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Shakespeare's "The Merchant of Venice". Reconsidering Shylock

Titel: Shakespeare's "The Merchant of Venice". Reconsidering Shylock

Hausarbeit , 2004 , 18 Seiten , Note: 1.5

Autor:in: Rene Fassbender (Autor:in)

Anglistik - Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

This paper offers a detailed analysis of Shylock's depiction in Shakespeare's "Merchant of Venice" and why he may not be a typical villain (or a villain at all).

Undoubtedly, "The Merchant of Venice" is one of Shakespeare's most controversial plays, courtesy of the both interesting and complex character of Shylock the Jew. The play is basically a romantic comedy but the requirements of genre are scorned. It begins with brotherly love and ends with joy, at least for the Christians. However, in between, there is Shylock, who adds a very serious undertone to the play and makes it oddly profound for a comedy.

Although Shylock appears in but five out of twenty scenes, he represents a permanent threat and overshadows most of the play. No other character has so much "force, subtlety, vitality, variety; above all, none other has his intensity, isolation and apparent depth of motivation." It would be all too easy to explain this motivation and the way he is presented by means of mere anti-Semitism and stereotypes. Although Shakespeare could not ignore the prejudices of his time, "we should beware of attributing to Shakespeare and his audiences the cruelty of our own century." Those who intend to track down anti-Semitism in the play will not fail to find it. All too often, however, they will be blind to everything else and make the regrettable mistake of cutting both Shylock's character and the complexity of the play. There is more to Shylock, much more. His character can and should have the power to make the audience think.

Thus, one should have a close look at Shylock starting with the first things we get to know about him but without being oblivious to the social and historical background of the play's original reception. Furthermore, it is necessary to examine the depths of his character by means of analysing the development as well as the degree of obviousness of his motivation in order to disclose what moves and drives him. In the end, it should be possible to realise the underlying cause of his actions and draw corresponding conclusions.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Introduction

2. Usury and Jews

3. Two Worlds in Venice

4. Religion and Greed

5. Revenge and Justice

6. Teasing Purification

7. Conclusion

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die komplexe Figur des Shylock in William Shakespeares "Der Kaufmann von Venedig", wobei der Fokus auf der Dekonstruktion seiner vermeintlichen religiösen Motivation zugunsten seiner tief verwurzelten Gier liegt. Die Forschungsfrage hinterfragt, inwieweit Shylocks Handlungen tatsächlich aus religiöser Unterdrückung resultieren oder ob sie vielmehr als Ausdruck eines zerstörerischen, giergetriebenen Wesens zu interpretieren sind, das ihn von den christlichen Werten der venezianischen Gesellschaft entfremdet.

  • Analyse des historischen und sozialen Kontextes von Zinswucher und Antisemitismus in Shakespeares Zeit.
  • Gegenüberstellung der ökonomischen Ideale von Shylock und den christlichen Protagonisten.
  • Untersuchung der Rolle von Religion als Vorwand für persönliche Rache und Gier.
  • Deutung der Gerichtsverhandlung als moralischer Charaktertest.
  • Erarbeitung der Transformation von Shylocks Identität durch Verlust und Konversion.

Auszug aus dem Buch

4. Religion and Greed

Religion and greed are very important topics of The Merchant of Venice and Shylock; both of them distinguish him from the Christians and might therefore serve as the motivation of his aversion to them. It is only in the third scene of the play that we shall see Shylock who appears unheralded. Nothing has been said about him therefore we are not biased due to some kind of previous indirect characterisation. So it is up to Shylock himself to give us a first hint concerning his character to supply us with information which will help to judge him:

SHYLOCK: Three thousand ducats, well.

BASSANIO: Ay, sir, for three months.

SHYLOCK: For three months, well.

BASSANIO: For the which, as I told you, Antonio shall be bound.

SHYLOCK: Antonio shall become bound, well. [III.i. 1-5; my italics]

Zusammenfassung der Kapitel

1. Introduction: Diese Einleitung führt in die Kontroverse um die Figur Shylock ein und erläutert die Notwendigkeit, sein Handeln jenseits von simplen antisemitischen Stereotypen zu analysieren.

2. Usury and Jews: Das Kapitel beleuchtet den historischen Kontext des Zinswuchers im elisabethanischen England und zeigt auf, warum dieser Berufszweig Shylock in eine isolierte Außenseiterrolle drängte.

3. Two Worlds in Venice: Hier wird der Kontrast zwischen Shylocks präzisem, kapitalorientiertem Denken und der eher leichtfertigen, auf zwischenmenschlichen Beziehungen basierenden Wirtschaftsweise der Christen untersucht.

4. Religion and Greed: Der Fokus liegt auf der Erkenntnis, dass religiöse Motive bei Shylock oft nur als Fassade dienen, während seine Gier die eigentliche treibende Kraft hinter seinen Entscheidungen bleibt.

5. Revenge and Justice: Dieses Kapitel analysiert Shylocks Streben nach Gerechtigkeit als bloßes Euphemismus für persönliche Rachegelüste, die er geschickt hinter religiösen Ansprüchen verbirgt.

6. Teasing Purification: Die Gerichtsverhandlung wird hier als moralischer Test interpretiert, in dem Shylock durch sein beharrliches Festhalten am Gesetz schließlich seine eigene Niederlage herbeiführt.

7. Conclusion: Das Fazit stellt fest, dass Shylocks Untergang nicht in seiner Religion begründet liegt, sondern in seiner unkontrollierten Gier, und betont die literarische Brillanz von Shakespeares komplexer Charakterzeichnung.

Schlüsselwörter

Shylock, Der Kaufmann von Venedig, William Shakespeare, Zinswucher, Antisemitismus, Gier, Religion, Rache, Gerechtigkeit, Elizabethanisches Theater, Kapitalismus, moralischer Charaktertest, Antonio, Konversion, literarische Analyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Charakteranalyse von Shylock in Shakespeares Stück "Der Kaufmann von Venedig" und hinterfragt die wahren Motive hinter seinem Handeln.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören das Zusammenspiel von religiöser Identität, wirtschaftlichen Interessen, dem Konflikt zwischen Zinswucher und christlicher Wohltätigkeit sowie die Frage nach Rache und Gerechtigkeit.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, dass Shylocks Handlungen maßgeblich durch Gier geprägt sind, während er Religion lediglich als Vorwand nutzt, um seine Rachegedanken zu rechtfertigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Textanalyse, die durch den Einbezug historischer und zeitgenössischer kritischer Perspektiven (Sekundärliteratur) fundiert wird.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert schrittweise Shylocks Auftreten: seine ökonomische Motivation, den wirtschaftlichen Gegensatz zu den Christen, die Instrumentalisierung von Religion für Racheakte und sein Scheitern im juristischen Test der Gerichtsverhandlung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Shylock, Gier, Religion, Rache, Gerechtigkeit und Antisemitismus.

Warum wird Shylocks Religion in der Arbeit als sekundär gegenüber seiner Gier betrachtet?

Der Autor zeigt auf, dass Shylock in entscheidenden Momenten seine religiösen Prinzipien (wie das Speisegebot oder das Verbot von Meineid) zugunsten finanzieller Vorteile aufgibt, was seine Gier als dominante Kraft entlarvt.

Wie interpretiert der Autor das Ende von Shylock?

Das Ende wird als zweifache Transformation gedeutet: Der Verlust des Vermögens und die erzwungene Konversion zum Christentum machen ihn als geschäftstüchtigen Wucherer unschädlich und dienen als spirituelle "Reinigung" innerhalb der Komödie.

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Details

Titel
Shakespeare's "The Merchant of Venice". Reconsidering Shylock
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Veranstaltung
''All the World’s a Stage'' An Introduction to Shakespeare
Note
1.5
Autor
Rene Fassbender (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
18
Katalognummer
V310363
ISBN (eBook)
9783668088481
ISBN (Buch)
9783668088498
Sprache
Deutsch
Schlagworte
shekespeare merchant venice reconsidering shylock
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Rene Fassbender (Autor:in), 2004, Shakespeare's "The Merchant of Venice". Reconsidering Shylock, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310363
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Leseprobe aus  18  Seiten
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