In dieser Hausarbeit zur Studieneinheit „Grundlagen der Psychologie“ wird die bestmöglichste Zusammensetzung von Gruppen in Bezug auf das Persönlichkeitsmerkmal „Verträglichkeit“ diskutiert und mit Handlungsempfehlungen abschließend beurteilt.
Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf dem möglichen Zusammenhang zwischen Merkmal und Leistung.
Um die Fragestellung zielorientiert untersuchen zu können, wurde eine weitreichende Literaturrecherche durchgeführt. Um auch zeitaktuelle wissenschaftliche Artikel und Forschungen in diese Hausarbeit mit einfließen zu lassen, wurden auch Online-Artikel und Vorträge einbezogen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Zentrale Erkenntnisse zum Thema Gruppe und Gruppenleistung
2.1 Wie definiert sich eine Gruppe?
2.2 Was versteht man unter „Gruppenleistung“?
3. Zusammenhänge von Persönlichkeit und Gruppenleistung
3.1 Das Persönlichkeitsmerkmal „Verträglichkeit“
3.2 Hypohetische Einflussmöglichkeiten auf die Gruppenleistung
4. Darstellung der Ergebnisse der Literaturrecherche
5. Handlungsempfehlungen für die Zusammenstellung von leistungsstarken Gruppen
5.1 Personalrecruiting
5.2 Heterogenität und Homogenität
5.3 Einfluss der Führung auf die Gruppenleistung
6. Stellungnahme und Einschätzung der Machbarkeit
Zielsetzung & Themen
Die Hausarbeit untersucht, wie sich die Zusammensetzung von Arbeitsgruppen in Bezug auf das Persönlichkeitsmerkmal „Verträglichkeit“ auf die tatsächliche Gruppenleistung auswirkt, um daraus fundierte Handlungsempfehlungen für die Personalauswahl und Teamzusammenstellung abzuleiten.
- Grundlagen der Gruppenbildung und Definition von Gruppenleistung
- Einfluss der Persönlichkeitsdimension „Verträglichkeit“ (Big Five)
- Analyse psychologischer Prozesse wie Synergieeffekte und Prozessverluste
- Eignungsdiagnostik im Kontext der Personalauswahl
- Spannungsfeld zwischen heterogener und homogener Teamzusammensetzung
Auszug aus dem Buch
3.2 Hypohetische Einflussmöglichkeiten auf die Gruppenleistung
Wie bereits erwähnt steht ein hoher Wert Verträglichkeit u.a. für Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Vertrauen und Mitgefühl. Dinge die Menschen bei anderen Menschen sehr schätzen und die diese Menschen sehr umgänglich machen und folglich zu einem ausgeprägten Kooperationsverhalten führen.
Bei Gruppen, die sich vorwiegend aus verträglichen Individuen zusammensetzen, sollte eine vertrauenswürdige und kooperative Atmosphäre bemerkbar sein, welche bei jedem Gruppenmitglied ein „Wir – Gefühl“ aufkommen lässt (Barrick, et al., 1998). Das Gefühl gemeinsam an einem Strang zu ziehen, beflügelt die Leistungsschwächeren (Unverzichtbarkeit) sowie die ohnehin Leistungsstarken zusätzlich (soziale Kompensation) und erzielt so den größtmöglichen Input an Engagement und Motivation.
Dieses Resultat ist der sog. Synergieeffekt, welcher im Wesentlichen aussagt, dass die Gruppe als Einheit eine höhere Leistung erbringt als jedes einzelne Mitglied (Barrick, et al, 1998).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Hinführung zum Thema Teamarbeit und Bedeutung von Soft Skills in der modernen Arbeitswelt.
2. Zentrale Erkenntnisse zum Thema Gruppe und Gruppenleistung: Definition von Gruppen, Abgrenzung zum Team-Begriff und Erklärung von Gruppenleistung inklusive potenzieller Prozessgewinne und -verluste.
3. Zusammenhänge von Persönlichkeit und Gruppenleistung: Einführung in das Big-Five-Modell mit Fokus auf die Facetten der Verträglichkeit und theoretische Hypothesenbildung.
4. Darstellung der Ergebnisse der Literaturrecherche: Zusammenfassung wissenschaftlicher Studien zum Einfluss von Persönlichkeitsmerkmalen auf die Arbeits- und Gruppenleistung.
5. Handlungsempfehlungen für die Zusammenstellung von leistungsstarken Gruppen: Diskussion von Methoden der Eignungsdiagnostik, Ansätzen zur Gruppenheterogenität und der Rolle der Führung.
6. Stellungnahme und Einschätzung der Machbarkeit: Kritische Reflexion der Praxistauglichkeit der theoretischen Erkenntnisse und arbeitsrechtlicher Aspekte.
Schlüsselwörter
Gruppenleistung, Persönlichkeitspsychologie, Verträglichkeit, Big Five, Teamarbeit, Personalauswahl, Eignungsdiagnostik, Synergieeffekt, Sozialpsychologie, Prozessverluste, Arbeitsmoral, Kooperation, Heterogenität, Homogenität, Prozessgewinne
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss das Persönlichkeitsmerkmal „Verträglichkeit“ auf die Leistung von Arbeitsgruppen hat.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind die Sozialpsychologie, die Persönlichkeitspsychologie und die Eignungsdiagnostik im Kontext von Teamarbeit.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die bestmögliche Zusammensetzung von Gruppen hinsichtlich des Merkmals Verträglichkeit zu bestimmen und Handlungsempfehlungen für die Praxis zu formulieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin/der Autor stützt sich auf eine weitreichende Literaturrecherche sowie die Analyse von Meta-Studien und Fachartikeln.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Gruppenleistung, der theoretischen Herleitung von Hypothesen zu Verträglichkeit und der Diskussion praktischer Recruiting-Methoden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Gruppenleistung, Verträglichkeit, Eignungsdiagnostik und Synergieeffekte.
Warum wird Verträglichkeit als entscheidendes Merkmal hervorgehoben?
Verträglichkeit ist eng mit Kooperationsverhalten, Harmonie und einem ausgeprägten „Wir-Gefühl“ verknüpft, was als förderlich für die Gruppenleistung angesehen wird.
Gibt es auch negative Aspekte bei sehr verträglichen Teams?
Ja, die Arbeit weist darauf hin, dass ein Übermaß an Harmonie konstruktive Diskussionen ersticken und somit die Effizienz der Gruppe durch fehlende kritische Impulse mindern kann.
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- Julia Naujoks (Author), 2015, Erfolg durch Teamarbeit? Der Einfluss von Persönlichkeitsmerkmalen auf die Gruppenleistung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310359