Diese Arbeit untersucht mit Hilfe der literaturbasierten Analyse die These „Der Staat hat die Arbeitslosenzahlen ins positive verändert, um vor seinen Bürger besser da zu stehen, aber hat eigentlich kein Interesse daran, das Vollbeschäftigung herrscht“ genauer untersucht werden.
Dazu wird zum Beginn der Arbeit der Begriff der Arbeitslosigkeit eingegrenzt werden, da es hierfür keine exakte Definition gibt. Anschließend soll der theoretische Arbeitsmarkt beschrieben werden, um eine Grundlage für die späteren Inhalte zu bilden. Damit ein besserer Überblick gegeben werden kann, werden anschließend die verschiedenen Formen der Arbeitslosigkeit vorgestellt mit ihren Ursachen. Um die These am Ende beantworten zu können, werden nachfolgend die Folgen der Arbeitslosigkeit für den Staat aufgezählt und welche Wege der Staat unternommen hat, um die Arbeitslosigkeit zu mindern. Ein Fazit soll die wichtigsten Inhalte der Arbeit zum Schluss noch einmal aufgreifen.
Zudem sollte noch genannt werden, dass diese Arbeit nicht ausreichend ist, um einen vollständigen Einblick in das politische Geflecht der Arbeitslosenzahlen zu gewährleisten. Ziel soll demnach lediglich sein, einen Überblick zu schaffen und Interesse zu wecken sich mit dem Thema noch weiter zu beschäftigen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Definition des Begriffs Arbeitslosigkeit
3 Theoretische Fundierung des Arbeitsmarktes
3.1 Neoklassischer Arbeitsmarkt
3.2 Keynsianischer Arbeitsmarkt
4 Formen der Arbeitslosigkeit und deren Ursachen
4.1 Konjunkturelle Arbeitslosigkeit
4.2 Strukturelle Arbeitslosigkeit
4.3 Saisonale Arbeitslosigkeit
4.4 Friktionelle Arbeitslosigkeit
5 Finanzielle Folgen der Arbeitslosigkeit
6 Der Weg aus der Arbeitslosigkeit
6.1 Hartz-Konzept
6.2 Kritik am Hartz-Konzept
7 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die These, dass der Staat Arbeitslosenzahlen manipulativ beeinflusst, um politisch besser dazustehen, ohne ein tatsächliches Interesse an der Erreichung von Vollbeschäftigung zu haben. Dabei wird analysiert, wie unterschiedliche Definitionen die Statistik verzerren und welche finanziellen sowie politischen Interessen den Umgang mit Arbeitslosigkeit prägen.
- Theoretische Grundlagen des Arbeitsmarktes (neoklassisch vs. keynsianisch)
- Differenzierung verschiedener Arten der Arbeitslosigkeit und ihrer Ursachen
- Analyse der direkten und indirekten finanziellen Belastungen für den Staat
- Kritische Auseinandersetzung mit dem Hartz-Konzept und dessen Folgen
Auszug aus dem Buch
3.1 Neoklassischer Arbeitsmarkt
Eines der Hauptannahmen der Neoklassische Arbeitsmarkttheorie, geht von einem voll flexiblen Preissystem, mit flexiblen Preisen und Löhnen aus. Die Preise, für Arbeit, ergeben sich durch Angebot und Nachfrage. Außerdem herrscht vollkommene Konkurrenz zwischen den Unternehmen auf dem Arbeitsmarkt (Fassmann 1997:47).
Des Weiteren gehen die Neoklassiker davon aus, dass das Arbeitsangebot und die Arbeitsnachfrage von der Höhe des Reallohns abhängen. Dies bedeutet, das Arbeitsangebot steigt mit höherem Reallohn und die Arbeitsnachfrage sinkt mit steigendem Reallohn. Der Reallohn gibt den Wert des Warenkorbes an, der in einer Stunde verdient worden ist, entspricht also der tatsächlichen Kaufkraft des verdienten Geldes (Gabler Wirtschaftslexikon). Wenn sich das Arbeitsangebot und die Arbeitsnachfrage im Gleichgewicht befinden, wird von Vollbeschäftigung gesprochen (Friedrich/Wiedemeyer 1994:73-74).
Die Neoklassiker gehen davon aus, dass wenn ein Arbeitnehmer bereit ist, zum herrschenden Reallohn Arbeit anzubieten, dann findet dieser auch einen Arbeitsplatz. Für Unternehmen wird es günstiger zu produzieren, wenn der Reallohn sinkt. Und solange es für die Unternehmer profitabler ist Arbeit einzusetzen anstatt Kapital (Maschinen), werden für die Produktion Arbeitnehmer eingestellt. Niedrigere Löhne senken die Lohnkosten, dass heißt Güter können billiger angeboten werden, der Absatz nimmt dadurch zu und mehr Arbeitnehmer werden eingestellt, um noch mehr zu produzieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Arbeitslosigkeit ein, präsentiert die zentrale Forschungsfrage hinsichtlich möglicher Manipulationen der Arbeitslosenstatistik durch den Staat und erläutert das methodische Vorgehen.
2 Definition des Begriffs Arbeitslosigkeit: Dieses Kapitel verdeutlicht, dass es keine einheitliche Definition von Arbeitslosigkeit gibt und zeigt auf, wie unterschiedliche Berechnungsgrundlagen zu verschiedenen statistischen Ergebnissen führen.
3 Theoretische Fundierung des Arbeitsmarktes: Hier werden mit dem neoklassischen und dem keynsianischen Modell zwei grundlegende wirtschaftswissenschaftliche Theorien zur Funktionsweise des Arbeitsmarktes gegenübergestellt.
4 Formen der Arbeitslosigkeit und deren Ursachen: Das Kapitel kategorisiert Arbeitslosigkeit in verschiedene Typen wie konjunkturelle, strukturelle, saisonale und friktionelle Arbeitslosigkeit und beleuchtet deren jeweilige Entstehungsursachen.
5 Finanzielle Folgen der Arbeitslosigkeit: Es wird analysiert, welche direkten und indirekten Kosten die Arbeitslosigkeit für den Staat verursacht und wie diese den öffentlichen Haushalt belasten.
6 Der Weg aus der Arbeitslosigkeit: Dieser Abschnitt behandelt das Hartz-Konzept als arbeitsmarktpolitisches Instrument sowie die damit verbundene Kritik durch verschiedene politische Akteure.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und beantwortet die in der Einleitung aufgestellte These zur staatlichen Interessenlage hinsichtlich der Arbeitslosenzahlen.
Schlüsselwörter
Arbeitslosigkeit, Vollbeschäftigung, Bundesagentur für Arbeit, Hartz-Konzept, Neoklassik, Keynesianismus, Arbeitsmarktstatistik, Arbeitsmarktpolitik, Prekäre Beschäftigung, Reallohn, Konjunktur, Arbeitsnachfrage, Arbeitsangebot, Sozialgesetzbuch, Wirtschaftsleistung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die staatliche Rolle bei der Gestaltung und Veröffentlichung von Arbeitslosenzahlen sowie die Hintergründe politischer Entscheidungen in der Arbeitsmarktpolitik.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die ökonomische Theorie des Arbeitsmarktes, die statistische Definition von Arbeitslosigkeit, finanzielle Auswirkungen für den Staat und die Evaluation des Hartz-Konzepts.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die kritische Untersuchung der These, dass der Staat Arbeitslosenzahlen zugunsten seines eigenen Ansehens manipuliert, ohne tatsächliches Interesse an Vollbeschäftigung zu haben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer literaturbasierten Analyse, bei der verschiedene wirtschaftswissenschaftliche Quellen und Positionen zur Arbeitsmarktstatistik ausgewertet werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Erläuterung der Arten der Arbeitslosigkeit, eine Analyse der finanziellen Belastungen für den Staat sowie eine Diskussion über das Hartz-Konzept.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Arbeitslosigkeit, Arbeitsmarktstatistik, Vollbeschäftigung, Hartz-Konzept und ökonomische Theorien charakterisiert.
Warum gibt es so unterschiedliche Angaben zur Arbeitslosenzahl?
Unterschiedliche Zahlen entstehen durch divergierende Definitionen von Arbeitslosigkeit; während offizielle Stellen bestimmte Gruppen aus der Statistik herausrechnen, kritisieren andere Akteure diese Praxis als nicht repräsentativ.
Inwiefern beeinflusst das Hartz-Konzept laut der Arbeit die heutige Arbeitsmarktsituation?
Das Hartz-Konzept führte zwar zu einem Rückgang der Arbeitslosenzahlen, wird jedoch kritisiert, da es gleichzeitig die Entstehung prekärer Beschäftigungsverhältnisse gefördert habe.
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- Anonym (Author), 2015, Arbeitslosigkeit in Deutschland. Ein Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309997