei der Persönlichkeitsentwicklung Jugendlicher zugeschrieben wird, soll nun anhand historischer, soziologischer, musikwissenschaftlicher, psychologischer und pädagogischer Perspektiven erläutert werden.

Dass die Peergroup im Leben eines Jugendlichen wichtig ist wurde bereits erwähnt. Die Peergroups junger Heranwachsender sind ein wichtiger Bestandteil der Identitätsfindung bei Jugendlichen. Sie tragen dazu bei, auftretende Probleme, die sich beim Übergang vom „Schonraum“ der Familie in „größere soziale Umfelder“ ergeben, zu bewältigen. Popmusik hat in einer Peergroup die Funktion, Gesprächsstoff zu sichern, was sich beispielsweise durch die Verehrung einer Boygroup (z. B. Tokio Hotel) bemerkbar macht. Auffällig ist hier, dass dann auch die äußere Erscheinung (Haarfarbe, Frisur, Kleidung etc.) den anderen Gruppenmitgliedern ähnelt. Gleiches gilt für die gesellschaftliche und politische Einstellung, die schließlich ebenso wie das äußere Erscheinungsbild als Erkennungszeichen untereinander dienen. Die jungen Heranwachsenden denken, dass sie die gleiche Lebenseinstellung haben, sie meinen, sich gegenseitig zu kennen. Innerhalb der Peergroup baut der Jugendliche sich mithilfe einer Musikform ein Image auf. Die Identifikation mit anderen, die die Musik ebenfalls mögen, macht die Lebensbedingungen sinnvoll erfahrbar. Popmusik ist somit auch gemeinschaftsstiftend. Im Wesentlichen lässt sich sagen, dass Popmusik u. a. eine Orientierungsfunktion hat, die besonders in Bezug auf die Peergroup erkennbar wird.

Da die Jugendlichen in der Jugendphase oft gestresst sind und unter enormem Druck stehen, dient Popmusik auch als Flucht- und Aktivitätsfunktion. Mithilfe der Musik können junge Heranwachsende dem grauen Alltag entfliehen und in Phantasiewelten abtauchen. Die Kopfhörer sind für Jugendliche ein bewährtes Mittel zur Abschottung von der Außenwelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Popmusik für Jugendliche ein und verknüpft die kulturelle Bedeutung von Musik mit religiösen Fragestellungen für den Religionsunterricht.

2. Definitionsversuch der Begriffe „Religion“ und „Popmusik“: Es wird die Schwierigkeit einer wissenschaftlichen Definition beider Begriffe aufgezeigt und Paul Tillichs Ansatz als hilfreicher Rahmen für die Arbeit eingeführt.

3. Popmusik in der Lebenswelt der Jugendlichen: Dieses Kapitel erläutert die soziologische Definition der Jugendphase und die zentrale Funktion von Popmusik bei der Identitätsfindung und in der Peergroup.

4. Musik in der Religion: Die historische Entwicklung der afroamerikanischen Musiktradition, von Spirituals bis zum Rhythm & Blues, wird als bedeutende Wurzel der heutigen Popmusik und ihrer religiösen Bezüge dargestellt.

5. Religion in der Musik: Hier wird analysiert, wie religiöse Symbole, Mythen und explizite oder implizite religiöse Aussagen in modernen Popsongs vorkommen und interpretiert werden können.

6. Der Einsatz von Popmusik im Religionsunterricht – Chancen und Schwierigkeiten: Dieses Kernkapitel untersucht pädagogische und theologische Vor- und Nachteile sowie Kriterien für die Liedanalyse im Unterricht.

7. Der religionspädagogische Einsatz von Popmusik im Religionsunterricht in der Sekundarstufe II am Berufskolleg am Beispiel des Liedes „OMG!“: Es wird ein konkreter Unterrichtsvorschlag dargelegt, wie Marterias Lied zur Behandlung von Themen wie „Himmel“, Nächstenliebe und Kirche genutzt werden kann.

8. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass Popmusik ein wertvolles Instrument ist, um Jugendliche bei religiösen Fragestellungen und ihrer Identitätsbildung zu begleiten.

Schlüsselwörter

Religionspädagogik, Popmusik, Identitätsfindung, Jugendphase, Liedanalyse, Symbolik, christliche Tradition, Sinnsuche, Didaktik, Peergroup, Religion, Marteria, Sacropop, Spiritualität, Lebenswelt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, Popmusik als Medium im evangelischen Religionsunterricht einzusetzen, um religiöse Fragestellungen in der Lebenswelt von Jugendlichen aufzugreifen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Rolle der Popmusik für Jugendliche, ihre historischen Wurzeln, ihre religiösen Dimensionen sowie die pädagogischen Chancen und methodischen Herausforderungen bei der Umsetzung im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es herauszufinden, ob und wie Popmusik als Brücke zur christlichen Tradition dienen kann, um die Sinnsuche und religiöse Sprachfähigkeit der Schüler zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der didaktischen Aufbereitung eines konkreten Unterrichtsvorschlags, wobei Ansätze der Theologie der Kultur (nach Paul Tillich) und der Symboldidaktik einfließen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Religion und Pop, die Analyse religiöser Aspekte in der Musikgeschichte, die pädagogische Reflexion über Chancen und Schwierigkeiten sowie ein Praxisbeispiel für die Sekundarstufe II.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Religionspädagogik, Popmusik, Identitätsfindung, Jugendphase, Liedanalyse, Symbolik und Lebenswelt.

Was macht das Lied „OMG!“ von Marteria für den Unterricht so geeignet?

Das Lied thematisiert auf provokante und lebensnahe Weise Fragen nach dem Himmel, christlichen Werten und der Kirche, wodurch es sich ideal eignet, um mit Schülern über existentielle Sinnfragen zu diskutieren.

Warum ist die „kulturelle Gestalt“ der Musik so wichtig für den Unterricht?

Die Arbeit argumentiert, dass die Popmusik ihre ursprüngliche Form behalten sollte, da sie nur dann als emotionales Sprachrohr der Jugendlichen fungiert und ihre identitätsstiftende Kraft im Unterricht entfalten kann.

Ende der Leseprobe aus 67 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der religionspädagogische Einsatz von Popmusik im Religionsunterricht
Hochschule
Technische Universität Dortmund  (Institut für Evangelische Theologie/Religionspädagogik)
Note
1,7
Autor
Joana Busch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
67
Katalognummer
V309968
ISBN (eBook)
9783668084230
ISBN (Buch)
9783668084247
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einsatz popmusik religionsunterricht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Joana Busch (Autor:in), 2014, Der religionspädagogische Einsatz von Popmusik im Religionsunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309968
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  67  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum