Slavoj Žižeks "Die Pest der Phantasmen: Die Effizienz des Phantasmatischen in den neuen Medien". Begriffserklärung und Analyse


Seminararbeit, 2015
20 Seiten, Note: 1

Leseprobe

Inhaltsangabe

1 Einleitung

2 Kurze Biographie über Slavoj Žižek

3 Das Reale, das Symbolische, das Imaginäre
3.1 Das Reale
3.2 Das Symbolische
3.3 Das Imaginäre

4 „Die Pest der Phantasmen“ von Slavoj Zizek
4.1 Begriffsdefinition: Was sind „Phantasmen“?
4.2 „Die sieben Schleier der Phantasie“
4.3 Der transzendale Schematismus der Phantasie
4.4 Intersubjektivität
4.5 Der narrative Einschluss der Antagonismen
4.6 Nach dem Fall
4.7 Der unmögliche Blick
4.8 Die inhärente Überschreitung
4.9 Die leere Geste

5 Schluss

6 Quellenverzeichnis

1 Einleitung

Slavoj Zizek gehört zu den wenigsten Denkern, die sich mit den verschiedensten philosophischen Bereichen auseinandersetzen. Gerade den Gesichtspunkt der heutigen medialen Welt nimmt Zizek genauer unter die Lupe. Themen wie Cyberspace, den Anschlag vom 11. September, Religionen, oder Sex stehen in seinen Werken insbesondere im Fokus. Dabei beruht seine Philosophie auf früheren erworbenen Ergebnissen alter Philosophen wie Lacan oder Freud. Auch Slavoj Zizek stützt sich auf die Psychoanalyse oder den Deutschen Idealismus von Hegel in seinen Werken.

Jaques Lacan, der eine Reininterpretation, des Ansatzes von Sigmund Freud machte, gehört zu den wichtigsten Einflussfaktoren für Slavoj Zizeks Denken. So übernimmt er auch die Dreiteilung in das Reale, das Symbolische und das Imaginäre.

Denn Jaques Lacan geht von einer speziellen psychologischen Entwicklung des Menschen aus, nämlich vom sogenannten Spiegelstadium. Dieses besagt, dass das Kind imersten Stadium des Lebens noch kein einheitliches „Ich“ von sich selbst hat. Es sieht sich nicht als selbstständiges Individuum. Auch Teile des Körpers wie die Hand wird als etwas noch nicht Zugehöriges empfunden.

So geht Lacan davon aus, dass das Erkennen des Ichs im Spiegel eine Imagination und Verkennung ist. So hat das Kind zwar ein Selbstbild durch das Spiegelbild, wird aber durch diese Identifikation von Andren, wie beispielsweise der Mutter, bestätigt. Dadurch verschwimmen nach einer Zeit Selbstbild und Fremdbild, was Bilder, Imitationen, illusionäre Fiktionen oder Phantasmen hervorruft.

Viel mehr als das Imaginiere, prägt das Leben des Manschens das Symbolische. Dies tritt beim Kleinkind mittels Spracheintritt ein. So ist die Wirklichkeit für Lacan nur durch sprachliche Zeichen, durch konventionelle Bedeutungen, klischeehafte Gegensätze oder durch Begriffssysteme und Ideologien gegeben. Die „Lücke“ die dagegen nicht sprachlich geäußert werden kann, wird durch Imaginationen, wie die Kraft der Phantasie der Menschen geschlossen.

So sieht Lancan das Reale der menschlichen Psyche das Unbegreifliche. Dazu gehört weder die Welt der Symbole noch die persönlichen Phantasien des Menschen.

So beschreibt auch Slavoj Zizek aus dem Standpunkt des lacanschen Denkens in seinem Werk „Die Pest der Phantasmen“ die mediale Pest, die zwischen Realität und Fiktion verschwimmt. Dazu gehören phantasmatische Hintergründe von Ideologien, das schillernde Beziehung zwischen Phantasie und Genießen und der Fetischismus.[1]

Ebenso geht er vorwiegend in seinem Werk auf die „Die sieben Schleier der Phantasie“ ein, die er mit „The truth is out there“ einleitet.

Zugleich behandelt er im zweiten Kapitel des Werkes die Pest der heutigen Medien, die von Internet, Film und Computer handeln.. Er setzt sich mit Themen „Was ist ein Interface“ oder „Die Virtuelle als Realität“ auseinander.

Im ersten Abschnitt meiner Seminararbeit werde ich eine kurze Biographie über Slavoj Zizek geben. Anschließend werde ich auf das triadische Modell von Zizek eingehen, dass sich aus dem Reale, dem Symbolischen und Realen zusammensetzt, Zizek eingehen.

Das nächste Kapitel definiert zunächst den Begriff des Phantasmas, welcher sich über das ganze Werk von Slavoj Zizek zieht.

insbesondere werde ich in meiner Seminararbeit ein Hauptaugenmerk auf „ Die 7 Schleiern der Phantasie“ legen. Dieses Kapitel wird mit Beispielen von Slavoj Zizek untermalt. Den Inhalt meiner Seminararbeit werde ich mit Zitaten auf Englisch aus dem Originalwerk von Slavoj Zizek“ The Plague of Phantasie“ unterstützen.

Am Schluss folgt eine kurze Zusammenfassung.

2 Kurze Biographie über Slavoj Žižek

Slavoj Žižek, der slowenische Psychoanalytiker und Philosoph, wurde am 21. März 1949 in Ljubljana als einziges Kind von Joze und Vesna Žižek geboren. Vorwiegend wuchs er jedoch in dem Küstenort Portorož, welches im heutigen Kroatien liegt, auf.

1967 studierte Žižek auch in Ljubljana, wo er 1971 auch das Bachelor-Examen in Soziologie und Philosophie ablegte. 1975 erwarb er zusätzlich den Magistergrad mit einer Arbeit über den Französischen Strukturalismus.

In den 1980er Jahren erregte er mit seiner Doktorarbeit unter dem Titel: „ Le plus sublime des hystérique“ internationale Aufmerksamkeit.

1981 promovierte er mit der Hegel-Dissertation zum Doktor der Philosophie.

1901-1982 kam er auf der Universität in Paris das erste Mal mit der Psychoanalyse in Berührung. Dort schloss er 1986 bei Jaques-Alain Miller, der Schüler und Schwiegersohn von Jacques Lacan war, mit der Promotion zum Doktor der Psychoanalyse ab.[2]

1989 schrieb er das Werk „The Sublime Object of Ideology“. In diesem Buch vergleicht Slavoj Žižek Ideologie mit einer überwältigenden und kraftvollen Erfahrung, die jenseits aller Wahrnehmung liege und sich intellektuellem Zugang entziehe und kommt zu der Auffassung, dass, die Vorstellung, der Ideologie entfliehen zu können, eine Wahl zu haben und jenseits von dieser Befriedigung und Unabhängigkeit erlangen zu können, gehöre selbst ins Reich der ideologischen Phantasmen.

Auch durchleuchtet er in beiden Büchern philosophische Systeme mit dem Instrument der Psychoanalyse. Slavoj Žižek nimmt in seinen Werken zudem viele praktische Beispiele aus der Gesellschaft zur Hilfe, insbesondere aus dem kulturellen Bereich der heutigen Realität und aus der früheren Politischen Ökonomie

[...]


[1] vgl. Florian Roth: Was es mit den neuen Medien auf sich hat-philosophische Diagnosen-Slavoj Zizek-Kommunikation zwischen Imaginärem und Symbolischen. http://www.florian-roth.com/app/download/6416432385/Slavoj+Zizeks+Medientheorie.pdf?t=1345152216 (am 10.09.2015 um 13:23)

[2] vgl. Munzinger Biographie: https://www.munzinger.de/search/portrait/Slavoj+Zizek/0/23315.html (am 10.10.2015 um 10:03)

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Slavoj Žižeks "Die Pest der Phantasmen: Die Effizienz des Phantasmatischen in den neuen Medien". Begriffserklärung und Analyse
Note
1
Autor
Jahr
2015
Seiten
20
Katalognummer
V310335
ISBN (eBook)
9783668120778
ISBN (Buch)
9783668120785
Dateigröße
489 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
slavoj, pest, phantasmen, effizienz, phantasmatischen, medien, begriffserklärung, analyse
Arbeit zitieren
Olivia Mazur (Autor), 2015, Slavoj Žižeks "Die Pest der Phantasmen: Die Effizienz des Phantasmatischen in den neuen Medien". Begriffserklärung und Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310335

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Slavoj Žižeks "Die Pest der Phantasmen: Die Effizienz des Phantasmatischen in den neuen Medien". Begriffserklärung und Analyse


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden